Freitag, 20. März 2026
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Auftakt für neue Leitstellenlösung von Klüh Security

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Klüh Security hat erste Partner und Kunden für die Nutzung ihrer neuen, zertifizierten Alarmempfangs- und Notrufserviceleitstelle gewonnen, die sowohl Sicherheitsdienste als auch technische Serviceleistungen digital und rund um die Uhr koordiniert.

Die Partner unterstützen insbesondere die technische Anbindung von Sicherheits- und Serviceanwendungen, während Kunden aus besonders sicherheitsrelevanten Bereichen wie Bundeswehr, Energieversorger, Banken, Flughäfen, Schiffshäfen, Gesundheitseinrichtungen und Hightech-Unternehmen die zertifizierte Leitstellenlösung bereits nutzen, teilte die Muttergesellschaft Klüh Service Management GmbH Mitte März mit.

Die Alarmempfangs- und Notrufserviceleitstelle ist den Angaben zufolge offiziell nach VdS 3138 (Qualitätsstandards) und VdS 3137/DIN EN 50518 (Auslegung und Betrieb) sowie nach DIN EN 17483-1 (KRITIS-Sicherheitsdienstleistungen) und ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement) zertifiziert. „Unsere Kunden und Partner können sich somit darauf verlassen, dass modernste Technik, geprüfte Prozessqualität und systematisches Risikomanagement Hand in Hand gehen“, sagte Sven Horstmann, Geschäftsführer von Klüh Security.

TÜV-Anlagensicherheitsreport 2026: Aufzüge im Blick

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Im Jahr 2025 sind 10,8 Prozent der 723.270 geprüften Aufzüge mit „erheblichen Mängeln“ beanstandet worden. Das geht aus dem Mitte März erschienenen Anlagensicherheitsreport 2026 des TÜV-Verbands hervor.

Bei 0,8 Prozent oder rund 5.800 Aufzugsanlagen wurden „gefährliche Mängel“ festgestellt. Rund 3.000 davon mussten stillgelegt werden, da die Mängel nicht sofort behoben werden konnten und Gefahr für Leib und Leben bestand, teilte der TÜV-Verband mit. Typische Mängel seien verschlissene Tragseile, ausgefallene Notrufsysteme oder defekte Türverriegelungen. Den Angaben zufolge sind im Jahr 2025 weitere 64,7 Prozent der geprüften Aufzüge mit „geringfügigen Mängeln“ beanstandet worden. Das sind 4,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und 21,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2023. Grund für den starken Anstieg sind vor allem Defizite bei der Cybersicherheit der zunehmend digital gesteuerten Anlagen. „Hersteller und vor allem Betreiber sollten die Cybersicherheit ernst nehmen und ihren Pflichten nachkommen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Resilienz der technischen Infrastruktur in Deutschland“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Insgesamt seien im Jahr 2025 gut drei von vier Aufzugsanlagen (76,3 Prozent) mangelbehaftet gewesen.

Der Anlagensicherheitsreport beschreibt den aktuellen Zustand überwachungsbedürftiger Anlagen in Deutschland. Dazu zählen nicht nur Aufzugsanlagen, die von den Zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) auf Grundlage gesetzlicher Vorgaben geprüft werden, sondern auch Tankstellen, Druckanlagen sowie Lageranlagen für hochentzündliche Stoffe wie Flüssiggas, Benzin und Lösemittel. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage kommt der Anlagensicherheit und dem Schutz der technischen Infrastruktur in Deutschland aus Sicht des TÜV-Verbands eine enorme Bedeutung zu. Laut Bühler ist es aber „notwendig, die regulatorischen Vorgaben für die Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen zu vereinfachen, ohne das Sicherheitsniveau abzusenken“. Er forderte die Politik daher auf, die bisher gültige Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in eine Verordnung über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlV) und eine Arbeitsmittelbenutzungsverordnung (AMBV) aufzuteilen.

Der komplette „Anlagensicherheitsreport 2026“ mit der vollständigen Mängelstatistik ist hier kostenlos abrufbar.

VDI-Entwürfe für hygienegerechte Verdunstungskühlanlagen

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Der VDI hat die zwei neue Richtlinienentwürfe VDI 2047 Blatt 2 und VDI-MT 2047 Blatt 4 zum hygienegerechten und sicheren Betrieb von Verdunstungskühlanlagen vorgelegt.

Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 gilt für bestehende und neu zu errichtende Verdunstungskühlanlagen und -apparate, bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann – mit Ausnahme von Naturzugkühltürmen mit einer thermischen Leistung von mehr als 200 MW, teilte der VDI mit. Dabei ist es unerheblich, ob das Kühlwasser als Kühlmedium im Prozess direkt eingesetzt wird oder die Prozesswärme über Wärmeübertrager aus einem Primärkühlkreislauf auf einen Wasserkühlkreislauf übertragen wird.

