Die Klima-Strom-Explosion entschärfen

Günther Mertz, Hauptgeschäftsführer des BTGA. Bild: BTGA

Die Studie „The Future of Cooling“ wagt eine Prognose zum weltweiten Bedarf und Betrieb von Raumklimageräten im Jahr 2050. Die renommierte Internationale Energie-Agentur (IEA) kommt darin zu dem Ergebnis, dass der Strombedarf enorm steigen wird.

Demnach werden im Jahr 2050 weltweit fast 5,6 Mrd. Klimageräte in Haushalten und im Gewerbe betrieben. 2016 waren es etwa 1,62 Mrd. Klimageräte mit einer Gesamtkälteleistung von 11.700 GW, die sich etwa hälftig auf Wohngebäude und gewerbliche Anwendungen verteilen. Zwischen 1990 und 2016 ist der Anteil der Raum- und Gebäudekühlung in Wohngebäuden am Gesamtenergieverbrauch weltweit bereits von 2,5 auf 6 Prozent gestiegen. Im Gewerbe stieg er von 6 auf 11,5 Prozent an.

Günther Mertz, Hauptgeschäftsführer des Bundesindustrieverbands Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA) fordert deshalb bereits heute, zwei wichtige Maßnahmen einzuleiten:

  • Erstens sind weltweit deutlich und kontinuierlich verschärfte Anforderungen an die Mindesteffizienz der Geräte festzulegen.
  • Zweitens ist ein massiver Auf- und Ausbau der Kapazitäten zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien umzusetzen.

Mehr zu Kaltwassererzeugung, Kältemittel-Problematik und Low-GWP-Lösungen verrät das „Wasserkühlsatz-Kompendium“. Als PDF steht es kostenfrei zum Download zur Verfügung unter:
www.facility-manager.de/wks2019/

Der Link zur Studie „The Future of Cooling Opportunities for energy-efficient air conditioning“ der IEA lautet:
www.facility-manager.de/&WKS8