Incatec Solution hat ein Poster entwickelt, das zehn wichtige Punkte für den Kauf einer CAFM-Software auflistet – Bild: Incatec Solution
CAFM-NEWS – Sie wollen ein CAFM-System kaufen und haben noch Platz an der Wand? Dann könnten Sie sich ein Poster aufhängen, das Incatec Solution in einem Linkedin-Post vorgestellt hat. Es nennt sich „10 Tipps zum Kauf eines CAFM“ und listet Do’s und Dont’s nebst Begründung für den Erwerb entsprechender Software auf.
Erfreulicher Weise zielen die Ratschläge nicht explizit auf das von Incatec exklusiv in Deutschland vertriebene System eines niederländischen Hersteller ab, sondern sind weitgehend allgemeingültig. Lediglich bei der Forderung nach IoT- und KI-Fähigkeit ließe sich hierüber diskutieren, wobei alle wesentlichen Player in DACH inzwischen entsprechende Funktionen aufweisen oder entwickeln, so dass ein möglicher Vorsprung vom Markt zum Teil schon egalisiert ist.
Ein Manko gibt es aber dennoch: Weder im Post auf dem Social Media Kanal noch auf der Website des Unternehmens ist die Grafik zum Download verfügbar. Vielleicht wird sie ja per Post verschickt.
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik e.V. hat die Richtlinie 6020 „Anforderungen an thermisch-energetische Rechenverfahren zur Gebäude- und Anlagensimulation“ veröffentlicht, die alle Anforderungen an Rechenverfahren zur instationären thermisch-energetischen Jahressimulation zusammenfasst, um Temperaturverläufe zu analysieren und den Energieverbrauch von Gebäuden richtig auslegen zu können. Dafür gibt die Richtlinie ein standardisiertes Validierungsverfahren mit Testbeispielen zur grundlegenden Prüfung von Programmen für die thermisch-energetische Gebäudesimulation mit und ohne Auslegungsberechnung vor. Außerdem leitet sie Anforderungen für den Nachweis der Konformität mit dieser Richtlinie ab und baut in Teilen auf VDI 6007 „Berechnung des instationären thermischen Verhaltens von Räumen und Gebäuden“ und VDI 2078 „Berechnung der thermischen Lasten und Raumtemperaturen“ auf.
Zum 1. April 2023 wird das Real Estate-Unternehmen Valon das kaufmännische und technische Immobilienmanagement für 21 Logistikimmobilien von Dream Industrial Reit übernehmen. Zu den Leistungen zählen neben dem Property Management der deutschlandweit verteilten Immobilien auch die Projektsteuerung von Instandhaltungsmaßnahmen. Valon betreut bereits vier Dream-Gebäude seit Ende 2021 und baut im Zuge der Auftragserweiterung ein exklusives Kundenteam auf. Mit dem Auftrag steigt der Anteil der betreuten Logistikflächen bei Valon auf knapp 40 Prozent der insgesamt betreuten Flächen. Der Dienstleister verwaltet in dieser Asset-Klasse nun Mieteinnahmen von über 33 Mio. Euro jährlich. Insgesamt liegt die Summe der verwalteten Mieteinnahmen bei nunmehr knapp 157 Mio. Euro.
Das Team von Vertigis freut sich über seine beiden Auszeichnung auf der Esri-Veranstaltung – Bild: Vertigis
CAFM-NEWS – Vertigis, Anbieter von CAFM- und GIS-Software, ist auf der Esri Partner Conference (EPC) in Palm Springs, Kalifornien, mit zwei Partner Awards ausgezeichnet worden. Für ihre herausragende Präsenz auf dem ArcGIS Marketplace erhielten die Bonner den ArcGIS Marketplace Award. Zudem wurde dem Unternehmen der Top Solution Partner Award verliehen. Esri würdigt mit dieser Kategorie außergewöhnliches Engagement bei der Förderung der Nutzung von Esri-Technologie durch den Verkauf kommerzieller Lösungen.
Nummer 2 der Lünendonk-Liste schluckt Nummer 5 – das ist die größte Übernahme im FM-Markt in den letzten Jahren und ein weiterer Schritt in Richtung Marktkonsolidierung. Der europaweit tätige Facility-Management-Anbieter Apleona, Neu-Isenburg, hat am 3. März 2023 eine Vereinbarung zum Zusammenschluss mit der Berliner Gegenbauer-Gruppe unterzeichnet. Damit soll ein europäischer Immobiliendienstleistungskonzern mit 40.000 Mitarbeitern und 3,5 Mrd. Euro Umsatz entstehen. In Deutschland erzielten die beiden Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 zusammen einen Umsatz von 2,57 Mrd. Euro mit Facility Services.
Die Gegenbauer-Gruppe erwirtschaftet aktuell einen Umsatz von fast 900 Mio. Euro, der ungefähr zu gleichen Teilen auf auf technische Facility Services und infrastrukturelle Leistungen wie zum Beispiel Unterhalts- und Industriereinigung entfällt. Das Unternehmen ist mit 18.000 Beschäftigten überwiegend in Deutschland tätig. Kleinere Auslandsaktivitäten bestehen in Luxemburg, Polen und der Türkei. Nach der kartellrechtlichen Genehmigung sollen sämtliche Vermögenswerte in die Apleona-Gruppe eingebracht werden.
Verbesserung der Eigenleistungstiefe
„Mit dieser Transaktion ist Apleona im Hinblick auf Eigenleistungstiefe und geografische Abdeckung, insbesondere bei infrastrukturellen Leistungen, für deren Qualität Gegenbauer in Deutschland bekannt ist, künftig noch besser aufgestellt“, erklärte Apleona CEO Dr. Jochen Keysberg. „Unsere Kunden suchen zunehmend professionelles Outsourcing von integrierten Immobiliendienstleistungen, Bündelung immer größerer, auch grenzüberschreitender Servicepakete sowie digitale Lösungen und Produkte zur Energieeinsparung und Dekarbonisierung im Gebäudebestand, was durch die andauernde Energiekrise noch verstärkt wird. Der Zusammenschluss von Apleona und Gegenbauer zahlt genau auf diesen Trend ein“, ist Keysberg überzeugt.
