Über 50 Personen umfasst die neue Bibliothek für Enccapes Rendering-Tool -Bild: Enscape
CAFM-NEWS – Das Softwarehaus Enscape hat eine neue Bibliothek mit Personen für seine Rendering-Anwendung vorgestellt. Sie umfasst mehr als 50 unterschiedliche Charaktere. Enscape erfüllt damit eine Anfrage von Kunden, die mehr Variabilität bei der Darstellung gefordert hatten. Die Darstellungen sind exklusiv, versichert Enscape, und würden von keinem anderen Anbieter verwendet. Damit sind Renderings und Echtzeit-Visualisierungen eindeutig als solche mit der Software aus Karlsruhe erkennbar.
Die neuen grafischen Inhalte sind automatisch auch in älteren Programmversionen von Enscape verfügbar, sagt der Hersteller. Das selbe gilt für die Previews von Enscape 3.5 für Windows. Nutzer von Apple-Rechnern unter MacOS erhalten die Dateien etwas später.
Zum 24. Januar 2023 hat Drees & Sommer das Medientechnik- und IT-Unternehmen macomGROUP aus Stuttgart in Form einer 100-prozentigen Beteiligung übernommen. Damit baut das Beratungsunternehmen sein digitales Know-how weiter aus. Die 2003 gegründete macom umfasst ein über 80-köpfiges Ingenieur- und Beraterteam, das Leistungen im Bereich der Entwicklung von Digitalstrategien, audiovisuellen und IT-Lösungen unterstützt sowie Technologieberatung zur digitalen Transformation leistet. Zu den Kunden zählen Mittelstands- und Dax-Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen. Neben seinem Hauptsitz in Stuttgart gibt es Niederlassungen in Berlin, Eislingen/Fils, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und London. Der Standort Eislingen/Fils verfügt über das Medientechnik- und Digital-Labor „macomLAB“ auf einer Fläche von mehr als 400 m². Dort werden technische Lösungen für digitale Arbeits-, Lern- und Erlebniswelten erprobt. Die macomGROUP wird künftig unter dem Namen „macom – Part of Drees & Sommer“ firmieren und von Geschäftsführer Oliver Mack weitergeführt.
Autodesk hat einen aktualisierten Leitfaden für die BIM Modellierung mit Revit vorgestellt – Bild: Autodesk
CAFM-NEWS – Software-Hersteller Autodesk hat einen aktualisierten Leitfaden für das BIM-Tool Revit vorgestellt. Das PDF umfasst 75 Seiten und gibt detaillierten Einblick in die Handhabung des populären Werkzeugs für die Modellierung von Gebäuden. Inhaltlich geht es um Modellierung allgemein, um Tragwerksplanung, Gebäudetechnik, Durchbruchplanung, Familienerstellung, die BIM-Umgebung sowie um BIM-Technologie und die Entwicklung von Normen. Interessant ist, dass acht Anwender den Leitfaden mit erstellt haben und damit viel Praxiserfahrung in das Papier einfließt. Erhältlich ist der Leitfaden kostenlos zum Download beim Hersteller.
Die Deutsche Rückversicherung und die VöV Rückversicherung haben den Auftrag für das Property Management in 20 gewerblich und gemischt genutzten Bestandsimmobilien deutschlandweit an Apleona Real Estate Management übergeben. Die Leistungen umfassen neben dem kaufmännischen Property Management, die Mieterbetreuung, die Nach- und Neuvermietung sowie die technische Betreuung von 45.000 m² Büro-, 35.000 m² Gewerbe- und 13.000 m² Wohnmietflächen. Ein Großteil der Immobilien liegt in Nordrhein-Westfalen. Der Vertrag wurde für drei Jahre mit Verlängerungsoption geschlossen. In der laufenden Startup-Phase werden aktuell die sukzessive Umsetzung von ESG- und Energieeinsparmaßnahmen im Portfolio geprüft.
Der OpenBlue Enterprise Manager von Johnson Controls wird jetzt von der BAFA gefördert – Bild: Johnson Controls
CAFM-NEWS – Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat den OpenBlue Enterprise Manager von Johnson Controls in die Liste förderfähiger Energiemanagement-Software aufgenommen. Die Lösung visualisiere die Daten aller an die Plattform angeschlossenen Systeme und bereite sie verständlich auf, verspricht der Hersteller. Die Visualisierung zeige Trends auf und erlaube umfassende Analysen und Vergleiche. Dies helfe, Energiesparmaßnahmen zu planen und auszuführen, was Anlagenleistung und Betriebseffizienz optimiere. Unternehmen und Organisationen, die eine Softwarelösung zur Einführung oder Aufrechterhaltung der ISO 50001 benötigen, können sich die Anschaffung des Openblue Enterprise Managers zukünftig mit bis zu 40 Prozent fördern lassen, teilt Johnson Controls mit.
