Internationale Dienstleister dominieren Schweizer Facility-Services-Markt

Internationale Konzerne bestimmen den Schweizer Markt für Facility Services. Die Top-5-Anbieter bzw. sieben der Top-10-Anbieter stammen nicht aus der Schweiz.

So führt die ISS Facility Services AG, Zürich, mit großem Abstand den Schweizer Facility-Services-Markt an. Laut der am 3. Juli in Zürich vorgestellten Lünendonk-Liste 2019 „Führende Facility-Service-Unternehmen in der Schweiz“ erzielte der internationale Dienstleister 2018 einen Facility-Services-Umsatz von 812 Mio. CHF (+3,2%).

Platz 2 für Bouygues Energies & Services, Paltz 3 für Vebego

Auf Rang zwei folgt Bouygues Energies & Services, die ihren Umsatz mit FM-Services in der Schweiz von 155 Mio. CHF auf aktuell 321 Mio. CHF mehr als verdoppelten. Mit 2.451 Mitarbeitern ist das Unternehmen überwiegend im technischen FM tätig. Die Geschäftsentwicklung ist wesentlich geprägt von der Übernahme und Integration der Alpiq Intec im Jahr 2018. In Deutschland hat die Bouygues Energies & Services Schweiz AG ebenfalls in 2018 die Kraftanlagen München übernommen. Platz 3 im Ranking belegt die Schweizer Landesgesellschaft des aus den Niederlanden stammenden Dienstleisters Vebego mit aktuell 250 Mio. CHF Umsatz. Das entspricht einem Plus von 21,4 Prozent.

Schweizer Anbieter erst auf Platz 6

CBRE verbessert sich unter anderem dank eines deutlichen Wachstums mit internationalen Mandaten auf Listenrang 4. Der aktuelle Umsatz von 180,4 Mio. CHF liegt um 14,7 Prozent über dem des Vorjahres. Auf Rang 5 folgt mit einem nahezu gleichen Umsatz von 180 Mio. CHF Engie, die die Umsatzzahlen der in 2018 übernommenen Priora FM AG beinhalten. Auf Rang 6 ist Honegger mit Hauptsitz in Köniz positioniert. Das inhabergeführte Unternehmen ist zugleich der größte Dienstleister im Ranking mit Ursprung und Hauptsitz in der Schweiz.

Das Ranking steht auf der Lünendonk-Webseite zum kostenlosen Download bereit.

Marktbestimmende Themen Digitalisierung, Personalmangel und integrale FM-Services

Als bestimmende Themen der Schweizer Facility-Services-Branche identifiziert die Studie – wenig überraschend – die Digitalisierung ist und den Personalmangel. Auch sei die Nachfrage nach integralen FM-Services weiter hoch, berichtet Thomas Ball, Senior Consultant und Autor der Lünendonk-Studie zum Schweizer FM-Markt, die im August erscheint. „Mit der Digitalisierung, dem Personalmangel und der hohen Nachfrage nach integralem FM befinden sich die führenden Dienstleister in der Schweiz in einer vergleichsweise komfortablen Lage: Der Preisdruck ist angesichts des hohen Fremdvergabeanteils und der aktuellen Herausforderungen weiter in den Hintergrund getreten“, sagt Ball.

Robert Altmannshofer