Werner Gegenbauer, Gesellschafter von Gegenbauer, begrüßte den Zusammenschluss beider Unternehmen als ideale Lösung für die weitere Zukunft von Gegenbauer, insbesondere auch für deren 18.000 Beschäftigte, da sich Geschäftsmodelle, Ausrichtung am Markt und Kundenabdeckung sehr gut ergänzten. Außerdem passten die Unternehmenskulturen von Gegenbauer und Apleona sehr gut zusammen: „Qualität in der Leistungserbringung, hohe Affinität für Innovation und Digitalisierung, gepaart mit einer ausgeprägten Dienstleistungsbereitschaft und Professionalität charakterisieren sowohl Gegenbauer wie Apleona“, betonte er.
Im Rahmen der Transaktion werden die bisherigen Gesellschafter der Gegenbauer-Gruppe Gesellschafter von Apleona. Mehrheitsgesellschafter an Apleona bleibt auch nach der Fusion das Private-Equity-Unternehmen PAI Partners. Ralph Heuwing, Partner und Head of DACH bei PAI Partners kommentierte den Schritt wie folgt: „Der Zusammenschluss mit Gegenbauer stärkt Apleonas Marktposition und Wachstumskurs weiter. Wir sehen Apleona in Zukunft als eine der stärksten und sichtbarsten Marken auf dem immer noch stark fragmentierten europäischen FM-Markt. Bei dessen weiterer Konsolidierung wird Apleona mit Unterstützung von PAI weiter eine aktive Rolle einnehmen.“
Klüh Catering hat sich bei einer Neuausschreibung für Catering-Leistungen bei den Stadtwerken Düsseldorf durchgesetzt und damit ihren seit 2017 bestehenden Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert. Im Zuge des Neuauftrags versorgt der Catering-Dienstleister die Mitarbeitenden in den Kerngesellschaften der Stadtwerke in Düsseldorf, wozu je nach Standort Frühstück und Mittagsangebote gehören. Außerdem verantwortet Klüh den Konferenz- und Vorstandsservice und verweist Klüh vor Ort als auch über eine App auf den Nachhaltigkeits-Wert jedes Menüs. Dazu zählen sowohl der CO₂-Wert als auch der Wasserverbrauch und das Tierwohl.
Am kommenden Donnerstag veranstaltet der Gefma einen Gefma Talk zur Wirtschaftlichkeit von CAFM-Systemen – Bild: Gefma
CAFM-NEWS – Am kommenden Donnerstag, 9. März, findet von 09:00 bis 13:00 Uhr der Gefma TALK: Wirtschaftlichkeit von CAFM Systemen und anderer Digitalisierungsansätze des Immobilien- und Facility Managements statt. Die Kernfrage lautet: Wie lassen sich die notwendigen Kosten und geplanten Einsparungen für die Einführung, Erweiterung oder Erneuerung einer Software am Beispiel eines CAFM-Systems berechnen und gegenüberstellen?
In den vier Stunden des Gefma-Talks werden in drei Blöcken mögliche Antworten formuliert, die helfen, Schwerpunkte richtig zu setzen, interne Stakeholder zu überzeugen und natürlich Budgets zu beantragen. Ziel ist, den Teilnehmern Impulse für die Entwicklung eines individuellen CAFM Business Case zu geben. Damit das sicher klappt, ist auch Zeit für individuelle Fragen der Teilnehmenden eingeplant.
Der Gefma Talk orientiert sich inhaltlich an der Gefma Richtlinie 460 „Wirtschaftlichkeit von CAFM Systemen und anderer Digitalisierungsätze des Immobilien- und Facility Managements“. Die Richtlinie ist eine Hilfestellung bei der Analyse möglicher Nutzeffekte und hilft bei der Identifikation von Kosten für Einführung und Betrieb eines CAFM-Systems. Außerdem unterstützt sie bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeitskennzahlen vor Einführung eines neuen oder der Erweiterung eines bestehenden Systems.
Referenten des Gefma Talks sind Prof. Joachim Hohmann und Matthias Mosig vom Arbeitskreis Digitalisierung des Gefma. Die Zahl der Teilnehmer am Gefma-Talk ist auf 15 Personen begrenzt, Teilnehmende zahlen als Gefma-Mitglied 160 Euro, als Nicht-Mitglied 180 Euro netto. Die Anmeldung kann einfach per E-Mail an die Geschäftsstelle des Gefma mit dem Betreff „Anmeldung GEFMA TALK CAFM Wirtschaftlichkeit“ erfolgen. Anmeldeschluss ist kommender Dienstag, 7. März 2023, um 17:00 Uhr.
Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin hat Apleona mit dem technischen Facility Management für das gleichnamige Museum im Berliner Bezirk Kreuzberg beauftragt. Der Auftrag wurde für zwei Jahre geschlossen mit der Option auf zweimalige Verlängerung und umfasst den Betrieb, die Wartung und die Instandsetzung sämtlicher gebäudetechnischer Anlagen sowie das Energiemanagement in dem aus mehreren Gebäuden bestehenden Museumsensemble. Zum vereinbarten Leistungspaket gehört auch eine 24/7 Rufbereitschaft. Vorausgegangen war eine EU-weite Ausschreibung, bei der sich Apleona durchsetzen konnte.
Wie kann Software die Instandhaltung im Facility Management unterstützen? Die Kernpunkte heißen Prüfung, Wartung, Reparatur und verlässliche Dokumentation, also Revisionssicherheit. Diese ist gerade im Rahmen der Betreiberverantwortung wesentlich, da diese mit wesentlichen Kosten auch für den individuell Verantwortlichen behaftet sein kann, während die übrigen Aspekte wichtig sind, um die Funktions- und Produktionssicherheit zu gewährleisten und Kosten zu minimieren.
In einem Fachartikel auf unserem Schwesterportal CAFM-News erläutert Christian Wendler detailliert, welche Unterlagen, Daten und Informationen erforderlich sind, wie der Faktor Mensch und Qualifikationen zum Erfolg beitragen, wie Excel das CAFM und Prozesse den Wartungserfolg unterstützen können und wie die Stärken von Software produktiv eingebunden werden.