Mit einem neuen Vorstand startete der FM-Verband gefma in die Post-Covid-Zeit. Der Vorstandsvorsitzende Wolf-Dieter Adlhoch erklärt im Interview mit „Der Facility Manager“, wohin die Reise gehen soll.
Herr Adlhoch, Ihre ersten 100 Tage im Amt als gefma-Vorstandsvorsitzender sind vorbei. Welche Veränderungen in den Aufgaben hat der Schritt an die Verbandsspitze für Sie mitgebracht?
Ich war ja schon eine Legislaturperiode Mitglied des Vorstands. Neu ist jetzt, dass ich die Verantwortung habe, das gefma-Team zu koordinieren: den neuen Vorstand, die vielen Arbeitskreise und Lounges und unsere kleine, feine Geschäftsstelle mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die gefma ist ein toller Verband und einmalig in der Art der Zusammensetzung ihrer Mitglieder, sodass es Spaß macht, mit dem Team zu arbeiten.
Die Themenfelder und Herausforderungen, die die Akteure im Facility Management derzeit umtreiben, sind ja geradezu überwältigend: Klimaschutz und Energiekrise, ESG und EU-Taxonomie, Fachkräftemangel und Digitalisierung. Dazu kommen die hohe Inflation und eine drohende Rezession. Welche Gestaltungmöglichkeiten haben Sie hier im Verband?
Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, ist seit September 2022 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbands für Facility Management gefma. (Bild: Dussmann/Katrin Binner)
Das Thema Dekarbonisierung geht hier durch alle Mitgliedergruppen als To-do. Dafür braucht es zuerst einmal Datentransparenz zum Ist-Zustand und dann Ideen: für kurzfristige Maßnahmen zur Betriebsoptimierung und für mittelfristige Maßnahmen, etwa durch Umbauten oder Retrofit-Lösungen. Langfristig stellt sich die Frage, wie wir an Neubauten herangehen. Mit gefma fokussieren wir uns auf den Betrieb von Bestandsimmobilien, denn 70 bis 85 Prozent der Lebenszykluskosten und 80 Prozent der verursachten CO2-Emissionen von Gebäuden entstehen dort. Dabei sind wir kein reiner Lobbyverband. Viele Dienstleister sind zwar als Mitglieder dabei, aber wir haben ebenso die Nutzerperspektive aus Wirtschaft und öffentlicher Hand wie auch die Perspektive von Lehre und Forschung sowie der Beratung. Das ist ein unheimlich starker Faktor mit Blick auf den Lifecycle einer Immobilie und da wollen wir anpacken.
Das sind aber viele Ebenen, auf denen Sie ansetzen müssen.
Absolut. Die Komplexität ist eine Herausforderung. Inhaltlich haben wir deshalb die Strategie geschärft rund um die Prioritätsthemen Personal, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Es gibt viele Antworten und Lösungen, die kurzfristig umsetzbar sind, sodass wir neben der wissenschaftlichen, strukturierten und langfristigen Diskussion auch mit ganz konkreten Empfehlungen und umsetzbaren Lösungsvorschlägen an den Markt herantreten wollen.
Wie sehen diese aus?
Wir bieten ein Netzwerk, das Orientierung gibt und eine Plattform bereitstellt. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für den Bedarf auf der Anwenderseite. Dann leistet das gefma-Richtlinienwesen einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Umsetzung der vielen Themen. Weitere Orientierung bieten die gefma-Zertifizierungen wie beispielsweise gefma-SustainFM im Hinblick auf Nachhaltigkeitsfragen. Und vielleicht schaffen wir es ja, dass die Standards, die wir in unserem sehr reifen Immobilienmarkt mit viel Know-how „Made in Germany“ entwickeln, auch europaweit eine Rolle spielen. Denn ein Teil der Regulatorik kommt ja aus der EU.
Wie schätzen Sie die Akzeptanz für deutsches Regelwerk im europäischen Ausland ein?
