Corona-Notfallkrankenhaus öffnet in Berlin

In der Messe Berlin ist ein Corona-Behandlungszentrum errichtet worden. In nur vier Wochen Bauzeit wurde das Projekt realisiert und am 11.Mai 2020 offiziell eröffnet. Das Reservekrankenhaus bietet etwa 500 Betten für Patienten, davon alleine 111 für Beatmungspatienten. Der Aufbau basiert dabei auf variablen Clustern mit Einheiten zwischen 16 und 24 Betten. Verantwortlich für die Planung zeichnete das Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner.

Der Projektfokus lag dabei auf der funktionalen Qualität der medizinischen Versorgung mit Berücksichtigung der Bedürfnisse von Personal und Patienten. Auch ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen ist eingeflossen. Über 90 Prozent der eingesetzten Materialien sind wiederverwert- oder verwendbar. Ebenso sind Messebauwände, Traversen und andere Möbel lediglich angemietet.

Auch der Brandschutz wurde dabei in Rekordzeit realisiert. Innerhalb von sieben Wochen stellten die Ingenieure von hppberlin das Konzept zusammen und führten Räumungs- und Rauchgassimulation, sowie Rauchgasversuche vor Ort durch. Ein dreigeschossiger Container-Modulbau auf der Freifläche vor der Messehalle 26 für die Logistik, die Ver- und Entsorgung sowie die Sozialbereiche für das Personal wurde zudem über drei Brücken an die drei Brandabschnitte der Halle 26 angebunden. Dabei wurde durch bauliche Maßnahmen sichergestellt, dass der Modulbau sowie die drei Hallenabschnitte jeweils separate Brandabschnitte bilden. Der Schwerpunkt des Konzepts liegt auf anlagentechnischen, organisatorischen und personellen Schutzmaßnahmen.