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BIM-Monitor 2022/23 erschienen

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Die BIM-Methode ist zögerlich im Kommen, zeigt der BIM Monitor 2022/23 von BauInfoConsult und Drees & Sommer - Bild: ME Image/stock.adobe.com
Die BIM-Methode ist zögerlich im Kommen, zeigt der BIM Monitor 2022/23 von BauInfoConsult und Drees & Sommer – Bild: ME Image/stock.adobe.com

CAFM-NEWS – Vom Bund für öffentliche Bauprojekte schon länger verbindlich, nutzt ein Großteil der Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen und Installationsfirmen die digitale Planungsmethode BIM noch nicht. Warum das so ist, das untersucht die Studie BIM-Monitor 2022/23: Trends und Entwicklung der Marktforscher von BauInfoConsult und des Beratungshauses Dress & Sommer. Für sie befragten die Marktforscher über 300 Firmen telefonisch zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen zum Thema BIM.

Die Ergebnisse der Erhebung zeigen deutlich: BIM hat einen guten Ruf in der Branche, wird aber oft noch nicht ausschöpfend angewendet. Das meint Alexander Faust, Marktanalyst bei BauInfoConsult, mit Blick auf die Daten der diesjährigen Erhebung.

Erfahrungen mit BIM hat nur ein Fünftel der 300 Befragten – aktuell nutzen also nur 20 Prozent BIM. Dabei liegen die Vorteile der Methode klar auf der Hand: BIM bündelt alle relevanten Daten in einem digitalen Modell, dem digitalen Zwilling des Bauwerks. Da alle wesentlichen Bauakteure in Modellen arbeiten, stehen die dort verarbeiteten Informationen wiederum allen zur Verfügung. Ändert ein Planer beispielsweise den Gebäudegrundriss ab, können die anderen Projektbeteiligten ihre Fachplanung unmittelbar darauf anpassen. Und passen die Entwürfe nicht mehr zusammen, werden diese Kollisionen nicht erst während des Bauprozesses bemerkt, wo sie zu Verzögerungen und gesteigerten Kosten führen.

 

Warum so zögerlich?

Blickt man über die Landesgrenze, fällt auf: In den Niederlanden, in Skandinavien, Großbritannien und den USA ist BIM beispielsweise schon viel weiter. Das führt zu zwei zentralen Fragen: Warum sind die Akteure auf dem deutsche Markt trotz der BIM-Pflicht für öffentliche Bauaufträge weiter so zögerlich? Und was könnte kann helfen, damit BIM auch hierzulande Fahrt aufnimmt?

Die Zahlen des BIM-Monitors 2022/23 verweisen auf Gründe, warum Nutzer derzeit BIM bereits einsetzen. Die drei häufigsten sind:

  • weil es Kunden fordern (36 Prozent)
  • um wettbewerbsfähig zu sein (30 Prozent)
  • um interne Prozesse zu optimieren (30 Prozent).

André Friedel, BIM-Experte bei Drees & Sommer, sieht in den Ergebnissen ein klares Zusammenspiel von Push- und Pullfaktoren: „Die Markterfordernis und die Notwendigkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben, lösen den Wandel aus. Optimierung der internen Prozesse und der Bauabläufe sind dann die konsequente Folge und fast schon ein Mitnahmeeffekt.“

 

Kunden müssen BIM einfordern

„Aktuell scheint die Nachfrage- und Kapazitätskrise in der Bauwirtschaft die BIM-Verbreitung noch zu hemmen“, sekundiert Alexander Faust von BauInfoConsult. Erstarkte die Marktnachfrage, werde auch BIM in der Arbeitspraxis umfassender genutzt. Auch das belegen die Zahlen: Wenn BIM als Methode vom Auftraggeber gewünscht ist, sagen

  • 32 Prozent der jetzigen BIM-Nicht-Nutzer, sie würden die Methode einführen,
  • 21 Prozent würden BIM zur Optimierung der Bauabläufe nutzen wollen,
  • 20 Prozent würden BIM einführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben,
  • 20Prozent würden wegen Druck des Marktes BIM einführen.

Pros & Cons

Als Vorteile von BIM gelten für die Teilnehmer der Umfrage vor allem das Plus an Effizienz, Kooperation und im Resultat Qualität der Projekte und ihrer Ergebnisse.

Als Hemmnisse sehen die Befragten neben dem Investitionsaufwand die Komplexität des Themas, die für erhöhten Schulungsaufwand sorgt. Die größten Hürden für den Einstieg in BIM liegen mittlerweile vor allem in den notwendigen Veränderungen der Betriebsabläufe und der Mitarbeiteraufgaben.

 

Schreckt der BIM-Schulungsaufwand ab?

Mit 47 Prozent plant fast die Hälfte der Befragten in nächster Zeit in eine umfassende BIM-Weiterbildung für ihre Mitarbeitenden zu investieren. Hier liegt tatsächlich das größte Invest. Dazu hat Drees & sommer festgestellt, dass bei der  strategischen Implementierung digitaler BIM-Prozesse neben der intensiven Schulung der Mitarbeitenden vor Projektstart auch eine fachlich-technische Begleitung über mindestens das erste Pilotprojekt hinweg sehr sinnvoll ist.

