Die Kältemittel-Problematik erfordert dezidiertes Handeln

„Der Kampf ums GWP ist noch nicht gewonnen“, warnt Andrea Voigt. Sie ist als Director General des Verbands European Partnership for Energy and the Environment (EPEE) mit der Kältemittel-Problematik bestens vertraut. Der Phase Down der F-Gase-Verordnung von 2014 zwinge u.a. dazu, dass „sich Betreiber ein für allemal damit abfinden müssen, dass R-404A und R-507A keine Zukunft mehr haben.“

Ende 2017 verursachte das Phase-Down-Szenario für konventionelle Kältemittel eine Panik, 2021 steht der nächste große Reduzierungs-Schritt an. „Wohl machte sich 2016 der erste Phase-Down-Schritt mit einer Reduzierung von sieben Prozent der verfügbaren CO2-Äquivalente kaum bemerkbar,“ sagt Andrea Voigt. „Doch lag das daran, dass Ende 2014, noch vor Inkrafttreten, hohe Mengen an HFKWs gebunkert wurden. Als diese abgebaut waren und 2018 der erste massive Phase-Down-Schritt von fast 40 Prozent drohte, änderte sich die Lage drastisch. Die Preise aller Kältemittel schnellten dramatisch in die Höhe und es gab Lieferengpässe. Im Laufe des Jahres 2018 stabilisierten sich die Preise schließlich – aber auf einem rund zehnmal höheren Niveau als zuvor. Das hätte nicht sein müssen. Dezidiertes Handeln ist angesagt, um eine Wiederholung zu vermeiden!“

Erklärungen zur Kältemittel-Problematik, zum Phase-Down-Szenario und Alternativen verrät das „Wasserkühlsatz-Kompendium“. Als PDF steht es kostenfrei zum Download zur Verfügung unter:
www.facility-manager.de/wks2019/