Ergänzend bietet VDI-MT 2047 Blatt 4 Betreibern von Verdunstungskühlanlagen eine systematische Möglichkeit zur Qualifikation von Personal und zum Nachweis der geeigneten Qualifikation von Personal, das mit Arbeiten an Verdunstungskühlanlagen betraut ist. Die Richtlinie legt verbindliche Randbedingungen und Inhalte geeigneter Schulungen fest. Damit wird den Angaben zufolge sichergestellt, dass nur fachkundiges Personal Wartungs-, Reinigungs- und Inspektionsarbeiten an hygienisch sensiblen Anlagen durchführt.

Die Entwürfe der VDI 2047 Blatt 2 und der VDI-MT 2047 Blatt 4 sind bei DIN Media zu erwerben. Stellungnahmen zu den beiden Richtlinienentwürfen können hier bis 31. Mai abgegeben werden.

Neue dena-Leitfäden für serielle Sanierungen

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Das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren hat im März drei neue Leitfäden für serielle Sanierungen veröffentlicht, die Fachwissen, Entscheidungshilfen und Erfahrungen aus bisherigen Projekten mit Blick auf Bestandsaufnahme, Befestigungsarten und Kreislauffähigkeit bündeln.

„Um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, muss die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessert werden. Serielle Sanierungen sind dabei ein wichtiger Baustein und schaffen zudem Innovationen mit entsprechenden Wertschöpfungspotenzialen. Unsere neuen Leitfäden geben Fachleuten praxisnahe Werkzeuge an die Hand, um Projekte effizient, nachhaltig und risikoarm umzusetzen“, sagte Christian Stolte, Bereichsleiter Klimaneutrale Gebäude der dena.

Die Publikationen richten sich an Architektur- und Fachplanungsbüros, an Energieberater und Anbieter serieller Lösungen sowie Hersteller von Modulen, Befestigungen und Baumaterialien. Auch Wohnungsunternehmen finden darin Orientierung für die Vorbereitung ihrer Projekte, heißt es weiter aus Berlin. Ziel ist, mit praxisnahen Hilfestellungen und Entscheidungshilfen Sicherheit und Orientierung in der Planungsphase zu schaffen.

Der Leitfaden „Auf einen Blick – Bestandsaufnahme für die serielle Sanierung“ zeigt, worauf es bei der Erhebung von Gebäudedaten ankommt und wie sich daraus eine belastbare Planungsgrundlage entwickeln lässt.

Der Leitfaden „Auf einen Blick – Befestigungen in der seriellen Sanierung“ widmet sich den Anforderungen serieller Fassaden- und Modullösungen an die Gebäudehülle.

Der „Energiesprong-Empfehlungskatalog – Kreislauffähigkeit in der seriellen Sanierung“ zeigt, wie Nachhaltigkeit systematisch in die Planung integriert werden kann. Er beschreibt die Vorteile kreislauffähiger Prinzipien und gibt Empfehlungen für deren Umsetzung.

Mehr zum Thema Serielles Sanieren im Facility Management können Sie in der April-Ausgabe von „Der Facility Manager“ nachlesen. Bestellen Sie hier gleich Ihr kostenloses Probeheft!

Intesia setzt auf Planon

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Die Intesia Group, Anbieter von Facility Management-Dienstleistungen mit Fokus auf den Einzelhandelssektor, digitalisiert und standardisiert ihre Betriebs- und Außendienstprozesse künftig mit der Facility Services Business Solution (FSBS) von Planon.

Hintergrund der Entscheidung von Intesia ist eine strategische Initiative zur Modernisierung und Harmonisierung der IT-Landschaft, mit der das Unternehmen den steigenden Kundenerwartungen und dem externen Marktdruck in der FM-Branche in Europa Rechnung trägt, teilte Planon Anfang März mit. Im Fokus stehen den Angaben zufolge vor allem Optimierungen in den Bereichen Datenqualität, benutzerorientierte Workflows, Systemintegration, Mobilität, BIM, IoT und Advanced Analytics.

„Mit unserer FSBS-Lösung und unserem Accelerator-Framework bieten wir Intesia eine zukunftsfähige Betriebsplattform, die Menschen, Gebäude und Prozesse zusammenbringt – und die Weichen für umfassende Automatisierung, datengestützte Entscheidungsfindung und kontinuierliche Service-Optimierung stellt“, sagte Peter Ankerstjerne, CEO von Planon.

Caverion: Auftrag für Deiker Höfe in Düsseldorf

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Der Projektentwickler Black Horse Properties GmbH hat Caverion den Auftrag für das Facility Management des Stadtquartiers Deiker Höfe in Düsseldorf erteilt.

Der Vertrag umfasst das technische Gebäudemanagement und Teile des infrastrukturellen Gebäudemanagements im südlichen Baufeld, teilte Caverion im März mit. Über die Auftragsdauer und -höhe wurde Stillschweigen vereinbart. „Durch diese kombinierten Leistungen profitieren Kunden von weniger Schnittstellen, höherer Effizienz und Qualität“, sagte Manfred Simmet, Geschäftsführer von Caverion Deutschland.

