Kälte-Schwarzmarkt floriert weiter

Die neuen Erkenntnisse und Zahlen zum Kälte-Schwarzmarkt des EFCTC und der Oxera Consulting LLP sind beunruhigend: 2018 und 2019 wurden Kältemittel mit einem CO2-Äquivalent von 73 Mio. Tonnen illegal nach Europa importiert, was den jährlichen Emissionen von mehr als 55 Mio. Autos entspricht. Dabei sollen Kältemittel mit einem hohen Treibhausgaspotenzial in der EU schrittweise reduziert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Denn der jährliche CO2-Ausstoß muss bis 2030 um fast 710 Mio. Tonnen sinken.

Kältemittel-schmuggeln ganz leicht

Der Gewinn beim illegalen Import ist für die Vertreiber betrachtet höher als die verordneten Bußgelder. Dort, wo die Bußgelder niedrig sind, kalkulieren kriminelle Organisationen die Möglichkeit einer Geldstrafe einfach als marginale Geschäftskosten ein. In ihren Augen ist das ein akzeptables Risiko im Vergleich zu den zu erwartenden Gewinnen. Das finanziert die organisierte Kriminalität und bedroht kleine und mittelständische Unternehmen in Europa, die legal investiert haben, um sich an die Gesetze zu halten und legale Kältemittel zu vertreiben.

Offizielle vs. Inoffizielle Zahlen

Offiziell erreicht die F-Gase-Verordnung der EU ihre Ziele, das legen etwa Zahlen aus Deutschland nahe. Doch der Schwarzmarkt wird in den offiziellen Berichten nicht berücksichtigt. Um die inoffiziellen Zahlen aufzudecken, sammelt der Verband Beweise für illegale Aktivitäten über die mehrsprachige und vertrauliche EFCTC Action Line und hat die Initiative Ehrenwort ins Leben gerufen.

Weitere Informationen und Erkenntnisse zu illegalen Kältemitteln finden Sie unter www.facility-manager.de/kälte