Solange die Diskussionen theoretisch bleiben, werden uns alle kritisch beäugen. Aber in dem Moment, in dem ein Regelwerk in der Praxis funktioniert und alle Beteiligten einen Mehrwert darin sehen, kann es auch ein Vorbild sein. Die Herausforderungen, die wir derzeit haben, lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Wenn wir ein strategisches partnerschaftliches Verhältnis zwischen dem Immobilienerrichter, dem Immobilieneigentümer und dem Immobilienbetreiber erreichen, wird das gelingen. Ein permanentes Gegeneinander macht keinen Sinn.
Das erfordert dann aber einen Wandel in den bisherigen Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen.
Ich kann und will nicht die Regeln des Wettbewerbs und des Marktes außer Kraft setzen. Aber wenn wir den Preisvergleich gemacht und uns für ein Konzept entschieden haben, müssen wir künftig auf eine Laufzeit von vier, fünf oder noch besser sechs Jahren abzielen und nicht auf kurzfristige Verträge. Sonst kommen wir da nicht gemeinsam hin. Wenn sich alle auf die Ideen des Regelwerks, wie zum Beispiel beim Thema der Betreiberverantwortung, einigen können, haben wir etwas, das allen Zeit und Verdruss erspart.
Vielleicht geht dabei manches nicht ganz so schnell, wie wir uns das manchmal wünschen. Doch obwohl die Richtlinienarbeit komplett ehrenamtlich stattfindet, haben wir in den letzten zwölf bis 18 Monaten viel geschafft. Die ersten praktischen Umsetzungen in Deutschland zeigen, dass die Themen funktionieren. Ich kann das für mein Unternehmen Dussmann sagen, weiß aber auch, dass das bei anderen Unternehmen ebenfalls so gehandhabt wird. Und die Nutzerseite denkt in die gleiche Richtung: Bosch oder BASF, die in den Arbeitsgruppen ebenfalls dabei sind, haben den gleichen Anflug auf das Thema.
Laut einer Lünendonk-Blitzumfrage vom Dezember rechnet die Facility-Services-Branche mit einem Wachstum von über 6 Prozent in 2023. Woher nimmt die Dienstleistungsbranche diesen Optimismus angesichts einer drohenden Rezession?
Das ist kein uneingeschränkter Optimismus. Wir sehen auch, dass es in einigen Bereichen Reduzierungen geben wird. Im Catering wird der Markt nur noch auf 80 bis 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus zurückkommen, vermuten viele. Im technischen Bereich gibt es dagegen ein starkes Wachstum. Die Themen Qualität, Hygiene und Sauberkeit haben durch die Pandemie bedingt zugenommen. Und immer, wenn die Wirtschaft in einer Situation ist, die mit Krisenelementen behaftet ist, fragen Unternehmen nach Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Sie spielen mit dem Gedanken, das, was man bisher selbst gemacht hat, an einen Profi abzugeben, der das über seine Economies of Scale kostengünstiger abbilden kann. Das resultiert dann ein Stück weit in einer Outsourcing-Logik und führt zu einem Wachstumstrend im Facility Management. Last but not least wirkt auch hier das Thema Inflation und Lohnkostensteigerung. Das heißt, ein Teil des prognostizierten Wachstums resultiert aus Kostensteigerungen, ohne dass mehr gereinigt, gekocht oder gewartet wird.
Haben Sie die Sorge, dass die zuletzt positive Sicht auf das Facility Management mit dem Auslaufen jeglicher Corona-Maßnahmen schnell wieder in Vergessenheit gerät?
Ich glaube nicht, dass das in Vergessenheit gerät. Viele der Erfahrungen aus dieser Zeit werden nachwirken und für ein zukünftiges Grundinteresse sorgen. Gerade bei vielen jüngeren Menschen hat sich die Corona-Epidemie eingebrannt. Das New Normal ist anders als der Zustand vorher. Das Qualitätsbedürfnis für Hygiene, für Sauberkeit, für gesunde Ernährung wird sich durchsetzen, verbunden mit dem Grundverständnis, dass das am Ende auch Geld kostet.
Dann bleibt uns auch New Work dauerhaft erhalten?
Für das Thema New Work ist die FM-Branche ein wesentlicher Enabler. Jedes Unternehmen stellt sich aus Arbeitgeber- und HR-Sicht die Frage, wie New Work organisiert wird, und welche Anforderungen an den physischen und den virtuellen Arbeitsplatz damit verbunden sind. Der Vorteil der FM-Branche ist, dass wir die Arbeitsplätze bei ganz vielen unterschiedlichen Arbeitgebern kennen. Die Vielfalt der Modelle wird dabei weiter zunehmen, und dafür brauche ich Angebote und Lösungen. Das ist eine der wesentlichen Aufgaben des Facility Managements.
