Nach LEED und BREEAM hat das Deutsche Gütesiegel nachhaltiges Bauen der DGNB (Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) als jüngstes der drei hierzulande bekannten Nachhaltigkeitszertifikate einen beeindruckenden Start hingelegt. Obwohl es bereits über 170 DGNB-zertifizierte Immobilien gibt, sind der Aufbau und die Kriterien des Zertifikats für viele Facility Manager immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Doch spätestens seit der Existenz der Zertifikatsvariante für Bestandsimmobilien kommen sie nicht mehr darum herum, sich in die Systematik einzuarbeiten, wollen sie nicht Gefahr laufen, beruflich ins Abseits zu geraten.
Der komplette Beitrag über Nachhaltigkeitszertifikate ist in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ erschienen.

Auf der am 11. April verschickten Einladung zur Bilanzpressekonferenz der Dussmann-Gruppe war noch Thomas Greiner als Vortragender des Zahlenwerks angekündigt. Am 20. April überraschte das Unternehmen mit der Mitteilung, dass der Stiftungsrat der Dussmann-Gruppe unter dem Vorsitz von Catherine von Fürstenberg-Dussmann (rechts im Bild) – der Ehefrau des im Oktober 2008 erkrankten Firmengründers – beschlossen habe, sich mit sofortiger Wirkung von dem noch von Peter Dussmann persönlich eingesetzten Vorstandsvorsitzenden zu trennen. Die bisherige Nummer Zwei, Dirk Brouwers (links im Bild), soll statt Greiner das Unternehmen in die Zukunft führen.
Der Stiftungsrat der Dussmann Gruppe hat gestern unter dem Vorsitz von Catherine von Fürstenberg-Dussmann beschlossen, sich vom Vorsitzenden des Vorstandes, Thomas Greiner, und vom Finanzvorstand, Dr. Christiane Jaap, zu trennen. Die Trennung erfolgte laut Aussagen des Unternehmens einvernehmlich.Das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernimmt mit sofortiger Wirkung der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Dirk Brouwers (s. Foto). Die Berufung eines neuen Finanzvorstands wird in Kürze erfolgen.
Der Begriff „Green Building“ wird vielfach nur mit einer rein energetischen Betrachtung in Verbindung gebracht. Nicht weniger entscheidend sind allerdings Faktoren wie das Gebäudekonzept, der Standort und gesundheitliche Aspekte. So können beispielsweise energiesparende Leuchtmittel zwar Strom sparen, aber als Nebeneffekt zugleich eine Belastung der Nutzer durch elektromagnetische Felder erzeugen oder bei der Entsorgung Probleme bereiten. Gerade das Thema elektromagnetische Strahlung wird im Zusammenhang mit dem nachhaltigen Bauen oft noch nicht ausreichend diskutiert. Und das, obwohl gerade die modernen Green Buildings über vergleichsweise viele gebäudetechnische Funkanwendungen verfügen und im gewerblichen Bereich beispielsweise der Internet-Zugang über W-LAN nicht mehr wegzudenken ist.
Seit Juli 2010 ist die aktualisierte europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2010/31/EU) in Kraft. Sie fordert unter anderem, dass ab 2021 alle neu zu errichtenden Gebäude in der Europäischen Union Niedrigstenergiegebäude sind. Gleichwohl der energetische Standard „Niedrigstenergiegebäude“ erst noch auf nationaler Ebene definiert werden muss, steht bereits heute fest, dass die zukünftigen Neubauten ihren Energiebedarf weiterhin senken müssen und diesen minimierten Energiebedarf dann vorrangig durch erneuerbare Energien decken werden.
Die Münchenstift gGmbH hat ihr Gebäudemanagement 2006 komplett neu strukturiert. Neben dem Kerngeschäft bedarfsorientierter Wohn- und Pflegeformen für Senioren galt es auch den Betrieb der Häuser weiter zu professionalisieren. Ziel dabei war der Aufbau einer FM-Organisationseinheit ohne Mehraufwendungen während des laufenden Betriebes. In einem mehrjährigen Organisationsprojekt beschritt die Münchenstift nun neue Wege: Weg von der unternehmensinternen Reorganisation über die integrierte Gesamtvergabe der TGM-Leistungen zur kennzahlengesteuerten FM-Organisation.