Die Deiker Höfe in Düsseldorf sind den Angaben zufolge ein gemischt genutzter Gebäudekomplex, bestehend aus 21.500 qm Gewerbeflächen mit Büros, Praxen, Handel, einem Hotel mit 137 Zimmern, einer Kita sowie 353 Wohnungen.

Das Energieeffizienzgesetz – Chance für Datacenter-Betreiber

Online-Services, Clouds, KI, Streaming – all das braucht enorme Rechenleistung und eine stabile Infrastruktur. 24 Stunden an jedem Tag der Woche. Der Preis: enormer Energieeinsatz und steigende Anforderungen an Klimatisierung, Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit. Das Energieeffizienzgesetz, kurz EnEfG, macht hier klare Vorgaben – und eröffnet gleichzeitig neue Chancen für Datacenter-Betreiber, Planer und OEMs.

EnEfG – neue Grenzen, weniger Kosten

Mit dem EnEfG ist Effizienz im Rechenzentrum Pflicht – und gleichzeitig ein starker Hebel zur Senkung der Betriebskosten. Zum einen gelten bestimmte Werte für die Power Usage Effectiveness: für Neubauten ab Juli 2026 maximal 1,2 PUE; für Bestandsbauten ab Juli 2027 maximal 1,5. Hinzu kommen die verpflichtende Nutzung von Abwärme und die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien ab 2027.

Niedrige PUE-Werte durch intelligente Technik

Die PUE gibt Auskunft darüber, wie viel Strom über die eigentliche IT hinaus verbraucht wird, etwa für die Kühlung, Beleuchtung und andere Gemeinkosten. Je kleiner ihr Wert, umso höher die Gesamtenergieeffizienz. Um die ambitionierten Grenzwerte zu erreichen, braucht es Kühlsysteme, die mit maximalem Wirkungsgrad arbeiten und dafür wenig Strom verbrauchen. Wie zum Beispiel die EC-Ventilatorreihe RadiPac von ebm-papst mit Schnittstelle für ein intelligentes Energiemanagement. Sie ist optimiert für die Anforderungen im Rechenzentrum.

Das Bild zeigt drei industrielle Ventilatoren oder Lüftereinheiten vor einem orangefarbenen Hintergrund. Die Lüfter sind unterschiedlich ausgerichtet und zeigen verschiedene Ansichten: Frontal, seitlich und von hinten. Sie sind in robuste Metallrahmen eingebaut und für den Einbau in größere Anlagen oder Lüftungssysteme vorgesehen. Die Konstruktion deutet auf eine Anwendung in der industriellen Belüftung oder Klimatechnik hin.
Kompakt gepackt: die RadiPac Baureihe mit Hochleistungs-EC-Antrieb

RadiPac: große Leistung auf kleinem Raum

RadiPac Radialventilatoren gibt es in Baugrößen von 280 bis 800. Die Größen 710 und 800 sind für Volumenströme bis 40.000 m3/h und Drücke bis 2.500 Pa ausgelegt. Bei maximaler Energieeffizienz, denn aerodynamisch optimiertes Design sowie optimal aufeinander abgestimmte Komponenten sorgen für minimale Strömungsverluste.

Eine weitere Besonderheit ist ihr EC-Außenläufermotor: Er erreicht höhere Drehmomente als ein Innenläufermotor und kommt ohne Seltene-Erden-Magnete aus. Das macht ihn ressourcenschonend und nachhaltiger. Und das mit integrierter Steuerelektronik und Wirkungsgraden von über 90 %.

Einbaufertige Plug-and-Play-Radialmodule ermöglichen eine einfache Installation. Integrierte Resonanzerkennung sorgt für höchste Zuverlässigkeit und Kontrolle – vor allem als modulare FanGrid-Lösung, die Redundanz und Skalierbarkeit maximiert.

Zwei Grafiken vergleichen den Stromverlauf und die technischen Kenndaten eines Systems mit passiver (links) und aktiver (rechts) PFC (Power Factor Correction): Links, „Stromverlauf mit Passiv PFC“: Das Stromsignal ist unregelmäßig mit vielen Störungen. Die technischen Werte sind: Spannung 450V/50Hz, Strom 4,25 Arms/6,9 Apeak, Wirkleistung 2,825 kW, Blindleistung 1,00 kVA, Scheinleistung 2,99 kVA, Leistungsfaktor 0,94 und Gesamtklirrfaktor (THD) 33,5 %. Rechts, „Stromverlauf mit Aktiv PFC“: Das Stromsignal ist nahezu sinusförmig und deutlich glatter. Die Werte sind: Spannung 450V/50Hz, Strom 4,10 Arms/6,0 Apeak, Wirkleistung 2,82 kW, Blindleistung 0,08 kVA, Scheinleistung 2,82 kVA, Leistungsfaktor 0,998 und THD ≤5 %. Der Vergleich zeigt, dass die aktive PFC zu einem besseren, saubereren Stromverlauf und besseren Leistungswerten führt.
Aktiv-PFC im RadiPac filtert störende Oberschwingungen und mindert Stromspitzen drastisch

3-Phasen-Aktiv-PFC: gut für Netz und Budget

Ein weiterer Schlüssel zu mehr Effizienz ist die integrierte Aktiv-PFC-Technologie. Sie reduziert Stromoberwellen drastisch, halbiert die Stromspitzen und senkt den Verzerrungsfaktor THDI (Total Harmonic Distortion) auf maximal 5 %.