Das Format „Fachartikel“ ist ein neues Angebot der CAFM-News. Es liefert fundiert und umfassend Inhalte, die für Facility Manager relevant sind und den Lesern einen deutlichen Mehrwert bieten.
Unternehmen, die sich mit Ihren Lösungen und Kenntnissen in einem Fachartikel auf CAFM-News präsentieren möchten, können sich direkt an Verena David wenden, die alle relevanten Informationen zum Format „Fachartikel“ bereit hält.
Dokumentation jederzeit und überall ist ein wesentlicher Schlüssel für den sicheren Betrieb – Bild: Shutter B/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Prüfungen, Wartungen, Reparaturen – wer hier auf der sicheren Seite bleiben möchte, kommt um eine verlässliche Dokumentation nicht herum. Denn nur revisionssichere Dokumentation gewährleistet den sicheren und rechtskonformen Betrieb von Immobilien. Unterstützen lassen sich diese Prozesse mit einer geeigneten Software. Doch welche Funktionen und Merkmale muss so ein IT-Werkzeug aufweisen?
Betreiberverantwortung
Es wird gerne übersehen, ist aber entscheidend: Mit der Betreiberverantwortung laut § 15 Abs. 1 BetrSichV sind Immobilienbetreiber für ihre prüfpflichtigen Objekte persönlich verantwortlich. Werden Prüfpflichten vertraglich übertragen, geht auch Verantwortung über und der beauftragte Mitarbeiter oder Dienstleister haftet für Pflichtverletzungen. Allerdings: Während auf der einen Seite Auflagen und Nachweispflichten laufend zunehmen, setzt der chronische Personalmangel zumal im technischen Bereich Dienstleister immer mehr unter Druck.
Parallel sollen Auswertungen und Kennzahlen regelmäßig über geleistete Prüfungen und Wartungen informieren. Dadurch nimmt die Dokumentation der eigenen Arbeit und die ordnungsgemäße Administration größerer Immobilienbestände einen zunehmenden Teil der Arbeitszeit ein. Als Hilfen werden zahlreiche Listen mit Haus- und Gebäudetechnik, Sicherheitstechnik, Brandschutztechnik, Fahrzeugen, ortsveränderlichen Geräten und Medizintechnik erstellt, um den Überblick zu wahren und in der Theorie den schnellen Zugriff auf wichtige Dokumente wie Datenblätter, Bedienungsanleitungen oder Wartungs- und Prüfvorschriften zu ermöglichen. In der Praxis funktioniert das aber meist nicht.
Unterlagen, Daten, Informationen
Zwar sind oft die wichtigen Informationen und Nachweise vorhanden, sie sind aber verteilt über Akten in Papierform, Excel-Tabellen und verschiedenste elektronische Systeme. Eine Dunkelziffer nicht dokumentierter Absprachen und mündlicher Infos erschwert die Arbeit zusätzlich und sorgt schnell für Frust bei allen Beteiligten. Die Folge:
Die große Zahl an Informationen in unterschiedlichen Formaten behindert Dokumentation, Prognose und Planung immens. Es wird schwierig, alltägliche Fragen wie diese zu beantworten:
Wer hat die letzte Wartung wann vorgenommen?
Welche Störungen gab es in der Zwischenzeit?
Welche Wartungs- und Prüfvorschriften sind zu beachten?
Welches Prüfintervall ist vorgeschrieben?
Besteht noch Garantieanspruch?
Welche Kosten sind zu erwarten?
Welcher Mitarbeiter verfügt über die notwendige Qualifikation für die Prüfung?
Welche Arbeitsschutzrichtlinien sind zu beachten?
Bereits dieser Auszug an Fragen zeigt, wie komplex und zugleich eng die Beziehung des Facility Managements zu Betreiberpflichten ist.
Sicher ist: Objekte folgen selten einer einfachen Struktur. Manche von ihnen sind geografisch sinnvoll aufzuschlüsseln, andere auf technischer Basis. Einen Überblick über mehrere Einrichtungen mit Gebäudetechnik, Medizintechnik, Fuhrpark und anderem mehr zu schaffen ist schwierig.
Dazu kommt, dass im Alltag lange Ketten in der Störmeldung von den Einrichtungen zum Facility Manager eine schnelle Abhilfe behindern. Zudem gehen wichtige Informationen verloren und mangels Übersicht sind präzise Aussagen zu Kosten kaum möglich. Entsprechend lassen sich auch kaum optimale Prozesse kaum stellen.
Faktor Mensch und Qualifikation
Dieser Status Quo führt zu vielfältigen Risiken für Facility Manager:
Versäumnisse bei sicherheitsrelevanten Prüfungen
Versäumnisse bei der Instandhaltung
Verletzungen der Betreiberpflicht
finanzielle Einbußen
Schon diese vier Punkte können direkte Konsequenzen nach sich ziehen. Und der fehlende Überblick, der zeitaufwendige Recherchen zu benötigten Infos erfordert, belastet die bereits angespannte Arbeitssituation zusätzlich. Weitere Risiken stellen sich ein, wenn Mitarbeiter ausfallen. in mehrfacher Hinsicht Risiken. Nur wenn die Vertretung schnell einen Überblick über Verantwortlichkeiten und Aufgaben bekommt, kann sie erfolgreich und sicher arbeiten. Fällt ein Mitarbeiter dauerhaft aus, droht viel Wissen und Erfahrung verloren zu gehen.
Außerdem sind bestimmte Zertifizierungen an konkrete Aufgaben geknüpft. Fehlt die Qualifikation eines ausgefallenen Mitarbeiters, muss eine zertifizierte Prüfung von einem ebenso berechtigten Kollegen übernommen werden. Der Aufwand für derartige Umplanungen ist hoch und steigt weiter mit jedem zusätzlichen Störfaktor.