 

Weitere Haupt-Ergebnisse des BIM-Monitors:

  1. Jeder fünfte Betrieb arbeitet in seinen Projekten mit BIM – im Schnitt mit einem Anteil der BIM-Projekte am eigenen Unternehmensumsatz von durchschnittlich 31,8 Prozent.
  2. 41,5 Prozent der BIM-Projekte der Bauprozess wird mit einem „digitalen Zwilling“ begleitet.
  3. 32 Prozent der Bauakteure haben Bedarf an Schulungen von Herstellern zur BIM-Nutzung. Bei den konkreten Nutzer von BIM ist der Schulungsbedarf nochmals höher.
  4. Im Vergleich zu 2017 und 2019 ist die Bedeutung der Hersteller-Webseiten für die Suche nach herstellerspezifischen BIM-Objekten erkennbar gestiegen.
  5. Open BIM wird im Schnitt in 59 Prozent der Projekte der BIM-Nutzer standardmäßig erwartet – Hersteller sollten bei der Bereitstellung ihrer Modelle darauf vorbereitet sein

Vorteile sind bekannt

Die Zahlen des BIM Monitors 2022/23 zeigen: Die Vorteile von BIM sind bekannt und in der Branche anerkannt, die unsichere Marktsituation scheint aktuell eine flächendeckende Anwendung zu hemmen. Multiplikatoren von BIM sind vor allem Architekt sowie die Hersteller von BIM-fähiger Software. Auf Auftraggeberseite sind vor allem die öffentlichen Bauherren vertraut mit BIM, gefolgt von gewerblichen Bauherren. BIM wartet also in den Startlöchern – und die Baubranche auf günstigere Zukunftsaussichten, um mit BIM loszulaufen.

 

Über die Studie

Die Studie BIM-Monitor 2022/23: Trends und Entwicklung zeigt den Stand und das Potenzial der BIM-Marktdurchdringung in Deutschland auf. Für den BIM-Monitor 2022/23 kooperierten das Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer und das Düsseldorfer Marktforschungsunternehmen BauInfoConsult, um für die Leser zwei Sichten zur Verfügung zu stellen. Zur Einordnung der jüngsten Ergebnisse werden zudem die Daten der letzten Erhebungen (2017-2019) zum Vergleich herangezogen und die Entwicklung aufgezeigt. Weiter untersucht die Studie, welche Anforderungen insbesondere an Hersteller von Baumaterialien und (Software-)Dienstleister in Bezug auf BIM gestellt werden. Schließlich wird ausgewertet, wie häufig das Potenzial von BIM in der Praxis ausgeschöpft wird, zum Beispiel in Bezug auf

  • integrale Planung/digitaler Zwilling,
  • 3D-Visualisierungen zur Kollisionsprüfung,
  • BIM-Monitoring über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die Studie ist im Volltext bei BauInfoConsult zum Preis von 2.250 Euro zzgl. Mwst. erhältlich.



Bild: ME Image/stock.adobe.com



Jetzt buchen: CAFM-MESSE & KONGRESS 2023

Nach der fulminanten Premiere der CAFM-MESSE & KONGRESS als Live-Event im Juni 2022 (siehe Bildergalerie 2022, legen wir nun nach: Die CAFM-MESSE & KONGRESS 2023 findet am 19./20. Juni 2023 erneut im Esperanto Kongress & Kulturzentrum in Fulda statt, das sich als Location für dieses Top-Event bestens bewährt hat.

Die CAFM-MESSE & KONGRESS hat ihren klaren Fokus auf Computer Aided Facility Management Systeme, ihre Funktionalitäten und technischen Möglichkeiten. In Ergänzung zu unserer Marktübersicht CAFM-Software bietet sie den Messebesuchern – CAFM-Anwender und Neu-Interessenten – einen Marktüberblick und eine direkte Vergleichsmöglichkeit der angebotenen Systeme und erleichtert somit die Produktauswahl bzw. den Systemwechsel.

Eingerahmt von einem informativen Kongressprogramm präsentieren namhafte CAFM-Anbieter auf ihren Messeständen ihre Lösungen. In diesem Jahr ergänzen wir das Ausstellerspektrum um (CA)FM-Berater, Implementierungspartner, Datenerfasser, IT-affine FM-Dienstleister sowie um Anbieter spezieller App-Lösungen. Sie alle stehen für individuelle Vier-Augen-Gespräche zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten und auf Ihre Aufgabenstellungen einzugehen.

Das Programm, Informationen für Aussteller und Besucher sowie eine Bildergalerie der letztjährigen CAFM-Messe finden Sie unter:
www.cafm-messe.de

Early Bird Ticket: Bundesfachtagung Betreiberverantwortung 2023

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am 24. und 25. April 2023 findet im Esperanto Kongress- & Kulturzentrum in Fulda mit der Bundesfachtagung Betreiberverantwortung eine der wichtigsten FM-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum statt.

Die Programmgestaltung liegt erneut in den Händen der Initiatoren Ulrich Glauche und Jörg Schielein von Rödl & Partner. Ulrich Glauche, Leiter des Richtlinienwesens des deutschen Verbands für Facility Management gefma, und Jörg Schielein, Leiter des gefma-Arbeitskreises Recht, zählen zu den renommiertesten Experten auf diesem Gebiet

Wenn Sie am kompletten Programm inklusive der beliebten Abendveranstaltung (für die die Plätze limitiert sind), teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich rechtzeitig Ihren Platz zu sichern.

