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Rentokil Initial: Warum Inklusion im Waschraum auch eine Frage der Ausstattung ist

Barrierefreiheit wird in Gebäuden häufig nur baulich gedacht: breite Türen, Rampen, Bewegungsflächen. Doch Inklusion entscheidet sich im Detail: Können Menschen auch den Waschraum selbstbestimmt, diskret und nach ihren individuellen Erfordernissen nutzen? Rentokil Initial zeigt mit seiner Hygienemarke Initial, wie moderne Waschraumplanung unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt – von berührungsarmen Lösungen über Periodenprodukte bis zu diskreten Entsorgungsmöglichkeiten in der Toilettenkabine.

Die Tür ist breit genug, die Kabine nach DIN-Norm geplant. Baulich ist damit viel erreicht. Und trotzdem können solche Räume Menschen ausschließen. Denn in Sanitärräumen kommen viele sehr persönliche Bedarfe unmittelbar zusammen: Menstruation, Inkontinenz, eingeschränkte Beweglichkeit, Sehbeeinträchtigung oder einfach der Wunsch nach einer berührungsarmen Nutzung.

Wer einen inklusiven Waschraum plant oder betreibt, muss deshalb über Raumgröße und Zugänglichkeit hinausdenken. Es geht um Ausstattung, die gut erreichbar ist, sich einfach bedienen lässt und die überall dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird – nicht nur dort, wo sie vorgeschrieben ist. „Viele Waschräume sind formal korrekt angelegt“, sagt Enzo Fisauli, Category Director Hygiene & Wellbeing bei Rentokil Initial. „Fehlen Entsorgungsmöglichkeiten, hängen die Spender ungünstig oder ist eine einfache Bedienung schlicht nicht möglich, wird der Raum trotzdem nicht als inklusiv wahrgenommen.“

Enzo Fisauli ist Category Director Hygiene & Wellbeing bei der Rentokil Initial GmbH & Co. KG.
Enzo Fisauli ist Category Director Hygiene & Wellbeing bei der Rentokil Initial GmbH & Co. KG.
© Rentokil InitialR

Die richtigen Lösungen am richtigen Ort

Was inklusive Waschraumausstattung bedeutet, hängt zudem stark vom Standort ab. Ein Bürogebäude braucht andere Lösungen als eine Schule, ein Hotel andere als eine Pflegeeinrichtung. Selbst innerhalb eines Gebäudes können die Anforderungen variieren: in Damen-, Herren-, Unisex- oder barrierefreien Toiletten, in engen Kabinen oder stark frequentierten Waschräumen.

Initial plant Waschraumhygiene deshalb nicht nach festem Schema, sondern immer nach Nutzung. Zum Portfolio gehören berührungsarme Seifen- und Desinfektionsspender, kindgerechte Lösungen, Periodenproduktespender und diskrete Entsorgungsmöglichkeiten für Hygieneartikel aller Art. „Entscheidend für einen guten Waschraum ist, den Bedarf vor Ort wahrzunehmen und die passende Lösung dann zuverlässig verfügbar zu machen“, rät Fisauli allen Betreibern.

Diskret entsorgen, einfach nutzen

Seit Oktober ergänzt der neue Signature Inclusive Sanitary Bin das Angebot von Initial. Der kompakte Hygienebehälter fasst 17,5 Liter, hat eine großzügige Öffnung und eignet sich damit auch für größere Hygieneartikel wie Inkontinenzprodukte. Er kann berührungslos, manuell oder per Fußpedal bedient werden. Damit berücksichtigt Initial, dass Menschen unterschiedliche Einschränkungen oder Vorlieben haben: Nicht jede Person kann oder möchte einen Hygienebehälter mit der Hand öffnen, nicht jede kann einen Sensor gut wahrnehmen, und nicht jede kann das Pedal problemlos mit dem Fuß betätigen. Zudem erleichtern verdeckte Abfallbeutel, integrierte Geruchskontrolle und die Möglichkeit zur Wandmontage die Reinigung und den Service.

Initial gehört bei Rentokil Initial zum Geschäftsfeld Hygiene & Wellbeing und ist auf professionelle Waschraumhygiene spezialisiert. Der Bereich unterstützt Unternehmen und Einrichtungen dabei, Sanitärräume passend auszustatten und zuverlässig zu betreuen – von der Beratung über die Produktauswahl bis zum regelmäßigen Service.

„Der Waschraum wird in der Planung oft sehr technisch betrachtet“, sagt Fisauli. „Dabei geht es am Ende doch um ganz konkrete, menschliche Nutzungssituationen. Wer hier genauer hinschaut und die Perspektive wechselt, kann schon mit kleinen Anpassungen viel verbessern.“

Lünendonk-Studie: Moderates Wachstum in Österreich

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Nach zwei starken Jahren erzielen die Facility-Service-Unternehmen in Österreich im Geschäftsjahr 2025 ein moderates Umsatzplus von 4,6 Prozent, so die ersten Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026 „Facility Service in Österreich“. Die 20 führenden Anbieter wachsen mit 4,7 Prozent leicht über dem Mittel der Studienteilnehmer. Am positivsten entwickelten sich die technischen Dienstleister mit einem Plus von 6,1 Prozent. Bis 2030 erwarten die Unternehmen jährliche Wachstumsraten zwischen 4,2 und 5,6 Prozent. Die 20 führenden Facility-Service-Anbieter in Österreich beschäftigten in Österreich mehr als 38.400 Menschen und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2025 zusammen 2.445,5 Mio. Euro.

