NEO, der neue Betriebskostenreport

Ende 2021 hat die Bauakademie Performance Management GmbH mit dem NEO einen neuen Betriebskostenreport veröffentlicht. Der Vorgänger OSCAR erschien zuletzt 2019. Der neuaufgelegte Report steht auf einer breiten Datenbasis von rund 600 Gebäuden und knapp 9,5 Mio. Quadratmetern Bürofläche. NEO analysiert die Entwicklung der Betriebskosten von Büroimmobilien für Investoren und Selbstnutzer.

Betriebskostenreport der Pandemie

*2017: gemäß OSCAR-Report 2018. 2018: gemäß letztem OSCAR-Report 2019. 2019: keine OSCAR-Erhebung – Werte prognostiziert aus Vorjahreswerten und spezifischen Preisindizes. 2020: Erster NEO-Report 2021.<br /> Quelle: Bauakademie
*2017: gemäß OSCAR-Report 2018. 2018: gemäß letztem OSCAR-Report 2019. 2019: keine OSCAR-Erhebung – Werte prognostiziert aus Vorjahreswerten und spezifischen Preisindizes. 2020: Erster NEO-Report 2021.
Quelle: Bauakademie

Im Jahr 2020 wurden die meisten Bürogebäude neun Monate lang nur eingeschränkt oder gar nicht genutzt. Trotzdessen sind die Betriebskosten im Verhältnis zu 2019 um rund 5 Prozent gestiegen. Die einzelnen Kostenarten haben sich dabei sehr unterschiedlich entwickelt. Die Reinigungskosten beispielsweise sind um 15 Prozent gestiegen. Dies basiert auf den zusätzlichen Hygeniemaßnahmen. Durch den intensiveren Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen sowie häufigeren Filterwechsel ist bei Inspektion und Wartung ein Anstieg um bis zu 35 Prozent zu sehen. Im Gegensatz dazu stehen die Ausgaben für Wasser und Abwasser. Die geringe Anzahl an Menschen in den Gebäuden reduzierte die Kosten hier um circa 34 Prozent. Unabhängig von der Pandemie stehen die Instandsetzungskosten für Umbauten und Reparaturen. Aufgrund der angestiegenen Baupreise nahmen sie um bis zu 20 Prozent zu.

NEO sieht Nachholbedarf beim Datenmanagement

Nach den Ergebnissen des Reports besteht auf mehreren Ebenen Nachholbedarf beim Datenmanagement. So resümiert Andreas Kühne, Geschäftsführer des NEO-Herausgebers Bauakademie Performance Management: „Wir stellen fest, dass es bei den Bestandshaltern noch kein ausreichendes Bewusstsein dafür gibt, welche Daten wirklich wichtig sind – heute und erst recht in Zukunft. Zwar ist die Bereitschaft und Datenverfügbarkeit für Kosten weiter gestiegen, aber bei neuen Themen wie ESG und New Work zeigen sich noch große Lücken. Um diesen Missstand zu beenden, bedarf es klarer strategischer Vorgaben, die aus den Unternehmensführungen kommen müssen.“

Durch die Beteiligung an NEO sei eine objektive und transparente Bewertung von Immobilien möglich. Entsprechend hofft Kühne im Zusammenhang von ESG und EU-Taxonomie auf den Status einer Conditio sine qua non für den Betriebskostenreport. Für die Zukunft plant die Bauakademie, den Report zu einem Index, ähnlich dem Energieausweis, weiterzuentwickeln. Damit sollen Kosten-, Flächen- und Energieeffizienz betrachtet werden können.

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