Was bedeutet CAFM, BIM oder Betreiberverantwortung? In unserem Facility-Management-Glossar finden Sie verständliche Erklärungen zu wichtigen Begriffen aus Facility Management, Gebäudebetrieb und Immobilienmanagement – von Anlagenmanagement und Instandhaltung bis zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Gebäudeautomation
Automatisierung der technischen Gebäudeausrüstung zur Optimierung von Energie, Komfort und Sicherheit. Dabei sollen alle technischen Anlagen eines Gebäudes vernetzt und typische Abläufe autonom gesteuert werden, beispielsweise in einem Internet of Things oder als Smart Building. Im Rahmen des FM kann die Gebäudeautomation so auch wichtige Informationen zu den betriebenen Gebäuden bereitstellen.
Gebäudebewirtschaftung
Organisatorische und technische Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudefunktionalität und Wirtschaftlichkeit. Als Teilaufgabe des FM soll dabei durch Controlling und Management verfügbarer Ressourcen diejenige Immobilie bereitgestellt und verwaltet werden, die die Anforderungen der Grundeigentümer bestmöglich erfüllt.
Gebäudeinformationsmodell
Digitales Modell, das alle relevanten Gebäudedaten (Geometrie, Ausstattungen etc.) beinhaltet, meist als Teil von BIM.
Gebäudemanagement
Ganzheitliche Steuerung von Betrieb, Instandhaltung und Optimierung von Gebäuden und deren technischer Infrastruktur in der aktuellen Bewirtschaftung.
Gefährdungsbeurteilung
Analyse und Bewertung von möglichen Gefährdungen zur Ableitung von Schutzmaßnahmen. Arbeitgeber sind gesetzlich zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen hinsichtlich möglicher Gefahren und Belastungen verpflichtet. Diese können im Kontext von Tätigkeiten, Arbeitsbereichen oder Betriebsmitteln entstehen.
Gefahrstoffmanagement
Systematische Beurteilung, Verwaltung und sichere Lagerung von Gefahrstoffen im Betrieb.
gefma
Deutscher Verband für Facility Management. gefma entwickelt Standards und Richtlinien für den FM-Sektor, vertritt dessen Interessen, zertifiziert zudem Aus- und Weiterbildung im FM und unterstützt den nachhaltigen Betrieb von Immobilien.
GEFMA 190
Die GEFMA 190 ist die Richtlinie zur Betreiberverantwortung der German Facility Management Association (Deutsche Gesellschaft für Facility Management).
Die Richtlinie GEFMA 190 umfasst 30 Seiten und ist um Anlagen mit Auszügen aus Gesetzestexten, Normen und Checklisten ergänzt.
GEFMA 444/445
GEFMA 444 und 445 liefern Richtlinien und Prüfkataloge für die Zertifizierung von CAFM- und FM-Softwareprodukten.
Genehmigungsmanagement
Steuerung aller Genehmigungs- und Freigabeprozesse im Gebäudebetrieb, um durch zentrale Koordination reibungslose und rechtskonforme Abläufe zu schaffen.
Geoinformationssystem (GIS)
Informationssystem zur Erfassung, Organisation, Analyse und Darstellung räumlich-geographischer Daten. GIS-Daten helfen im FM bei der genauen Planung, Überwachung und Verwaltung von Gebäuden und Anlagen.
Georeferenzierung
Verknüpfung von FM-Daten mit geografischen Koordinaten/GIS. Ein BIM-Modell wird dabei in einem definierten Koordinatensystem verortet. In Deutschland handelt es sich hierbei meist um das Koordinatenreferenzsystem ETRS89 in Verbindung mit der Universalen Transversale Mercator (UTM) und dem Deutschen Haupthöhennetz (DHHN 2016).
gif
Deutsche Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V., die Standards entwickelt, um Markttransparenz und Professionalisierung in der Branche zu fördern und eine Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft zu schaffen.