ISS behauptet Spitzenposition

Laut der korrespondierenden Lünendonk-Liste führt ISS das Ranking auch im Geschäftsjahr 2025 an. Das Unternehmen mit Sitz in Wien wuchs um 2,7 Prozent und erzielte damit einen Umsatz von 362,1 Mio. Euro. Simacek steigt mit 224,3 Mio. Euro (+3,9 %) auf Rang zwei, gefolgt von der CKV Gruppe mit 216,8 Mio. Euro (+6,7 %). Sodexo rückt mit einem geschätzten Umsatz von 169,0 Mio. Euro und einem Plus von 5,6 Prozent auf Position vier vor. Dussmann belegt nach einem Umsatzrückgang von 4,0 Prozent mit 168,0 Mio. Euro Rang fünf.

Strabag erzielt stärkstes Wachstum

Strabag Property and Facility Services verzeichnet mit 59,6 Prozent das stärkste Umsatzwachstum im Ranking und verbessert sich mit einem Umsatz von 150,0 Mio. Euro von Rang zehn auf Platz sechs. Darin enthalten sind die Umsätze der 2025 übernommenen Lohr Gebäudetechnik GmbH. Equans verbessert sich mit einem geschätzten Umsatz von 125,0 Mio. Euro (+2,5 %) um zwei Plätze auf Rang sieben. Knapp dahinter folgt Attensam mit 124,4 Mio. Euro (+6,8 %) auf Platz acht. Apleona wächst mit 4,1 Prozent auf 120,8 Mio. Euro, fällt jedoch auf Rang neun zurück. Caverion schließt die Top 10 mit 116,7 Mio. Euro Umsatz (-4,9 %) ab. Berücksichtigt wurden ausschließlich Umsätze mit Facility Services.

Digital wird Standard

Nach Ergebnissen der Studie prägen digitale Lösungen zunehmend die Geschäftsmodelle der Dienstleister. Der operative Reifegrad variiert jedoch: Acht Prozent der Studienteilnehmer geben an, bereits mehrheitlich automatisierte und KI-gestützte Prozesse im operativen Service zu nutzen. Rund die Hälfte verfügt über digitale und standardisierte Prozessketten, die noch nicht vollständig integriert sind. 38 Prozent der analysierten Unternehmen haben diesen Schritt im operativen Service bereits vollzogen.

Stefan Schubert, Lünendonk-Consultant und Studienautor, ordnet die Marktentwicklung ein: „Digitale Leistungsangebote entwickeln sich vom Differenzierungsmerkmal zum Standard im Facility Management. Die Geschwindigkeit, mit der neue Technologien und Innovationen den Markt prägen, gibt dem traditionell eher langfristig ausgerichteten Markt eine neue Dynamik. Wollen Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben, dann ist Veränderungsbereitschaft notwendiger als je zuvor.“

Die neue Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Österreich“ steht hier zum kostenlosen Download bereit. In die von Apleona, Dussmann und Strabag PFS unterstützte Lünendonk-Studie „Facility Service in Österreich“ wurden 26 in Österreich aktive Unternehmen einbezogen. Die Studie enthält Strukturkennzahlen, Langzeit- und Segmentauswertungen sowie Informationen zu aktuellen Themen und Trends und kann über die Lünendonk-Website erworben werden.

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sucht: Mitarbeiterin / Mitarbeiter HWO – Kundencenterassistenz (w/m/d) in Berlin

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Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sucht: Mitarbeiterin / Mitarbeiter HWO – Kundencenterassistenz (w/m/d) in Berlin

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sucht: Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (w/m/d) in der Wohnraum­entwicklung in Berlin

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Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sucht: Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (w/m/d) in der Wohnraum­entwicklung in Berlin

Skalierbare Ladeinfrastruktur für die Lufthansa Group

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Die in Frankfurt ansässige Chargemaker GmbH übernimmt schrittweise den Ladeinfrastruktur-Betrieb für die Lufthansa Group in Deutschland. Im ersten Schritt betreut das Unternehmen über 100 Ladepunkte am Lufthansa Aviation Center, der Zentrale der Lufthansa Group am Frankfurter Flughafen. In Summe soll der Full-Service-Spezialist, der zum Energiedienstleister ista gehört, mehr als 300 bestehende Ladepunkte an unterschiedlichen Standorten übernehmen. Er verantwortet auch die Abrechnung für die unterschiedlichen Nutzergruppen des Konzerns.

„Die Herausforderung liegt nicht allein in der Zahl der Ladepunkte. Entscheidend ist, unterschiedliche Standorte, Gesellschaften und Nutzergruppen in einem System zusammenzuführen“, sagt Florian Kasten, Head of Sales – Industry Solutions bei Chargemaker. Dafür würde eine einheitliche und skalierbare Lösung geschaffen. Die Lufthansa Group könne somit ihre Ladeinfrastruktur zentral steuern und gleichzeitig auf die Anforderungen der einzelnen Standorte eingehen.

Von Entstörung bis Nutzerhotline

Der Full-Service-Anbieter übernimmt das komplette Paket: die Fernüberwachung und Entstörung der Ladepunkte, die regelmäßige Wartung und Instandsetzung, eine Nutzerhotline sowie das nutzergenaue Abrechnen aller Ladevorgänge. Ein intelligentes Lastmanagement verteilt die verfügbare Anschlussleistung über alle Ladepunkte eines Standorts. Kurzzeitparker können beispielsweise tagsüber priorisiert werden, während Fahrzeuge mit längerer Standzeit über Nacht laden.

PlanRadar: KI-Agenten helfen FM-Betreibern bei der Qualitätssicherung

PlanRadar-Grafik zur Qualitätssicherung im FM: Mann mit Schutzhelm und Tablet neben einer digitalen Checkliste für Lüftungs- und Heizungsanlagen.
Bild: PlanRadar

Wie PlanRadar Prüfungen und Wartungen standardisiert sowie Routinearbeit an KI-Agenten übergibt – damit die Qualität im Gebäudebetrieb dauerhaft stimmt.