Gewährleistungs- und Garantieansprüche können Kosten sparen, während Termine und Fristen für Wartungen und vorgeschriebene Prüfungen essenziell für die Betriebssicherheit sind. Planungssoftware unterstützt Facility Manager, indem Termine und Fristen nicht vergessen werden können. Mit einem Klick sind ablaufende Garantieansprüche abrufbar. Eine kurze Prüfung oder ein Blick in das letzte Protokoll können den Kontakt zum Hersteller einleiten, um im Rahmen der Garantie Leistungen abzurufen, die nach Ablauf selbst hätten erbracht werden müssen. Das spart Zeit, Kosten und Aufwand.
Auch die Auslastung von Mitarbeitern ist abrufbar. Sind deren regelmäßige Zuständigkeiten einmal korrekt hinterlegt, kann eine Software für FM aktuelle und zukünftige freie Kapazitäten anzeigen. So sind Zeitfenster für Ad-hoc Aufgaben schnell abrufbar. Das reduziert ungeplante Überstunden und Leerlaufzeiten. Auf diesem Weg können auch die Aufgaben eines ausgefallenen Mitarbeiters effektiv auf die Kollegen umverteilt werden, um allen Fristen nachzukommen.
Von Excel zum CAFM
Softwaregestütztes Facility Management wird in vielen Fällen bereits mit vorhandener Software abgebildet. Excel-Tabellen oder ein erweitertes ERP, DMS oder GLT sollen bei der Verwaltung der betreuten Objekte helfen und geleistete Arbeiten dokumentieren. Oft sind die damit errichteten Strukturen aber zu statisch, um dynamisch auf Änderungen reagieren zu können. So passt ein bewegliches Objekt in keine geografisch sortierte Excel-Tabelle, während eine technische Zuordnung mit einer neuen Niederlassung obsolet wird und geografisch sinnvoller sortiert wäre.
Universelle Software wie Excel kann eine einfache Verwaltung und Dokumentation im Facility Management gewährleisten. Sie stößt allerdings schnell an ihre Grenzen. Aus der gut gedachten elektronischen Unterstützung wird dann ein langsames, zähes Konstrukt, das mehr Zeit kostet, als es spart.
Spezialisierte Software hingegen arbeitet mit dynamischen Strukturen. Objekte aus der Haustechnik, Gebäudetechnik, Schließanlagen, Sicherheits- und Brandschutztechnik, Außenanlagen u.v.m. lassen sich einzeln anlegen und mit relevanten Zusatzinformationen ausstatten, zum Beispiel mit Wartungsintervall, Zertifizierungen und notwendige Qualifizierungen, Anleitungen, Hinweise, Betriebsdokumente, Wartungsprotokolle, aber auch feste Termine wie Ablauf der Garantie oder die Überschreitung der Betriebszeitgrenze. Außerdem werden diesen Objekten identifizierende Informationen mitgegeben, etwa eine geografische Zuordnung nach Standort, Gebäude, Raum oder eine technische Zuordnung nach Anlage, Fahrzeug und anderem mehr.
Prozesse digital unterstützen
Sämtliche Tätigkeiten der Facility Manager können nun als Vorgänge an den Objekten hinterlegt werden. Bei einer Prüfung wird beispielsweise direkt das Prüfprotokoll am Objekt hinterlegt, sodass es zu jedem späteren Zeitpunkt an genau dieser Stelle wiedergefunden werden kann. Auf Basis dieser freien Struktur erfolgt die Sortierung bei Bedarf nach eigenen Kriterien. Die Entscheidung der Struktur kann bei der Arbeit jedes Mal individuell getroffen werden und muss nicht bereits bei der Datenanlage bedacht werden.
Elektronisch dokumentierte Objekte und Vorgänge sind nur hilfreich, wenn ihre Zugänglichkeit gewährleistet werden kann. Werden die Daten nicht synchronisiert oder verbleiben sie dezentral, sind die Störfaktoren und Risiken für Facility Manager nun zwar digitalisiert aber längst nicht verbessert. Eine gute Software für Facility Management verfügt über eine zentrale Ablage aller Daten. Somit greift jeder Mitarbeiter auf dieselbe Datenbasis zu und neue Objekte und Vorgänge sehen die Kollegen in Echtzeit auf ihrem Computer. Individuelle Mitarbeiterzugänge sichern auch die Dokumentation ab: Wer hat wann was warum an welcher Anlage ausgeführt? Mit einer zentralen Datenablage sind diese Informationen revisionssicher abgelegt und die Verantwortlichkeiten im Ernstfall eindeutig zuzuweisen.
Stärken nutzen
Mit einer derartigen Datengrundlage kann die Software ihre Stärken ausspielen und bei der Planung, Verwaltung und Dokumentation aller Objekte und Vorgänge im Facility Management unterstützen. So gehören auch Kosten und Budgets zu den Daten, mit denen Software eine Auswertung erstellen kann. Mit ihr lassen sich anschließend kostenintensive Bereiche ermitteln.
Ersatzteile und Lagerbestände können als Daten ebenfalls von einer digitalen Verwaltung profitieren. Werden alle relevanten Daten stets aktuell gehalten, ermöglichen individuelle Auswertungen eine Prozessoptimierung auf allen Ebenen. Flaschenhälse oder Auslastungsspitzen können ermittelt werden, sodass geeignete Maßnahmen zur ihrer Vermeidung ergriffen werden können.
Folgt die Softwareentwicklung dabei den Bedürfnissen und Anforderungen der Nutzer, profitieren diese bereits nach kurzer Zeit von ihr. Im Facility Management ist eine flexible Objektstruktur der entscheidende Vorteil in der praktischen Arbeit. Sie ermöglicht die Überwachung und Planung sämtlicher Termine für wiederkehrende Vorgänge. Außerdem sind akute Störungen einfach zu melden und als Reparaturaufträge einzuplanen. Objekt-, Ersatzteil- und Vorgangsdokumente lassen sich direkt am Objekt hinterlegen und sind bei Bedarf sofort verfügbar. Der steigenden Verantwortung und Belastung können Facility Manager so mit einer digitalen Lösung begegnen.
Damit entlastet eine gute Software in der Planung und Dokumentation und reduziert Störfaktoren und Risiken im Facility Management.
