Die 25 nach Umsatz führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland haben ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 im Durchschnitt um 4,6 Prozent gesteigert – nach einem Umsatzwachstum von 7,5 Prozent im Jahr davor.
Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Lünendonk-Liste 2026 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“. Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen sicherheitsrelevanten Umsatz in Höhe von 5,63 Mrd. Euro und repräsentieren damit rund 40 Prozent des Marktvolumens (ohne Geld- und Wertlogistik). Im Segment Sicherheit beschäftigen sie insgesamt 97.400 Mitarbeitende und damit rund in Drittel aller Beschäftigten der deutschen Sicherheitswirtschaft, gab das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder Mitte Juli bekannt.
Das Ranking im Detail
An der Spitze der Lünendonk-Liste behauptete sich die deutsche Landesgesellschaft des schwedischen Sicherheitskonzerns Securitas mit einem Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf insgesamt 1,24 Mrd. Euro. Securitas erzielte als einziges Unternehmen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und bildet damit knapp neun Prozent des deutschen Sicherheitsdienstleistungsmarktes ab, mit deutlichem Abstand zum Verfolgerfeld, schreiben die Autoren. Auf Rang zwei folgt die Kötter Unternehmensgruppe die ihren Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen um 8,6 Prozent auf 659 Mio. Euro steigern konnte. Die Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft belegt einschließlich Sicherheit Nord mit einem geschätzten Umsatz von 558 Mio. Euro (+7,5 %) die dritte Position. An vierter Stelle folgt die Niedersächsische Wach- und Schliessgesellschaft mit der zugehörigen VSU mit einem Umsatz von 410 Mio. Euro (+2,5 %).
Wisag überschreitet mit einem Umsatzwachstum von 6,0 Prozent auf 310 Mio. Euro in der Sicherheitssparte erstmals die Marke von 300 Mio. Euro. Auf Position sechs rangiert der Sicherheitsdienstleister Pond mit 292 Mio. Euro Umsatz (+1,1 %). Klüh wuchs im Geschäftsjahr 2025 um 7,1 Prozent auf knapp 222 Mio. Euro im Segment Sicherheitsdienstleistungen und belegt damit Rang sieben. Dahinter folgt Piepenbrock mit einem Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen von etwa 213 Mio. Euro (+6,2 %). W.I.S. aus Köln verzeichnet als einziges Unternehmen der Top 10 einen leichten Umsatzrückgang von 2,1 Prozent auf 153 Mio. Euro. Apleona schaffte mit einer Umsatzsteigerung von 20,6 Prozent auf knapp 146 Mio. Euro den Einzug in den Kreis der führenden zehn Sicherheitsdienstleister.
„Im Zuge des KRITIS-Dachgesetzes steigen nicht nur die Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen, sondern auch der Kreis der Unternehmen, die eine Resilienzstrategie entwickeln müssen, hat sich deutlich erweitert“, sagte Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. Technologiegestützte integrierte Sicherheitsstrategien werden nach seiner Einschätzung „zu einem wichtigen Baustein der Resilienzstrategie kritischer Infrastrukturen. Sicherheitsdienstleister übernehmen dabei die Rolle eines Partners für Beratung, Technologieintegration und operative Umsetzung“.
Die Lünendonk-Liste 2026 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ steht hier zum kostenfreien Download bereit. Die vollständige Marktstudie erscheint im September und basiert auf einer Analyse von 50 Sicherheitsdienstleistern.