Insbesondere kleinere Unternehmen wie Ingenieurbüros, FM-Berater, Energieberater und mittelständische Dienstleistungsbetriebe investieren oftmals unverhältnismäßig viel Zeit und Geld in den Aufbau und die Pflege individuell programmierter Webauftritte. Einfacher und kostengünstiger geht es mit vorkonfigurierten, branchenspezifischen Vorlagen. Der Telekommunikationskonzern 1&1 stellt beispielsweise in seinem Produkt „Do-It-Yourself Homepage“ vorgefertigte Inhaltsvorlagen für über 180 Branchen zur Auswahl, mit der auch absolute Computer-Laien in der Lage sind, innerhalb weniger Minuten eine professionelle Homepage zu erstellen.
Durch die Kopplung von CAFM und Gebäudeautomation lässt sich eine deutlich bessere Transparenz und Aktualität in der Darstellung der Kostensituation von Liegenschaften erreichen. Gleichzeitig können belastbare Aussagen für den laufenden Prozess der Entscheidungsfindung getroffen werden. Für das Vortragsmanuskript zur Kopplung von CAFM und Gebäudeautomation wurden die Autoren Gerhard Fetzer, Jörg Seitter und Hartmut Potreck mit dem Best Paper Award der FM-Messe 2011 ausgezeichnet. Prof. Gerhard Fetzer ist Dekan der Fakultät Versorgungstechnik und Umwelttechnik der Hochschule Esslingen, M. Sc. Jörg Seitter arbeitet am Steinbeis Transferzentrum Building Technology und Dipl.-Ing. Hartmut Potreck ist Vorstand der SMB AG, München, Hersteller des Software-Systems MORADA.
In unserer Serie „Facility Manager im Portrait“ haben wir in der Ausgabe 4 Matthias Grimm vorgestellt. Er ist Head of Global Facility Management der SAP AG und kann sich „keinen schöneren Beruf vorstellen“. Grimm trägt die organisatorische und finanzielle Gesamtverantwortung für den Bereich Global Facility Management mit einem Kosten- und Invest-Volumen von knapp 500 Mio. Euro jährlich. Zu seinen Aufgaben gehören die strategische und taktische Ausrichtung des Bereichs, die Einhaltung der Zielvorgaben der Abteilung und die Mitarbeiterentwicklung. Etwa 1,2 Mio. m² verteilt auf weltweit 160 Standorte mit knapp über 55.000 Arbeitsplätzen liegen in seiner Verantwortung.
Was heißt Nachhaltigkeit für den Immobilienbereich und insbesondere für die Immobilien der öffentlichen Hand? Wie kann man die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit fassbar machen, messen und in Bewertungen ausdrücken? Welche Instrumente stehen der öffentlichen Hand für die Umsetzung von Nachaltigkeit zur Verfügung? Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, der bis 2012 schrittweise das Eigentum aller inländischen Liegenschaften des Bundes übertragen wird, treibt durch ihre Mitarbeit am Leitfaden Nachhaltigen Bauen, am Runden Tisch Nachhaltiges Bauen und am Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) aktiv die Entwicklung nachhaltiger Immobilien voran.
Die Immobilienbranche in Deutschland geht voller Zuversicht in das laufende Jahr. Während die Wirtschaftskrise 2008 und 2009 eine Talfahrt der Immobilienpreise und Mieten einläutete, haben die Investoren mit dem Aufschwung wieder Mut gefasst und sind anscheinend auch wieder besser bei Kasse. „Aufgrund der volkswirtschaftlich besseren Lage in Deutschland und den daraus resultierenden Folgen für die Vermietungsmärkte rechnen wir nach rund 20 Mrd. Euro im vergangenen Jahr für 2011 mit einem Anstieg des Transaktionsvolumens um 25 Prozent auf über 25 Mrd. Euro im gewerblichen Immobilienbereich,“ sagt Oliver Zucker, Sector Head of Building Construction & Real Estate bei KPMG. Seine Einschätzung stützt sich auf die Ergebnisse einer Befragung, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter 100 Investoren, Projektentwicklern, Finanzierern, Asset Managern, Wohnungsunternehmen und Maklern durchgeführt hat.