Autor: Christian Wendler, M.O.P Management-Organisations-Partner GmbH
Bentley Systems hat die Übernahme von EasyPower angekündigt – Bild: EasyPower
CAFM-NEWS – Das BIM-Softwarehaus Bentley Systems hat angekündigt, EasyPower zu übernehmen, einen Hersteller von Software für die Energiesystemtechnik. EasyPower wurde 1984 in Portland, Oregon (USA) gegründet. Ihre Produkte werden vor allem für Entwurf, Analyse und Überwachung von Stromverteilungssystemen in industriellen und gewerblichen Einrichtungen eingesetzt und um Sicherheit, Zuverlässigkeit und die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten. Mit der Übernahme plant Bentley, diese Planungs- und Analysewerkzeuge auch in den digitalen Zwilling zu integrieren, wo sie Anwender über den gesamten Lebenszyklus eines Infrastrukturobjektes nutzen können.
Bentley Systems, Anbieter von Software für BIM, CAD und Infrastruktur-Planung, hat die Übernahme von EasyPower bekannt gegeben. Das Unternehmen entwickelt vor allem Software für den Entwurf, die Analyse und die Überwachung von Stromverteilungs-Systemen in industriellen und gewerblichen Einrichtungen. Hierdurch sollen Sicherheit, Zuverlässigkeit und die Einhaltung von Vorschriften gewährleistet werden. Eingesetzt wird die Software von EasyPower primär von Elektroingenieure.
EasyPower wurde 1984 gegründet und hat seinen Sitz in Portland (Oregon, USA). Mit der Übernahme will Bentley Systems den integrierten und iterativen Entwurf und die Analyse von Stromversorgungssystemen für digitale Zwillinge von Infrastruktur jeglicher Art ausweiten und das eigene Angebot im Bereich der Infrastrukturtechnik erweitern.
Der AIV hat hat auf einer neuen Website Video-Statements zum Wiederaufbau von Karl Friedrich Schinkels Bauakademie in Berlin veröffentlicht – Bild: Berlin2070 gGmbH
CAFM-NEWS – So viel Schinkel wie möglich, so wenig Schinkel wie nötig? Rund um den angedachten Wiederaufbau der Berliner Bauakademie des Architekten Karl Friedrich Schinkel wird weiterhin eifrig diskutiert, wie mit dem Erbe des alten Baumeisters umzugehen ist. Die Frage in diesem Fall lautet, was denn nun genau für ein Gebäude im Herzen Berlins errichtet werden soll?
Munter beteiligt an der Diskussion ist auch der Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg (AIV), die jetzt zusammen mit seinen Partnern TU Berlin und Baukammer Berlin eine Video-Website gelauncht hat. Ihr Name: bauakademie.jetzt, betrieben von der Berlin2070 gGmbH des AIV.
Auf der Seite erläutern Architekten, Bauingenieure, Wissenschaftler und Politiker ihre Vorstellung einer Bauakademie und beschreiben sie als Initialbau der modernen Architektur. Insgesamt sollen 30 Videos online gestellt werden, von denen aktuell 13 Beiträge aufzurufen sind [Stand 27.02.2023]. Zu Wort kommen werden, wenn alle Filme im Netz sind:
Wibke Ahues, Architektin
Thomas Albrecht, Architekt
Elke Blauert, Kunsthistorikerin
Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Sozialwissenschaftler und Stadtplaner
Antje Bruno, Architektin und Gründerin „Denkraumstadt“
Julia Dahlhaus, Architektin und Vorsitzende des BDA Berlin
Max Dudler, Architekt
Christian Elßner, Architekt
Holger Friedrich, Verleger und Unternehmer
Prof. Dr. Jörg H. Gleiter, TU Berlin
Prof. Monika Grütters, Mitglied des Deutschen Bundestags
Pakertharan Jeyabalan, Architekt
Katrin Lompscher, Vorsitzende der Hermann-Henselmann-Stiftung
Helmut Maier, Architekt und Denkmalpfleger
Prof. Philipp Meuser, Architekt und Verleger
Prof. Dr. Michael Mönninger, HBK Braunschweig
Dr.-Ing. Christian Müller, Bauingenieur
Michael Müller, Mitglied des Deutschen Bundestags
Ulrich Müller, Architektur Galerie Berlin
Dr. Hans-Dieter Nägelke, TU Berlin
Nicole Parlow, Bauingenieurin
Prof. Dipl.-Ing. Eike Roswag-Klinge, TU Berlin
Prof. Dipl.-Ing. Alexander Schwarz, Universität Stuttgart
Bernhard Schulz, Journalist
Prof. Dr. Bénédicte Savoy, TU Berlin
Prof. Dr. Peter Stephan, FH Potsdam
Sergei Tchoban, Architekt und Stifter der Tchoban Foundation
Prof. Dr. Jörg Trempler, Universität Passau
Prof. Dr. Markus Tubbesing, FH Potsdam
Dr. Sonja Tubbesing, Dombaumeisterin Berliner Dom
Interessant zu beobachten dürfte sein, ob die Formulierung „als Initialbau der modernen Architektur“ hierbei eine Weichenstellung aufzeigt, die mit den 30 Statements untermauert werden soll, also ob die Berlin2070-Vertreter tendenziös argumentieren.
Denn als der Deutsche Bundestag 2017 die Wiederrichtung der von Karl Friedrich Schinkel erbauten Bauakademie beschloss, bewilligte er zugleich einen Etat von 62 Millionen Euro. Und seit der Besetzung der Position des Gründungsdirektors der Bundesstiftung Bauakademie wird entsprechend darüber diskutiert, was unter Wiedererrichtung zu verstehen ist:
Historische Rekonstruktion der Fassade und vielleicht auch des Inneren?
Die freie Interpretation im Sinne Schinkels in Gestalt eines Demonstrationsbaus, der zeigt, was innovatives und nachhaltiges Bauen heute bedeutet?
Hierbei sehen sich die Befürworter eines Wiederaufbaus des Klassikers einer ähnlich großen Gruppe von Modernisten gegenüber, die den Geist Schinkels, zeitgemäß zu bauen, als den eigentlichen Auftrag verstehen, wobei noch zu klären wäre, in welchen Grenzen Schinkel in der Mitte des 19. Jahrhunderts den Begriff „zeitgemäß“ gedacht hat.
