Prologis: Neuer Logistikstandort in Berlin
Auf einem revitalisierten Industrieareal in Berlin-Lichtenberg hat Prologis an der Plauener Straße ein neues Logistikzentrum mit 19.391 m2 Fläche fertiggestellt. Alliance Healthcare Deutschland, Picnic und Elis nutzen die Anlage für die Versorgung mit Arzneien, Lebensmitteln sowie Berufs- und Schutztextilien mit kurzen Wegen in mehrere Berliner Bezirke und in das Umland.
Prologis setzt am neuen Standort ein durchgängiges Nachhaltigkeitskonzept um: Das „All-electric“-Gebäude kommt ohne fossile Brennstoffe aus und wird über eine Luft-Wärmepumpe betrieben; eine Photovoltaikanlage mit 1,2 MWp unterstützt die Energieversorgung. Die Immobilie ist zudem auf E-Mobilität vorbereitet, sodass Ladepunkte auf bis zu 140 Stellplätzen realisiert werden können. Das erhöhte Parkdeck ermöglicht die gleichzeitige Beladung mehrerer Kleintransporter und Vans mit kurzen Wegen von der Lagerfläche zum Fahrzeug, geringen Standzeiten und stabilen Abfahrtsfenstern.
WELL-Core und Parklife
Für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wurden Innenräume mit hoher Luftqualität und Tageslichtnutzung nach WELL-Core-Kriterien sowie ein Parklife-Konzept umgesetzt – mit begrünten Aufenthaltsflächen, Pavillon, Tischtennisplatte und Fahrrad-Werkstatt. Ökologisch aufgewertet wird das Areal durch eine begrünte Schallschutzwand zur Wohnbebauung hin, begrünte Fassaden, Vogelhäuschen und rund 45 neu gepflanzte Bäume. Für den Standort wird eine DGNB-Zertifizierung in Platin angestrebt.
Vom Solarstrom zur Flexibilität – Wie Prosumer das Energiesystem prägen und profitieren

Ob die Sonne scheint oder es regnet, ob die Bewohner gerade kochen, duschen oder bei der Arbeit sind – im schwimmenden Wohnprojekt Schoonschip in den Niederlanden sorgt ein Energiemanagementsystem dafür, dass der Strombedarf möglichst nachhaltig und kostengünstig gedeckt wird. Das System entscheidet dabei, ob die benötigte Energie direkt von den Photovoltaikanlagen der Häuser stammt, aus den jeweiligen Batteriespeichern oder aus dem Stromnetz bezogen wird. Ziel ist eine möglichst hohe Energieautarkie.
Seit 2020 organisieren die Bewohner der 30 schwimmenden Häuser in einem Seitenarm des IJ-Kanals, nördlich von Amsterdam, ihre Energieversorgung gemeinschaftlich. Die Gebäude mit PV-Anlagen, Solarthermie-Kollektoren, Wärmepumpen und Batteriespeichern sind über ein Microgrid vernetzt und über einen gemeinsamen Anschluss an das öffentliche Stromnetz angebunden. Seit Januar 2025 ist die Energiegemeinschaft zusätzlich an Energie- und Flexibilitätsmärkten aktiv. Sie agiert dabei als virtuelles Kraftwerk, das sowohl Energie liefern als auch aufnehmen kann.
Die Basis für den Handel an der Strombörse bilden Echtzeit-Prognosen für den Energiebedarf der Bewohner und Wärmepumpen sowie für die lokale Stromerzeugung. Daraus berechnet eine vom Fraunhofer ITWM entwickelte preisoptimierte Steuerung Fahrpläne für die Batteriespeicher, um Preisschwankungen am Day-Ahead-Markt auszunutzen. Ist Strom besonders günstig, werden die Speicher mit Netzstrom aufgeladen; bei hohen Preisen speisen sie Energie gewinnbringend ein. Seit kurzem werden auch die Wärmepumpen flexibel gesteuert. Insgesamt kann die Energiegemeinschaft bis zu 100 kW Flexibilitätspotenzial bereitstellen. Die flexible Vermarktung lohnt sich: Mehrere tausend Euro pro Quartal lassen sich laut ITWM dadurch erwirtschaften.