Qualität im Gebäudebetrieb entsteht nicht durch einzelne Prüfungen, sondern durch einen verlässlichen Kreislauf: erfassen, beheben, kontrollieren, dokumentieren. Reißt dieser Kreislauf an einer Stelle ab, sinkt die Qualität schleichend. Ein Mangel wird gemeldet, aber nie nachkontrolliert. Eine Checkliste existiert nur als PDF, das jeder anders ausfüllt. Eine Wartung ist erledigt, doch ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht, prüft niemand.

Einheitliche Standards für alle Objekte

Facility Manager verantworten Portfolios mit unterschiedlichsten Anlagen, Dienstleistern und Anforderungen. Damit die Qualität über alle Objekte hinweg vergleichbar bleibt, braucht es gleiche Checklisten, gleiche Abläufe und gleiche Kriterien für die Abnahme. Mit PlanRadar laufen Begehungen, Prüfungen und Wartungen nach festen Vorlagen ab – direkt vor Ort per Smartphone oder Tablet, mit Foto, Zeitstempel und Position auf dem digitalen Grundriss.

Neue Prüfformulare entstehen in weniger als einer Minute: Die KI erstellt sie aus einer kurzen Beschreibung oder einem hochgeladenen Dokument, etwa einer Wartungsvorgabe oder Herstellerrichtlinie. Und statt Felder auszufüllen, sprechen Techniker ihre Beobachtung einfach ein; die KI macht daraus ein strukturiertes Ticket. Das senkt die Hürde, Mängel überhaupt zu melden, und sorgt für einheitliche Daten.

KI-Agenten übernehmen die Nachverfolgung

Der größte Hebel liegt in der Kontrolle danach. Mit den KI-Agenten von PlanRadar beschreiben Verantwortliche in eigenen Worten, was ein Agent übernehmen soll – etwa offene Mängel im Blick zu behalten oder bei bestimmten Ereignissen festgelegte Aktionen auszulösen. Der Agent liest die Daten, wägt ab und handelt automatisch. So geht kein Ticket im Tagesgeschäft unter, und die Qualitätskontrolle läuft weiter, auch wenn das Team ausgelastet ist.

Qualität im Portfolio sichtbar machen

Wie steht es um die Qualität über alle Objekte hinweg? KI-gestützte Übersichten fassen den aktuellen Stand und erkennbare Risiken zusammen, die Suche findet Informationen über alle erfassten Daten hinweg in Sekunden. Empfehlungen helfen, Termine mit Eigentümern oder Dienstleistern vorzubereiten. Die Plattform erfüllt Sicherheitsstandards auf Basis zertifizierter ISO-Normen; Kundendaten werden nicht für das KI-Training genutzt. Wer Qualität so systematisch sichert, senkt Folgekosten, entlastet Teams und schafft Vertrauen bei Eigentümern und Nutzern.

Mehr über die KI-Funktionen von PlanRadar erfahren Sie hier: www.planradar.ai/de

Condair Whitepaper: Luftbefeuchtung effizient nachrüsten

Whitepaper von Condair: Hochdruck-Luftbefeuchtung im BestandEine kontrollierte Luftfeuchte erhöht den Komfort und die Qualität von Gebäuden und bieten dem Facility Management Potentiale für mehr Wohlbefinden und Produktivität der Nutzer.

Auch in bestehenden Gebäuden lässt sich eine optimale Luftfeuchte gezielt realisieren: Eine Direkt-Raumluftbefeuchtung mit Hochdruckdüsen wird unmittelbar in den gewünschten Räumen oder Etagen installiert und erfordert keinen aufwendigen Umbau der zentralen Lüftungstechnik. Die Lösungen können flexibel an unterschiedliche Gebäude, Nutzungsbereiche und Anforderungen angepasst werden.

Die bedarfsgerechte Befeuchtung einzelner Bereiche reduziert den Energieeinsatz und unterstützt durch die energiesparende Hochdrucktechnik und automatisierte Wartungsintervalle einen wirtschaftlichen Betrieb.

Das Whitepaper erläutert dazu Technik, Einsatzgrenzen, Hygieneanforderungen und Planungskriterien. So können Facility Manager beurteilen, wo Hochdruck-Luftbefeuchtung wirtschaftlich sinnvoll ist und worauf es bei Nachrüstung und Betrieb ankommt.

Jetzt Whitepaper kostenlos anfordern:

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Spie übernimmt SAR Anlagenbau

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Spie Germany Switzerland Austria hat eine Vereinbarung zur Übernahme von 76 Prozent der Anteile an der österreichischen SAR Anlagenbau GmbH unterzeichnet.

„Mit der Akquisition erweitert Spie sein Leistungsspektrum im Bereich Elektrotechnik um attraktive Kompetenzen für Infrastruktur- und Industrieautomatisierungsanlagen in Österreich und Deutschland“, teilte der Multitechnik-Dienstleistungskonzern Ende Oktober mit. „Gemeinsam können wir unser Wachstum in attraktiven Zukunftsmärkten weiter beschleunigen und zusätzlichen Mehrwert für unsere Kunden schaffen“, sagte Rainer Hollang, CEO von Spie Germany Switzerland Austria, mit Blick auf SAR.

Das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Hausmening bietet Lösungen für große Industrie- und Infrastrukturprojekte in den Bereichen Elektrotechnik und Automatisierung – von der Planung, über die Installation und Inbetriebnahme bis zur Instandhaltung. Mit rund 230 Mitarbeitern erwirtschaftete SAR im Geschäftsjahr 2025/26 etwa 100 Mio. Euro Umsatz. Geschäftsführer und Gesellschafter Arno Reisinger soll sich als Co-Investor mit einem Anteil von bis zu 24 Prozent beteiligen. Für Reisinger ist „Spie der ideale Partner für den nächsten Entwicklungsschritt unseres Unternehmens“.

Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen.

Trinkwasserinstallationen: Widersprüche zwischen Regelwerk und Praxis

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Porträtfoto Marcus Rybicki
Dr. Marcus Rybicki ist promovierter Biologe und seit 2013 am Technologiezentrum Wasser (TZW) in Dresden tätig, einer Einrichtung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW). Bild: TZW

Im Interview mit „Der Facility Manager“ informiert Dr. Marcus Rybicki vom DVGW-Technologiezentrum Wasser in Dresden über die Folgen perspektivisch steigender Temperaturen in Trinkwasserinstallationen.

Herr Dr. Rybicki, die globale Temperatur nimmt zu, der Trend wird sich mittelfristig nicht verändern. Was bedeutet das für die Temperatur in Trinkwasserinstallationen?

Diese Frage beschäftig die Wissenschaft schon seit ein paar Jahren, sodass sich länderübergreifend verschiedene Forschungsprojekte mit dem Thema beschäftigt haben. Die Ergebnisse der Projekte weisen dabei in dieselbe Richtung: perspektivisch wird das Trinkwasser wärmer.

Wie werden sich die Bodentemperaturen voraussichtlich entwickeln?

Aktuelle Messreihen beispielsweise vom Deutschen Wetterdienst, aber auch aus anderen Forschungsprojekten zeigen, dass die Temperaturen im Boden in bestimmten Tiefen durch den Klimawandel zunehmen. Besonders Omega-Wetterlagen im Sommer mit langen trockenen, wolkenlosen Wetterphasen führen zu einem starken Energieeintrag auf die Oberfläche und einem verstärkten Wärmefluss in den Boden. So können asphaltierte Flächen in urbanen Bereichen an Sommertagen über 50 °C erreichen und diese Energie in Abhängigkeit vom Untergrund auch in den Boden abgeben. Mit zunehmender Tiefe werden die Tagesspitzen abgepuffert und auch die absolute Höhe der Bodentemperatur nimmt ab. Dennoch findet ein Wärmeeintrag statt, der auch die typischen Verlegetiefen für Trinkwasserrohre bis hin zum Grundwasser erreicht. Durch Niederschlag tritt zwar eine Abkühlung der Bodenschichten ein, die Wärme wird aber auch verstärkt dem Grundwasser zugeführt, das sich in Folge erwärmt.

Die DVGW-Forschungsprojekt MibiTemp hat gezeigt, dass schon heute in den Sommermonaten Wassertemperaturen von 20 °C in den Verteilungsnetzen punktuell Realität sind.
Die DVGW-Forschungsprojekt MibiTemp hat gezeigt, dass schon heute in den Sommermonaten Wassertemperaturen von 20 °C in den Verteilungsnetzen punktuell Realität sind. Bildquelle: TWZ

Die Erwärmung wird also zuerst oberflächennahe Grundwässer betreffen.

Dies wurde von Kollegen aus Österreich in einem Forschungsprojekt detailliert untersucht. Geschützte Grundwässer aus tieferen Grundwasserleitern werden erst später oder bei sehr tiefen Grundwasserleitern in unseren Zeiträumen gar nicht betroffen sein. Für die Trinkwasserversorgung zeichnet sich aus den Messwerten verschiedener Projekte aktuell ein Erwärmungstrend von etwa 0,2 K pro Jahr ab.

Welchen zusätzlichen Einfluss haben wärmeemittierende Infrastrukturen wie Fernwärme, Kanalisation, Gebäude und Hochspannungsleitungen?

Im urbanen Bereich können beispielsweise Hochspannungsleitungen bei hoher Last Temperaturen von 80 °C erreichen und den umgebenden Boden entsprechend erwärmen. Das Regelwerk sieht daher aktuell bereits Mindestabstände für Kreuzungspunkte vor. Tatsächlich ist die Datenlage hier aus Sicht der Wasserversorgung aber noch nicht ausreichend und weitere Untersuchungen sind notwendig. Modellierungsergebnisse aus unseren Projekten zeigen aber ein deutliches Potential von wärmeemittierender Infrastruktur für die Erwärmung von Trinkwasser. Daher müssen Verantwortliche auf allen Seiten schon jetzt für das Thema sensibilisiert sein. Für den Bereich Facility Management betrifft das besonders die Parallelverlegung von warmen und kalten Medien im Hausanschlussbereich.

Was heißt das für die Temperaturen in der Trinkwasserinstallation (TWI)?

Die TWI ist der vulnerabelste Teil der Wasserverteilung. Bereits heute finden sich an verschiedenen Stellen der TWI regelmäßig Trinkwassertemperaturen über 25 °C. Entsprechend der aktuellen Regelwerke sollte nach spätestens 30 Sekunden die Temperatur aber 25 °C unterschreiten. Die DVGW-Forschungsprojekte EWaT und MibiTemp haben gezeigt, dass schon heute in den Sommermonaten Wassertemperaturen von 20 °C in den Verteilungsnetzen punktuell Realität sind. Selbst Temperaturen über 25 °C wurden vereinzelt in Verteilungsnetzen gemessen. Für die TWI bedeutet das, dass der Temperaturpuffer für die Trinkwasserinstallationen zunehmend kleiner wird bzw. nicht mehr vorhanden ist. Umso wichtiger ist, dass die Gebäudeverantwortlichen und Planer sich der Situation bewusst sind und durch bauliche Maßnahmen, wie die Trennung von kalten und warmen Medien im Gebäude, den Energieeintrag in das Trinkwasser minimieren.