Dynamisch wird die Diskussion in jedem Fall bleiben. Denn es geht dabei neben Politik, Selbstdarstellung und Prestige nicht zuletzt auch um das viele Geld, das jemand haben möchte, und um das Denkmal, dass sich jemand mit der Bauakademie errichten könnte.
Bunt und mit Kawumm: Die neue Webpage von sMotive wählt einen dynamischen Ansatz – Bild: sMotive
CAFM-NEWS – Bunt und so gar nicht business-like präsentiert sich die neue Website von CAFM-Haus sMotive. Die Böblinger setzen auf einen dynamisierten Ansatz, der neben üppigen zehn Navigationspunkten (plus Suche) auch auf selbsterklärende Untermenüs setzt: „Reden wir über Geld“, heißt es da, oder „Ohne die Mitarbeiter läuft nichts!“ oder „Digitalisierung, ein großes Wort!“. Die Inhalte sind entsprechend aufbereitet. Weniger klassisches Prospekt-Geflüster, dafür mal ein bisschen Themenarbeit, mal ein bisschen Tutorial oder hier und da etwas Meinungskundgabe. Die erfolgt übrigens mit kumpelhaftem „du“, was zu der poppigen Verpackung der Inhalte passt. Wie umfänglich die Leser darüber jubeln, darf mit Spannung erwartet werden.
Mit einem außerhalb des Werksgeländes gelegenen und öffentlich zugänglichen Betriebsrestaurant versorgt die Wisag Catering seit Januar 2023 mehr als 660 Mitarbeitende der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland und ermöglicht auch den 10.000 Mitarbeitenden des angrenzenden Chemieparks Zugang zum gastronomischen Angebot. Die Wisag hat sich in einem Ausschreibungsprozess mit mehreren Bewerbern durchgesetzt und für die Mitarbeitenden der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna ein Gastronomiekonzept entwickelt.
Das Betriebsrestaurant der Wisag Catering …
… bietet vier Menülinien, davon eine im Front-Cooking sowie Salatbowls und Frühstück. In einem angrenzenden Shop stehen zudem Snacks, Getränke, Zeitschriften und ein Paketshop zur Verfügung. Darüber hinaus stellt und bestückt das Team auch die Verkaufsautomaten auf dem Werksgelände, übernimmt die Konferenzverpflegung und ermöglicht für Schichtarbeitende an verschiedenen Standorten einen Lieferdienst für Speisen und Getränke in Mehrwegverpackungen.
In Magdeburg hat sich jetzt das Mittelstand-Digital Zentrum Bau konstituiert – Bild: Fraunhofer IFF
CAFM-NEWS – Vor wenigen Tagen ist in Magdeburg das Mittelstand-Digital Zentrum Bau gegründet worden. Das Zentrum, das einen Teil seiner Wurzeln im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen hat, will den mittelständischen Unternehmen der deutschen Bau- und Immobilienbranche als starker Partner zur Seite stehen. Hierzu plant es Angebote in vier verschiedenen Formaten:
kostenfreien Workshops
Publikationen
technischen Demonstratoren
Digitalisierungsprojekten
Auf diese Weise soll Unternehmen geholfen werden, die digitale Integration und Vernetzung entlang der Prozesskette Bau zu stärken. Um die Inhalte sinnvoll zu bündeln, plant der Verband verschiedene Themen-Schwerpunkte rund um die Digitalisierung:
digitaler Planungsprozess BIM
digitale Baustelle
digitales Facility Management
digitale Geschäftsprozesse
digitale Geschäftsinnovationen
In den Angeboten werden künftig auch gezielt Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammengeführt, so zum Beispiel mit den Themen Digitale Kreislaufwirtschaft oder Datenbasierte Nachhaltigkeitsbewertung. Auch die internen Prozesse der Unternehmen sollen verbessert werden.
Für einen gezielten Transfer in die Branche hinein kooperiert das Mittelstand-Digital Zentrum Bau zudem mit mehr als 60 Partnern aus Kammern, Verbänden und Initiativen der Bau- und Immobilienbranche.
Gebildet wird das neue Zentrum von vier Konsortialpartnern aus Wissenschaft und Praxis, die auch bereits im Vorgängerprojekt – dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen – beteiligt waren. Geleitet wird das Zentrum vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP. Auch das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb- und -automatisierung IFF in Magdeburg, die Jade Hochschule in Oldenburg, das eBusiness-KompetenzZentrum in Kaiserslautern und das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim sind als Partner beteiligt.
Das Mittelstand-Digital Zentrum Bau ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital“. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Mittelstand-Digital Zentrum Bau für die nächsten drei Jahre mit knapp 5 Millionen Euro.
Die erste gefma Lounge Bayern-Nürnberg 2023 wird am 30. März von 15.00 bis 16.30 Uhr als Webinar stattfinden. Den Startschuss ins diesjährige Veranstaltungsprogramm macht die Digitalveranstaltung mit dem Titel „Energieoptimierung & Digitalisierung. Transformationspotenziale heben.“ Marc Baranski, Head of Engineering & Research bei aedifion, wird Innovationen vorstellen und gemeinsame Best Practices im Gespräch mit Matthias Domke, Partner bei Alpha IC, präsentieren. „Digitalisierung ist der erste Schritt in Richtung Energieeffizienz: Wir müssen das besser betreiben, was bereits steht. Mit einem digitalen Upgrade können unmittelbar Einsparungen von bis zu 40 Prozent bei Energie, CO2 und Betriebskosten möglich werden – ohne Investitionen oder bauliche Veränderungen. Und dann ist der nächste Schritt zielgerichtete, datenbasierte Entscheidungen zur weiteren Dekarbonisierung zu treffen“, erklärt Smart-Building-Experte Baranski zu Optimierungspotenzialen im Gebäudebestand.
Merken Sie sich auch bereits die nächste gefma-Lounge am Donnerstag den 11. Mai von 16:30 bis 18:00 Uhr vor: Firmen Insights – Präsenz+Streaming, TH Nürnberg, „Bündelung von SV/SK-Prüfungen für ein Immobilienportfolio. Vorgehensweise und Hindernisse.“ mit Frank Gentzwein und Christoph Theilen von TÜV Süd.
