Die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft hat auf ihrer 14. Jahrestagung das Thema „Energieeffizienz in der Wohnungswirtschaft“ in den Fokus genommen. Verschiedene Beispiele aus der Praxis zeigen Möglichkeiten auf, wie Energie dezentral, ökologisch und effizient bereitgestellt werden kann.
Die Wohnbau Bergstraße EG aus dem Südhessischen illustriert beispielsweise, wie sich Wohnungsunternehmen mit Energie selbstversorgen können. Durch neue Heizungsanlagen und die energetische Modernisierung im Bestand hatte sich der Energieverbrauch in den Objekten (s. Bild) bereits merklich gesenkt. Mittlerweile hat sich die Wohnbau Bergstraße EG sogar komplett vom Gasmarkt verabschiedet und auf Biogas-Erzeugung im Blockheizkraftwerk umgestellt. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 wird es zukünftig auch möglich sein, den im BHKW erzeugten Strom direkt an die Mieter zu verkaufen.
Ein Modell, das auch ohne selbst erzeugte Biomasse auskommt, ist das Projekt Genossenschaftsstrom, das die BTB Blockheizkraftwerks-Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin gemeinsam mit der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG in Marienhöhe umsetzt. Die BTB versorgt rund 1.300 Wohnungen der Siedlung mit zwei BHKWs. Der Strom, den die Wärme erzeugt, wird ins Netz des Versorgers eingespeist.
Der komplette Beitrag über Energieeffizienz in der Wohnungswirtschaft ist in der Dezember-Ausgabe 2011 der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ erschienen.

Die Volksbank Mittelhessen hat den FM-Anwenderpreis 2011 für ein umfassendes Organisationsprojekt im Facility Management erhalten. Mit Unterstützung der Berater der cgmunich GmbH hat das Finanzinstitut Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit bei der Gestaltung seiner Sekundärprozesse geschaffen.





Geothermie – Gefahr aus der Tiefe? Wer im Sommer vor allem in Baden-Württemberg Zeitung gelesen hat, könnte diesen Eindruck bekommen haben. Die Medien berichteten über teils erhebliche Schäden an Gebäuden, die sich Ende Juli nach Geothermie-Bohrungen in Leonberg ereignet hatten. Wahr ist, dass Leonberg kein Einzelfall war. Im Zusammenhang mit Problemen nach Geothermie-Bohrungen finden sich in den Medien Schlagworte wie Renningen, Staufen, Wiesbaden oder Basel. Wahr ist auch, dass Baden-Württemberg nach Leonberg eine Tiefenbegrenzung für Geothermie-Bohrungen erlassen hat und die Branche um die Zukunft einer Zukunftstechnologie kämpft. Ist sie aber tatsächlich eine Gefahr, diese Zukunftstechnologie? „Der Facility Manager“ hat nachgefragt bei Franz Untersteller, Umweltminister von Baden-Württemberg, und Stefan Schiessl, Sprecher der Sektion Oberflächennahe Geothermie des GtV-Bundesverbands Geothermie.
Facility Services Anbieter leiden unter einem großen Kostendruck. Auftraggeber konzentrieren sich oft vorrangig auf kurzfristige Einsparpotenziale. Der „FM+Vertrag“, ein Vertragskonstrukt aus Gebäudemanagement und Contracting, zeigt Möglichkeiten auf, diesem Teufelskreis zu entkommen. Er mündet sogar in einer Win-win-Situation: Der Auftraggeber erhält 20-30 Prozent Kostenvorteile. Der Dienstleister realisiert die Kostenvorteile jedoch nicht mit einem einfachen Nachlass. An Stelle des gewünschten Nachlasses wird der FM+Vertrag angeboten, bei dem sich der Dienstleister zusätzlich zur angebotenen Betreiberleistung verstärkt zur Energieeffizienz verpflichtet. Der Facility Services Anbieter verpflichtet sich im Rahmen des Gesamtvertrages zur Identifizierung, Umsetzung und Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen. Die Kombination aus Gebäudemanagement und Contracting bildet für Facility Services Anbieter den Schlüssel, um aus der Preisdruckspirale herauszukommen.
Die Nebenkosten in Deutschlands Büros sind in diesem Jahr nahezu unverändert hoch. Dies geht aus der jährlich von Jones Lang LaSalle erstellten Nebenkostenanalyse „OSCAR“ (Office Service Charge Analysis Report) hervor. Der Durchschnittswert über alle Gebäude hinweg von 3,41 Euro/m² pro Monat ist allerdings gleichbedeutend mit dem jemals höchsten gemessenen Wert. Bei klimatisierten Gebäuden wurde ein Anstieg des Gesamtdurchschnitts im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent registriert. Demgegenüber sank der Wert bei unklimatisierten Objekten um 2 Prozent. Die Kostenentwicklung der einzelnen Kategorien zeigt ein differenziertes Bild. Den größten Nebenkostenanteil verbuchte auch 2010 die Preiskategorie „Heizung“.
