Elbphilharmonie: Hochtief bekommt mehr Geld

Der jahrelange Streit zwischen den Baupartnern der Hamburger Elbphilharmonie, der städtischen Realisierungsgesellschaft, der Hochtief Solutions AG und den Architekten Herzog & de Meuron scheint nun beigelegt. So teilt es zumindest die den Baukonzern beratende Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle mit. Die im Dezember nach einigen Spitzengesprächen getroffene Vereinbarung zur Neuordnung der Verträge für das Bauvorhaben seien nun Mitte April umgesetzt worden, heißt es. Dazu hätten die Baupartner ein Bündel von Verträgen neu- und nachverhandelt, so beispielsweise einen Totalübernehmervertrag, einen Generalunternehmervertrag, Planer-Verträge sowie Bauträgervereinbarungen zur Herstellung von Eigentumswohnungen in dem Komplex.

Nach den neuen Vereinbarungen übernimmt Hochtief zur Fertigstellung des Bauvorhabens sämtliche Planungs- und Baurisiken und bekommt dafür anstatt der ursprünglich vorgesehen Vergütung von 241 Mio. Euro nun 575 Mio. Euro. Hochtief garantiert im Gegenzug die Fertigstellung bis Oktober 2016. Die Gesamtkosten für die Elbphilharmonie werden laut Bürgermeister Olaf Scholz insgesamt 789 Mio. Euro betragen.

Die Verträge, mit denen sämtliche wechselseitigen Forderungen erledigt wurden und anhängige Klageverfahren beendet werden, werden allerdings erst mit Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft wirksam, die bis spätestens 30. Juni 2013 vorliegen muss.