Wisag schließt Geschäftsjahr 2018 positiv ab

Die Wisag Facility Service Holding GmbH hat für 2018 eine Umsatzsteigerung von rund 5,3 Prozent auf 1,124 Mrd. Euro erzielt. Besonders erfolgreich war die Garten- und Landschaftspflege mit einem Zuwachs von 16,9 Prozent. Die Gebäudereinigung wuchs um 7,7 Prozent, die Gebäudetechnik um 5,5 Prozent, das Facility Management sowie Sicherheit und Service um jeweils 2,7 Prozent. Einbußen gab es erneut beim Catering mit einem Minus von 2,7 Prozent. Dies sei auf die Schließung von Flüchtlingsunterkünften zurückzuführen, ansonsten habe sich der Bereich positiv entwickelt. Durchschnittlich arbeiteten im vergangenen Jahr rund 32.500 Mitarbeiter für Wisag, knapp 400 mehr als noch 2017.

Herausforderung Arbeitsmarkt

Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag, betont, dass aufgrund des Arbeitskräftemangels Unternehmen attraktive Arbeitsplätze bieten müssen. Wisag will dazu beitragen, dass Facility Management auch „Feelgood Management“ darstellt. Das Unternehmen zentralisierte zudem sein Recruiting in einzelnen Regionen, um Lücken zu schließen, denn Wisag besitze derzeit deutschlandweit „gefühlt 800 offene Stellen“, sagt Hempel. Positiv sei an der Arbeitsmarktentwickelung aber, dass bei der Vergabe von Aufträgen Qualität und langfristige Zusammenarbeit wieder mehr geschätzt würden.

Digitalisierung – Irrglaube und Chance

Noch lasse sich laut Hempel schwer einschätzen, in welchem Umfang die Digitalisierung sinnvoll sei. Sie müsse vor allem einen Mehrwert für Dienstleister und Kunden bieten. Es brauche Personal, das der Geschwindigkeit der Veränderungen gewachsen ist. „Die Idee, zu glauben, dass man in der heutigen Struktur eines Unternehmens die digitale Transformation schafft“, sei laut Hempel „ein Irrglaube. Unsere Generation ist dafür völlig ungeeignet.“ Wisag stellte deswegen schon 2018 ein junges Team für „Digitale Transformation & Innovation“ auf die Beine, um das diesbezügliche Veränderungsmanagement voranzutreiben.