Die intelligente Art, Reinigungsarbeiten mobil zu organisieren. Die soniq crew App ist Teil von soniq IQ, der All-in-One Plattform für das professionelle Reinigen. Multilingual, für reibungslose Reinigungsarbeiten in jeder Sprache und dafür gemacht, Zeit und Mühe zu sparen dank einer Vielzahl an Features:
All-In-One Messenger-Integration
Intelligentes Check-In und Check-Out
Schichtplanung 2.0 mit dem innovativen Kalender
Abwesenheiten digital mitteilen
digitale Zeiterfassung
Papierlos und transparent
Ticket-Management
Wissen, wann und wo gereinigt werden muss
Für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild.
Mitarbeiter-Planung und -kommunikation aus einer Hand.
Kosten: kostenpflichtig
Art:Datenerhebung und -verwaltung, Auftragssteuerung, Workplace Management Einbindung:Teil einer Software-Lösung
Was macht ein Smart Building interessant für Dienstleister im Facility Management ? Wo bieten die Gebäude Vorteile, wie sparen sie Kosten und was sollten Planer und Errichter hierfür bedenken? Fragen wie diese beantworten Dave Gebauer und Thilo Asmuß, Smart Building-Spezialisten bei Engie, in einem umfassenden Interview, das die CAFM-News heute als Themenwoche im Februar veröffentlicht haben. Der Titel des Interviews lautet „Smart Building: In Zukunft wird es ohne nicht gehen„.
Ziel der Themenwochen ist, möglichst fundiert und umfassend Inhalte, die für Facility Manager relevant sind, zu vertiefen und den Lesern einen deutlichen Mehrwert zu bieten. Zugleich kann sich das Unternehmen, das sich im Rahmen des Beitrags engagiert, als Spezialist für das Themenfeld ausweisen.
Unternehmen, die sich mit Ihren Lösungen für einen oder mehreren der angebotenen Bereiche hervorheben möchten, können sich direkt an Verena David wenden, die alle relevanten Informationen zu den Themenwochen bereit hält.
Die Themenwoche im Februar befasst sich im Rahmen eines Interviews mit Smart Building Technologie – Foto: Tom Semmler
CAFM-NEWS – ESG, explodierende Energiekosten und EU-Taxonomie stellen Immobilienerrichter, -besitzer und -betreiber vor neue Herausforderungen. Entsprechend ist Smart Building Technologie auf dem Vormarsch, langsam zwar, aber stetig. Was hierbei aus der Perspektive eines FM-Dienstleisters wichtig ist, haben wir Dave Gebauer, Regionalleiter Energy & Facility Solutions N/O, und Thilo Asmuß, Head of CAFM N/O, gefragt. Beide sind beim FM-Dienstleister Engie Deutschland beschäftigt.
CAFM-NEWS: Ist smarte Technologie überhaupt eine Hilfe für Facility Management und Facility Services?
Thilo Asmuß: Selbstverständlich, gerade in dem heutigen Zeitalter, in dem alles dokumentiert werden muss, ist es das einfachste, dass das Gebäude anfängt, sich selbst zu dokumentieren und auswertbare Daten zu sammeln. Es wird so deutlich einfacher, auf die Nutzerbedürfnisse einzugehen und diese ins Tagesgeschäft zu integrieren.
Dave Gebauer: Ja, unbedingt. In Zukunft wird es ohne nicht mehr gehen. Neben der Regulatorik – Thema ESG – werden sich die Geschäftsmodelle im FM verändern. Die Grundlage dafür sind Daten. Mit ihnen lässt sich das FM viel stärker mit dem Thema grüner Energieversorgung und grünen Energiemanagements zusammenbringen, was die Branche bei Ihrer Transformation zur Klimaneutralität unterstützt.
CAFM-NEWS: Die Investition in Smart Building Technologie, in Sensoren, Aktoren, Software und Apps, ist relativ hoch. Lohnt sich der Schritt aktuell schon oder ist der ROI noch zu gering?
Asmuß: Je nach Ausgangslage kann es aktuell schwierig sein, einen ROI zu erzielen, da die FM-Strukturen im Tagesgeschäft noch zu starr und unflexibel sind. Somit lassen sich die Ressourcen nicht dynamisch genug einsetzen, um im besten Fall Einsparungen zu erzielen. Ein erster Effekt lässt sich leicht im Bereich des infrastrukturellen Gebäudemanagements (IGM) erzielen. Hier können durch Bewegungs- und Nutzungssensoren die Flächen identifiziert werden, die tatsächlich gereinigt werden müssen, womit Ressourcen optimaler eingesetzt werden können.
Gebauer: Die Investition lohnt sich meines Erachtens im Neubau definitiv. Wir sollten neben dem ROI dabei auch die Mehrwerte für die Zukunft sehen, also das Thema Nutzerzufriedenheit, ESG und neue Geschäftsmodelle im FM. Und wo sich Smart Building Technologie definitiv rechnet, ist auf der Energieseite.
CAFM-NEWS: Welche Vorteile bringt Smart Building Technologie dem Eigentümer einer Bestands-Immobilie und in welcher Weise können die Nutzer eines Smart Buildings von ihr profitieren?
Gebauer: Der Vorteil smarter Technologie für den Bestand ist der gleiche wie im Neubau, mit dem Unterschied, dass der Invest im Bestand aktuell noch höher ist. Allerdings ist bei großen Refurbishments im Bestand der Unterschied zum Neubau bezogen auf Sensoren marginal.
Asmuß: Hier ist Green Building zu nennen oder auch das Well-being-Zertifikat, denn für solche Zertifizierungen werden sämtliche Daten aus dem Gebäude benötigt, die man ohne entsprechende Sensorik nicht erhalten würde. Des Weiteren können im Smart Building die Flächen effizienter genutzt werden, sobald die Bewegungsdaten im Objekt erfasst sind. Ähnlich verhält es sich mit der Einführung von intelligenten Parksystemen. Mit ihnen lassen sich die meist wenigen Parkplätze smart verwalten und so gut wie möglich zu nutzen.
