Internationaler Tag der Putzfrau 2018

Die Autorin Gesine Schulz hat 2004 den „Internationalen Tag der Putzfrau“ ins Leben gerufen, um das Image der Branche aufzupolieren. Seitdem soll jährlich am 8. November auf die Arbeit und die Arbeitsbedingungen hingewiesen werden. Ist bei Ihnen zuhause auch eine Raumpflegerin am Werk und eine professionelle Reinigungskraft leert den Papierkorb in Ihrem Büro, während Sie vor dem Bildschirm sitzen? Oder träumen auch Sie, wie einige meiner Kolleginnen, von einem durchtrainierten Studenten, der leicht bekleidet Ihre Fenster putzt, damit Sie endlich einmal wieder etwas zu schauen haben?

In Wahrheit ist der Beruf der Reinigungsfachkraft alles andere als glamourös. Egal ob ein Mann oder eine Frau bei Ihnen privat oder im beruflichen Umfeld für die Sauberkeit zuständig ist: Bei dieser Person handelt es sich vermutlich um eine unterbezahlte Teilzeitkraft. Darüber hinaus leistet er oder sie weit mehr als „nur“ zu putzen. In Krankenhäusern beispielsweise sorgen Fachkräfte dafür, dass sich Bakterien und Keime nicht ausbreiten. Und an den meisten Arbeitsplätzen gewährleisten sie vermutlich, dass Sie Ihre Kollegen nicht erwürgen, weil niemand das benutzte Geschirr in die Spülmaschine geräumt hat und es deshalb keine sauberen Kaffeetassen mehr gibt.

Am 8. November haben Sie also die Gelegenheit, sich einmal bei Ihrer Putzfrau oder Ihrem Putzmann zu bedanken. Gesine Schulz schlägt als kleine Geste eine strahlend weiße Rose vor…

Petra Kellerer