Bis zum 31. Dezember gilt noch der vergünstigte Early-Bird-Tarif:
www.facility-manager.de/betreiberverantwortung

Geiger schließt sich Ecore an

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Geiger Facility Management ist dem ESG-Circle of Real Estate (Ecore) beigetreten und wird sich besonders im Fachausschuss Projektentwicklung für die Schwerpunktbranchen Handel, Wohnen, Gewerbe und Industrie einsetzen. Damit will das Unternehmen bei der Entwicklung von ESG-Standards im Facility Management unterstützen, wie Thomas Braun, Geschäftsführender Gesellschafter von Geiger FM erklärt.

Der Ecore-Circle und seine Ziele

Ecore entstand im Februar 2020 und umfasst inzwischen über 150 Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich Fonds- und Assetmanagement, Projektentwicklung sowie dem Bankenbereich. Sie wollen gemeinsam einen Branchenstandard zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance von Immobilienportfolios entwickeln und als Dialog- und Best Practice-Plattform dienen. Das Ecore-Scoring schafft einen Standard, der alle Regularien, Gesetze, Verordnungen und die ESG-Kriterien vereint. Somit kann der ESG-Zustand von Objekten erfasst und verglichen werden. Der Score-Wert wird anhand einer Punkteskala von null bis 100 abgebildet.

Meltem: Neues KNX-Gateway für Modbus-Geräte

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Pfeil dran und fertig: Fast so einfach lässt sich das KNX-Gateway von Meltem in die Lüftungsanlagen des Herstellers integrieren - Bild: Meltem
Pfeil dran und fertig: Fast so einfach lässt sich das KNX-Gateway von Meltem in die Lüftungsanlagen des Herstellers integrieren – Bild: Meltem

CAFM-NEWS – Meltem, hat ein neues Gateway für seine Lüftungsanlagen vorgestellt, das als Schnittstelle zum KNX-Bus dient. Das Gateway ist vorkonfiguriert und lässt sich über die Einrichtungs-Software von Meltem (ETS) in das System einbinden. Mit dem Gateway ist die Ansteuerung der Lüftungsanlagen über die zentrale Haustechnik möglich, wobei jedes Lüftungsgerät sein  eigenes Gateway benötigt. Sämtliche Funktionen werden über die ETS parametriert und programmiert. 


Abbildungen: Meltem



gefma-Praxistag „Betreiberverantwortung“ in Nürnberg

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Anfang Dezember 2022 hat im Rahmen der gefma Lounge Bayern-Nürnberg im Headquarter der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) in Nürnberg die Veranstaltung „Betreiberverantwortung in der betrieblichen Praxis“ stattgefunden. Organisiert wurde der Tag von Rödl & Partner, fachlich geleitet von Ulrich Glauche, der durch den theoretischen Input in Form von Vorträgen leitete. Nach der Begrüßung durch Ulrich Glauche und dem Leiter der gefma Junior Lounge Nürnberg, Ferdinand Karnoll, erläuterte Isabella Queißner, Head of Procurement & Facilities der GfK, den Wandel vom klassisch konzipierten Headquarter aus 2020 zum Multi-Tenant Building 2022.

Weitere Themen und Vorträge auf der gefma-Veranstaltung waren:

– Henning Wündisch und Ludovica Erhardt, Rechtsanwälte bei Rödl & Partner, informierten über neue und geänderte Regelwerke aus den Bereichen Energie, Trinkwasser, EU-Taxonomie und Arbeitsschutz und gaben u.a. Einblicke in die Novelle des GEG.

– Marcel Steffen, Head of Branch bei Tattersall Lorenz Immobilienmanagement, zeichnet mit seinem Unternehmen für das Property Management des Orange Campus verantwortlich und zeigte die Organisation der Beauftragungsverhältnisse für das Gelände auf.

– Edwin Dittrich, Bereichsleiter bei der RGM Facility Management GmbH, ist mit seinem Unternehmen für das technische und integrierte Gebäudemanagement auf dem Campus verantwortlich und ging in seiner Präsentation auf die Folgen der als Single-Tenant geplanten Gesamtfläche hin zu einem Multi-Tenant Objekt ein.

– Wolfgang Götzendörfer, Leiter Technischer Vertrieb der Südwärme AG, und Anke Klein, Geschäftsführerin der SK+ TGM, erläuterten dann nacheinander das Contracting-Modell für Wärme, Kälte und Energie für den Orange Campus aus Sicht des Lieferanten bzw. Pächters sowie der technischen Betreuung und des Monitorings der TGA.

Die GfK ermöglichte den 40 Teilnehmenden zudem die Begehung des Campus vom Dach mit Bienenstöcken, über Arbeits- und Meetingräume, diverse Etagen-Cafés und den Fitness- und Eltern-Kind-Raum hin zu den technischen Anlagen im Untergeschoss.

Patrick Horlamus, Absolvent des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Facility Management an der Ohm Professional School der Technischen Hochschule Nürnberg und Leiter HKLS bei N-Ergie Immobilien stellte die Ergebnisse seiner Masterarbeit „Technical Real Estate Risk Management“ vor. Sie war erst kürzlich mit dem gefma-Förderpreis ausgezeichnet worden.

Mit einem abschließenden Plädoyer, appellierte Glauche für mehr konkretes Handeln bei der Erreichung der Klimaziele und gab einen Einblick in den Stand der Arbeit an der Neufassung der Richtlinie gefma 190 (E) „Betreiberverantwortung 2.0: Klimaschutz und Nachhaltigkeit“.

