Montag, 20. Mai 2024

Personalmangel bremst Wachstum in der Gebäudereinigung

Die Stimmung der Unternehmen im Gebäudereiniger-Handwerk bleibt eingetrübt und stagniert auf dem Niveau der Herbst-Umfrage 2023 (siehe unten). Zu diesem Ergebnis kommt die Frühjahrs-Konjunkturumfrage des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV). Seit 2019 präsentiert der Verband zweimal im Jahr seine Daten. Nur knapp jedes vierte befragte Unternehmen (24,6 %, Herbst 2023: 24,7 %) erwartet demnach eine positive Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr. Dagegen blicken 28 Prozent (Herbst: 26,2 %) mit negativen Vorzeichen auf 2024. Knapp die Hälfte der Unternehmen (47,4 %, Herbst: 49,1 %) erwartet gleichbleibende Geschäfte.

Größtes Hemmnis für zukünftiges Wachstum ist der Personalmangel. Gut der Hälfte der befragten Gebäudedienstleister (53,9 %) fehlt zusätzliches Personal in einer Größenordnung bis 10 Prozent. Mehr als ein Fünftel (21,8 %) beziffert den Personalbedarf auf bis 20 Prozent. Und 10 Prozent der Unternehmen geben an, ihnen fehle Personal in einer Größenordnung bis zu 30 Prozent. Gerade mal 10,9 Prozent sagen dagegen, sie seien nicht auf der Suche nach zusätzlichem Personal.

Der steigende Personalmangel hat bei fast der Hälfte der befragten Unternehmen zur Folge, keine neuen Aufträge annehmen zu können: 45,3 Prozent geben an, sie müssten sehr häufig bzw. häufig auf die Annahme neuer Kundenaufträge verzichten. Ebenso beziffert fast jedes zweite befragte Unternehmen (47,4 %) den personalbedingten Umsatzverlust auf bis zu 10 Prozent. 21,2 Prozent geben Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent an. 22,8 Prozent können keinen Umsatzverlust erkennen oder diesen nicht beziffern.

Internationalität und Vielfalt in der Gebäudereinigung

In der aktuellen politischen Debatte in Deutschland gibt es auch Stimmen, die sich gegen die Europäische Union, gegen Vielfalt, gegen Integration und Migration aussprechen. Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich stellt für das Gebäudereiniger-Handwerk einmal mehr klar: „Wir sind die Branche der Chance – für alle! Unsere Zahlen untermauern, dass in unseren Betrieben Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz herrschen.“ 78,4 Prozent der befragten Unternehmen halten es im Rahmen ihrer Personalsuche für sehr wichtig, wichtig bzw. eher wichtig, auf Menschen aus der ganzen Welt sowie mit Migrations- und Fluchthintergrund zu setzen. 14 Prozent bezeichnen diesen Aspekt eher als unwichtig, 7,6 Prozent als unwichtig.

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