Coworking: Wojo strebt Marktführerschaft an

Die französischen Unternehmen AccorHotels und Bouygues Immobilier wollen mit der Coworking-Marke Wojo wachsen. Das Joint-Venture soll sich zur führenden Marke in Europa entwickeln. Zu diesem Zweck sind 1.200 Coworking-Places bis 2022 geplant, die sich an zentral gelegenen Standorten befinden. Es handelt sich um einen Bestandteil der „Augmented Hospitality“-Strategie von Accor: Den Gästen sollen neue Produkte und Serviceleistungen geboten werden, die über den gewöhnlichen Hotelaufenthalt hinausgehen.

Spots, Corners und Sites

Wojo wird drei verschiedene Coworking-Modelle anbieten: Die Wojo-Spots stellen offene Coworking-Plätze in Bars, Restaurants oder Hotel-Lobbys dar. Es ist keine Übernachtung erforderlich, allerdings ist der Kauf von Getränken verpflichtend. Die Wojo-Corners hingegen sind von der restlichen Umgebung abgegrenzte Areale, in denen die Nutzer in Ruhe arbeiten können. Neben Hotels sollen sie auch in Bahnhöfen, Flughäfen und Einkaufszentren unterkommen. Mit den Wojo-Sites gibt es als dritte Kategorie noch eigenständige Coworking-Spaces, die sich in ausgewählten Gebäuden befinden und neben Sitzungs- und Büroräumen auch Bars, Lounges oder Küchen beinhalten. Geplant sind über 1.000 Spots, 100 Corners und 50 Sites in ganz Europa.

Die Marke Wojo wurde 2015 von Bouygues Immobilier gegründet und trug damals noch den Namen Nextdoor. Nachdem Accor 2017 mit 50 Prozent eingestiegen ist, folgte Anfang 2019 die Umbenennung. Aktuell gehören zu Wojo acht Sites in der Region Paris und zwei in Lyon, die gemeinsam eine Fläche von 50.000 qm bilden für mehr als 5.000 Menschen Platz bieten.

Coworking ist auch Thema der Ausgabe 6/2019, die am 31. Mai 2019 erscheint. Bestellen Sie jetzt zwei Ausgaben gratis.