EM-Power Europe: Neue Tarife, neue Chancen
Dynamische Stromtarife und zeitvariable Netzentgelte ermöglichen es seit vergangenem Jahr auch Prosumern in Deutschland, ihre Energiekosten zu optimieren. Ab Juni treten außerdem neue Regeln zum Energy Sharing in Kraft. Überschüssiger Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage lässt sich dann einfacher mit den Nachbarn teilen.
Wie können Prosumer diese neuen Möglichkeiten optimal für sich nutzen? Welche Technik benötigen sie und welche Regeln sind zu beachten? Antworten darauf gibt die EM-Power Europe vom 23.–25. Juni 2026 – erstmals mit der neuen Messelaufzeit von Dienstag bis Donnerstag – auf der Messe München. Unter dem Motto “Empowering Grids and Prosumers” bietet die internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen Produkte und Know-how, damit PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Wallboxen mit dem Stromnetz und den Strommärken interagieren können. Dazu gehören unter anderem Energie- und Flexibilitätsmanagement, Lastmanagement für Gebäude, Gewerbe und Quartiere, Advanced Metering Infrastructure, Energy-as-a-Service und weitere Energiedienstleistungen.
Wie ein grünes Energiesystem rund um die Uhr funktioniert
Die EM-Power Europe ist eine von vier Fachmessen im Rahmen von The smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft. Mit nur einem Ticket können Sie auch die Intersolar Europe, die ees Europe und die Power2Drive Europe besuchen, die einen intensiven Austausch mit der Solar-, Speicher- und E-Mobilitätsbranche ermöglichen.
Ein Highlight 2026 ist die Sonderschau „Renewables 24/7“. Sie zeigt, wie ein erneuerbares Energiesystem zuverlässig, wirtschaftlich tragfähig und flexibel betrieben werden kann. Im Mittelpunkt stehen reale Anwendungen aus Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität, die verdeutlichen, wie Erzeugung, Speicherung, Flexibilisierung und Digitalisierung ineinandergreifen und zusammenwirken. Besucher erleben technologische Innovationen, Best Practices sowie fundierte Einordnungen durch Experten. Praxisorientiertes Fachwissen zur Sonderschau und zu den Themen der EM-Power Europe vermittelt das The smarter E Forum, das an allen drei Messetagen stattfindet.
Mehr Informationen: www.EM-Power.eu
VDI: Raumluftqualität bewerten und verbessern
Im Dezember wurde die Richtlinie VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 veröffentlicht, die eine einheitliche fachliche Grundlage für die Beurteilung der Raumluftqualität festlegt.
Eine gesundheitlich unbedenkliche Raumluftqualität liegt im Sinne der Richtlinie dann vor, wenn von Raumluft und Raumklima keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgehen, die Luft mehrheitlich als angenehm und behaglich empfunden wird und keine störenden Gerüche auftreten, teilte der VDI im Januar mit. Voraussetzung dafür sei, dass relevante physikalische, chemische und biologische Messgrößen innerhalb der definierten Bereiche liegen.
Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität – Beurteilung der Raumluftqualität“ stellt den Angaben zufolge eine Erweiterung der Systemgrenze von VDI 6022 Blatt 1 auf den Aufenthaltsbereich in Übereinstimmung mit DIN EN 16798-1 dar. Die neue Richtlinie führt ein Bewertungsverfahren zur Kategorisierung der Raumluftqualität ein und ordnet bestehende Grenz- und Richtwerte nach dem Stand der Technik ein. Ziel ist laut VDI, Gebäudebetreiber bei der Einordnung der Raumluftqualität, bei der vertraglichen Festlegung von Zielwerten sowie beim Nachweis der Zielerreichung zu unterstützen.
Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 kann ab 104 Euro bei DIN Media erworben werden.
adesso erweitert Planon Partner-Netzwerk
Der IT-Dienstleister adesso business consulting AG hat eine Partnerschaft mit Planon vereinbart, um den Softwareanbieter künftig als Systemintegrator bei der Vermarktung und Implementierung der Integrated Workplace Management Solution (IWMS) zu unterstützen.
Mit seinem tiefen Verständnis für Prozesse und Technologien sei adesso hervorragend positioniert, um das IWMS nahtlos in bestehende SAP-Landschaften einzubinden und Kunden bei der Digitalisierung ihrer Betriebs-, Immobilien- und Arbeitsplatzprozesse zu unterstützen, teilte Planon Ende Januar mit.
