Techem Atlas: Kältere Witterung treibt Heizkosten

Der Mess- und Abrechnungsdienstleister Techem hat den „Techem Atlas für Energie, Wärme & Wasser 2026“ herausgegeben. Die Analyse zeigt unter anderem: Trotz stabilisierter Energiepreise liegen die Heizkosten weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise von 2021.

„Angesichts anhaltend hoher Energiekosten fällt ein kälterer Winter im Jahr 2025 besonders ins Gewicht“, sagte Ulrich Schiller, Co-CEO der Techem Gruppe und CEO Deutschland, am 1. Oktober bei der Präsentation der Studie. Demnach bewegten sich die Energiepreise 2025 zwar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Damit lagen sie im Vergleich zu 2021 jedoch weiterhin rund 82 Prozent höher. Zugleich fiel die Heizperiode kälter aus als im Vorjahr. Das führte zu einem höheren Verbrauch und steigenden Heizkosten. Pro Quadratmeter lagen diese 2025 rund 45 Prozent über dem Niveau von 2021. Nach Unternehmensangaben bestätigen die Daten gleichzeitig die wirtschaftlichen Vorteile von Wärmepumpen im Mehrfamilienhausbestand, trotz noch nicht ausgeschöpfter Effizienzpotenziale. Bei der Digitalisierung von Ablesung und Abrechnung sowie beim Ausbau intelligenter Messinfrastruktur zeichnen sich erneut Fortschritte gegenüber dem Vorjahr ab.

Nach Ansicht von Schiller „haben viele Verbraucher die Einsparpotenziale, die ihnen unter anderem die unterjährige Verbrauchsinformation eröffnet, bereits weitgehend ausgeschöpft. Techem blicke mit Sorge auf weiter steigende Energiepreise. „Entscheidend ist es jetzt, eine gezielte Modernisierung des Gebäudebestands weiter voranzutreiben und dabei technische Möglichkeiten gezielt einzusetzen. Smart Metering, fernablesbare Messsysteme, digitale Verbrauchstransparenz und ein datenbasierter Betrieb von Gebäuden schaffen die Grundlage, um Energieverbräuche weiter zu reduzieren und die Belastungen aus Energiekosten und der CO₂-Kostenaufteilung für Mieter und Vermieter zu begrenzen“, erklärte der Co-CEO der Techem Gruppe.

Für den Techem Atlas 2026 wurden den Angaben zufolge Daten von rund 94.000 Gebäuden mit etwa 1,1 Mio. Wohnungen in Deutschland sowie weiteren 1,1 Mio. Wohnungen in ausgewählten europäischen Ländern aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. Mehr zum Thema „Wärmewende in der Immobilienwirtschaft“ erfahren Sie in der kommenden Ausgabe Nr. 11 von „Der Facility Manager“, die am 29. Oktober erscheint.

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