Engie liefert Nahwärme in Sandhausen

Engie Deutschland versorgt im baden-württembergischen Sandhausen ab August das Schulzentrum, einen Kindergarten sowie die Quartiere „Große Mühllach I+II“ im Rahmen eines Energieliefer-Contractings mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Der Vertrag bis 2051 umfasst den Betrieb, die Optimierung sowie die schrittweise Dekarbonisierung des bestehenden Wärmenetzes mit rund 300 Hausübergabestationen und einem jährlichen Wärmebedarf von etwa 6.000 MWh, teilte der Energiedienstleister Ende Juli mit. „Gemeinsam mit Engie Deutschland gehen wir mit dem Projekt die Wärmewende vor Ort konkret an und setzen auf Planbarkeit, Verlässlichkeit und einen klaren Fahrplan für die kommenden Jahrzehnte“, sagte Hakan Günes, Bürgermeister der Gemeinde Sandhausen. Niklas Wiegand, Geschäftsführer von Engie Deutschland, ergänzte: „Wir bringen neben der Technik insbesondere die Finanzierungs- und Fördererfahrung mit, um ein bestehendes Netz Schritt für Schritt auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen.“

Das Nahwärmenetz wird den Angaben zufolge zunächst weiter mit Gas betrieben. Im kommenden Jahr soll ein neuer Gas-Brennwertkessel installiert und ein Transformationsplan gemäß dem Modul 1 der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) erstellt werden. Bis 2030 ist geplant, auf eine Pelletkesselanlage umzurüsten, die rund 80 Prozent der Wärmeversorgung abdeckt. Zusätzlich ist ein Gasbrennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung sowie ein Blockheizkraftwerk für den Betriebsstrom vorgesehen, die ab 2040 mit Biomethan statt Erdgas laufen sollen.

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