„Gemeinsam können wir Kunden jeder Größe und jeder Branche bei der technischen Umsetzung komplexer Integrationsszenarien unterstützen und so die digitale Transformation ihrer Immobilienprozesse weiter vorantreiben“, sagt Bernd Auer, Senior Partner Manager Central Europe bei Planon. „Gemeinsam schlagen wir die Brücke zwischen operativer Gebäudeverwaltung und strategischen Geschäftsprozessen und sorgen so für mehr Effizienz, mehr Transparenz und mehr Nachhaltigkeit im Facility Management“, ergänzt Thomas Mohrbacher, Team Lead Manager bei der adesso business consulting AG. Planon und adesso planen den Angaben zufolge, in den kommenden Monaten erste gemeinsame Projekte im deutschsprachigen Raum umzusetzen.
Wepa übernimmt französischen Wettbewerber
Die Wepa Gruppe will die Mehrheit an dem französischen Hersteller MPH1865 erwerben, der auf Hygienepapier und Seife im Away-from-Home-Sektor spezialisiert ist.
Ziel ist, die Präsenz von Wepa in Europa im Away-from-Home-Markt weiter zu stärken, teilte der Hersteller von Hygienepapieren Ende Januar mit. „Wir können dadurch die lokale Produktion stärken, industrielle Kapazitäten sichern und den Away-from-Home-Markt in Frankreich weiterentwickeln, während wir gleichzeitig von der Erfahrung und dem europäischen Netzwerk der Wepa Gruppe profitieren“, sagte Marc Miribel, Präsident und CEO von MPH1865.
Das Unternehmen mit Sitz in Ardèche und Drôme beschäftigt rund 260 Mitarbeiter und produziert jährlich bis zu 60.000 t Papier. Die Wepa Gruppe mit insgesamt etwa 4.300 Beschäftigten ist nach eigenen Angaben einer der drei größten Hygienepapier-Produzenten in Europa. Der Abschluss der geplanten Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen, einschließlich der Fusionskontrolle.
Covestro sucht: Senior Objekt Manager:in (m/w/d) mit Schwerpunkt Kältetechnik
Covestro sucht: Senior Objekt Manager:in (m/w/d) mit Schwerpunkt Kältetechnik
Engie: FM für das Zoofenster
Engie Deutschland hat zum Jahresanfang den Auftrag für das Facility Management für das sogenannte Zoofenster, ein Hochhaus im Berliner Stadtteil Charlottenburg, erhalten.
Mit 118 m Höhe zählt das Zoofenster zu den fünf höchsten Gebäuden der Hauptstadt und beherbergt auf rund 36.000 qm Fläche ein Fünf-Sterne-Hotel, exklusive Büroflächen und Einzelhandelsbereiche. Der Auftrag umfasst die komplette Betriebsführung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie das infrastrukturelle Gebäudemanagement, teilte Engie Deutschland im Januar mit.
Das Leistungsspektrum umfasst den Angaben zufolge alle TGA-Gewerke, von Schwimmbadtechnik über Inergen-Löschanlagen für Serverräume bis hin zu Notstrom- und Hifog-Systemen. Zusätzlich koordiniert Engie externe Dienstleister, übernimmt das Gewährleistungsmanagement und unterstützt bei Mieterausbauten sowie Events, heißt es weiter aus Köln. Ein weiterer Fokus liegt auf der energieoptimierten Anlagensteuerung und der Integration eines modernen Energiemanagementsystems.
„Das Zoofenster Berlin ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern gleichermaßen technisch hochkomplex“, sagt Claudia Kuhn, Regionalleiterin Facility Services bei Engie Deutschland.
Warum smarte Gebäude Facility Manager bremsen
Fast 75 % aller Facility Manager arbeiten in IoT-gestützten Umgebungen, mit Gebäuden, die zunehmend von vernetzten Sensoren und Geräten angetrieben werden. Trotzdem sind smarte Gebäude oft von manuellen und fragmentierten Arbeitsabläufen abhängig.