Rechtsanwalt Klaus Forster, Rödl & Partner, Nürnberg, hat in der Oktober-Ausgabe von „Der Faciilty Manager“ die Auswikung der geänderten Trinkwasserverordnung auf die Betreiberpflichten beleuchtet. Am 1. November 2011 ist die vom Bundesministerium für Gesundheit verabschiedete Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft getreten. Sie soll bundesweit die Wasserqualität sicherstellen und verbessern, sowie den Schutz vor Infektionen mit Legionellen gewährleisten. Bei unsachgemäßem Betrieb stellen vor allem zentrale Warmwasseranlagen einen perfekten Nährboden für die Vermehrung der Legionellen dar, die zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod führen können. Seit dem genannten Zeitpunkt haben viele Unternehmer, Betreiber, Vermieter und sonstige Inhaber von Trinkwasserversorgungsanlagen nach Maßgabe der komplexen Regelungen der TrinkwV erhöhte Betreiberpflichten. Insbesondere besteht unter bestimmten Voraussetzungen eine Pflicht zur jährlichen Untersuchung ihrer Anlagen auf Legionellen-Befall.
Bauliche und technische Möglichkeiten zur Verbesserung der Gebäudekühlung gibt es viele. In einer aktuellen Studie hat das Beratungsunternehmen Ecofys untersucht, welche Maßnahmen für verschiedene Arten von Bestandsimmobilien sinnvoll sind. In ihrer 195-seitigen Studie „Klimaschutz durch Reduzierung des Energiebedarfs für Gebäudekühlung“ haben die Energieberater unter anderem folgende, wenig überraschende Erkenntnis gewonnen: Der Kühlenergiebedarf für Nichtwohngebäude ist etwa 100-mal höher als der für Wohngebäude. Allerdings, so schätzen sie, wird sich in Wohngebäuden der Energieverbrauch für Kühlzwecke in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Bei geschäftlich und öffentlich genutzten Gebäuden rechnen sie mit einem Anstieg um 25 Prozent.
Eine außergewöhnliche Konstellation: Die drei Unternehmen Fraport AG, Wisag Facility Management Hessen GmbH & Co. KG und Strabag Property and Facility Services GmbH haben sich zur Arbeitsgemeinschaft „ARGE Facility Management @ THE SQUAIRE GbR“ zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: Sie wollen fünf von sechs Bauteilen der Immobilie „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen für die nächsten zehn Jahre bewirtschaften. Eine gewichtige Herausforderung stellen die Qualitätsansprüche dar, die die Auftraggeber bzw. Mieter an die ARGE stellen.
Im Vorfeld der Expo Real werden Immobilienfachleute das nicht gerne lesen: Das Immobilienklima in Deutschland ist laut einer Umfrage von King Sturge deutlich schlechter geworden. Das Immobilienklima fungiert als Stimmungsindikator für den Immobilienmarkt und ist im August um 6,2 Prozent auf 135,0 Zählerpunkte (Vormonat: 143,9) gesunken. Das ist das Ergebnis der monatlich von dem zu Jones Lang LaSalle gehörenden Immobilien-Beratungsunternehmen King Sturge präsentierten Befragung von 1.000 Marktteilnehmern. Die Stimmung liege damit wieder auf dem Niveau von Dezember 2010.
Um die ökonomische und ökologische Qualität von Schulbauten zu verbessern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Forschungsprojekt „Energieeffiziente Schulen“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekts fördert das BMWi Vorhaben, die sehr wenig Energie benötigen oder Überschüsse erzeugen. Mitte Juni ist in Hohen Neuendorf die erste Plusenergieschule in Betrieb gegangen. Die Stadt hatte den Neubau einer dreizügigen Grundschule (4.300 m² BGF) und einer Dreifach-Sporthalle (2.200 m² BGF) ausgeschrieben und eine konsequent auf die Entwicklung eines ressourcenschonenden, energieoptimierten Gebäudekomplexes ausgerichtete Planung gefordert.
In unserer Serie Facility Manager im Portrait stellen wir Ihnen dieses Mal André Schnitzler vor. André Schnitzler ist als Leiter Immobilienmanagement bei der Gruner +Jahr AG Co. KG für 88.000 m² im Stammhaus in Hamburg (s. Bild) verantwortlich. Dazu kommen weitere 32.000 m² in Berlin, Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Hannover, Köln, Stuttgart und Schwerin. Für ihn besteht die größte Herausforderung in seinem Beruf darin, Kundenwünsche im klassischen Dreieck aus Kosten, Terminen und Qualitäten im Sinne des Gesamtunternehmens umzusetzen.
