Lünendonk-Liste: Sicherheitsdienstleister setzen auf KI

In der Sicherheitsbranche erwarten 86 Prozent der Anbieter, dass Künstliche Intelligenz in den nächsten zwei bis drei Jahren zum Standardbestandteil von Sicherheitsleistungen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Lünendonk-Studie 2026 „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“.

Bereits in diesem Jahr verzeichnen 40 Prozent der analysierten Unternehmen eine gelegentlich oder häufige Nachfrage nach KI-gestützten Sicherheitslösungen. Gleichzeitig erschweren die Integration von KI in bestehende Systeme und der Mangel an qualifizierten Beschäftigten die weitere Entwicklung der Branche, teilte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder Ende September mit.

Für die Studie wurden den Angaben zufolge 50 Unternehmen analysiert, die 2025 insgesamt 6,2 Mrd. Euro Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland erwirtschafteten und damit 44 Prozent des vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschätzten Marktvolumens repräsentieren. Diese 50 Unternehmen beschäftigten 2025 insgesamt 108.700 Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Personalbestand im Durchschnitt lediglich um 0,1 Prozent an. Vor diesem Hintergrund setzen Sicherheitsdienstleister laut Lünendonk & Hossenfelder verstärkt auf KI – sowohl zur Optimierung interner Prozesse als auch im operativen Einsatz. Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern zählen in erster Linie die Video- und Fernüberwachung sowie der Kundenservice und die Kommunikation. 19 Prozent der analysierten Unternehmen vermarkten KI-gestützte Sicherheitsleistungen bereits aktiv am Markt. Der breitere Einsatz ist nach Angaben der Studie jedoch mit Herausforderungen verbunden. Dazu zählen insbesondere Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, der Integrationsaufwand in bestehende Systeme sowie Anforderungen an die IT-Sicherheit.

Die Lünendonk-Studie 2026 „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“ steht hier zum kostenfreien Download bereit.

NEUESTE BEITRÄGE