gefma veröffentlicht Whitepaper zum Gebäudebetrieb 4.0

Mit dem neuen Whitepaper GEFMA 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ will der Deutsche Verband für Facility Management – gefma ein gemeinsames, domänenübergreifendes Verständnis für einen datenbasierten, interoperablen und wirtschaftlichen Gebäudebetrieb schaffen und konkrete Ansätze für die praktische Umsetzung aufzeigen. Denn damit Technologien wie Building Information Modeling (BIM), Künstliche Intelligenz und Datenräume ihr Potenzial für den Betrieb von Immobilien entfalten können, braucht es eine entscheidende Grundlage: konsistente, strukturierte und systemübergreifend nutzbare Daten.

Erarbeitet wurde die neue Publikation von einem interdisziplinären Autorenteam aus dem 2025 gegründeten gleichnamigen gefma-Arbeitskreis. Ausgangspunkt ist ein neues Verständnis des Gebäudebetriebs: Dieser wird nicht länger als nachgelagerte Verwaltungsaufgabe betrachtet, sondern als Gestaltungsaufgabe und strategische, datenbasierte Führungsaufgabe über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Über die Erfüllung der Pflichten aus der Betreiberverantwortung hinaus rückt damit eine bewusste Betriebsstrategie in den Mittelpunkt.

Daten, Technik und Prozesse zusammendenken

GEFMA 930 betrachtet hierfür nicht einzelne Technologien oder Systeme isoliert, sondern führt die unterschiedlichen Perspektiven auf den Gebäudebetrieb zusammen. Das Whitepaper zeigt die Zusammenhänge und Schnittstellen zwischen Planung, Gebäudetechnik, Datenarchitektur, digitalen Services, Facility-Management-Prozessen sowie IT- und OT-Sicherheit auf. Nachvollziehbare Praxisbeispiele verdeutlichen, wie diese Bereiche zusammenspielen und welche Voraussetzungen für einen durchgängigen digitalen Gebäudebetrieb geschaffen werden müssen.

„Das Gebäude der Zukunft spielt nach den Regeln der IT. Damit verändern sich auch die Anforderungen an den Gebäudebetrieb grundlegend. Entscheidend ist nicht mehr allein, welche technischen Systeme eingesetzt werden, sondern ob Daten strukturiert, sicher und systemübergreifend verfügbar sind und für konkrete Prozesse genutzt werden können. Gebäudebetrieb 4.0 verbindet deshalb Technik, Daten und Prozesse zu einem gemeinsamen Betriebsmodell“, erklärt Frank Schröder, Director of efficient Technologies Corporate Facility Management bei Phoenix Contact und einer der drei Leiter des gefma-Arbeitskreises Gebäudebetrieb 4.0.

Entsprechend richtet sich das Whitepaper an Eigentümer und Investoren, Betreiber,Verantwortliche aus Asset, Property und Facility Management ebenso wie an Planungsbeteiligte aus Architektur, Fachplanung und Bauausführung. Hinzu kommen Hersteller und Systemintegratoren, Softwareunternehmen, IT- und OT-Verantwortliche oder auch externe Dienstleister. Die Inhalte des Whitepapers will der Arbeitskreis im nächsten Schritt vertiefen und in einem „Gebäudebetrieb 4.0 Demonstrator“ praktisch umsetzen, um so Best-Practice-Erfahrungen für die Branche zu gewinnen.

Das Whitepaper GEFMA 930 „Gebäudebetrieb 4.0“ ist ab sofort im gefma-Onlineshop erhältlich. Für gefma-Mitglieder steht die Publikation kostenfrei zur Verfügung. Externe können das Dokument für 59 Euro zzgl. USt. erwerben.

Quelle: gefma
Red. Bearbeitung: Robert Altmannshofer

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