Wo sehen Sie hier Widersprüche zwischen Regelwerk und Praxis?

Wenn die Trinkwassertemperarturen am Hauseingang 25 °C übersteigen, entspricht das nicht mehr dem TWI-Regelwerk. Diese Situationen treten zwar nur phasenweise und punktuell auf, werden perspektivisch aber zunehmen. Einen Wiederspruch sehe ich aber auch auf der baulichen Seite. Seit Jahren wird dort über die Trennung von warmen und kalten Medien gesprochen. So hat der Normenausschuss Trinkwasserinstallation (NA 119-07-07 AA) schon 2018 eine klare Empfehlung zur Trennung des Trinkwarmwassers vom Trinkwasser (kalt) in der TWI gegeben. In der Praxis wird dies aus Kostengründen bis heute aber häufig nicht angewandt. Auch im Allgemeinen sehe ich im Bereich der TWI einen hohen technischen Nachholbedarf. Im ULTRA-F Projekt, an dem wir auch beteiligt waren, wurden über 30 Wohnobjekte auf die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik geprüft und keines der Objekte entsprach diesen vollumfänglich. Im Gegenteil: viele wiesen gravierende Mängel auf, die den Betreibern nicht bewusst waren. Auch hier liegt also ein deutlicher Widerspruch zwischen Regelwerk und Praxis vor.

Welche hygienische Relevanz haben erhöhte Trinkwassertemperaturen?

Das Projekt MibiTemp konnte zeigen, dass durch die Verteilung von nährstoffarmen Trinkwasser die Trinkwasserhygiene auch im Bereich über 20 °C gewährleistet wird. Das Projekt fokussierte dabei aber auf Trinkwasserverteilungsnetze. Wie bereits erwähnt, ist die TWI besonders vulnerabel, da hier die Temperaturen, aber auch die Nährstoffverfügbarkeit zunehmen können. Entsprechend steigt auch das Risiko der Entwicklung unerwünschter Mikroorganismen. Hier hilft nur eine erhöhte Sensibilität bei Wartung und Instandsetzung sowie der bestimmungsgemäße Betrieb der TWI.

Ist mit einer Verschärfung der Legionellen-Problematik zu rechnen?

Legionellen sind ein wichtiger Aspekt, der aus dem MibiTemp-Projekt abzuleiten war. Grundsätzlich konnte in den Verteilungsnetzen keine Vermehrung von Legionellen nachgewiesen werden, was positiv zu bewerten ist. Es wurden aber bei verschiedenen Wasserversorgern Einzelbefunde von Legionellen unterhalb des technischen Maßnahmenwertes im einstelligen Bereich nachgewiesen. Dies zeigt, dass Legionellen unter anderem auch durch die Trinkwasserverteilung in die TWI gelangen. Das entsprach aber unseren Erwartungen. Verschiedene Forschungsprojekte haben zudem gezeigt, dass der Prozess der kritischen Legionellenvermehrung erst innerhalb der TWI beginnt. Dies ist dem veränderten Oberflächen-Volumen-Verhältnis in der TWI, der Trinkwassertemperatur und dem Nährstoffniveau geschuldet. Grundsätzlich gilt, dass der Vermehrungsprozess der Legionellen erst ab 25 °C in relevantem Maß startet. Mit Zunahme der Trinkwassertemperatur ist perspektivisch mit einer Erhöhung der Befundsituation zu rechnen.

Worauf ist beim Betrieb von Trinkwasserinstallationen zu achten?

Generell sollte das Thema Trinkwasserhygiene ein zentrales Thema sein. Die Differenz zwischen dem im Regelwerk beschrieben Sollzustand und dem realen Zustand von TWI im Feld ist beträchtlich und bietet neben hygienischer Optimierung auch viel Spielraum für energetische Optimierungen. Weiterhin sollten Betreiber von TWI das Thema Trinkwassertemperaturen schon heute im Blick haben und ihre Objekte auf Vulnerabilität prüfen. Bereiche, die einen starken Wärmeeintrag in das Trinkwasser beispielsweise in Zeiten mit geringer Abnahme ermöglichen, sollten baulich optimiert werden. Hierzu zählen unter anderem stark erwärmte Hausanschlussräume oder Schächte. Ein typischer Fallstrick ist auch die thermische Rückkopplung vom Trinkwassererwärmer auf das kalte Trinkwasser durch Konvektionsströmungen. Daneben sollte darauf geachtet werden, dass die TWI entsprechend ihrer initialen Bestimmung und Planung genutzt werden.

Welche Empfehlungen haben Sie für die Planung?

Wo es möglich ist, sollten warme und kalte Medien getrennt voneinander verlegt werden, um den Wärmeübergang in das kalte Trinkwasser so weit wie möglich zu reduzieren. Dies betrifft sowohl die Verteilung im Gebäude als auch den Bereich des Hausanschlusses. Der komfortgetriebene Trend, immer mehr Entnahmestellen pro Wohneinheit einzuplanen, sollte in Anbetracht der Herausforderungen der nächsten Jahre auch kritisch hinterfragt werden. Das vom Umweltbundesamt ausgearbeitete WaterSafetyPlan(WSP)-Konzept für Gebäude bietet einen Vorschlag für die Umsetzung eines risikobasierten Managementansatzes für TWI. Die Erarbeitung und Pflege eines WSP erfordert zwar Aufwand, die Vorteile ergeben sich jedoch aus der guten Dokumentation der TWI, dem Wissen um kritische Punkte sowie den bereits im WSP formulierten Handlungsgrundsätzen für Havariefälle.