Die Lücke liegt nicht in der Hardware, sondern im Fehlen einer einheitlichen, benutzerorientierten Managementebene, die bestehende Systeme zur operativen Einheit vernetzt.

Wenn Daten und Dashboards Entscheidungen bremsen, statt zu unterstützen
Ein hartnäckiger Mythos der Softwareentwicklung für technische Kunden ist die Annahme, Experten würden kein durchdachtes Design benötigen. Verwirrende Benutzeroberflächen, zu komplexe Architekturen und schlecht gewählte Technologien erhöhen die kognitive Last und verlangsamen tägliche Abläufe.
So schaffen viele Plattformen nur eine Illusion der Automatisierung – während solche Funktionen wie Fernsteuerung, spezifisch auf Arbeitsabläufe abgestimmte Automatisierung oder prädiktive Instandhaltung fehlen, die tatsächlich darauf ausgerichtet sind, wie Facilitymanager über diverse Gebäude und Rollen hinweg arbeiten.

RP-Group: IoT-Betrieb in sicherheitskritischer Infrastruktur
Diese Herausforderungen wurden in dem von der RP-Group, einem deutschen Anbieter sicherheitskritischer Infrastrukturlösungen, entwickelten CC24-Notbeleuchtungssystem deutlich. Die CC24-Steuerung selbst ermöglicht bereits effizientere Inspektion und Überwachung der Notbeleuchtungssysteme – was eine essenzielle Verbesserung in Umgebungen ist, in denen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und Systemzuverlässigkeit keinen Spielraum kennen.
Von Geräten bis hin zu einer benutzerorientierten IoT-Facilitymanagement-Plattform
Um tägliche Facilitymanagement-Abläufe voll zu unterstützen, hat die RP-Group sich entschieden, ihr Fachwissen zur Hardware durch eine dedizierte Softwareebene zu ergänzen. Während das Unternehmen die regulatorischen Anforderungen und Bedürfnisse der Installateure und Facility Manager kennt, erfordert die Planung einer skalierbaren, intuitiven Weboberfläche ganz andere Kompetenzen.
Das Ergebnis ist eine benutzerorientierte IoT-Facilitymanagement-Plattform. Sie ersetzt fragmentierte Dashboards durch eine zentrale operative Ebene, die das Systemverhalten in klare, für Menschen lesbare, an tägliche Aufgaben und Sicherheitsanforderungen angepasste Informationen übersetzt.
Was sich in der Praxis änderte
Dieser Ansatz brachte messbare, operative Ergebnisse. Dank Ferninspektionen und automatisierten Testroutinen hat die RP-Group die traditionellen, manuellen Inspektionszeiten um 60–70 % reduziert. Facility Manager greifen schneller auf den Systemstatus zu, identifizieren Abweichungen schneller und haben mehr Vertrauen in die mit Konformität verbundenen Prozesse.
Warum benutzerorientierte IoT-Plattformen mehr als nur Dashboards sind
Eine ganzheitliche, IoT-basierte Facilitymanagement-App geht über die Überwachung hinaus und dient als operativer Hub, einschließlich:
- Fernfunktionen – Inspektionen, Konfiguration, Systemsteuerung
- Intelligente Automatisierung – weniger manuelle Routinen, mehr Effizienz
- Klare Datenvisualisierung – schnellere Analyse, weniger kognitive Last
- Prädiktive Instandhaltung – proaktiv statt reaktiv
- Rollenbasierte Nutzbarkeit – Benutzeroberfläche, die den Aufgaben entspricht
Nicht nur smarte Geräte: Wie Gebrauchstauglichkeit den echten IoT-Wert bestimmt
Die Zukunft des Facilitymanagements wird nicht durch die Zahl der vernetzten Geräte definiert, sondern dadurch, wie effektiv die Menschen damit arbeiten können. Smarte Gebäude liefern nur dann echten Wert, wenn eine kohärente, benutzerorientierte Managementebene sie unterstützt, die Komplexes in Klares und Daten in gute Entscheidungen verwandelt.
Probleme beim Umwandeln von IoT-Daten in echte operative Werte?
Entdecken Sie, wie benutzerorientierte Apps die Lücke zwischen smarten Gebäuden und täglichem Anlagenbetrieb schließen (Inhalt auf Englisch verfügbar)
Klüh bleibt in Bochum am Ball
Der VfL Bochum 1848 hat die seit 2015 bestehende Zusammenarbeit mit Klüh Security erneut verlängert.
