Lünendonk-Studie: Moderates Wachstum in Österreich

Nach zwei starken Jahren erzielen die Facility-Service-Unternehmen in Österreich im Geschäftsjahr 2025 ein moderates Umsatzplus von 4,6 Prozent, so die ersten Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026 „Facility Service in Österreich“. Die 20 führenden Anbieter wachsen mit 4,7 Prozent leicht über dem Mittel der Studienteilnehmer. Am positivsten entwickelten sich die technischen Dienstleister mit einem Plus von 6,1 Prozent. Bis 2030 erwarten die Unternehmen jährliche Wachstumsraten zwischen 4,2 und 5,6 Prozent. Die 20 führenden Facility-Service-Anbieter in Österreich beschäftigten in Österreich mehr als 38.400 Menschen und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2025 zusammen 2.445,5 Mio. Euro.

ISS behauptet Spitzenposition

Laut der korrespondierenden Lünendonk-Liste führt ISS das Ranking auch im Geschäftsjahr 2025 an. Das Unternehmen mit Sitz in Wien wuchs um 2,7 Prozent und erzielte damit einen Umsatz von 362,1 Mio. Euro. Simacek steigt mit 224,3 Mio. Euro (+3,9 %) auf Rang zwei, gefolgt von der CKV Gruppe mit 216,8 Mio. Euro (+6,7 %). Sodexo rückt mit einem geschätzten Umsatz von 169,0 Mio. Euro und einem Plus von 5,6 Prozent auf Position vier vor. Dussmann belegt nach einem Umsatzrückgang von 4,0 Prozent mit 168,0 Mio. Euro Rang fünf.

Strabag erzielt stärkstes Wachstum

Strabag Property and Facility Services verzeichnet mit 59,6 Prozent das stärkste Umsatzwachstum im Ranking und verbessert sich mit einem Umsatz von 150,0 Mio. Euro von Rang zehn auf Platz sechs. Darin enthalten sind die Umsätze der 2025 übernommenen Lohr Gebäudetechnik GmbH. Equans verbessert sich mit einem geschätzten Umsatz von 125,0 Mio. Euro (+2,5 %) um zwei Plätze auf Rang sieben. Knapp dahinter folgt Attensam mit 124,4 Mio. Euro (+6,8 %) auf Platz acht. Apleona wächst mit 4,1 Prozent auf 120,8 Mio. Euro, fällt jedoch auf Rang neun zurück. Caverion schließt die Top 10 mit 116,7 Mio. Euro Umsatz (-4,9 %) ab. Berücksichtigt wurden ausschließlich Umsätze mit Facility Services.

Digital wird Standard

Nach Ergebnissen der Studie prägen digitale Lösungen zunehmend die Geschäftsmodelle der Dienstleister. Der operative Reifegrad variiert jedoch: Acht Prozent der Studienteilnehmer geben an, bereits mehrheitlich automatisierte und KI-gestützte Prozesse im operativen Service zu nutzen. Rund die Hälfte verfügt über digitale und standardisierte Prozessketten, die noch nicht vollständig integriert sind. 38 Prozent der analysierten Unternehmen haben diesen Schritt im operativen Service bereits vollzogen.

Stefan Schubert, Lünendonk-Consultant und Studienautor, ordnet die Marktentwicklung ein: „Digitale Leistungsangebote entwickeln sich vom Differenzierungsmerkmal zum Standard im Facility Management. Die Geschwindigkeit, mit der neue Technologien und Innovationen den Markt prägen, gibt dem traditionell eher langfristig ausgerichteten Markt eine neue Dynamik. Wollen Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben, dann ist Veränderungsbereitschaft notwendiger als je zuvor.“

Die neue Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Österreich“ steht hier zum kostenlosen Download bereit. In die von Apleona, Dussmann und Strabag PFS unterstützte Lünendonk-Studie „Facility Service in Österreich“ wurden 26 in Österreich aktive Unternehmen einbezogen. Die Studie enthält Strukturkennzahlen, Langzeit- und Segmentauswertungen sowie Informationen zu aktuellen Themen und Trends und kann über die Lünendonk-Website erworben werden.

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