Die Novellierung des Erneuerbaren Energie Wärme Gesetz (EEWärmeG) bietet alternativen Kühlverfahren eine Chance zur deutlichen Weiterentwicklung. Bis zum Jahr 2020 muss bei Neubauten oder grundlegenden Renovierungen ein Pflichtanteil aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Darunter fallen die thermisch angetriebene Kühlung und speziell die „solare Kühlung“. Bei der thermisch angetriebenen Kühlung wird nicht Strom zum Antrieb einer elektrisch angetriebenen Kompressionskältemaschine verwendet, sondern Wärme, die einen thermischen Kälteprozess antreibt.
zeitschrift „Der Facility Manager“ hat fundierte Zahlen zum deutschen Markt für Gebäudereinigung erhoben. Von den 26 Unternehmen, die bei der Datenerhebung per Fragebogen im Juli Angaben zu Umsätzen, Mitarbeiteranzahl, Zertifizierungen und Portfolio gemacht haben, konnte der Großteil in 2010 das Vorkrisenniveau wieder erreichen. Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise sind die Umsätze der befragten Dienstleistungsunternehmen im Geschäftsfeld Reinigung in den vergangenen Jahren gewachsen. Verglichen mit den Umsätzen in 2008 (2,31 Mrd. Euro) stieg der Umsatz um 161 Mio. Euro bzw. 6,98 Prozent auf 2,57 Mrd. Euro in 2009. 2010 verzeichneten die Dienstleister mit 97 Mio. Euro ein Umsatzplus von 3,91 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Zukunft der Energieversorgung ist regenerativ. Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Allerdings gilt es auf dem Weg in diese Zukunft ein großes Problem zu lösen: Die Speicherung der regenerativ gewonnenen Energie. Denn die Sonne scheint nur tagsüber und der Wind weht nicht immer gleich stark. Nicht erst seit der Katastrophe von Fukushima und dem in Deutschland beschlossenen Atomausstieg arbeiten Ingenieure und Wissenschaftler an neuen Technologien zur Energiespeicherung. Doch nachdem nun endgültig feststehen dürfte, dass Atomkraft auch nicht als Brückentechnologie geeignet ist, nimmt die Forschung schnellere Fahrt auf. Die technischen Ansätze für die Speicherung von Energie sind vielfältig.

Die Immobiliengesellschaft Vivico wird von 1. Juli an unter der Marke „CA Immo“ auftreten. Das auf nachhaltige Quartiersentwicklung spezialisierte Unternehmen war Ende 2007 vom europäischen Immobilieninvestor
Die Düsseldorfer
In unserer Serie Facility Manager im Portrait stellen wir Ihnen dieses Mal Rupert Mayr vor. Er ist Director Facility Management and Logistics beim Luftfahrt-Triebwerkshersteller MTU Aero Engines in München (s. Bild). Als Director Facility Management and Logistics verantwortet Mayr die Bereiche Neubauten, Gebäudemanagement und Logistik beim Luftfahrt-Triebwerkshersteller MTU Aero Engines in München. Zusammen mit 115 Mitarbeitern kümmert er sich um die Belange von 4.500 Mitarbeitern. Die größte Herausforderung dabei? – „Notwendiges von Überflüssigem zu unterscheiden…“
Die Frage nach der Zutrittskontrolle kann mechanisch, digital oder in Mischformen beantwortet werden. Die Kriterien für die Entscheidungsfindung hängen primär von den Anforderungen und Rahmenbedingungen des Einzelfalls ab. Dabei spielt die Größe der Anwendung eine zentrale Rolle. Trotz höherer Anschaffungskosten bieten elektronische Schließsysteme eine Vielzahl von Vorteilen, die sie im Vergleich zu den mechanischen Systemen besonders attraktiv machen. Richtig gehandhabt bergen sie auch in puncto Sicherheit große Potenziale.
Die Atomkatastrophe in Fukushima löste auch in Europa, insbesondere in Deutschland, ein weiteres Erdbeben aus. In der Energiepolitik und der Berichterstattung darüber haben sich in kürzester Zeit nahezu revolutionäre Veränderungen ergeben. In der allgemeinen Wahrnehmung beherrschte jedoch die Politik in Kombination mit den vier großen Energieversorgern die Gesamtdiskussion. Contractoren und Facility Services Anbieter üben in Zeiten revolutionärer Veränderungsprozesse eine nicht nachvollziehbare Zurückhaltung. Sie sind in der gesamten Diskussion abgetaucht. Dies ist umso verwunderlicher, als diese mehr als alle anderen Akteure am Markt, bezahlbare Lösungsansätze zu bieten haben. Das Geschäftsmodell Contracting hat den Vorteil, nicht nur vom Umsatz verkaufter Energie zu leben, sondern trägt sich auch durch Einspareffekte.