Die nächste Gelegenheit, sich zum Thema Betreiberverantwortung auf den neuesten Stand zu bringen, ist die Bundesfachtagung Betreiberverantwortung am 24. und 25. April 2023 in Fulda unter der Leitung von Ulrich Glauche und Jörg Schielein von Rödl & Partner.

Programm und Anmeldung unter: www.facility-manager.de/betreiberverantwortung

SAP zertifiziert UT Integrator 10 von VertiGIS für S/4 HANA

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SAP hat den UT Integrator 10 von Vertigis für S/4 Hana zertifiziert - Bild: stock.adobe.com/Grigory Bruev
SAP hat den UT Integrator 10 von Vertigis für S/4 Hana zertifiziert – Bild: stock.adobe.com/Grigory Bruev

CAFM-NEWS – Software-Riese SAP hat den Vertigis UT Integrator 10 für sein cloudbasiertes ERP-System S/4 Hana zertifiziert. Der UT Integrator 10 dient dem automatisierten Austausch von semantisch identischen Daten in GIS-Systemen und SAP ERP. Er wird vor allem in der Versorgungswirtschaft eingesetzt, also bei Unternehmen, die Strom-, Gas- und Wassernetze betreiben. Der Integrator hilft diesen Unternehmen, doppelte Dateneingaben zu vermeiden und trägt dazu bei, eine hohe Datenqualität und -integrität sicherzustellen.



Abbildungen: stock.adobe.com/Grigory Brunev



Engie macht Landratsamt grüner

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Bei drei öffentlichen Gebäuden unterstützt Engie Deutschland nun das Landratsamt Biberach bei ihren Dekarbonisierungs-Bestrebungen. Dafür setzt Engie auf ein Nahwärmekonzept in der beruflichen Schule Riedlingen, dem benachbarten Wohn- und Ärztehaus und dem Pflegeheim der St.-Elisabeth-Stiftung. Die berufliche Schule wurde zuvor über einen Gaskessel mit Wärme versorgt, während das Wohn- und Ärztehaus über die Heizzentrale des angrenzenden, ehemaligen Krankenhauses erwärmt wurde. Für die neue und umweltschonendere Lösung verantwortet der Dienstleister die Planung, den Bau und die Finanzierung und übernimmt für die nächsten 15 Jahre im Rahmen eines Energieliefer-Contractings auch Betrieb, Wartung und Instandhaltung. Die Wärme wird über einen Pelletkessel mit einer Leistung von 330 kW erzeugt und deckt 92 Prozent des Jahreswärmebedarfs regenerativ ab. Für die Spitzenlast und Redundanz steht eine mit Biomethangas betriebene Doppelkesselanlage mit 430 kW Leistung je Kessel zur Verfügung. Zusätzlich wurde eine 350 m lange Nahwärmeleitung installiert, die alten Heizungsverteiler und Heizkreisregelungen auf Stand gebracht und die Warmwasserbereitung im Wohn- und Ärztehaus optimiert.

Hybrides Projektmanagement bei Software-Einführung

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Mit hybride, Projekt-Management bei Software-Einführungen beschäftigt sich eine wissenschaftliche Arbeit von Marie Hoffmann - Bild: stock.adobe.com/photon_photo
Mit hybride, Projekt-Management bei Software-Einführungen beschäftigt sich eine wissenschaftliche Arbeit von Marie Hoffmann – Bild: stock.adobe.com/photon_photo

CAFM-NEWS – Hybrides Projektmanagement gewinnt zunehmend an Bedeutung, auch bei der Software-Einführung. Wie die Wahl der Methoden für individuelle hybride Vorgehensmodelle in Softwareeinführungsprojekten erfolgt und welche Einflussfaktoren auf diesen Prozess wirken, hat Marie Hoffmann in ihrer Master Thesis „Methodenwahl in Softwareeinführungsprojekten mit individuellen hybriden Vorgehensmodellen im Projektmanagement – eine kritische Betrachtung“ analysiert.

Um Interviewpartner zu gewinnen, hatte Hoffmann im Frühjahr 2022 eine Umfrage durchgeführt, auf die seinerzeit auch Der Facility Manager und die CAFM-News hingewiesen hatten. Im Rahmen ihrer Arbeit hat Hoffmann ferner zehn Experten-Interviews geführt und die Ergebnisse der Praxis mit denen ihrer Literaturrecherche verglichen.

Im Ergebnis zeigt sich, dass es keine einheitliche Methodenwahl gibt, sondern diese so unterschiedlich wie die Softwareeinführungsprojekte und ihr Umfeld gestaltet ist. Dennoch lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen. Kritisch darf festgestellt werden, dass in der Mehrzahl der untersuchten Projekte die Methodenwahl rein auf Basis der Erfahrungen von Einzelpersonen erfolgt. Eine Nutzung von durch die Wissenschaft zur Verfügung gestellter Hilfsmittel konnte nicht festgestellt werden.