Das Interview führte Michael Pecka

Dr. Marcus Rybicki vom DVGW-Technologiezentrum Wasser in Dresden ist Referent beim Online-Praxistag „Trinkwasser im Griff – Sicherheit, Qualität und Verantwortung im Betrieb“ am 11. November 2026.

Strabag PFS managed Boehringer Ingelheim

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Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) wurde von Boehringer Ingelheim mit dem technischen Facility Management für sechs Bürogebäude an den Standorten Ingelheim am Rhein und Biberach an der Riß beauftragt.

Der Auftrag umfasst nahezu das gesamte Spektrum an technischen Facility Management-Leistungen inklusive 24/7-Rufbereitschaft zur Sicherstellung eines störungsfreien Betriebs, teilte Strabag PFS Ende Oktober mit. Darüber hinaus unterstützt der Dienstleister Boehringer Ingelheim in den Bereichen Dekarbonisierung und Energiemanagement durch eine energieeffiziente und zukunftsorientierte Bestandsbewirtschaftung. Strabag PFS ist den Angaben zufolge für drei Verwaltungsgebäude in Ingelheim und drei weitere in Biberach mit einer Fläche von insgesamt rund 100.000 qm zuständig.

VDI 6022 zum Sachverständigen Raumluftqualität

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Der Entwurf der Richtlinie VDI-MT 6022 Blatt 2.1 zur Fortbildung zum Sachverständigen für Raumlufttechnik und Raumluftqualität ist im August 2026 veröffentlicht worden.

Die VDI-MT 6022 Blatt 2.1 E basiert hauptsächlich auf der Richtlinienreihe VDI 6022 und legt die Anforderungen an Qualifizierung, Schulungsinhalte und Handlungskompetenzen fest, teilte die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) Mitte Oktober mit. Sie richtet sich vor allem an Fachkräfte aus dem Ingenieurwesen und den Naturwissenschaften, die im Bereich der Raumluftqualität tätig sind. Ziel der Fortbildung ist den Angaben zufolge, Fachkräfte auszubilden, die Maßnahmen zur Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen, zur Bewertung der Raumluftqualität sowie zur Erstellung und Auswertung von Messkonzepten fachgerecht durchführen können.

Die Schulung baut auf der bereits erfolgreich abgelegten Prüfung der Kategorie A nach VDI 6022 Blatt 2 auf und stellt die höchste Qualifikationsstufe im Handlungsfeld der VDI 6022 dar. Dabei wird laut VDI berücksichtigt, dass Teilnehmer unterschiedliche berufliche Hintergründe und Spezialisierungen mitbringen. Die Richtlinie definiert außerdem Anforderungen an Schulungsanbieter, Referierende, Prüfungen sowie den Nachweis der erworbenen Kompetenzen. Absolventen sollen in ein öffentliches Sachverständigenregister RLQ aufgenommen werden.

Der Entwurf VDI-MT 6022 Blatt 2.1 E kann für 44,50 Euro bei DIN Media bestellt werden. Einsprüche zum Entwurf sind noch bis 30.11.2026 über das elektronische Einspruchsportal möglich.

VDI 2552 Blatt 6 für BIM im Betrieb

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Im April wurde die Richtlinie VDI 2552 Blatt 6 veröffentlicht. Sie zeigt, wie Building Information Modeling (BIM) konkret für die Nutzung und den Betrieb von Gebäuden eingesetzt wird und wie Facility Management-Anforderungen frühzeitig in den Bauprozess einfließen können.

Der Betrieb ist die längste und kostenintensivste Phase im Lebenszyklus einer Immobilie. Er ist in seiner Komplexität mit Planung und Bau gleichzusetzen und erfordert eine ebenso strukturierte und methodische Herangehensweise, teilte der VDI im Oktober mit. Im besten Fall wird der Betrieb durch ein CAFM-System unterstützt, das ein fortlaufend aktualisiertes Abbild einer Liegenschaft liefert. Dieses digitale Abbild sowie seine prozessuale Verknüpfung mit weiteren Beteiligten und Systemen sind wesentliche Bestandteile der BIM-Methode. Die neue VDI 2552 Blatt 6 stellt laut Herausgeber diese Zusammenhänge systematisch dar und gibt allen Projektbeteiligten praxisnahe Hinweise zur Nutzung der BIM-Methode für den Betrieb von Bauwerken. Die Richtlinie ist für Facility Management-Verantwortliche, Betreiber, Bauzuständige, Planer sowie Anbieter von CAFM- und BIM-Lösungen konzipiert.

Die VDI 2552 Blatt 6 „Building Information Modeling – Betrieb“ kann für 104 Euro bei DIN Media erworben werden.

Dussmann reinigt mehr für Energie Steiermark

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Dussmann Austria hat von der Energie Steiermark den Auftrag für die Unterhalts- und Sonderreinigung von weiteren 44 Standorten in der Steiermark erhalten.

Dussmann Austria säubert die beiden Haupthäuser der Energie Steiermark in Graz bereits seit über 20 Jahren und konnte sich im Zuge der diesjährigen Ausschreibung durchsetzen, teilte der Dienstleister für Facility Management und Food Services Ende September mit. Der seit Anfang Juli laufende Vertrag umfasst nach Unternehmensangaben die tägliche Reinigung einer Fläche von insgesamt rund 50.000 m², darunter Büros, Hallen, Heizhäuser, Fernwärmestationen und eine Kantine.