Werden die Facility-Services-Anbieter künftig Homeoffice-Arbeitsplätze der Mitarbeitenden bei ihren Kunden mitgestalten und mit Dienstleistungen versorgen?
Das ist eine spannende Frage, die wir im Arbeitskreis Workplace der gefma ausführlich diskutiert haben. Dazu entsteht auch gerade ein Whitepaper. Mit dem Unterschied zwischen mobilem Arbeiten und Telearbeitsplätzen gemäß den hohen Arbeitsschutzstandards gibt es da einige regulatorische Herausforderungen. Hinzu kommt der dezentrale Ansatz mit allen individuellen Unterschiedlichkeiten bei den einzelnen Mitarbeitenden. Das Problem liegt vorrangig in der Kleinteiligkeit: Jeder Nutzende oder Mitarbeitende auf Seiten der Kunden will selbst entscheiden, was er oder sie braucht. Themen wie Reinigungsangebote im Homeoffice funktionieren dadurch in der Praxis nicht. Auch bei Verpflegungsservices ist die dezentrale Komponente das Problem: 20 Kilometer Fahrtstrecke für fünf Minuten Service-Erbringung sind nie rentabel und effizient.
Stichwort Personal: Was sind die Stoßrichtungen für die nächsten Jahre?
Das sind Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung: Wie bekommen wir als FM-Branche heute Mitarbeitende aus anderen Branchen, die ins FM wechseln wollen, weil in der alten Branche beispielsweise Personal abgebaut wird? Wie bekommen wir Mitarbeitende aus anderen Bereichen, weil wir das bessere Jobangebot und das bessere Branchenimage haben? Da müssen wir uns ja nicht verstecken, mit dem was wir anzubieten haben. Und wie gelingt es uns, qualifizierte Mitarbeitende dauerhaft zu binden, im Einklang mit den persönlichen Lebensentwürfen? Dafür brauchen wir auf der Arbeitgeberseite eine große Flexibilität.
Wie kann diese Flexibilität in der Praxis aussehen?
Mit Teilzeitmodellen kann man viel bewirken. Das Thema Jobsharing für Führungskräfte ist ein Beispiel, aber für viele noch mit Skepsis behaftet. Diese Herausforderung müssen wir lösen, indem wir den Kunden beispielsweise näherbringen, dass sich zwei Führungskräfte in Teilzeit um sie kümmern und nicht eine Vollzeitkraft. Das ermöglicht dann auch einen guten Wiedereinstieg nach einer Kinderpause.
Entsprechend wollen wir uns im Verband auch dem Thema Talent-Management und Führungskräfteentwicklung für Frauen widmen, mit der klaren Zielsetzung, mehr weibliche Führungskräfte zu entwickeln. Das ist manchmal nicht ganz einfach, weil solche Initiativen ja unternehmens- und institutionsübergreifend sind und dann die Angst vor gegenseitiger Abwerbung groß ist. Dieser Ansatz kommt der gesamten Branche zugute, und wenn wir das gut machen, werden wir auch endlich mehr weibliche Führungskräfte im FM sehen.
Sehen Sie bei der Fridays-for-Future-Generation, die an den Schulen auf dem Weg in die Hochschul- oder Berufsausbildung ist, einen Trend zu umwelt- und klimaschutzbezogenen Berufswünschen?
„Das Facility Management ist ein wichtiger Teil der Lösung für die großen Herausforderungen der Immobilienbranche“, sagt gefma-Vorstandsvorsitzender Wolf-Dieter Adlhoch. (Bild: Dussmann/Katrin Binner)
Das ist eine total gute Gelegenheit, junge Menschen für unsere Themen abzuholen. Dort kann man viele erreichen, die ein ehrliches Interesse an einer sachlichen Diskussion haben. Und ich kann sie vielleicht dazu bringen, über das Demonstrieren hinaus, das ja absolut seine Berechtigung hat, auch aktiv zu werden, anzupacken und mit an Lösungen zu arbeiten. In diesem Sinne gestalten bereits viele Menschen aktiv den Dekarbonisierungspfad bei unseren Mitgliedsunternehmen mit, zum Beispiel mit einer Abkehr von Fleisch im Catering. Das wirkt dann wieder nachhaltig auf weitere Menschen, solange es sachlich argumentiert ist und gut schmeckt, um beim Catering-Beispiel zu bleiben.
