Eine klare Fokussierung auf relevante, wirkungsvolle und praktikable Anforderungen an die ESG-Berichterstattung fordern die drei Facility Management-Verbände RealFM, Facility Management Austria (FMA) und SVIT FM Schweiz in einem Positionspapier zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.
„Die FM3-Verbände erkennen den Nutzen strukturierter Nachhaltigkeitsberichterstattung an, warnen jedoch vor Überregulierung und einer überhöhten Bürokratie, die weder Unternehmen noch Nachhaltigkeitszielen dient“, heißt es Ende März in einer gemeinsamen Mitteilung.
Die Kernforderungen der FM3-Verbände lauten:
• Relevanz vor Vollständigkeit: Berichtspflichten müssen sich auf Themen konzentrieren, die für die Unternehmen eine messbare Wirkung entfalten.
• Pragmatische Datenerhebung: Maximale Nutzung vorhandener Datenquellen und Vermeidung redundanter Prozesse.
• Standardisierung und Digitalisierung: Einheitliche Schnittstellen und automatisierte Datenbereitstellung aus CAFM-, Gebäudeautomations- und Energiesystemen.
• Wirkungsorientierung: ESG-Berichte sollen echte Steuerungsimpulse liefern – nicht administrativen Ballast.
Die Verbände appellieren an Politik und Regulatoren, die FM-Praxis frühzeitig in regulatorische Entwicklungen einzubinden und Anforderungen so zu gestalten, dass sie ökonomisch umsetzbar und fachlich sinnvoll sind. Eine Ausweitung der Berichtspflichten ohne klare Relevanz lehnen sie ab.
Laut FM3 ist ein Leitfaden geplant, der Unternehmen bei der Identifikation relevanter ESG-Themen und einer effizienten Datenerfassung unterstützen soll. Zudem betonen die Verbände, „dass neben Environmental auch die Aspekte Social und Governance stärker berücksichtigt werden müssen, um eine ganzheitliche und werteorientierte Nachhaltigkeitskultur zu fördern“.
Das Positionspapier zur Nachhaltigkeitsberichterstattung finden Sie hier.