Auch wenn die Arbeit aufgrund der geringen Zahl der Interviews keine statistische Aussagekraft besitzt  – ein generelles Problem qualitativer Forschung – empfiehlt Hoffmann, zukünftig dem Wissenstransfer im Bereich der Methodenwahl zum Beispiel durch die Nutzung der betrachteten Hilfsmittel eine größere Bedeutung zuzumessen. Auch rät sie, die Wissenschafts-Kommunikation mit dem Ziel zu stärken, der Praxis Forschungsergebnisse zugänglich zu machen.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen der Untersuchung können bei der Autorin erfragt werden, gerne über die bekannten Berufsnetzwerke. Dort ist in ihren Profilen  der Titel der Thesis hinterlegt. Ferner ist die Arbeit bei Research-Gate eingestellt.



Abbildungen: stock.adobe.com/photon_photo



Klüh: Catering für Handwerkskammer Düsseldorf

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Klüh Catering Management hat mit sofortiger Wirkung die gastronomische Versorgung der Handwerkskammer Düsseldorf (HWK) übernommen. Die Laufzeit des Neuauftrags beträgt zwei Jahre mit zweimaliger Option auf Verlängerung um jeweils 12 Monate. Klüh Catering ist ganztägig für die Versorgung der Mitarbeitenden der HWK sowie der externen Teilnehmenden der Tagesschule und Abendkurse zuständig. Dazu gehören Frühstück, Mittag- und Abendessen, die Zwischenverpflegung sowie die Bewirtung von Konferenzen und Sonderveranstaltungen.

Angepasst: HSD Nova erfüllt jetzt Medical Device Regulation

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Nova FM von HSD orientiert sich jetzt an der Medical Device Regulation der Europäischen Union - Bild: stock.adobe.com/wladimir1804
Nova FM von HSD orientiert sich jetzt an der Medical Device Regulation der Europäischen Union – Bild: stock.adobe.com/wladimir1804

CAFM-NEWS – CAFM-Anbieter HSD hat seine Software Nova FM an die Medical Device Regulation (MDR) angepasst. Die EU-Verordnung korreliert mit dem Medizinproduktegesetz (MPG) und erfordert Anpassungen an der Software zur rechtssicheren Dokumentation in Kliniken, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen.

Im Zuge der Anpassungen an die neue Rechtslage sind einige Felder der entsprechenden Formulare umbenannt, in der Maske „Medizintechnische Daten“ wird unter anderem das Feld der Medizingeräteverordnung (MedGV) im Standard nicht mehr aufgeführt. Hinzugekommen ist ein Listenfeld zur Pflege aller Verantwortlichen gemäß MDR. Außerdem kann jetzt auch eine Klassifizierung nach der Global Medical Device Nomenclature (GMDN) vorgenommen werden, die zur Identifikation von Geräten nach einem festgelegten internationalen Standard dient.

Die Europäische Verordnung für Medizinprodukte MDR trat offiziell schon am 25. Mai 2017 in Kraft, seit dem 26. Mai 2021 ist sie verpflichtend anzuwenden, die Umsetzung erfolgte wegen der Corona-Pandemie allerdings mit deutlicher Verzögerung. Für Geräte mit MOD/AIMOD-Zertifizierung gilt eine Übergangsfrist bis 26.05.2024.

Abbildungen: HSD



DGNB erkennt neues Zertifikat an

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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) hat im Zuge der Novellierung ihres Kriterienkatalogs das Copilot-Zertifikat für den Nachweis eines Technischen Monitorings in Bestandsgebäuden anerkannt. Das Zertifikat wurde 2019 von Eurovent, Rehva und synavision eingeführt. Es dokumentiert, dass Gebäudetechnik nach Plan errichtet und eingestellt wird und so einen nachhaltigen Betrieb gewährleisten kann.

Catenda BIMSync integriert Solibri Model Checker

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Catenda hat den Solibri Model Checker in seine Kollaborations-Plattform BIMsync integriert – Bild: Catenda
Catenda hat den Solibri Model Checker in seine Kollaborations-Plattform BIMsync integriert – Bild: Catenda

CAFM-NEWS – Mit dem Release 9.13 der Kollisionsprüfungs-Software von Solibri ist erstmals eine vollkommen durchgängige Integration des Solibri Model Checkers mit der Bimsync-Kollaborationsplattform möglich. Jeder Prüfzyklus eines BIM-Modells kann hierdurch beschleunigt werden. Alle Modelle werden bei Änderungen und Anpassungen der Fachplaner stets automatisch im System aktualisiert. Das kann Zeit sparen und das Fehlerrisiko verringern, da Prüfende immer mit den aktuellen BIM-Modellen eines Projekts arbeiten, schreibt Catenda in einer Pressemeldung.

 

Abbildungen: Catenda



Apleona gewinnt Mileway-Aufträge

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In zwei voneinander unabhängigen Ausschreibungen hat Apleona mehrere Lose für das Last-Mile-Logistik-Unternehmen, Mileway, gewonnen. Mit dem Auftrag übernimmt Apleona das Property Management und teils integrierte Facility-Management-Leistungen für rund 60 Prozent der Objekte aus einer Hand. Mit dem Abschluss der Verträge soll Mileway bei der weiteren Expansion in Deutschland unterstützt und die strategische Begleitung sowie sukzessive Umsetzung von ESG- und Energiesparmaßnahmen für den betreuten Immobilienbestand vorangetrieben werden.

