Zum zweiten Mal stellt FRAUEN !N FÜHRUNG – Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft für mehr Frauen in Führungspositionen e.V. die Frage, ob und wie die deutsche Immobilienwirtschaft personelle Veränderungen in Führungspositionen nutzt, um aus bisherigen, männlich dominierten Mustern auszubrechen. Im Fokus des neuen „F!F Female Board Report Real Estate 2026“ steht dabei, inwiefern diese Positionen zugunsten von Vielfalt und einer Pluralität an Perspektiven neu besetzt werden, und welcher Anteil davon auf weibliche Führungskräfte entfällt.
Der Bericht analysiert die Führungsgremien von 200 Unternehmen im Bereich Immobilien zwischen Januar 2025 und Mitte 2026, sowie zusätzlich 30 Architekturbüros in Deutschland. Die Immobilienwirtschaft steht in diesem Zeitraum vor zahlreichen Herausforderungen, darunter Finanzierungskosten, Planbarkeit und Fachkräftemangel, was sich auf personelle Strukturen auswirkt. Frauen in Führungspositionen scheinen dabei jedoch nicht als Lösungsansatz in den Unternehmen gesehen zu werden. Während es in nahezu jedem zweiten Unternehmen Neuberufungen in Spitzenpositionen gab, gingen im Durchschnitt nur weniger als zwei von zehn davon an Frauen (15,5%). „Es scheint, als reagierten die Unternehmen auf die schnellen Veränderungen und Unsicherheiten in ihrem Umfeld mit einem Rückgriff auf das Bekannte und vermeintlich Bewährte“, sagt Anne Tischer, Vorsitzende von F!F.
Der Frauenanteil in den Geschäftsführungen sank laut Bericht insgesamt leicht ab, am deutlichsten im Bereich Property & Facility Management. Der Anteil weiblicher Führungskräfte sank dort im Vergleich zum ersten Bericht aus 2025 um knapp drei Prozent (nun 20,5%). Doch präsentiert der Female Board Report Real Estate 2026 auch erfolgreiche Beispiele, die eine konstruktive und zukunftsorientierte Weiterentwicklung aufzeigen.
Der ausführliche Bericht kann hier online eingesehen werden.


