Eine neue Version von BACtwin, der standardisierten Datenbasis („digitaler Zwilling“) für BACnet-Gebäudeautomation, hat der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) Anfang April veröffentlicht.
Das BACtwin-Konzept soll die Transparenz und Funktionalität der Gebäudeautomation in GA-Projekten und im GA-Betrieb erhöhen. BACtwin nutzt das weltweit angewendete BACnet-Protokoll und schließt laut AMEV wichtige Standardisierungslücken bei der GA-Planung und Implementierung. BACtwin ermöglicht durchgängige, herstellerneutrale Systemintegration und systemübergreifende Energieeffizienz gemäß Gebäudeenergiegesetz (§ 71a).
Das Update BACtwin 2026 enthält den Angaben zufolge folgende Verbesserungen:
• Erweiterung des BACtwin-BAS (Benutzeradressierungsschlüssel) um Standard-Aggregate für Förderanlagen (z.B. Aufzug, Fahrtreppe, Hebebühne) und Sanitäranlagen (z.B. Urinal, Hygienespülung).
• Praxisgerechte Standardisierungen von Value-Objekten ermöglichen vereinfachte Anwendungen dieser komplexen Objekte des BACnet-Standards.
• Empfehlungen für gewerkeübergreifend konsistente Adressierungen unterstützen die reibungslose Kooperation der Projektbeteiligten in
Bauprojekten und vermeiden parallele Adressierungssysteme im Gebäudebetrieb.
Das modulare Baukastensystem des BACtwin stößt laut AMEV in der Fachwelt auf breite Akzeptanz. Bauherren und Betreiber überarbeiten vorhandene GA-Konzepte im Sinne BACtwin-fähiger Bedarfsplanungen. Hersteller von Planungssoftware für Gebäudeautomation im D-A-CH-Bereich integrieren das BACtwin-Datenmodell in ihre Planungstools. Hersteller von Automationsstationen implementieren aktuell die neuen BACtwin-fähigen AMEV-Profile AS-C bzw. AS-D.
Das Update BACtwin 2026 finden Sie hier.

