„Dussmann rocks — because we are resilient.“ Mit diesen Worten leitete Catherine von Fürstenberg-Dussmann als Vorsitzende des Dussmann-Stiftungsrats das Bilanz-Pressegespräch zum Geschäftsjahr 2025 am 12. Mai in Berlin ein.
Der Konzernumsatz der Dussmann Group stieg um 3,8 % auf 3,4 Mrd. Euro. Die EBITDA-Marge auf den Konzernumsatz betrug 5 % und lag knapp über dem Vorjahresniveau (4,6 %). „Dass wir inmitten der längsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte profitabel gewachsen sind und einen Rekordumsatz erwirtschaftet haben, ist ein Resultat unseres diversifizierten und damit resilienten Geschäftsmodells“, sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group. Die Zahl der zum Jahresende weltweit tätigen Mitarbeiter in 23 Ländern legte von rund 70.000 auf 72.000 zu. Mit etwa 25.000 Beschäftigen in Deutschland blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Das Wachstum bei Umsatz und Ergebnis geht den Angaben zufolge vor allem auf die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Facility-Management- und Food-Services-Geschäft sowie im technischen Anlagenbau zurück. Der Geschäftsbereich Dussmann, der Integriertes Facility Management, Food Services und Technical Solutions umfasst, erhöhte seinen Umsatz um 3,8 % auf 2,8 Mrd. Euro (2024: 2,7 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 82,4 % bezogen auf den Gesamtumsatz. Auf die beiden Bereiche Facility Management und Food Services entfielen dabei zusammen 2,4 Mrd. Euro – eine Umsatzsteigerung von 6,9 % (2024: 2,3 Mrd. Euro).
Umsatzplus in Italien
Der italienischen Tochter gelang dabei ein Umsatzplus von 11 % und damit der Sprung über die Marke von einer Mrd. Euro Umsatz, teilte das Familienunternehmen weiter mit. Dussmann Italy reinigt unter anderem für die Unicredit Bank und Modehäuser wie Armani, Prada und Versace. Die größten neuen Food Services-Aufträge stammen von den Carabinieri, dem Verteidigungsministerium und der staatlichen Nationalpolizei. In Italien habe man 2025 zudem das Portfolio um den Bau und die Wartung von Rechenzentren erweitert.
Der Bereich technischer Anlagenbau erwirtschaftete 2025 mit 388 Mio. Euro (2024: 441 Mio. Euro) einen Anteil von 11,4 % am Konzernumsatz der Dussmann Group. Ein aus der Konzernstrategie Road to 2030 abgeleitetes Projekt war der Zukauf des irischen Anlagenbauers Lynskey Engineering im Juli 2025. „Besonders wichtig ist für uns die Verbundwirkung von Dussmann STS und Lynskey, die uns ermöglicht, als technischer Generalunternehmer aufzutreten. Hier haben wir unmittelbar nach der Akquisition erste Aufträge gewonnen“, erklärte Adlhoch mit Blick auf Industriekunden.
Weitere Neukunden
Als Neukunden konnte zudem ein europaweit agierendes Einzelhandelsunternehmen, das Logistikunternehmen Maersk sowie ein führender deutscher Mobilitätsanbieter gewonnen werden. Für das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wurde das Leistungspaket an den Standorten Biberach und Ochsenhausen um Unterhalts- und Sonderreinigung über Reinraumreinigung bis hin zu Reinigungs- und Desinfektionsleistungen für Labore in hochsensiblen Produktionsumgebungen erweitert. „Die Dussmann Group blickt angesichts der volatilen geopolitischen Lage und der weltwirtschaftlichen Situation verhalten optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2026“, lautete das Fazit von Catherine von Fürstenberg-Dussmann.