Hamburger Hochbahn AG sucht: Fachbereichsleitung Gebäudemanagement & Interne Dienstleistungen (w/m/d)

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Hamburger Hochbahn AG sucht: Fachbereichsleitung Gebäudemanagement & Interne Dienstleistungen (w/m/d)

SustainFM Retail: gefma und GCSP entwickeln Managementsystem weiter

Der Deutsche Verband für Facility Management gefma und das German Council of Shopping Places (GCSP) wollen das bestehende Managementsystem SustainFM für die Anforderungen von Handelsimmobilien weiterentwickeln. Ziel ist, die Qualität des Immobilienbetriebs systematisch zu bewerten, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und mit dem Projekt „SustainFM Retail“ einen Beitrag zu Wirtschaftlichkeit, Werterhalt und Wertsteigerung zu leisten. Als Pilotprojekt soll zunächst ein Fachmarktzentrum dienen. Strabag Property and Facility Services, Wisag und SustainProperty wollen die methodische Weiterentwicklung übernehmen. Die MEC begleitet als führender Manager von Handelsstandorten das Vorhaben als operativer Projektpartner.

Gemeinsame Wissensgrundlage

„Die Branche spricht viel über ESG, Transformation und Zukunftsfähigkeit. Entscheidend ist aber, diese Begriffe in den konkreten Immobilienbetrieb zu übersetzen“, sagt Annelie Casper, Geschäftsführerin von gefma. „Mit SustainFM Retail wollen wir sichtbar machen, welche Qualität im Betrieb tatsächlich entsteht und wo gezielt verbessert werden kann.“ „Handelsstandorte sind komplexe Systeme. Sie funktionieren nur, wenn Eigentümer, Betreiber, Dienstleister und Nutzer optimal miteinander verzahnt werden“, ergänzt Ingmar Behrens, Generalsekretär des German Council of Shopping Places. „Das Forschungsprojekt schafft dafür eine gemeinsame Wissensgrundlage.“

SustainFM Retail soll diese Zusammenhänge nach gefma-Angaben sichtbar und entlang der Wertschöpfungskette steuerbar machen: „Das Asset Management erhält eine fundiertere Grundlage für die Einschätzung von Risiken, Investitionsentscheidungen und die Objektstrategie. Das Property Management kann Kosten, Verträge und Services von Dienstleistern gezielter steuern. Das Facility Management erhält konkrete Ansatzpunkte, um technische Abläufe, Ressourceneinsatz und Servicequalität zu verbessern“, konkretisiert der Verband die Zielsetzung. Im Zusammenspiel sollen die Maßnahmen zur langfristigen Wertentwicklung beitragen.

SustainFM basiert auf der Richtlinie GEFMA 160 und betrachtet den Immobilienbetrieb in fünf Dimensionen: Organisation, Ökonomie, Ökologie, Soziokultur und Technik. Die Systematik geht über einzelne Nachhaltigkeitskennzahlen hinaus und bezieht Betriebskonzepte, Prozesse, Dienstleisterverträge und Verantwortlichkeiten ein.

Caverion modernisiert weitere Messehalle in Düsseldorf

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Für den Umbau sowie die Erweiterung der Messehalle 9 hat die Messe Düsseldorf GmbH Caverion Deutschland mit der Errichtung der Gewerke Lüftung, Kälte, Sanitär und Druckluft beauftragt.

Zum Auftrag zählt unter anderem die Installation eines Lüftungssystems für einen Volumenstrom von 544.000 m3/h, der Anschluss von zwei Rundrohrverteilern und Rundrohrsammlern an das Kälteverbundnetz im Messegelände, Erneuerungsarbeiten an der Trinkwasserinstallation sowie der Ausbau des Druckluftnetzes, gab Caverion Deutschland im Oktober bekannt. Die Arbeiten laufen seit Juni und sollen im Oktober 2027 abgeschlossen werden.

„Bei diesem Auftrag ist besonders wichtig, sich gewerkeübergreifend abzustimmen und die kurzen Ausführungszeiten einzuhalten. Denn die Montage darf die stattfindenden Messetermine nicht einschränken“, sagte Manfred Simmet, Geschäftsführer von Caverion Deutschland. Der Dienstleister war in Düsseldorf bereits an der Modernisierung der Messehallen 10, 11 und 12 beteiligt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen der Halle 9 soll unter anderem ein vorgelagertes Funktionsgebäude mit Eingängen und Konferenzräumen entstehen.

Ausführliche Informationen zu Caverion finden Sie in unserer Datenbank der Facility Services Anbieter.

Klüh Security erweitert Portfolio mit Verkada Sicherheitsplattform

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Mit einer strategischen Partnerschaft mit Verkada erweitert Klüh Security sein Technologieportfolio im Bereich intelligenter Videosicherheit um eine cloudbasierte Sicherheitsplattform. Der Dienstleister hatte erst im Juni sein Partnernetzwerk mit dem Anbieter Geutebrück ausgebaut, der auf Lösungen für lokal betriebene Infrastrukturen spezialisiert ist.

„Mit Geutebrück und Verkada können wir unseren Kunden heute sowohl lokal betriebene als auch vollständig cloudbasierte Sicherheitsarchitekturen anbieten und sie unabhängig von der gewählten Technologie mit unserer Leitstellenkompetenz und operativen Sicherheitsdienstleistungen unterstützen“, sagte Sven Horstmann, Geschäftsführer bei Klüh Security, Mitte Oktober.

Die Verkada-Plattform wird in die Alarmempfangs- und Notrufserviceleitstelle von Klüh Security eingebunden, die Meldungen aus Video-, Alarm- und Gebäudetechniksystemen zentral zusammenführt. Damit kann das Unternehmen nach eigenen Angaben künftig sowohl On-Premises- als auch Cloud-Architekturen anbieten und je nach Sicherheitsstrategie, IT-Infrastruktur und regulatorischen Anforderungen die passende Lösung bereitstellen. Die cloudbasierte Plattform von Verkada vereint laut Klüh Security Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Alarmierung, Umweltsensorik und Gegensprechanlagen in einer zentralen Umgebung. KI-gestützte Analysefunktionen sollen eine schnelle Auswertung sicherheitsrelevanter Ereignisse ermöglichen.