Wie ist Ihre Position beim Thema Zuwanderung von Fachkräften?
Das ist und bleibt eine entscheidende Frage: Es gibt viele gute Regelungen und Initiativen, die aber aus Sicht unseres Verbands nicht ausreichend gut funktionieren. Hier brauchen wir mehr Präzision und mehr Pragmatismus. Die Frage von Staatsbürgerschaften und Einbürgerung stellt sich erst, wenn ich die Herausforderung gelöst habe, Menschen mit den notwendigen Qualifikationen und Sprachkenntnissen hierher zu bekommen. Selbst wenn wir seitens des Unternehmens alle Rahmenbedingungen realisiert haben, kann es passieren, dass die Visumserteilung sechs bis acht Monate dauert.
Wo rekrutieren Sie im Ausland?
Das ist relativ breit. Deshalb kann ich nur Beispiele nennen. Es gibt in Vietnam im technischen Bereich, im Catering und auch im Pflegebereich sehr gute Qualifikationsprogramme sowie Menschen, die wirklich Lust und Spaß an den Jobs haben. Im Verband haben wir Unternehmen, die Mitarbeiter für Technik und Gebäudereinigung aus Albanien rekrutiert haben. In beiden Ländern hat es übrigens mit der Visums-Erteilung ausgezeichnet funktioniert. Da hat die Deutsche Botschaft absolut serviceorientiert gearbeitet.
Was werden Ihre persönlichen Schwerpunkte in der Verbandsarbeit in den nächsten Jahren sein?
Ich will mich dafür einsetzen, dass wir das FM-Branchen-Image weiter stärken. Dass wir klarmachen, dass das FM Teil der Lösung für die großen Herausforderungen der Immobilienbranche ist. Dafür will ich ansprechbar sein, zuhören und dann Impulse geben.
Wie soll die Arbeit am Branchen-Image konkret aussehen?
Ich glaube, dass wir kommunikativ unheimlich viel Potenzial haben, das uns in den sozialen Medien helfen kann. Dort müssen wir die Menschen, die in der Branche arbeiten, für die Branche sprechen lassen. Dafür muss es aber selbstverständlich sein, dass wir uns auch so verhalten, dass die Menschen gut über uns sprechen. Das ist eine Frage der Führungskultur in den FM-Unternehmen und in den FM-Bereichen bei den Corporates, in der Immobilienwirtschaft oder bei der öffentlichen Hand. Wenn es dort eine wertschätzende Führungskultur gibt, werden die Menschen auch mit Stolz und Freude über die Branche sprechen. Da sind wir mitten in den S- und G-Themen von ESG. Eine solche Haltung geht auch weit über die reinen Fragen der Vergütung oder der Weiterentwicklungsmöglichkeiten hinaus. Und sie gilt ausdrücklich nicht nur für die Dienstleistungsseite, sondern für alle, die im FM beschäftigt sind.
Louise Öfverström ist seit 1. Januar 2023 CFO der Nemetschek Group -Foto: Nemetschek
CAFM-NEWS – Die Schwedin Louise Öfverström bekleidet seit 1. Januar 2023 die Position des Chief Financial Officers (CFO) der Nemetschek Group. Sie folgt auf Dr. Axel Kaufmann, der das Unternehmen nach drei Jahren im besten Einvernehmen verlässt, teilt das Unternehmen mit.
Louise Öfverström soll die Finanzprozesse im Münchner Software-Konzern weiter optimieren, Synergien ausbauen und wird für die Bereiche IT und Recht verantwortlich sein. Sie bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus Führungspositionen in den Bereichen Finanzen und Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement, Business Excellence und Business Transformation in die Nemetschek Group ein.
Zuletzt war Öfverström CFO bei Rolls-Royce Power Systems tätig. Davor bekleidete sie führende Finanzpositionen bei Thyssenkrupp Steel Europe, Clariant International und bei Linde. Von 2007 bis 2014 hatte sie verschiedene internationale Führungspositionen im Finanzbereich von MAN inne, unter anderem als CFO der MAN Finance International.
Öfverström studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Lund (Schweden) und in Freiburg (Deutschland) und begann ihre Karriere 1999 als Beraterin bei KPMG in München.