Das entlastet das Netz und mindert Installations- und Betriebskosten. In einer Vergleichsauslegung eines Rechenzentrums mit 220 Aktiv-PFC-Ventilatoren gegenüber 220 marktüblichen Ventilatoren und einer IT-Last von 3 MW ergab sich eine Gesamtkostensenkung von fast 40 %. Für mehr Informationen bietet ebm-papst ein kostenloses Whitepaper.

Je besser Ventilatoren auf die Netzanforderungen und die Wärmeabfuhr abgestimmt sind, desto effizienter lassen sich Datacenter betreiben. RadiPac mit Aktiv-PFC garantiert hier sowohl beste Wirkungsgrade als auch geringe Geräuschemissionen und hohe Lebensdauer.

Mit hoher Effizienz stark im Wettbewerb

Das EnEfG ist also auch ein Innovationsbeschleuniger: Dank zukunftsweisender Technologien lassen sich die gesetzlichen Vorgaben einhalten – mit konkreten Wettbewerbsvorteilen. Wer neue Ideen schnell zur Marktreife entwickeln will, findet in ebm-papst einen Partner mit fundiertem Produkt- und Anwendungs-Knowhow sowie modernsten Analysetechniken.

Mehr Infos und Beratung unter: ebmpapst.com

Innolume GmbH sucht: Facility Manager/-in (m/w/d) in Dortmund

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Innolume GmbH sucht: Facility Manager/-in (m/w/d) in Dortmund

Service-Vorsprung mit KI

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Künstliche Intelligenz (KI) in Kombination mit Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen bietet erhebliche Potenziale zur Energie- und Kosteneinsparung, zur Betriebsoptimierung sowie zur CO₂-Vermeidung. Das gilt für die Wartung einzelner Geräte ebenso wie für komplexe Anlagensysteme mehrerer Gebäude.

Die Nutzung vorhandener Daten, die beispielsweise den Zustand eines Ventilators genau beschreiben, ist dabei nur logisch. „Künstliche Intelligenz ist hier kein Nice to have, sondern ein elementarer Bestandteil des nächsten Schritts“, betont der Hersteller von Ventilatoren für Luft- und Klimatechnik Ziehl-Abegg. Auch Trane, Anbieter von HLK-Lösungen, beobachtet „einen Wandel von der traditionellen, standortbasierten Fehlerbehebung und reaktiven Reparaturen hin zu kontinuierlicher Fernüberwachung, regelmäßigen digitalen Inspektionen und proaktivem Eingreifen durch Servicetechniker – mit dem Ziel einer schnellen Problemlösung und einer fundierten, datenbasierten Überwachung“. Louis Rompre, Services Business Leader für Trane EMEA erklärt: „Mit den Fortschritten in KI und digitaler Technologie, die Gebäude vernetzter denn je machen, muss sich auch die Art und Weise, wie Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen gewartet werden, weiterentwickeln.“

Anwendungsfall aus der Praxis

Wie man technische und wirtschaftliche Daten aus Gebäuden – von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen bis hin zu IT- und Energiesystemen sammelt und verknüpft, zeigt ein Projekt für ein Schweizer Finanzinstitut. Ziel ist nach Angaben von Eliona als Anbieter der gleichnamigen Smart-Building Plattform, alle Informationen übersichtlich aufzubereiten, sodass sie gezielt für Auswertungen, Optimierungen und Entscheidungsprozesse genutzt werden können. Eliona übernahm die zentrale Überwachung aller technischer Anlagen in über 130 Bestandsimmobilen, in denen unterschiedliche, über die Jahre organisch gewachsene, Gebäudeleitsysteme zum Einsatz kommen. Diese lieferten nicht nur uneinheitliche, sondern in vielen Fällen auch unstrukturierte Daten. Zusätzlich ging die Anzahl der verfügbaren Datenpunkte je nach Gebäude deutlich auseinander. Darüber hinaus sollten diese Daten effizient skaliert werden – ohne die Performance aus den Augen zu verlieren.