Gerfried Walsers Aufgabe klingt eigentlich ganz einfach: Als Facility Manager der Burger King GmbH muss er Dienstleistungen rund um das Kerngeschäft der Systemgastronomie zu Marktpreisen mit einem hohen und einheitlichen Qualitätsstandard in allen Burger King Restaurants bundesweit zur Verfügung stellen. Doch spätestens beim Stichwort Standorte wird die erste Herausforderung in seiner Arbeit klar: Es gibt zahlreiche Neueröffnungen, Schließungen oder Company-Standorte werden an Franchisenehmer übergeben. Eine Gemeinsamkeit über alle Restaurants hinweg ist jedoch das Bestreben, möglichst viele Supportleistungen outzusourcen, da die Auftraggeber sich nur mehr auf das Kerngeschäft in der Systemgastronomie konzentrieren wollen. Erschwert wird dies jedoch durch den heterogenen Bestand.
Mach aus „Franzi“ den perfekten Facility Manager mit playFM. play FM heißt das Computerspiel für FM-Einsteiger und -Fortgeschrittene, das derzeit ein Forscherteam der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) entwickelt. Franz bzw. Franziska Meier (FM) ist der Hauptcharakter, der vom Spieler durch die verschiedenen Level gelenkt wird. Innovative IT-gestützte Lehr- und Lernkonzepte im Facility Management befinden sich mit Ausnahme von in Hochschulen eingesetzten e-Learning-Plattformen und vereinzelten betriebswirtschaftlichen Planspielen noch in den Kinderschuhen. Im Weiterbildungsbereich fehlen diese Ansätze fast vollständig. Dies war die Motivation für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „playFM“.
Das zum Jahreswechsel in Kraft getretene Haushaltsbegleitgesetz hat die bisherigen strom- und energiesteuerrechtlichen Entlastungen für Contractoren zu großen Teilen aufgehoben. Entlastet werden Contractoren nur noch, wenn sie ihre Nutzenenergie an Unternehmen des Produzierenden Gewerbes verkaufen. Für Contracting-Projekte in der Wohnungswirtschaft, im Gesundheitssektor oder in der Verwaltung gibt es seit Beginn des Jahres 2011 keine steuerlichen Entlastungen mehr. Um die Wärmepreise weiterhin wettbewerbsfähig zu halten und Contracting als attraktives Modell der Energieversorgung zu erhalten, stehen die Contracting-Anbieter nun unter dem Druck die weggefallenen Steuerentlastungen mit intelligenten Energieeinspar- und -effizienzkonzepten zu kompensieren.
Die FM-Berater können sich freuen. Im Jahr eins nach der Wirtschaftskrise wuchs der Beratungsmarkt im Facility Management wieder dynamisch: Um 11,7 Prozent konnten die FM-Beratungsunternehmen, die an der aktuellen Marktübersicht der FM-Beratungsunternehmen teilnahmen, ihr Geschäft im Jahr 2010 ausbauen. Zum Zeitpunkt der Befragung im November 2010 erwarteten die 17 FM-Beratungsunternehmen, die Angaben zur Geschäftsentwicklung machten, zusammengerechnet einen Jahresumsatz von insgesamt 45,38 Mio. Euro im Geschäftsfeld der FM-Beratung.
Sodexo hat im Geschäftsjahr 2010, das am 31. August geendet hat, mit seinen weltweit 380.000 Mitarbeitern den Umsatz um 3,9 Prozent auf 15,26 Mrd. Euro gesteigert. Das Operative Ergebnis stieg um 3,4 Prozent auf 771 Mio. Euro, der Jahresüberschuss um 4,1 Prozent auf 409 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum setzt sich zusammen aus 2,5 Prozent organischem Wachstum, 0,2 Prozent Wachstum aufgrund von Währungseinflüssen und 1,2 Prozent Wachstum aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises. Für 2011 geht der Dienstleistungskonzern von einem organischen Ertragswachstum von 3 bis 4 Prozent aus bei einer Steigerung des Operativen Ergebnisses um 10 Prozent.
Die GEA Refrigeration Technologies GmbH, Bochum, hat die bisher in Familienbesitz befindliche Bock Kältemaschinen GmbH, Frickenhausen, übernommen. Zu dem Unternehmen, das insgesamt mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt, gehören neben dem Verwaltungs- und Produktionsstandort in Deutschland ein weltweites Vertriebsnetz sowie Werke in Stríbro (Tschechische Republik), Vadodara (Indien) und Hangzhou (China). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.