Mit einem umfangreichen Artikel zum Energiemanagement eröffnet unser Schwesterportal CAFM-News das neue Angebot der Themenwoche. Die Themenwoche wird einmal pro Monat angeboten. Ihr jeweiliger Beitrag bleibt von Montag bis Sonntag für eine Woche auf der Top-Position der CAFM-News und wird auch im Newsletter der CAFM-News an die Leser herangetragen. Anschließend geht der Beitrag in den regulären Content das Online-Magazins über und bleibt somit langfristig auffindbar.
Ziel der Themenwochen ist, möglichst fundiert und umfassend Inhalte, die für Facility Manager relevant sind, zu vertiefen und den Lesern einen deutlichen Mehrwert zu bieten. Zugleich kann sich das Unternehmen, das den Beitrag liefert, als Spezialist für das Themenfeld ausweisen.
Dieses Jahr werden die Themenwochen über diese Inhalte berichten:
Flächenmanagement (Februar 2023)
Reinigungsmanagement (März 2023)
IoT und KI (April 2023)
Flotten- und Fuhrparkmanagement (Mai 2023)
BIM und CAFM (Juni 2023)
Betreiberverantwortung (Juli 2023)
Apps für CAFM (August 2023)
Instandhaltung (September 2023)
Außenanlagen (Oktober 2023)
IWMS (November 2023)
Flächenmanagement (Dezember 2023)
Unternehmen, die sich mit Ihren Lösungen für einen oder mehreren der angebotenen Bereiche hervorheben möchten, können sich direkt an Verena David wenden, die alle relevanten Informationen zu den Themenwochen bereit hält.
RealFM hat als Verband der Fach- und Führungskräfte im CREM und FM eine neue Handlungsstrategie erarbeitet. Sie heißt Corporate RealFM (CoReFM) und ist jetzt als Positionspapier veröffentlicht worden. Sie soll Organisationen dabei unterstützen, ihr Ziel leichter zu erfüllen, nachhaltig, umweltschonend und klimafreundlich zu agieren.
Mit der CoReFM-Strategie lassen sich die größten Hebel im Bereich der Immobilien bewegen, schreibt der Verband in einer Pressemeldung. Gemeint sind damit die Immobilien selbst. Die CoReFM-Strategie ermöglicht demnach den Organisationen, alle eingesetzten Ressourcen und deren erforderliche Veränderungen beständig und dauerhaft zu optimieren.
Hierzu werden die Einflussfaktoren und die Steuerungskennzahlen aus dem Kerngeschäft selbst abgeleitet und als Bedarfe identifiziert. Zugleich wird die Auslastung des Ressourceneinsatzes von Flächen und Anlagen auf ein Optimum gebracht und dort gehalten. Hierbei wird die Verantwortung aus dem Corporate Real Estate Management mit der Verantwortung des Facility Managements in eine CoReFM-Organisation zusammengeführt und auf gemeinsame Ziele, Anreize und Prozesse ausgerichtet.
Das Positionspapier mit dem Titel „Corporate RealFM – Die neue Handlungsstrategie“ kann kostenfrei als PDF von der RealFM-Webseite heruntergeladen oder direkt bei der Geschäftsstelle von RealFM als Printversion angefordert werden.
Thinkproject hat das neue Major Release von Desite BIM vorgestellt – Bild: Thinkproject
CAFM-NEWS – Mit Desite BIM 3.2 stellt Thinkproject die jüngste Version seiner Lösung für BIM-Projektmanagement vor. Neu in dem Major Release ist die nahtlose Integration in die Kairnial-Software für mobiles BIM. Diese Kollaborations-Lösung der Münchner folgt dem Mobile-First-Ansatz und verbindet nahtlos Module für BIM-Management, Baufortschritts-Dokumentation, Mängelmanagement und die Dokumentation der technischen Gebäudeausrüstung und Anlagen. Sie steht direkt auf Endgeräten im Feldeinsatz zur Verfügung.
Ebenfalls neu in Desite BIM 3.2 ist die Möglichkeit, Dateien aus Autodesk Revit nativ zu importieren. Das spare Anwendern Zeit und mache eine potenziell fehleranfällige Konversion von Modelldaten überflüssig, erklärt das Unternehmen in einer Pressemeldung. Zudem gestatte die neue Version den optimierten visuellen Vergleich von Modellversionen und biete ein neues Issue Management in Desite touch.