Ausführliche Informationen zu Klüh Service Management finden Sie in unserer Datenbank der Facility Services Anbieter.

Elevion übernimmt Wärme-Contracting-Portfolio von Brasst EDL

Die Elevion Group hat über ihre deutsche Tochtergesellschaft Elevion Energy GmbH ein Wärme-Contracting-Portfolio der Brasst Energiedienstleistungsgesellschaft mbH erworben. Die Übernahme umfasst 43 Energieerzeugungsstandorte in ganz Deutschland, rund 120 Wärmeerzeugungseinheiten sowie die zugehörige Infrastruktur. In Summe verfügen die Anlagen laut Elevion über eine installierte Leistung von rund 22,6 MW thermisch und 0,7 MW elektrisch. Die Transaktion umfasst zudem langfristige Kundenverträge über die Lieferung von Wärme, Strom und Kälte sowie die Übernahme von vier Mitarbeitenden.

Verschiedene Technologien, darunter mit Erdgas und Biomethan betriebene Blockheizkraftwerke, Kesselanlagen, Wärmepumpen und Wärmeübergabestationen, versorgen Kunden aus der Wohnungswirtschaft, dem Gewerbe und dem öffentlichen Sektor. Die Standorte befinden sich überwiegend in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Berlin-Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. „Diese Übernahme ist strategisch ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau unseres Wärme-Contracting-Geschäfts in Deutschland. Das Portfolio ergänzt unsere bestehenden Aktivitäten ideal und schafft eine starke Basis für weiteres Wachstum. So können wir unseren Kunden zunehmend effiziente und CO₂-ärmere Energielösungen anbieten“, sagt Holger Suschowk, Elevion Energy.

Peter Gross FM betreut SaarLB-Liegenschaften

Die Peter Gross Facility Management GmbH & Co. KG hat von Patrizia Real Assets KVG mbH/Heico Property Partners GmbH einen Auftrag zur Betreuung von fünf zentral gelegenen Immobilien in Saarbrücken erhalten. Der Dienstleister verantwortet nun die technische Betriebsführung, das Objektmanagement, die Instandhaltung sowie in einem Teil der Gebäude die Unterhaltsreinigung und die Pflege der Außenanlagen.

„Wir freuen uns, mit Peter Gross Facility Management einen erfahrenen und regional stark verwurzelten Partner für die Betreuung unserer Saarbrücker Liegenschaften an unserer Seite zu haben. Gemeinsam mit Patrizia Real Assets KVG und Heico Property Partners setzen wir auf eine verlässliche, nachhaltige und zukunftsorientierte Bewirtschaftung unserer Immobilien“, sagt Gunnar Feth, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der SaarLB. „Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe der SaarLB an Peter Gross Facility Management waren u.a. ein überzeugendes Gesamtkonzept mit einem nachhaltigen, ganzheitlichen Ansatz in der Leistungstiefe und die IT-gestützte Dokumentation mit einem professionellen CAFM-System“, ergänzt Geschäftsführer Rainer Vollmer.

Arge aus Spie und Klüh betreut ruhr tech kampus in Essen

Eine Arbeitsgemeinschaft von Spie und Klüh betreut für die kommenden fünf Jahre den ruhr tech kampus essen (rtke). Der Campus mit insgesamt zehn Gebäuden mit Büro-, Veranstaltungs- und Gastronomieflächen bietet 6.000 Menschen Raum für Arbeit, Austausch und Innovation. Neben Büroflächen gehören dazu u.a. Veranstaltungs- und Gastronomieflächen. Bei der gemeinsamen Bewirtschaftung der mehr als 600.000 m² sowie über 4.000 Räume verantwortet Klüh die infrastrukturellen Gebäudedienstleistungen, während Spie das technische Facility Management erbringt und die Arge leitet. Betrieben wird der Komplex von ruhr tech kampus essen Management, die auch als Auftraggeber fungiert.

Spie übernimmt die Betreuung der Gebäudetechnik – von Lüftungs-, Heizungs-, Kälte- und Klimaanlagen über sicherheitsrelevante Systeme wie Sprinkler, Beleuchtung und Zugangstechnik bis hin zur Küchentechnik. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Instandhaltung der Wasseraufbereitungsanlage für das große Außen-Wasserbecken und ein rund um die Uhr erreichbares Störungsmanagement. Ein von Spie entwickeltes Dashboard macht Key Performance Indicators (KPIs) und Customer Performance Indicators (CPIs) transparent. Ein weiterer Schwerpunkt des technischen Facility Managements liegt auf der energetischen Optimierung und Sicherstellung der ESG-Konformität des Campus. Dafür verknüpft der technische Dienstleister Energiemanagement und Gebäudeleittechnik auf einer digitalen Plattform.

Zu den verschiedenen von Klüh erbrachten Leistungen der Gebäudereinigung zählen die Unterhalts-, Sonder- und Grundreinigung sowie die Reinigung von Glasflächen und Sanitärbereichen. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Bereitstellung von Bedarfsartikeln, den Winterdienst, die Grün- und Grauflächenpflege, Schädlingsbekämpfung und Innenbegrünung. Rund 70 Mitarbeitende sind täglich für Klüh vor Ort im Einsatz. Für das laufende Tagesgeschäft setzt Klüh auf sein digitales Managementsystem EcoServ, das Sensorik, Smart Buttons und digitale Runsheets verbindet, um Informationen zur Gebäudenutzung und zum aktuellen Leistungsbedarf in die Einsatzplanung einfließen zu lassen.

Ausführliche Informationen zu Spie und Klüh finden Sie in unserer Datenbank der Facility Services Anbieter.