Donnerstag, 25. Juli 2024

Gute Raumluftqualität als Menschenrecht

Der Europäische Verband der Lüftungsindustrie (European Ventilation Industry Association − EVIA), Eurovent und weitere führende europäische Organisationen setzen sich für die Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen ein, teilte der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) am 27. Juni in Berlin mit.
In dem gemeinsamen Manifest „Good indoor air quality must become a basic human right“ fordern sie die europäischen Entscheidungsträger auf, den „Zugang zu guter Luftqualität“ (einschließlich der Luft in Innenräumen) als Menschenrecht anzuerkennen, indem sie die erforderlichen Anpassungen in den europäischen Verträgen und der Charta der Grundrechte vornehmen. Darüber hinaus verlangen die Unterzeichner aus dem Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung bei politischen Entscheidungen der „Luftqualität in Innenräumen“ die gleiche große Aufmerksamkeit zu schenken wie der „Luftqualität in der Umgebung“. Schließlich sollen alle politischen Maßnahmen daraufhin geprüft werden, ob sie zur Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen geeignet sind.

Der Gesundheit und dem Komfort der Menschen, die in den Gebäuden leben, arbeiten und lernen, sollten zukünftige politische Maßnahmen Priorität einräumen, heißt es weiter in dem Manifest. Die Bundesregierung sei jetzt in der Verantwortung, diese Aspekte umzusetzen und im Rahmen einer Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bis 2026 Mindeststandards für die Raumluftqualität zu setzen. Gemeinsam mit den beteiligten europäischen Verbänden kündigten die Verbände der TGA-Repräsentanz Berlin, der Fachverband Gebäude-Klima (FGK), der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte, der Fachverband Allgemeine Lufttechnik im VDMA sowie der BTGA an, zeitnah Vorschläge für eine zielgerichtete Umsetzung zu unterbreiten.

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