CAFM-NEWS: Unterstützt Smart Building Technologie auch Servicedienstleister im FM?
Gebauer: Die Antwort ist ein klares „Ja!“. Das gilt allerdings nur, wenn schon zu Beginn entsprechend geplant wird, dass also in der Planungsphase Use-cases definiert werden. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Eine Anlage geht in Störung und sendet automatisch ein Ticket an das CAFM-System des Dienstleisters. Die Fragestellung, die sich hieran knüpft, ist: Welche Smart Building Technologien sind in diesem Szenario für Facility Management-Dienstleister besonders wichtig und warum? Aus meiner Sicht als Techniker sind es die Kommunikation zwischen Anlage und CAFM-System und die Nutzungsdaten auf den Flächen, beispielsweise wenn es sich um eine Fahrtreppe handelt. Schön wäre auch ein Daten-See je Immobilie. Ein weiteres Beispiel aus unserer Praxis ist, dass wir versuchen, eine Korrelation zwischen der Anzahl von Nutzern im Gebäude und dem Energieverbrauch abzuschätzen, um die Energiesteuerung zu optimieren.
Asmuß: Noch ein paar Beispiele, um den Nutzen greifbar zu machen: Durch eine smarte Objektverwaltung kann der Dienstleister mit Hilfe von Indoor-Navigation direkt an die ihn betreffenden Bereiche geführt werden. Und durch eine Fernauslese von Störungen können Entstörungen zielgerichteter und besser umgesetzt werden. Fernauslese hilft auch bei der Erfassung und dem Monitoring von Verbrauchsdaten für Medien wie Wasser, Strom, Gas oder Fernwärme.
CAFM-NEWS: Können Servicedienstleister auch bei Planung, Auswahl und Installation von Smart Building Technologie unterstützen?
Asmuß: Das können sie, angefangen bei der Beratung über die Auslegung der Anlagen bis zur Installation der Sensorik. Vorab ist die Auswahl der eingesetzten Systeme auf Praktikabilität zu prüfen, denn je smarter das Gebäude, desto mehr Systeme müssen untereinander kommunizieren, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
CAFM-NEWS: Was sollten Kunden vorab bedenken, wenn sie Smart Building Technologie einführen wollen?
Asmuß: Es gibt eine Reihe von Kernfragen: Ist der Nutzer sich bewusst, worum es sich bei einem Smart Building wirklich handelt? Werden alle gebotenen Potenziale auch hinterher genutzt? Was möchte der Kunde mit den gewonnenen Daten wirklich machen? Hat der Kunden einen kompetenten Partner, der das Smart Building nachher auch vollumfänglich betreuen kann?
Gebauer: Also kurz und knapp: Welches Ziel der Kunde mit dem Smart Building verfolgt und wie das später gemangt werden soll. Hier können wir natürlich gerne unterstützen.
CAFM-NEWS: Die meisten Gebäude sind schon gebaut. Welche Grenzen gibt es bei Smart Building Technologie mit Blick auf Bestandsgebäude?
Gebauer: Hier gibt es technologisch wenige bzw. keine Grenzen – die Herausforderung liegt natürlich bei der Wirtschaftlichkeit.
Asmuß: Es ist immer eine finanzielle Grenze, die bestimmt, welche Investitionen umgesetzt werden können. Viele Sensoren sind einfach per „Click & Play“ nachzurüsten, müssen dann aber mit einem Netzwerk verbunden werden. Es muss die Frage beantwortet werden, welche technischen Grenzen in der Bestands-TGA vorhanden sind, die für die Steuerung über smarte Sensortechnik ein Hindernis darstellen.
CAFM-NEWS: Was ist die minimale Anforderung, damit sich ein Gebäude „smart“ nennen darf?
Gebauer: Das sollten wir als Branche unbedingt definieren, aktuell wird der Begriff sehr variabel verwendet. Ich meine aber, dass es hierzu bereits eine Initiative von Corenet gibt.
Asmuß: Nach meinem Verständnis ist ein Smart Building it ein vernetztes Gebäude, das auf Basis der gewonnen Informationen in der Lage ist, eigeninitiativ in vorher festgelegten Rahmen Maßnahmen zu ergreifen. Insbesondere sollte hierbei der Fokus auf Energiepotenziale liegen.
CAFM-NEWS: Brauchen smarte Gebäude eine App?
Gebauer: Ich denke tatsächlich nicht – sie brauchen das Backend, über das sich Daten für Mieter, Nutzer und Dienstleister abgreifen lassen, um selbst eine App einzusetzen mit den Diensten, die die jeweilige Partei benötigt. Ich denke, in der Zukunft bringt jeder seine eigene App mit.
Asmuß: Ganz klares „Jein“. An sich benötigt ein Smart Building nur eine Plattform, auf der Daten gesammelt und ausgewertet werden. Der Nutzer muss allerdings die Möglichkeit erhalten, diese Daten ebenfalls auszuwerten und ggf. einzusteuern. Im heutigen Zeitalter empfiehlt sich hierfür der einfach zu nutzende Zugang mittels App, aber eigentlich ist die Art des eingesetzten Endgerätes für diese Steuerung nicht entscheidend.
CAFM-NEWS: Welchen Tipp geben Sie Unternehmen, die überlegen, ob sie Smart Building-Technologie einführen wollen?
Asmuß: Als erstes sollte ein Ziel festgelegt werden, das mit dem Smart Building avisiert ist. Und direkt am Anfang sollte schon klargestellt werden, was und wie man auswerten möchte und was man mit diesen Informationen anfängt.
Gebauer: Ich denke, zum Smart Building gehört auch Mut. Also: Seien Sie mutig! Smart Building-Technologie ist die Zukunft, denn wie schon Albert Einstein warnte: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
CAFM-NEWS: Vielen Dank für das Gespräch.
Thilo Asmuß (li.) und Dave Gebauer von Engie Deutschland äußern sich zu den Perspektiven für Smart Buildings jetzt und in Zukunft.
Abbildungen: T. Semmler (Titelbild); privat (Porträts)