Digitaler Notruf mit VDS-Protokoll

Aufzugsnotruf-Systeme mit VdS-Protokoll digital nachrüsten. (Quelle: Russ Ward / Unsplash)
Aufzugsnotruf-Systeme mit VdS-Protokoll digital nachrüsten. (Quelle: Russ Ward / Unsplash)

Aufzugsnotruf-Systeme mit VdS-Protokoll digital nachrüsten

Die Frist der BetrSichV nutzen, um Aufzugsanlagen digital nachzurüsten. (Quelle: Avire)
Die Frist der BetrSichV nutzen, um Aufzugsanlagen digital nachzurüsten. (Quelle: Avire)

Laut Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) müssen alle Aufzüge in Deutschland bis zum 31. Dezember 2020 mit einem Zwei-Wege-Notrufsystem ausgestattet sein. Zukunftssicher sind digitale Kommunikationsplattformen, die das etablierte VdS-Protokoll nutzen, wie das Ecosystem von Avire. Es bietet sich ein weiterer Vorteil für Aufzugsbetreiber, denn durch den Einsatz solcher Lösungen können sie erheblich Kosten sparen.

Über ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem können Passagiere in Personenaufzügen den Notruf rund um die Uhr erreichen. Laut BetrSichV sind diese Systeme ab Ende des Jahres Pflicht, jedoch fehlen sie derzeit noch in mehreren zehntausend Anlagen in Deutschland. Rüsten Betreiber nicht rechtzeitig nach, riskieren sie Sanktionen oder die Stilllegung der betroffenen Aufzüge. In Anbetracht der Menge an Anlagen, die noch vor einer Nachrüstung stehen, ist gegen Ende 2020 mit Engpässen bei den Aufzugsherstellern und Wartungsunternehmen zu rechnen. Daher sollten Betreiber den Einbau des Notrufsystems schnellstmöglich angehen, um Verzögerungen und Preissteigerungen zu entgehen.

Zukunftssicher mit einer digitalen Lösung
Da die Tage analoger Netze gezählt sind, lohnt es sich bei der Entscheidung für ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem auf digitale Technologie zu setzen. Aufgrund von Umbauten könnten analoge Notruftelefone allerdings in wenigen Jahren nicht mehr funktionieren. Hinzukommt, dass durch die hohe Kompression gelegentlich Störungen in der analogen DTMF-Kommunikation vorkommen.

Ist das Notruftelefon dagegen digital angebunden, treten Verbindungsprobleme nicht auf. Datenpakete kommen an, selbst wenn sie unterwegs im Netzwerk hängen bleiben. Idealerweise nutzt das digitale Kommunikationssystem das VdS-Protokoll, das sich als Standard für die Übertragung von Gefahrenmeldungen per TCP/IP etabliert hat und in der Sicherheitsbranche universell einsetzbar ist. Dabei erhält eine Leitstelle mit einem Alarm auch immer die Information, in welchem Gebäude und Stockwerk dieser ausgelöst wurde.

Mit Fernüberwachung Kosten sparen
Mit der Umstellung auf ein neues Notrufsystem wird der Umstieg auf eine komplette, digitale Kommunikationsplattform möglich. Daran können weitere Komponenten angeschlossen werden, mit deren Hilfe Aufzugsbetreiber die Anlage aus der Ferne überwachen und so die Aufzugsteuerungen prüfen sowie Alarme testen können. Außerdem lassen sich allerlei Daten sammeln, um etwa Vorhersagen zu treffen, wann eine Komponente repariert oder ausgetauscht werden muss. Techniker müssen nur zur Aufzugsanlage fahren, wenn es auch tatsächlich notwendig ist. Mit der Lösung können Betreiber zudem die Arbeitszeit vor Ort erfassen.

Avire DCP ist ein EN81-28-konformes Kommunikationssystem für bis zu vier Aufzüge und vereint GSM-Gateway, Notruftelefon und M2M-Gateway in einem Gerät. (Quelle: Avire)
Avire DCP ist ein EN81-28-konformes Kommunikationssystem für bis zu vier Aufzüge und vereint GSM-Gateway, Notruftelefon und M2M-Gateway in einem Gerät. (Quelle: Avire)

Einfach einzubauen
Ein weiterer Vorteil digitaler Kommunikationsplattformen wie der DCP (Digital Communication Platform) von Avire ist der einfache Einbau: Solche CAN-Bus-basierten Lösungen vereinen alle notwendigen Bestandteile in einem Modul und benötigen nur zwei Adern im Hängekabel. Auch die Sprecheinheit lässt sich leicht anbringen, direkt hinter dem Tableau des Aufzugs oder als Aufputz-Variante. In der DCP befindet sich eine GSM-Schnittstelle zum Mobilfunknetz sowie ein M2M-Gateway für die Maschinenkommunikation. Die Audiomodule in der Kabine, im Schacht und im Maschinenraum sind über einen CAN-Bus-Anschluss verbunden. Die Daten der einzelnen Module werden über GSM an eine Cloud-Plattform geschickt und dort zusammengeführt. Zusätzlich können diese Daten ebenfalls durch Nutzung des VdS-Protokolls an ein Servicecenter Ihrer Wahl geschickt werden. Die Geräte lassen sich so zum einen in einer zentralen Benutzeroberfläche und zum anderen durch externe Servicecenter überwachen und managen.

Fazit
Die Umsetzung der BetrSichV sollte nicht als lästige Pflicht gesehen werden. Stattdessen können Aufzugbetreiber sie zur Modernisierung nutzen und beim Nachrüsten eines Notrufsystems auf eine digitale Kommunikationsplattform mit VdS-Protokoll umstellen. Der Einbau ist unkompliziert und sie sind für die Zukunft gerüstet. Das Ecosystem von Avire kann mühelos in Aufzügen aller Hersteller und jeden Alters nachgerüstet werden.

Mehr unter: www.avire-global.com