Property Management

Der Vertrag für das Property Management gilt ab dem 1. Januar 2023 für insgesamt 134 Objekte überwiegend in Nordrhein-Westfalen, dem Rhein-Main-Gebiet, Baden-Württemberg und Bayern. Zu den vereinbarten Leistungen gehören die Koordination von wertorientierten Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen (OpEx und CapEx-Maßnahmen), die Ausschreibung und Steuerung von Dienstleistungen Dritter, die Betriebskostenabrechnung und die persönliche Betreuung der Mileway-Mieter in den Flächen. Der Property Management-Vertrag wurde für drei Jahre geschlossen.

Integrierte FM-Leistungen

Für insgesamt 135 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Norddeutschland und Nordhessen gelten die Verträge für integrierte FM-Leistungen, die bereits seit letztem Jahr implementiert sind und neben den Soft Services das technische FM mit Wartung, Instandhaltung und 24-Stunden-Notfallservice, den Brandschutz und Bauprojektleistungen umfassen. Apleona strebt eine Eigenleistungsquote bei den technischen Gewerken von 80 Prozent an.

Enscape sammelt Ressourcen für mehr Variabilität in 3D

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Enscape hat 46 kostenlose Ressourcen für 3D-Renderings zusammengetragen – Bild: CAFM-News mit Material von Enscape
Enscape hat 46 kostenlose Ressourcen für 3D-Renderings zusammengetragen – Bild: Enscape; Montage: CAFM-News

CAFM-NEWS – Darf’s ein bisschen mehr sein? 3D-Rendering Spezialist Enscape hat ein PDF zusammengestellt, auf dem 46 Webseiten mit speziellen Strukturen und anderen 3D-Hilfen aufgelistet sind. Unterteilt hat es Enscape in:

  • Kostenlose 3D-Modelle
  • Kostenlose Materialien und Texturen
  • Software zum Erstellen von benutzerdefinierten Modellen, Materialien und Texturen
  • Kostenlose IES-Lichtprofile
  • Kostenlose Skyboxes (HDRIs)
  • Kostenlose Tondateien
  • Real-time-Visualisierung und Virtual Reality
  • Zusatzressourcen

Das PDF ist kostenlos im Enscape-Blog zu finden. 



Abbildungen: Enscape; Montage: CAFM-News


ESG: Was das Facility Management dafür leisten kann

„Das Facility Management wird ein zunehmend wichtiger Partner für Immobilienbetreiber im Zuge des ESG-Reportings und der Umsetzung kurzfristig wirksamer Schritte für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb.“ Zu dieser Einschätzung kommt die aktuelle Lünendonk-Studie „ESG: Aktueller und künftiger Wertbeitrag des Facility Managements“. Das Marktforschungsinstitut Lünendonk & Hossenfelder hat dafür in Zusammenarbeit mit der Brancheninitiative „FM – Die Möglichmacher“ sowohl Eigennutzer als auch Investoren mit aktivem Portfoliomanagement und Berater in der Immobilienwirtschaft befragt, welche Rolle das Facility Management im Rahmen der ESG-Anforderungen aktuell und zukünftig spielen wird.

FM als Partner des Asset Managements

Laut der Studie konzentrieren sich Betreiber von Bestandsgebäuden derzeit auf Maßnahmen, die den CO2-Fußabdruck transparent machen, schnell umsetzbar sind und geringe Investitionen erfordern. Das Facility Management rücke dabei auch bei Akteuren in der Immobilienwirtschaft ins Blickfeld, die sich bislang kaum mit dem operativen Immobilienbetrieb befasst hatten. Konkret nennt die Lünendonk-Studie an dieser Stelle die Asset Manager. Das Asset Management und das Facility Management seien aus Sicht der befragten Studienteilnehmer auch die beiden Gruppen mit einem großen Einfluss auf die Erreichung der ESG-Ziele der Immobilienbetreiber. Das Property Management spiele demgegenüber eine zunehmend untergeordnete Rolle.

Die Immobilienbetreiber konzentrieren sich dabei auf eine ESG-Strategieentwicklung sowie im Austausch mit Partnern auf die Auswahl der mit Vorrang umzusetzenden Maßnahmen, teilt Lünendonk mit. Die operative Umsetzung plane nur eine Minderheit in Eigenleistung: Acht von zehn Unternehmen setzen dabei laut der Studie auf externe Partner, vor allem aus den Reihen der Facility-Service-Unternehmen. Ebenfalls 80 Prozent der Teilnehmenden seien bereit, insbesondere für technische Facility Services einen höheren Preis als bisher zu zahlen, wenn die erbrachten Dienstleistungen verbindlich die ESG-Ziele des eigenen Unternehmens unterstützen.

Datengrundlage schaffen

Prioritäten setzen die analysierten Unternehmen auf die Schaffung einer Datengrundlage für das Reporting der nicht-finanziellen Kennzahlen, das Messen von Entwicklungen zur verantwortlichen Unternehmensführung und vor allem auf die Optimierung der Gebäudebewirtschaftung inklusive Anlagensteuerung. Dies geht einher mit der Optimierung und dem Austausch der Gebäudetechnik im Bestand. Neben den regulatorischen Vorgaben und dem Bedürfnis vieler Studienteilnehmenden, eine nachhaltige Unternehmensführung nachzuweisen, sind hierbei die deutlich gestiegenen Energiepreise sowie die Reduzierung oder die Abkehr von der Gasversorgung wichtige Treiber.

