Der Verband RealFM hat mit der Publikation „Anwendungsfälle zur Nachhaltigkeit“ die zweite Ergänzung des BIM2FM-Leitfadens zur Anwendung der BIM-Methodik in der Betriebs- und Nutzungsphase veröffentlicht.
Im Unterschied zu allgemeinen Nachhaltigkeitsleitfäden schließt die Arbeitshilfe eine zentrale Lücke zwischen strategischen Nachhaltigkeitszielen und deren operativer Umsetzung im Gebäudebetrieb, teilte der Verband Anfang März mit. Der Betrieb wird den Angaben zufolge dabei nicht als einzelner Anwendungsfall verstanden, sondern als eigenständige Lebenszyklusphase mit einer Vielzahl differenzierter Anwendungsfälle.
Die Publikation unterstützt Anwender dabei,
• regulatorische Anforderungen wie die EU-Taxonomie und CSRD systematisch zu erfüllen,
• Nachhaltigkeitsziele mit bestehenden BIM2FM-Strategien zu verknüpfen,
• vorhandene Daten aus Bauwerksmodellen mehrfach und effizient zu nutzen,
Den inhaltlichen Kern bilden die einheitlich strukturierten Beschreibungen von sechs praxisnahen Anwendungsfällen, die als übertragbare Blaupausen dienen:
• Überwachen der EU-Taxonomie-Kriterien
• Erstellen einer CO₂- bzw. Treibhausgasbilanz
• Unterstützung bei der Zertifizierung nach SustainFM – GEFMA 160-1
• Unterstützung bei der Gebäudezertifizierung nach BNB bzw. QNG
• Nutzung von BIM-Daten für energetische Simulationsanalysen
• Nachhaltigkeitsbezogene Mengenermittlung und LV-Erstellung mithilfe des BIM-Modells
Die beschriebenen Anwendungsfälle zeigen exemplarisch, wie Nachhaltigkeitsanforderungen mithilfe strukturierter BIM-Daten konkret, nachvollziehbar und wirtschaftlich umgesetzt werden können, erklärt der Verband. Anwender sollen insbesondere von einer höheren Datenqualität, reduzierten Aufwänden bei Dokumentation und Berichterstattung sowie einer verbesserten Entscheidungsgrundlage für strategische und operative Fragestellungen profitieren.
Die kostenpflichtige Arbeitshilfe „Anwendungsfälle zur Nachhaltigkeit“ ist hier als elektronische Version erhältlich.