Die Leistungen bei sämtlichen Heimspielen sowie Veranstaltungen im Vonovia Ruhrstadion umfassen unter anderem Einlass- und Taschenkontrollen, die Sicherung von Flucht- und Rettungswegen, Aufsichtsdienste in den Fanbereichen sowie Service- und Ordnungsdienste in den VIP-Zonen, teilte der Multiservice-Dienstleister Klüh im Januar mit. Je nach Spieltag seien dafür bis zu 600 Mitarbeitende im Einsatz.
Seit 2024 sorgt Klüh außerdem für die Sicherheit an Heimspieltagen des Frauen-Teams, seit vergangenem Jahr auch bei Sportevents der VfL SparkassenStars Bochum, dem Basketball-Profiteam des Vereins.
Piepenbrock erreicht Umsatzmilliarde
Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten.
Bereits vor fünf Jahren hatte Piepenbrock dieses Ziel definiert. „Im zurückliegenden Jahr wuchs die Gruppe trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf dem Markt erneut deutlich – diesmal um rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, gab das Unternehmen im Januar bekannt. Dabei hätten insbesondere technischen Dienstleistungen an Bedeutung gewonnen. Sie stehen mittlerweile für rund ein Viertel des Gesamtumsatzes.
„Dieser Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wachsen gemeinsam mit unseren Kunden und mit einem klaren Qualitätsanspruch“, sagt Arnulf Piepenbrock als geschäftsführender Gesellschafter. Die Unternehmensgruppe verfügt nach eigenen Angaben über etwa 800 Standorte sowie 70 Niederlassungen und beschäftigt rund 26.800 Mitarbeiter.
Partnerschaft für CO2-freie Energie
Google und Engie haben ihre Partnerschaft für CO₂-freie Energie (Carbon-Free Energy – CFE) bis 2030 verlängert und erweitert. Durch die Integration von Batteriespeichern und zusätzlichen PPAs aus erneuerbaren Energien wollen sie einen Beitrag zu den deutschen Dekarbonisierungszielen leisten. Googles deutsche Standorte sollen so bis 2026 einen Anteil von 85 Prozent CO₂-freier Energie erreichen. Dies teilten die beiden Unternehmen Mitte Januar mit.
Engie ist seit 2021 als deutscher CFE-Manager für Google tätig. Ziel der Partnerschaft ist es, stündlich grüne Energie aus neuen Onshore-Wind- und Solarprojekten bereitzustellen, ergänzt durch Speicherlösungen. Zusätzlich zur fluktuierenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien wird Engie dafür Batteriespeichersysteme (BESS) und Pumpspeicher in Deutschland nutzen. Dieser Ansatz soll die notwendige Flexibilität schaffen, um Angebot und Nachfrage präzise auszugleichen. Die Erweiterung der Partnerschaft stehe im Zusammenhang mit Googles Ankündigung, zwischen 2026 und 2029 rund 5,5 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur und in Bürostandorte in Deutschland zu investieren, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Planon wird SAP Solution Extension
Seit dem 13. Januar ist SAP Real Estate and Facilities Management by Planon als SAP Solution Extension verfügbar. Damit erweitern SAP und Planon ihre bestehende Partnerschaft. Auf dem Weg von der SAP Endorsed App zur Solution Extension habe die Lösung von Planon ein anspruchsvolles Qualifizierungsverfahren durchlaufen und wird künftig durch SAP Support Services unterstützt, teilt das niederländische Softwarehaus mit. Die Lösung verbindet Prozesse aus Immobilien-, Facility- und Arbeitsplatzmanagement mit SAP-Systemen und soll Unternehmen dabei unterstützen, Kostenkontrolle, Compliance, Flächennutzung und Nachhaltigkeitsperformance zu optimieren.