Lünendonk-Partner und Studienautor Thomas Ball kommentiert die Ergebnisse: „Den Facility-Service-Unternehmen kommt die hohe Kompetenz im technischen und infrastrukturellen Gebäudebetrieb zugute. Sie werden aufgrund der aktuellen Herausforderungen der Immobilienbetreiber zu gefragten Lösungspartnern. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Zukunft Reporting-Standards, eine gemeinsame Sprache und gegenseitiges Verständnis ebenso relevant sind wie die Bereitschaft, Risiken einzugehen und in Digitalisierung zu investieren. Dem akuten Personalmangel lässt sich nur mit Technik und einer attraktiven Vergütung begegnen.“

Bezug als kostenloser Download

•Lünendonk-Studie 2022 „ESG: Aktueller und künftiger Wertbeitrag des Facility Managements“
• Lünendonk-Studie 2022 „ESG: Aktueller und künftiger Wertbeitrag des Facility Managements“

Die Lünendonk-Studie 2022 „ESG: Aktueller und künftiger Wertbeitrag des Facility Managements“ basiert auf 41 Tiefeninterviews mit Immobilieninvestoren, Corporates und Beratungshäusern, die im Sommer 2022 geführt wurden. Die Studie analysiert die Bedeutung von ESG in der Immobilienwirtschaft und die Identifikation sowie die Umsetzung entsprechender Maßnahmen, um die gesetzten ESG-Ziele zu erreichen. Außerdem wird die zukünftige Rolle des Facility Managements beleuchtet. Die Studie steht ab sofort unter www.fm-die-moeglichmacher.de und www.luenendonk.de als PDF-Datei kostenfrei zum Download bereit.

Thinkproject beteiligt sich an Forschungsprojekt zu KI für CDE

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Mit dem Forschungsprojekt DrawOn wollen TU München und Thinkproject  KI in ein CDE-Umfeld nutzen und perspektivisch auch BIM einbinden - Bild: DrawOn/TUM
Mit dem Forschungsprojekt DrawOn wollen TU München und Thinkproject KI in ein CDE-Umfeld nutzen und perspektivisch auch BIM einbinden – Bild: DrawOn/TUM

CAFM-NEWS – Das Münchner Softwarehaus Thinkproject beteiligt sich an einem Forschungsprojekt mit der Technischen Universität München (TUM). Ziel des gemeinsamen Forschungsprojekt namens DrawOn sei, die Chancen und Einsatzbereiche von Machine Learning in einer Common Data Environment (CDE) zu identifizieren und daraus konkrete Anwendungen abzuleiten und zu entwickeln, heißt es in einer begleitenden Pressemeldung. Unter anderem solle  eine KI-basierte Analyse von Bauplänen zur Automatisierung des Projektdatenmanagements in komplexen Bauvorhaben erarbeitet werden. Perspektivisch solle auch untersucht werden, welche spannenden Verbindungen sich aus dem maschinellen Lernen und Big Data in Verbindung mit der BIM-Methodik (Building Information Modeling) ergeben. Auf Seiten der TUM ist Prof. Dr.-Ing. André Borrmann, Leiter des Lehrstuhls für Computergestützte Modellierung und Simulation, mit an Bord.



Abbildungen: DrawOn/TUM



Nicht nur IFC: BIM-Daten in CAFM mit SAP nutzen

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Korasoft kann per Web-Service Daten aus BIM-Modellen für das CAFM extrahieren und mit Informationen anderer Quellen anreichern- Bild: Korasoft
Korasoft kann per Web-Service Daten aus BIM-Modellen für das CAFM extrahieren und mit Informationen anderer Quellen anreichern – Bild: Korasoft

CAFM-NEWS – Auch für CAFM in SAP lassen sich Daten aus einem BIM-Modell verwenden. Korasoft hat hierfür ein Verfahren entwickelt, dass in drei Stufen für die Verfügbarkeit der entsprechenden Objekte und ihrer Informationen sorgt. Die Lösung ist webbasiert und kann als Software-as-a-Service von jedem SAP-Anwender via Internet und ohne Installation genutzt werden.

BIM für die Betriebsphase

Je intensiver Building Information Modeling im Rahmen von Bauprozessen eingesetzt wird, desto interessanter wird es auch für die Betriebsphase. Gerade im SAP-Umfeld stehen bereits viele BIM-Modelle zur Verfügung, deren Daten für CAFM nutzbar gemacht werden könnten. Es ist allerdings nicht immer einfach, aus der Fülle der vorhandenen Daten und Objekte genau die zu extrahieren, die tatsächlich im Alltag des Facility Managements relevant sind.

Erleichternd ist, dass für die Instandhaltung in SAP (und in vielen anderen Instandhaltungsprozessen ebenso) in der Regel nur rund 15 Zielattribute aus dem BIM-Modell nötig sind. Vor einem Import wichtig ist ferner, den Kern der benötigten Informationen zu bestimmen, denn ein BIM-Modell kommt leicht auf mehrere 100.000 Objektinformationen, aus denen die Auswahl zu treffen ist. Hilfreich ist hierbei, dass es sogenannte Wiederholteile gibt, also Objekte, die vielfach verbaut werden, wenn auch an unterschiedlichen Orten. Ein Beispiel hierfür wären Brandschutztüren der Feuerwiderstandsklasse T90.