Aufgrund der Schnittstellenvielfalt der Plattform konnten alle Daten (Leitsysteme WinCC OA und Aprol) über einen Edge-Computer in das IoT-Nachrichtenprotokoll MQTT in Eliona übersetzt, eingebunden und harmonisiert werden. „Für die Strukturierung“, führt Eliona-CEO Jan Müller weiter aus, „haben wir die Daten der verschiedenen Gebäudeleitsysteme einer genauen Analyse unterzogen. So konnten wir die Datenpunkte identifizieren, die für die anschließende Optimierung wirklich relevant sind.“ Zu diesem Zweck wurden die Daten von Eliona semantisch geordnet, getaggt und übersetzt, unterschiedliche Namensgebungen wurden vereinheitlicht. „Mal wurden Anlagen beispielsweise als Kühlung, mal als Cooling und ein anderes Mal mit einem technischen Kürzel gekennzeichnet. Diese Daten mussten in einer Ontologie harmonisiert werden, damit die KI den Input aus über 100 Gebäuden stets richtig zuordnen kann“, beschreibt Müller das Vorgehen. Das Daten-Tagging wurde anfangs manuell umgesetzt, diente aber gleichzeitig als Trainingsprozess für Eliona, um den Prozess zu automatisieren. Aktuell erreicht die Software seinen Angaben zufolge eine automatische Erkennungsrate von 85 Prozent.

Optimierung der Datenströme

Für die eigentliche Optimierung der Datenströme nutzt Eliona das integrierte AI Workflow Automation Tool, Prognosemodelle sowie Reinforcement Learning. Über Weltmodelle werden dabei Energieverbräuche unter Einbezug historischer und prognostizierter Wetterdaten, People-Counting-Informationen und weiterer Parameter virtuell modelliert. Ein Machine-Learning-Modell analysiert und identifiziert anschließend die eingehenden Daten, um ineffiziente Muster aufzudecken. „Auf diese Weise können wir live berechnen, welche Auswirkungen die Veränderung einzelner Sollwerte in jedem einzelnen Fall haben würden“, sagt Müller. Die künstliche Intelligenz lernt während des Prozesses mit – und rechnet so lange weiter, bis die Ergebnisse, etwa in Bezug auf den Energieverbrauch, ideal sind. Das Ergebnis dieser automatisierten Trial-and-Error-Methode sind optimierte Sollwerte, die, einmal in den Live-Prozess implementiert, automatisch zurück an die jeweiligen Gebäudeleitsysteme gespielt werden. „Das ist vor allem für ein so großes Gebäude-Portfolio wie das des Schweizer Bankinstituts eine enorme Erleichterung“, ergänzt der Eliona-Chef. In den ersten Monaten seit Projektbeginn seien bereits Einsparungen in Höhe von 27 Prozent des ursprünglichen Energieverbrauchs erzielt worden. Wie sich dieser Trend in Zukunft entwickeln wird und ob sich die Werte auch bei extremeren Wetterverhältnissen halten können, ist laut Müller noch offen.

ista Swiss erwirbt Energiedienstleister

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Die ista Swiss AG hat Anfang März die Blockstrom AG mit Sitz in Bern übernommen, die auf Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) sowie auf E-Mobilitätslösungen spezialisiert ist.

„Schweizer Gebäudeeigentümer und Verwaltungen profitieren nun noch stärker von unserem ganzheitlichen Service rund um Energiedienstleistungen im Gebäudesektor – von der Messung über die Abrechnung, Monitoring und Energiedatenmanagement bis zu ZEV und E-Mobilität“, sagte Guillaume Dubois, Geschäftsführer von ista Swiss, mit Blick auf die Akquisition. Die 2017 gegründete Blockstrom AG bietet ein cloudbasiertes Mess- und Abrechnungssystem für Energiedaten von ZEV, die in der Schweiz weiter verbreitet sind als vergleichbare Mieterstrommodelle in Deutschland. Beim Mieterstrom wird der vor Ort erzeugte Solarstrom vom Gebäudeeigentümer oder einem Dienstleister direkt an die Mieter geliefert.

„Mit dem hinzugewonnenen Know-how von Blockstrom machen wir den nächsten konsequenten Schritt in unserer Strategie, integrierte Lösungen für alle Anliegen rund um Messung, Abrechnung und Energiemanagement im Gebäudebereich aus einer Hand anzubieten“, sagte Oliver Schlodder, Chief Sales Officer und Mitglied des Vorstands der ista Gruppe. Zuletzt wurde im Oktober 2024 der Messdienstleister Alfred Aubort SA in der Westschweiz übernommen.

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY sucht: Verwaltungsangestellte als Projektkoordinatorin (w/m/d) im Facility Management (Elternzeitvertretung) in Hamburg

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Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY sucht: Verwaltungsangestellte als Projektkoordinatorin (w/m/d) im Facility Management (Elternzeitvertretung) in Hamburg

Neue VDI 2077 zur Abrechnung von Lüftungskosten

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Anfang dieses Jahres wurde die neue VDI-EE 2077 Blatt 4.1 veröffentlicht, die Facility Manager sowie Betreiber von Büro und Gewerbeimmobilien bei der Verbrauchskostenabrechnung für raumlufttechnische Anlagen unterstützen soll.