Die Security-Sparte von Klüh konnte die bestehende Zusammenarbeit mit der Mitteldeutschen Flughafen AG zum 1. Januar 2023 um weitere fünf Jahre verlängern. Bereits seit 2003 besteht das Geschäftsverhältnis der beiden Unternehmen. Der Auftrag umfasst die Sicherheitsdienstleistungen wie Zugangskontrollen, Streifen- und Interventionsdienste, Terminalaufsicht sowie Luftsicherheits- und Frachtkontrolle an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle. Dafür sind insgesamt 250 Sicherheitskräfte beschäftigt. Weitere Services wie Parkaufsicht und Gepäckwagendienst gehören zum Auftrag auf dem Gelände in Dresden. Für die technische Unterstützung kommen bei Klüh Security Röntgenscanner zur Durchleuchtung des Handgepäcks, Torsonden für Personenkontrollen, ein Wächterkontrollsystem sowie eine Pkw-Flotte für Streifenfahrten zum Einsatz.
Das französische PropTech Ubigreen gehört jetzt mehrheitlich zu Planon – Bild: Ubigreen
CAFM-NEWS – Der niederländische CAFM-Anbieter Planon hat eine Mehrheitsbeteiligung an Ubigreen erworben. Ubigreen, ein PropTech-Unternehmen, das auf die Optimierung von Energieeffizienz und Arbeitsplätzen spezialisiert ist. Hauptsitz von Ubigreen ist im französischen Toulouse. Die Investition ermöglicht es Ubigreen erhofft sich von der Beteiligung, dass es seine internationale Expansion u beschleunigen und seine Marktposition stärken kann. Planon plant, mit dieser Partnerschaft sein Softwareangebot für Energie- und Nachhaltigkeits-Management um strategische Funktionen zu erweitern und sein Ökosystem digitaler Lösungen für ein intelligentes, nachhaltiges Gebäudemanagement zu stärken.
Die W12-Zertifizierung des Schweizerische Vereins des Gas- und Wasserfachs bescheinigt Vertigis Networks die Vorgaben zur Durchführung der Selbstkontrolle nach der Richtlinie – Bild: Vertigis,/SVGW
CAFM-NEWS – Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW) hat die Maintenance-Lösung Vertigis Networks im Dezember 2022 auf W12-Konformität zertifiziert. Das Konformitätszeichen Q-W12 SVGW bescheinigt, dass Vertigis Networks die Vorgaben zur Durchführung der Selbstkontrolle nach der Leitlinie für eine gute Verfahrenspraxis in Trinkwasserversorgungen, der SVGW Richtlinie W12, vollständig erfüllt. Schweizer Trinkwasserversorger können mit der Software nun schnell und einfach ein W12-konformes Inspektionstool installieren und nutzen.
Pamera Real Estate Partners (Pamera) hat im Laufe des Jahres 2022 seine Assets under Management um 25 Prozent im Vergleich zu Dezember 2021 gesteigert. Das entspricht einem Anstieg von 300 Mio. Euro, auf 1,5 Mrd. Euro. Durch die Übernahme von mehreren Bestandsobjekten ist der Geschäftsbereich Asset Management gewachsen. Zu den Aufträgen zähl u.a. das vollumfassenden Management des Projekts „Flair Schwabing“ in München mit rund 6.500 m² oder das Asset Management für das Büroneubauprojekt „achtundeins“ mit mehr als 10.000 m² Fläche in Berlin. Im letzten Jahr hat sich das Unternehmen auf selektive Zukäufe im Büro- und Wohnungssegment in Berlin, München und Leipzig fokussiert und investierte dafür circa 50 Mio. Euro. Für 2023 sind Ankäufe für bis zu 150 Mio. Euro geplant. Insgesamt betreut Pamera bislang über 70 Objekte an 24 verschiedenen Standorten deutschlandweit aus den Assetklassen Büro, Wohnen und Hotel.
Gefma und Lünendonk haben die Umfrage für den CAFM-Trendreport 2023 gestartet -Bild: Gefma/Lünendonk/LamaPoll
CAFM-NEWS – Der Branchenverband GEFMA und die Marktforscher von Lünendonk & Hossenfelder haben die Befragungsrunde für den sechsten CAFM-Trendreport gestartet. Bis zum 31. Januar können Hersteller und Anbieter von sowie Implementierer und Dienstleister für CAFM- und IWMS-Software anonym mit ihren Erfahrungen zu einem realistischen Bild der aktuellen Lage beitragen. Die Bearbeitung des Online-Umfrage dauert rund 20 Minuten. Erscheinen soll der Trendreport im Mai 2023.