„Mit dieser SAP Solution Extension bringen wir die fachliche Expertise von Planon in das Business- und Support-Framework von SAP ein und ermöglichen es Unternehmen, die Planung und den Betrieb ihrer Gebäude zu modernisieren. Dadurch entsteht ein einheitliches operatives Gesamtbild über Finanzen, Flächen, Services und Nachhaltigkeit hinweg – auf Basis konsistenter Daten, die weltweit skalierbare Verbesserungen ermöglichen“, sagt Peter Ankerstjerne, CEO von Planon. „Die Einstufung als SAP Solution Extension ist ein klarer nächster Schritt in unserer Zusammenarbeit und unterstreicht das Vertrauen von SAP in den Mehrwert, den Planon unseren Cloud-ERP-Kunden bietet“, erklärt Darryl Gray, Global Senior Vice President, ISV Success Management bei SAP. „Durch die direkte Verfügbarkeit über SAP vereinfachen wir den Einkauf, die Implementierung und die Skalierung von Real Estate und Facility Management innerhalb der SAP-Landschaft unserer Kunden.“
Neue GEFMA 140 für Integriertes Facility Management
Der Deutsche Verband für Facility Management (gefma) hat Mitte Januar die neue Richtlinie 140 „Integrated Facility Management“ herausgegeben.
„Nach zwei White Papers freuen wir uns sehr, das Thema Integriertes Facility Management nun mit dieser Richtlinie weiterzuentwickeln. Dies hilft dem deutschen Markt, IFM-Modelle besser zu verstehen sowie Chancen und Risiken einzuordnen – eine wichtige Voraussetzung, um globale IFM-Ansätze hier erfolgreich und im Sinne aller Beteiligten umzusetzen“, sagt Alexandra Pabst, Leiterin der Arbeitsgruppe Integriertes Facility Management (IFM) im gefma Arbeitskreis International, von dem die Richtlinie erarbeitet wurde.
Die Publikation richtet sich an alle relevanten Stakeholder des Facility Managements, wie Auftraggeber, Auftragnehmer und Berater. Sie unterstützt lokale Marktteilnehmer dabei, IFM-Modelle besser zu verstehen, deren Chancen und Risiken realistisch zu bewerten und sie vor dem Hintergrund internationaler Implementierungen richtig einzuordnen. Dies ist insbesondere deshalb von hoher Relevanz, da Deutschland integraler Bestandteil zahlreicher globaler IFM-Ansätze ist und der erfolgreiche Umgang mit diesen Modellen im Interesse aller Beteiligten liegt, heißt es weiter aus Bonn.
Verständnis für IFM stärken
Inhaltlich bietet die Richtlinie laut gefma eine strukturierte und praxisnahe Auseinandersetzung mit integriertem Facility Management. Dazu gehören unter anderem eine klare Definition von IFM, ein Überblick über die zentralen Treiber und Motive für dessen Einführung sowie eine Einordnung unterschiedlicher Geschäfts- und Finanzierungsmodelle inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile. Darüber hinaus beleuchtet GEFMA 140 die Bedeutung von Partnerschaft, Mindset und Unternehmenskultur als entscheidende Erfolgsfaktoren für IFM-Modelle. Eine praxisorientierte IFM-Checkliste soll Anwender zusätzlich bei der Einordnung und Umsetzung unterstützen. Ergänzend dazu betrachtet die Richtlinie den Einfluss aktueller Entwicklungen wie Environmental, Social und Governance (ESG) sowie den zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz auf integrierte FM-Modelle.
Die neue GEFMA 140 „Integrated Facility Management“ steht hier kostenfrei zum Download für gefma-Mitglieder bereit, Nicht-Mitglieder können sie dort für 38 EUR (zzgl. USt) erwerben.
Piepenbrock säubert Schulen im Ruhrgebiet
Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat vom Bistum Essen erstmals den Auftrag erhalten, drei Schulen in kirchlicher Trägerschaft zu reinigen.
Mit der Unterhalts- und Glasreinigung sowie Grundreinigungen und Sonderleistungen am St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg, am Mariengymnasium Essen-Werden sowie an der Jordan-Mai-Schule in Gladbeck wurde mit rund 15 Mitarbeitern im Juli 2025 begonnen, teilte Piepenbrock im Januar mit. In den Schulen in Duisburg und Gladbeck säubert das Team zudem die Oberflächen und Böden der zugehörigen Schwimmbäder.