Die Expertenempfehlung zeigt, wie moderne Volumenstromregler (VVS-Regler), Zähler und digitale Steuerungssysteme eingesetzt werden können, um Energieverbrauch und Kosten fair auf einzelne Nutzer zu verteilen. Gleichzeitig hilft sie, gesetzliche Vorgaben, etwa im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), einzuhalten, teilte der VDI im März mit.

Die VDI-EE 2077 Blatt 4.1 enthält Formeln, Übersichten und Empfehlungen, die die Umsetzung erleichtern und die Ergebnisse nachvollziehbar machen sollen. Darüber hinaus liefert die Publikation laut VDI konkrete Hinweise zur Ausführung und Sollwerten von Volumenstromreglern oder zu Regelungen von virtuellen Zählern und DDC-Steuerungen. Eine detaillierte Kostenberechnung zeigt, wie die Gesamtenergiekosten auf Basis von Verbrauchs- und Grundkosten berechnet werden können. Ein Praxisbeispiel soll die Umsetzung verdeutlichen und die Übertragung auf eigene Projekte erleichtern.

Die neue VDI-EE 2077 Blatt 4.1 kann für 61,50 Euro bei DIN Media erworben werden.

Öffentlicher Photovoltaik-Auftrag für Goldbeck

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Der Geschäftsbereich Solar & Energy der Goldbeck Facility Services hat den Auftrag erhalten, insgesamt 232 Bundesimmobilien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf ihre Photovoltaik-Nachrüstungsfähigkeit und deren Wirtschaftlichkeit zu prüfen.

Der Auftrag umfasst zudem, Dachflächen geeigneter Immobilien bei Bedarf zu sanieren sowie mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersystemen auszurüsten, teilte Goldbeck Facility Services Anfang März mit. Ergänzend erhielt der Dienstleister nach eigenen Angaben einen Wartungsvertrag über 15 Jahre für die installierten Systeme, der anschließend zweimal um jeweils fünf Jahre erweitert werden kann.

Insgesamt beläuft sich die von Goldbeck zu analysierende Dachfläche von Sporteinrichtungen, Büro- und Verwaltungsgebäuden, Lagerhallen, Stellplatzobjekten sowie Betreuungs- und Bildungseinrichtungen auf rund 200.000 qm. „Durch unsere Erfahrung im Facility Management sowie im Ausbau erneuerbarer Energien leisten wir nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Sektor einen nachweisbaren Beitrag zur klimaschonenden Transformation des Immobilienbestands“, sagte Andreas Harnacke, Geschäftsführer von Goldbeck Facility Services.

Apleona: Weitere Übernahme in UK

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Apleona hat Morrison Facilities Services erworben, die mit rund 300 Mitarbeitern an sechs Standorten in Schottland und England im öffentlichen Sektor aktiv sind.

„Dieser Schritt stärkt unsere regionale Präsenz in Schottland und England im Rahmen unserer Kernkompetenzen im technischen und integrierten Facility Management weiter“, sagte Michael Engel, COO der Apleona Group. Ziel ist laut Engel, Marktführer in Großbritannien zu werden.

Für Apleona ist die Übernahme von Morrison Facilities Services die vierte Akquisition in Großbritannien innerhalb von drei Jahren. Apleona UK beschäftigt den Angaben zufolge inzwischen mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Max-Plack-Institut sucht: Elektro­techniker*in oder Elektro­meister*in als Teamleiter*in Technik (m/w/d) in Dortmund

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Max-Plack-Institut sucht: Elektro­techniker*in oder Elektro­meister*in als Teamleiter*in Technik (m/w/d) in Dortmund

Caverion: HLK-Auftrag für Klinikneubau in Leipzig

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Caverion Deutschland hat den Auftrag für die technischen Gewerke Raumluft, Heizung und Kälte im neuen Zentralbau II des Klinikums St. Georg in Leipzig erhalten.

„Wir können hier unsere Erfahrung bei der Errichtung von gebäudetechnischen Gewerken in komplexeren Krankenhausprojekten optimal einbringen – sei es das technische Know-how, die Logistik von großen Baustellen oder auch die erforderliche Personalstärke“, sagte Manfred Simmet, CEO von Caverion Deutschland, Anfang März. Der Auftrag im Wert von 13,6 Mio. Euro umfasst neben der kompletten Heizungs- und Kälteverteilung unter anderem auch die Installation von elf RLT-Anlagen sowie 76 Umluftkühlgeräten.

Der sechsstöckige Klinikneubau mit 39.000 qm Bruttogeschossfläche soll bis 2029 ein integriertes Notfallzentrum für Kinder und Erwachsene mit direktem Anschluss an die darüber liegenden Intensiv- und Überwachungsstationen beherbergen. Darüber hinaus sind im Zentralbau II des Klinikums St. Georg neue Labore für Herzeingriffe und die Versorgung von Schlaganfällen geplant.

