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Kelag und Minol gründen Abrechnungsdienstleister Kelmin

28. November 2018 – 12:16
Digitale Lösungen von Kelmin, die auf LoRaWAN basieren. Bild: Brunata/Minol/Zenner

Digitale Lösungen von Kelmin, die auf LoRaWAN basieren. Bild: Brunata/Minol/Zenner

Der österreichweit tätige Energiedienstleister Kelag Energie & Wärme hat gemeinsam mit dem Immobiliendienstleister Minol ein Dienstleistungsunternehmen namens Kelmin gegründet. Die Firma bietet sämtliche Abrechnungs-Dienstleistungen auf Haus- und Wohnungsebene an. So soll die Heizkostenabrechnung für Wohnungsunternehmen, Vermieter und Verwalter vereinfacht werden. Sie müssen für Wärme und Abrechnung künftig nicht mehr Verträge mit unterschiedlichen Partnern abschließen, sondern können sich unmittelbar an Kelag Energie & Wärme wenden. Auf Wunsch verrechnet das Unternehmen die Wärme- und Wasserkosten inklusive der Mietgebühren für die Messtechnik direkt mit dem Wohnungsnutzer. Die Geschäftsführung der Kelmin bilden Michael Eichinger und Alexander Jordan.

LoRaWAN-Netze

Kelmin liest die Verbrauchswerte primär per Funk ab, weshalb der Hausbewohner zum Termin der Ablesung nicht vor Ort sein muss. Außerdem bietet das Unternehmen verschiedene Services in den Bereichen Smart Living, Smart Building und Smart City an. Das Mutterunternehmen von Minol, die Brunata-Minol-Zenner-Gruppe, möchte in Österreich das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) und speziell die Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) Funktechnologie für die Wohnungswirtschaft, Stadtwerke und Kommunen nutzbar machen. LoRaWAN-Netze binden mit geringem Energieverbrauch Geräte und Sensoren ein, um sie aus der Ferne auslesen zu können. So können zum Beispiel Messgeräte, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, Rauchwarnmelder und Smart-Home-Systeme oder Sensoren für Straßenlaternen, Mülltonnen und Parkplätze in das Netzwerk integriert werden. Die eingefügten Objekte senden die Messwerte an ein zentrales Gateway und von dort in eine Cloud. So entstehen aus den Informationen webbasierte Anwendungen. Kelmin verfügt derzeit über etwa 80 Fernwärmenetze und rund 900 Heizzentralen in ganz Österreich.

Digitale Lösungen

Durch LoRaWAN können Verwalter den Verbrauch ihrer Liegenschaften überwachen, um die Energieversorgung zu optimieren. Eine App informiert Hausbewohner über ihren Verbrauch und gibt Tipps zum Energiesparen. Kommunen können Umweltdaten erfassen, Zähler aus der Ferne ablesen und Parkflächen automatisiert überwachen. Künftig plant Kelmin, die Füllstände von Abfallbehältern oder Flüssigkeitstanks zu messen, damit Ver- und Entsorgungsbetriebe die Routen ihrer Fahrzeuge optimieren können. Auch die Straßenbeleuchtung oder die Überwachung von Feuerwehrzufahrten ist mit LoRaWAN möglich. In Deutschland ist das Mutterunternehmen bereits an einigen Standorten für derartige Projekte verantwortlich.

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