Klüh reinigt weiter das Burj Khalifa
Die Klüh-Tochtergesellschaft Berkeley Services hat eine Vertragsverlängerung mit dem Immobilienentwickler Emaar vereinbart und übernimmt damit weiterhin die Unterhaltsreinigung des Burj Khalifa in Dubai.
Berkeley Services ist seit Eröffnung des Burj Khalifa im Jahr 2010 für die tägliche Reinigung des mit 828 m höchsten Gebäudes der Welt verantwortlich – von der Lobby über Büro- und Wohnbereiche bis hin zu den hochfrequentierten Besucherzonen, teilte der Multiservice-Dienstleister Klüh im Januar mit.
Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf integrierte Facility-Management-Dienstleistungen spezialisierte Auslandsgesellschaft beschäftigt den Angaben zufolge inzwischen rund 9.000 Mitarbeiter.
Apleona kauft erneut in Irland zu
Apleona hat Ende Dezember 2025 eine strategische Partnerschaft mit der Tim Kelly Group mit Sitz im irischen County Mayo vereinbart.
„Dies ist nach den Unternehmen Acacia und Neylons bereits die dritte größere Investition von Apleona in Irland seit 2022“, teilte der Immobiliendienstleister im Januar mit. Die Tim Kelly Group ist auf mechanische und elektrische Gewerke, darunter HKL- und Gebäudemanagementsysteme spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 190 Mitarbeiter an den Standorten Ballinrobe (Hauptsitz), Galway und Letterkenny sowie einer Vorfertigungswerkstatt in Castlebar im Westen Irlands. „Die starke Präsenz in der Fertigungs- und Pharmaindustrie ergänzt unser Geschäft perfekt und eröffnet vielversprechende Möglichkeiten für Cross-Selling“, sagte Darragh Spain, Geschäftsführer von Apleona Ireland. „Durch diese Partnerschaft werden die bereits hervorragenden technischen Dienstleistungen von Apleona um Installationsdienstleistungen ergänzt“, fügte Ray Casey, verantwortlich für Nordeuropa bei Apleona, hinzu.
Die irische Landesgesellschaft von Apleona beschäftigt den Angaben zufolge inzwischen knapp 3.000 Mitarbeiter, die für Industriekunden in den Bereichen Pharma, Fertigung und Handel tätig sind. Mit den Übernahmen will Apleona seine Marktposition und die hohe Eigenleistungstiefe über das gesamte Leistungsspektrum in Irland weiterentwickeln.
Epple und Salvia erweitern Klinikum Stuttgart
Die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH und die Salvia Gebäudetechnik GmbH haben den Auftrag für einen Erweiterungsbau am Klinikum Stuttgart erhalten.
Epple und Salvia errichten als Arbeitsgemeinschaft den Neubau Katharinenhospital, erster Bauabschnitt Haus A, am Standort Klinikum Stuttgart-Mitte mit einem Auftragsvolumen von 200 Mio. Euro netto, teilten die beiden Unternehmen im Januar mit. Der Auftrag umfasst die Ausführungsplanung und sämtliche Bauleistungen des Projektes. Geplant und gebaut wird den Angaben zufolge mit Building Information Modeling (BIM), um eine digitale, vernetzte Planung und Ausführung zu ermöglichen, bei der alle relevanten Informationen zentral gebündelt werden.
Epple soll bei dem Neubau als Generalübernehmer die Ausführungsplanung sowie Rohbau, Dach, Fassade, Ausbau und Medizintechnik verantworten. Salvia ist innerhalb der Arbeitsgemeinschaft für die integrale Gebäudetechnik zuständig, also für Sanitär, Heizung, Klima, Lüftung, Elektro, Energieversorgung, Kommunikations- und Sicherheitstechnik sowie Gebäudeautomation. „Wir bauen in der Innenstadt, im beengten Bestand eines großen Klinikgeländes. Der Krankenhausbetrieb muss ungestört weiterlaufen. Dies erfordert eine präzise Planung und Koordination, umfangreiche Interimsmaßnahmen und eine sorgfältige Taktung der Bauarbeiten“, sagte Heico Zirkel, Geschäftsführer der Gustav Epple Bauunternehmung. Das neue Haus A am Klinikum Stuttgart soll bis 2029 eine Interdisziplinäre Notaufnahme sowie einen hochmodernen Zentral-OP erhalten.