Hochtief baut Forschungszentrum in Kiel

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Hochtief hat von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) nicht nur den Auftrag erhalten, den Neubau des Max Rubner-Instituts (MRI) in Kiel zu planen und zu übernehmen, sondern das Gebäude auch für 30 Jahre zu betreiben.

„Mit diesem Projekt stärken wir unsere Position im strategisch wichtigen Wachstumsmarkt Gesundheit/Biopharma und leisten einen Beitrag zur weiteren Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland. Durch die Verbindung von Planung, Bau und Betrieb konnten wir das Gebäude über den gesamten Lebenszyklus optimieren“, sagte Juan Santamaría, Vorstandsvorsitzender von Hochtief, Mitte Februar. Das Gesamtvertragsvolumen für Planung und Bau sowie Betrieb und Instandsetzung für das MRI beträgt den Angaben zufolge rund 230 Mio. Euro. Das Projekt wurde von der BImA als Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) ausgeschrieben.

Das neue Gebäude für Forschung im Bereich Ernährung und Lebensmittel mit rund 6.250 qm Nutzfläche soll in direkter Nachbarschaft zur Christian-Albrechts-Universität errichtet werden und bisherige Standorte in Kiel und Hamburg zusammenfassen. Die Fertigstellung ist im Herbst 2028 vorgesehen.

Spie übernimmt bayerischen Industriedienstleister

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Spie hat eine Vereinbarung zum Erwerb der Rofa Industrial Automation AG mit Sitz im bayerischen Kolbermoor unterzeichnet.

„Die Verstärkung mit Rofa ermöglicht Spie, in industrielle Automatisierungs- und Intralogistiklösungen zu expandieren und damit deutlich in der Wertschöpfungskette aufzusteigen“, sagte Markus Holzke, Geschäftsführer von Spie Germany Switzerland Austria Anfang März. Spie will 99 Prozent der Rofa-Anteile übernehmen, die restlichen Anteile sollen beim bisherigen Managementteam verbleibenden.

Rofa bietet schlüsselfertige Lösungen für die Fabrikautomation sowie für die Lager- und Logistikautomation. Das Leistungsspektrum umfasst den Angaben zufolge den gesamten Lebenszyklus eines Projekts, von der Beratung, über die Software- und Hardware-Entwicklung bis hin zur Fertigung, Inbetriebnahme sowie Service- und Supportleistungen. Mit über 1.200 Mitarbeitern setzte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 in den Branchen Logistik, Automobil, Lebensmittel, Retail und Healthcare rund 430 Mio. Euro um.

Der endgültige Abschluss der Akquisition wird im zweiten Quartal 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

RealFM veröffentlicht weiteren BIM2FM-Leitfaden

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Der Verband RealFM hat mit der Publikation „Anwendungsfälle zur Nachhaltigkeit“ die zweite Ergänzung des BIM2FM-Leitfadens zur Anwendung der BIM-Methodik in der Betriebs- und Nutzungsphase veröffentlicht.

Im Unterschied zu allgemeinen Nachhaltigkeitsleitfäden schließt die Arbeitshilfe eine zentrale Lücke zwischen strategischen Nachhaltigkeitszielen und deren operativer Umsetzung im Gebäudebetrieb, teilte der Verband Anfang März mit. Der Betrieb wird den Angaben zufolge dabei nicht als einzelner Anwendungsfall verstanden, sondern als eigenständige Lebenszyklusphase mit einer Vielzahl differenzierter Anwendungsfälle.

Die Publikation unterstützt Anwender dabei,
• regulatorische Anforderungen wie die EU-Taxonomie und CSRD systematisch zu erfüllen,
• Nachhaltigkeitsziele mit bestehenden BIM2FM-Strategien zu verknüpfen,
• vorhandene Daten aus Bauwerksmodellen mehrfach und effizient zu nutzen,

Den inhaltlichen Kern bilden die einheitlich strukturierten Beschreibungen von sechs praxisnahen Anwendungsfällen, die als übertragbare Blaupausen dienen:
• Überwachen der EU-Taxonomie-Kriterien
• Erstellen einer CO₂- bzw. Treibhausgasbilanz
• Unterstützung bei der Zertifizierung nach SustainFM – GEFMA 160-1
• Unterstützung bei der Gebäudezertifizierung nach BNB bzw. QNG
• Nutzung von BIM-Daten für energetische Simulationsanalysen
• Nachhaltigkeitsbezogene Mengenermittlung und LV-Erstellung mithilfe des BIM-Modells

Die beschriebenen Anwendungsfälle zeigen exemplarisch, wie Nachhaltigkeitsanforderungen mithilfe strukturierter BIM-Daten konkret, nachvollziehbar und wirtschaftlich umgesetzt werden können, erklärt der Verband. Anwender sollen insbesondere von einer höheren Datenqualität, reduzierten Aufwänden bei Dokumentation und Berichterstattung sowie einer verbesserten Entscheidungsgrundlage für strategische und operative Fragestellungen profitieren.

