Das Büro ist ein zentraler Ort für Produktivität und Unternehmenskultur. Zusammenarbeit und Austausch vor Ort sind von zentraler Bedeutung, doch Flächenbedarf und Anforderungen werden laufend umgedacht. Laut der European Office Occupier Sentiment Survey 2026 des globalen Immobiliendienstleisters CBRE planen 65 Prozent der befragten europäischen Büronutzer innerhalb der nächsten drei Jahre einen Umzug.
Fast die Hälfte der Befragten rechnet mit einem Bedarf an vielseitig nutzbaren und flexibel gestaltbaren Flächen (48 Prozent). Flexible Arbeitsplatzkonzepte „ermöglichen den Zugang zu hochwertigen Flächen und die Anpassung an veränderte Anforderungen, ohne dass erhebliche Investitionen nötig sind“, sagt Anna Esteban, Head of Leasing and Occupier Accounts Europe bei CBRE. Damit steigen auch die Mindestanforderungen an die passende Ausstattung neuer Bürogebäude, die für ein Unternehmen beim Standortwechsel in Frage kommen.
Solche Entwicklungen begründen sich auch in der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz. Langfristig ist wohl eine Verringerung von Personalbestand und Flächenbedarf zu erwarten. Doch die aktuelle Praxis zeigt, dass sich gerade in der Anfangsphase eher das Aufgabenprofil der Mitarbeitenden ändert als komplett zu entfallen, wodurch neue Anforderungen an die Büroflächen entstehen.
Zunehmender Wettbewerb um Büroneubauten
Gleichzeitig streben 45 Prozent der Befragten bis 2030 Netto-Null-Emissionen an, gegenüber 37 Prozent im Jahr 2024. Der Zeitraum für die Anpassung ihrer Immobilienportfolios ist damit knapp und der Wettbewerb um geeignete Büroflächen hoch. Gerade der Anteil der Büroflächen, die jünger als fünf Jahre sind, wird laut CBRE-Prognose bis 2028 auf einen Tiefstand von 6,8 Prozent fallen. „Ohne ausreichend Neubau oder Modernisierung wird sich der Wettbewerb um die besten Flächen in vielen europäischen Märkten in den kommenden Jahren voraussichtlich verschärfen“, schätzt Mark Cartlich, Head of European Occupational Market Research bei CBRE.


