Donnerstag, 26. Februar 2026

Das Energieeffizienzgesetz – Chance für Datacenter-Betreiber

Online-Services, Clouds, KI, Streaming – all das braucht enorme Rechenleistung und eine stabile Infrastruktur. 24 Stunden an jedem Tag der Woche. Der Preis: enormer Energieeinsatz und steigende Anforderungen an Klimatisierung, Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit. Das Energieeffizienzgesetz, kurz EnEfG, macht hier klare Vorgaben – und eröffnet gleichzeitig neue Chancen für Datacenter-Betreiber, Planer und OEMs.

EnEfG – neue Grenzen, weniger Kosten

Mit dem EnEfG ist Effizienz im Rechenzentrum Pflicht – und gleichzeitig ein starker Hebel zur Senkung der Betriebskosten. Zum einen gelten bestimmte Werte für die Power Usage Effectiveness: für Neubauten ab Juli 2026 maximal 1,2 PUE; für Bestandsbauten ab Juli 2027 maximal 1,5. Hinzu kommen die verpflichtende Nutzung von Abwärme und die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien ab 2027.

Niedrige PUE-Werte durch intelligente Technik

Die PUE gibt Auskunft darüber, wie viel Strom über die eigentliche IT hinaus verbraucht wird, etwa für die Kühlung, Beleuchtung und andere Gemeinkosten. Je kleiner ihr Wert, umso höher die Gesamtenergieeffizienz. Um die ambitionierten Grenzwerte zu erreichen, braucht es Kühlsysteme, die mit maximalem Wirkungsgrad arbeiten und dafür wenig Strom verbrauchen. Wie zum Beispiel die EC-Ventilatorreihe RadiPac von ebm-papst mit Schnittstelle für ein intelligentes Energiemanagement. Sie ist optimiert für die Anforderungen im Rechenzentrum.

Das Bild zeigt drei industrielle Ventilatoren oder Lüftereinheiten vor einem orangefarbenen Hintergrund. Die Lüfter sind unterschiedlich ausgerichtet und zeigen verschiedene Ansichten: Frontal, seitlich und von hinten. Sie sind in robuste Metallrahmen eingebaut und für den Einbau in größere Anlagen oder Lüftungssysteme vorgesehen. Die Konstruktion deutet auf eine Anwendung in der industriellen Belüftung oder Klimatechnik hin.
Kompakt gepackt: die RadiPac Baureihe mit Hochleistungs-EC-Antrieb

RadiPac: große Leistung auf kleinem Raum

RadiPac Radialventilatoren gibt es in Baugrößen von 280 bis 800. Die Größen 710 und 800 sind für Volumenströme bis 40.000 m3/h und Drücke bis 2.500 Pa ausgelegt. Bei maximaler Energieeffizienz, denn aerodynamisch optimiertes Design sowie optimal aufeinander abgestimmte Komponenten sorgen für minimale Strömungsverluste.

Eine weitere Besonderheit ist ihr EC-Außenläufermotor: Er erreicht höhere Drehmomente als ein Innenläufermotor und kommt ohne Seltene-Erden-Magnete aus. Das macht ihn ressourcenschonend und nachhaltiger. Und das mit integrierter Steuerelektronik und Wirkungsgraden von über 90 %.

Einbaufertige Plug-and-Play-Radialmodule ermöglichen eine einfache Installation. Integrierte Resonanzerkennung sorgt für höchste Zuverlässigkeit und Kontrolle – vor allem als modulare FanGrid-Lösung, die Redundanz und Skalierbarkeit maximiert.

Zwei Grafiken vergleichen den Stromverlauf und die technischen Kenndaten eines Systems mit passiver (links) und aktiver (rechts) PFC (Power Factor Correction): Links, „Stromverlauf mit Passiv PFC“: Das Stromsignal ist unregelmäßig mit vielen Störungen. Die technischen Werte sind: Spannung 450V/50Hz, Strom 4,25 Arms/6,9 Apeak, Wirkleistung 2,825 kW, Blindleistung 1,00 kVA, Scheinleistung 2,99 kVA, Leistungsfaktor 0,94 und Gesamtklirrfaktor (THD) 33,5 %. Rechts, „Stromverlauf mit Aktiv PFC“: Das Stromsignal ist nahezu sinusförmig und deutlich glatter. Die Werte sind: Spannung 450V/50Hz, Strom 4,10 Arms/6,0 Apeak, Wirkleistung 2,82 kW, Blindleistung 0,08 kVA, Scheinleistung 2,82 kVA, Leistungsfaktor 0,998 und THD ≤5 %. Der Vergleich zeigt, dass die aktive PFC zu einem besseren, saubereren Stromverlauf und besseren Leistungswerten führt.
Aktiv-PFC im RadiPac filtert störende Oberschwingungen und mindert Stromspitzen drastisch

3-Phasen-Aktiv-PFC: gut für Netz und Budget

Ein weiterer Schlüssel zu mehr Effizienz ist die integrierte Aktiv-PFC-Technologie. Sie reduziert Stromoberwellen drastisch, halbiert die Stromspitzen und senkt den Verzerrungsfaktor THDI (Total Harmonic Distortion) auf maximal 5 %.

Das entlastet das Netz und mindert Installations- und Betriebskosten. In einer Vergleichsauslegung eines Rechenzentrums mit 220 Aktiv-PFC-Ventilatoren gegenüber 220 marktüblichen Ventilatoren und einer IT-Last von 3 MW ergab sich eine Gesamtkostensenkung von fast 40 %. Für mehr Informationen bietet ebm-papst ein kostenloses Whitepaper.

Je besser Ventilatoren auf die Netzanforderungen und die Wärmeabfuhr abgestimmt sind, desto effizienter lassen sich Datacenter betreiben. RadiPac mit Aktiv-PFC garantiert hier sowohl beste Wirkungsgrade als auch geringe Geräuschemissionen und hohe Lebensdauer.

Mit hoher Effizienz stark im Wettbewerb

Das EnEfG ist also auch ein Innovationsbeschleuniger: Dank zukunftsweisender Technologien lassen sich die gesetzlichen Vorgaben einhalten – mit konkreten Wettbewerbsvorteilen. Wer neue Ideen schnell zur Marktreife entwickeln will, findet in ebm-papst einen Partner mit fundiertem Produkt- und Anwendungs-Knowhow sowie modernsten Analysetechniken.

Mehr Infos und Beratung unter: ebmpapst.com

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