Dienstag, 31. März 2026

Ulrich Glauche spricht über die Bundesfachtagung Betreiberverantwortung

Ulrich Glauche, Senior Consultant bei Rödl und Leiter des gefma‑Richtlinienwesens, spricht über die kommende Bundesfachtagung Betreiberverantwortung, die am 20./21. April in Fulda stattfindet.

Herr Glauche, was hat sich in puncto Betreiberverantwortung seit der letzten Bundesfachtagung in Deutschland geändert?

Zum Thema „Kritische Infrastrukturen (KRITIS)“ hat der Bund im Dezember 2025 ein neues BSI‑Gesetz verkündet und die BSI‑KRITIS‑Verordnung geändert. Voraussichtlich im März 2026 wird das KRITIS‑Dachgesetz herausgegeben. Es erweitert die Grenzen dessen, was darunterfällt, wesentlich und adressiert neue Pflichten an die Betreiber kritischer Anlagen. Gleichzeitig gibt es auch wieder viele weniger prominente Veränderungen in allen Bereichen der Regulatorik. Nachdem sich aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der unternehmerische Spielraum im Umgang mit dem Thema weiter einengt, kommt der Abgrenzung zwischen dem wirklich Notwendigen und dem aus vielen guten Gründen Wünschenswerten eine immer größere Bedeutung zu. Das sehen wir besonders bei den Themen rund um die Nachhaltigkeit.

Wie reagiert die Bundesfachtagung darauf?

Das Thema KRITIS erscheint uns wegen der geopolitischen Lage, wegen des Brandanschlags auf die Kabelbrücke nahe des Kraftwerks Lichterfelde in Berlin – als Beispiel für fehlende Resilienz – und wegen der erheblichen Auswirkungen auf die FM‑Branche als so wichtig, dass wir es zu einem Themenschwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung machen. Und nachdem sich das KRITIS-Thema stark mit der Cybersicherheit überschneidet, bleibt auch diese im Fokus. Als Beispiel für eine Veränderung in der Regulatorik werden wir exemplarisch das Thema „Schutzmaßnahmen gegen Absturz auf Dächern“ in einem eigenen Vortrag behandeln. Daneben rücken positive Erfahrungen mit KI‑Anwendungen im FM ins Rampenlicht und wir stellen sonstige Neuerungen sowie Erfahrungsberichte vor.

Gibt es Änderungen im Ablauf der Tagung?

Ja, wir werden erstmals eine Podiumsdiskussion ins Programm aufnehmen. Erstens, weil dies die Möglichkeit bietet, zu einem Sachverhalt unmittelbar verschiedene Perspektiven zu hören, was bei einer reinen Vortragsreihe eher nicht der Fall ist. Und zweitens, weil wir bei den gefma‑Veranstaltungen stets gute Erfahrungen mit Blick auf die Zuhörerresonanz gemacht haben.

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