Das Software-Unternehmen Zvoove Group hat das Startup Fortytools übernommen – Bild: Zvoove
CAFM-NEWS – Die Zvoove Group, Anbieter von Digitalisierungs-Lösungen für Personal- und Gebäude-Dienstleister, hat das Startup Fortytools übernommen. Damit baut das niedersächsische Unternehmen seine Position im Segment der Software für Gebäude-Dienstleister weiter aus.
Mit seiner ERP-Lösung für Gebäude-Dienstleister bietet Zvoove Anwendungen vom Recruiting von Arbeitskräften bis zur Lohnabrechnung an, wobei der Fokus auf mittleren und größeren Gebäude-Dienstleister lag. Mit der SaaS-Lösung von Fortytools erschließt sich Zvoove jetzt auch das Segment der kleineren Gebäude-Dienstleister.
Ende Dezember 2022 hat Spie für den 100-prozentigen Erwerb eines polnischen TechFM-Dienstleisters eine Vereinbarung unterzeichnet. Das akquirierte Unternehmen für technisches Facility Management General Property hat seinen Hauptsitz in Warschau und beschäftigt rund 500 Mitarbeitende. 2021 erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von 24 Mio. Euro. Mit der Übernahme stärkt Spie seine Marktposition im Bereich TechFM in Polen. Die Transaktion wird voraussichtlich im Februar 2023 abgeschlossen und steht bis dahin unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden.
Schneider Electric und BitSight arbeiten zukünftig bei IT-Sicherheit zusammen – Bild: Schneider Electric
CAFM-NEWS – Der Technologie-Konzern Schneider Electric und das US-amerikanische Unternehmen für Cybersecurity-Lösungen BitSight sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentariums zur Identifizierung und Abwehr von IT-gestützten Angriffen auf die Betriebstechnologie (OT). In industriellen Produktionsumgebungen soll damit die proaktive Sicherheitsüberwachung von OT- und Steuerungssystemen möglich werden. Auch Smart Building Technologie kann hiervon profitieren und sicherer werden.
Cybersicherheit ist und bleibt eine entscheidende Bedingung für die Umsetzung von digitaler IoT-Vernetzung. Hierfür bringt Hersteller Schneider Electric, der in Deutschland rund 4.700 Mitarbeitende beschäftigt, seine Expertise für industrielle Automatisierungslösungen in die gemeinsame Lösungsentwicklung ein. BitSight stellt sein umfassendes Know-how für die Identifizierung und das Management von Cybersicherheitsrisiken zur Verfügung.
Mit dem KI-basierten Dokumenten-Management von Docunite verwaltet Union Investment zukünftig ihre Immobilien – Bild: Docunite
CAFM-NEWS – Für das Dokumenten-Management ihrer weltweit über 480 Immobilien kommt bei Union Investment ab sofort die Software von Docunite zum Einsatz. Das PropTech aus Wuppertal ist spezialisiert auf die nahtlose Digitalisierung des Dokumenten-Managements im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie mithilfe künstlicher Intelligenz. Die Fachbereiche von Union Investment können von Investment- über Asset- und Fonds- bis Beteiligungsmanagement reibungslos zusammenarbeiten und den Immobilienbestand kollaborativ, schnell und optimiert verwalten, schreibt der Softwareanbieter in einer Pressemeldung.
Wouter Hartemink ist seit dem 1. Januar neues CEO von CAFM-Anbieter Spacewell – Bild: Spacewell
CAFM-NEWS – CAFM-Anbieter Spacewell hat Wouter Hartemink mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zum neuen CEO von Spacewell ernannt. Er tritt die Nachfolge von Germon Knoop an, der das Unternehmen Ende 2022 aus persönlichen Gründen verlassen hat. Hartemink ist seit knapp drei Jahren bei Spacewell als Chief Revenue Officer und Chief Operating Officer tätig. Er sei die richtige Führungspersönlichkeit für die nächste Phase auf Spacewells Weg zu einem Anbieter vollständig skalierbarer SaaS-Lösungen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Vor seiner Tätigkeit bei Spacewell hatte Hartemink verschiedene Führungspositionen bei Dun & Bradstreet, einem globalen Anbieter von Daten und Analysen für Geschäftsentscheidungen, inne und war von 2016 bis 2020 für die Vertriebsberatung bei Altares Dun & Bradstreet verantwortlich.