Die kostenpflichtige Arbeitshilfe „Anwendungsfälle zur Nachhaltigkeit“ ist hier als elektronische Version erhältlich.

Zustandsorientierte Prüfung und Wartung

Klassische Wartungsmodelle in der Tür-, Tor- und Verladetechnik haben feste Austauschintervalle: Verschleißteil „x“ wird jedes Jahr ausgetauscht – ohne Blick auf seinen tatsächlichen Zustand. Der Tür- und Torhersteller Hörmann verfolgt einen anderen Weg. Er setzt auf zustandsorientierte Prüfung und Wartung. Was sind die Vorteile dieses Konzepts – und wie sorgt es für Betriebssicherheit?

Jürgen Kanwischer leitet die Hörmann Service Zentrale. Er ist der Chef von mehreren hundert festangestellten Servicetechnikern, die deutschlandweit im Einsatz sind. Sie prüfen, warten und reparieren Tür-, Tor- und Verladetechnik – herstellerübergreifend. Das Service-Prinzip von Hörmann beschreibt er so: „Ersatzteile werden nur dann ausgetauscht, wenn es die Situation oder ihr Zustand erfordert. Nichts geschieht auf Verdacht oder aufgrund starrer, im Vorhinein festgelegter Austauschintervalle.“ Das spare Kosten und vermeide unnötige Eingriffe in funktionierende Systeme. Die zustandsorientierte Wartung sei kein neues Prinzip, so Kanwischer. Doch die konsequente Umsetzung, die digitale Unterstützung und die enge Verknüpfung mit rechtlichen Prüfpflichten machten diesen Ansatz von Hörmann einzigartig.

Standardisierte Bewertung und digitale Unterstützung

Doch wie stellt Hörmann dabei sicher, dass die Betriebssicherheit jederzeit gewährleistet ist? „Unsere Servicetechniker sind besonders geschult und wissen genau, wann ein Austausch notwendig ist,“ so Kanwischer. Die Zustandsbewertung erfolgt anhand eines strukturierten Leitfadens mit präzisen Checklisten. Digitale Tools wie die KI-gestützte Wissensdatenbank „Dr. Berry“ – benannt nach dem Berry-Schwingtor, das in den 1950er Jahren den Grundstein für den Erfolg von Hörmann gelegt hatte – unterstützen bei der Diagnose. „Das Tool hilft uns, die Qualität und Geschwindigkeit unserer Serviceeinsätze weiter zu verbessern“, sagt Kanwischer. In kniffligen Fällen können die Techniker auch Video-Support ordern. Alle gängigen Ersatz- und Verschleißteile führen sie im Servicefahrzeug mit. So lassen sich nahezu alle Instandsetzungen beim ersten Einsatz abschließen. Das reduziert Anfahrten, spart Kosten und schont die Umwelt. Jeder Servicetechniker absolviert bis zu fünf Schulungen pro Jahr in der Hörmann Akademie. „Wir arbeiten ausschließlich mit eigenen Leuten“, sagt Kanwischer. „Im Schnitt sind unsere Techniker seit über acht Jahren bei Hörmann tätig – ein Zeichen von Kontinuität, Kompetenz und Verlässlichkeit.“

Vorausschauende Instandhaltung durch Datenanalyse

Alle Wartungsdaten erfasst das Unternehmen systematisch. Die Auswertung macht Muster und Verschleißtrends sichtbar. „Diese Erkenntnisse fließen dann in unsere vorausschauende Instandhaltung ein. Wenn eine Toranlage wiederholt ausfällt, analysieren wir die Ursachen und leiten daraus konkrete Maßnahmen ab. Bei Fehlbedienungen kann das eine Einweisung des Bedienpersonals sein, bei hohen Lastwechseln eine Anpassung des Wartungsintervalls und bei verändertem Nutzungsverhalten auch der Austausch der Anlage“, erläutert Kanwischer.

Zentrales Element des Konzepts ist die transparente Dokumentation: Prüfberichte, Zustandsbewertungen und Handlungsempfehlungen bereitet Hörmann individuell auf. „Unsere Kunden erhalten eine klare Einschätzung – inklusive Foto- und Videodokumentation – und können jederzeit nachvollziehen, warum wir welche Maßnahmen empfehlen“, betont Kanwischer. Damit trage der Hörmann Service nachweislich zur Senkung der Total Costs of Ownership (TCO) bei.

Und wie steht es mit der Einhaltung gesetzlicher Prüfpflichten? „Dafür sorgen automatische Erinnerungen. Unsere Prüfungen erfolgen nach den relevanten Normen und sind revisions- und rechtssicher dokumentiert“, so Kanwischer. Seine persönliche Einschätzung: „Viele Betreiber unterschätzen den wirtschaftlichen Nutzen regelmäßiger Wartung. Dabei vermeidet sie Stillstände, erhöht die Betriebssicherheit und reduziert langfristig die Instandhaltungskosten. Besonders dann, wenn sie zustandsorientiert erfolgt.“