Jede Tür und damit auch jede Brandschutztür hat Attribute, die in sogenannten Property-Sets zusammengefasst werden (das gilt nicht nur für den IFC-Standard). Für unsere Brandschutztür kann das in IFC-Modellen das „Pset_DoorCommon“ mit dem Attribut „FireRating“ und dem Wert „T90“ sein. Diese Attribuierung ist aber mitunter nicht korrekt gepflegt, sodass die Brandschutztür nur mit einer Oberklasse wie z.B. „Door“ geführt wird. Das erschwert die Zuordnung im Mapping der BIM-Daten für die CAFM-Anwendung formal, ist aber mit einfachen Filterfunktionen leicht zu überwinden. Beispielsweise können Filter auch auf den Bautyp der Tür oder verwendete Makronamen gesetzt werden, sodass die Brandschutztüren nun nach diesen gesucht, identifiziert und korrekt eingeordnet werden.

Informationen anreichern

Im folgenden Schritt müssen die Objekte mit weiteren Informationen angereichert werden, die das Facility Management benötigt. Auch diese finden sich, zumindest teilweise, im BIM-Modell. Die Qualität dieser Daten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen unterscheiden sich die Autorensysteme, also die jeweiligen BIM-Programme, in der Güte, in der Attribute an Objekten angefügt werden können. Die grundlegende BIM-Planung wie auch das Wissen des BIM-Managers über CAFM und FM-Prozesse können weitere Einflussgrößen sein.

Während es für die Datenübernahme in das CAFM in manchen Fällen ausreichend sein kann, lediglich ein allgemeines Property-Set des IFC-Types „IFCFlowTerminal“ (bzw. seiner Sub-Typen wie Pset_AirTerminalTypeCommon) für Klimageräte zu nutzen, ist es in den meisten Fällen notwendig, detaillierte Informationen abzufragen und zu übernehmen. Für Facility Management im SAP wesentliche Informationen des BIM-Modells verbergen sich etwa zur Hälfte im „Pset_ManufacturerTypeInformation“. Diese Informationen lassen sich direkt auf das SAP-Objekt „Equipment“ anwenden. So könnte beispielsweise die Seriennummer unserer Brandschutztür direkt gemappt werden.

Wichtig zu wissen ist, dass viele wichtige Informationen im Normalfall nicht als Freitext, sondern als Schlüssel-ID im Facility Management, also auch im SAP geführt werden. Ist ein solcher Wert im BIM-Modell enthalten, beispielsweise für die Zuordnung von Objekten zu einem Wartungsplan, kann auch dieser direkt mit ins SAP überführt werden. Dennoch wird es so sein, dass nicht alle Attribute im BIM-Modell gepflegt sind, so dass trotz der Datenfülle des digitalen Zwillings nachgearbeitet werden muss.

Normen, Regeln, Anwenderdaten ergänzen

Um die verbliebenen Datenlücken zu schließen, hilft Korasoft wiederum mit einem automatisierten Dienst zur Ausprägung von Kundendaten. Damit können beispielsweise Daten mit Bezug zu Regelwerken, zur DIN 276, zum AKS-Schlüssel, zu Omniclasses oder zu AMEV-Daten des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen individuell für jede gefilterte Teilmenge aus einem Model generiert werden. Warum es wichtig ist, auf eine große Spanne von Datenquellen zugreifen und ihre Inhalte korrekt verorten zu können, lässt sich gut am Beispiel der Wartungszyklen verdeutlichen. In Deutschland gibt es hierfür Herstellerangaben, aber auch Forderungen aus einschlägigen Regelwerken, und auch Anwender haben hausinterne Regelungen.

Noch deutlicher wird die Frage nach der „richtigen“ Wartung, wenn ein Facility-Manager ein Objekt zum Beispiel in Mexiko im Eigentum hat, das CAFM-Team in Deutschland tätig ist und das Unternehmen eigene Zyklen etabliert hat. Wie wird hier gewartet? Der Hersteller macht Vorgaben, es gibt deutsche Standards, einen amerikanischen Generalplaner und eine mexikanische Prüfstelle. Welche Wartungsvorgaben, -zyklen und -tätigkeiten sind hier bindend? Und woher kommen diese Informationen? Sicher nicht aus einem BIM-Modell. Allerdings sind im SAP in der Regel schon Wartungszyklen und Arbeitsanleitungen für die planmäßige Instandhaltung hinterlegt; für Anlagenarten, die im Unternehmen bisher nicht gewartet wurden, werden sie ergänzt.

Auch hier lassen sich die fehlenden Angaben entsprechend den anwenderspezifischen Anforderungen automatisiert ermitteln und den jeweiligen Objekten zuweisen. Für einen Wartungsplan hieße das zum Beispiel, eine BIM-generierte Equipment-Teilmenge den in SAP hinterlegten Wartungszyklen und Arbeitsanleitungen zuzuordnen. So erfüllen im Optimalfall die angereicherten Daten aus dem BIM-Modell zu 100% die Anforderungen des Facility Managements an den Datenbestand seiner CAFM-Anwendung in SAP.

Daten in drei Schritten komplettiert

Zusammengefasst heißt das, der Importprozess von BIM-Daten für CAFM in SAP erfolgt über den Webservice in drei Schritten:

  1. Filtern der tatsächlich benötigten Daten aus dem BIM-Modell in Teilmengen gleich zu betreibender Objekte
  2. Identifikation und Übernahme der dort bereits gegebenen Eigenschaften.
  3. Identifikation und Definition der zu ergänzenden Eigenschaften und automatisierte Zuweisung dieser zu den jeweiligen Objekten im SAP

Besonders an diesem Verfahren ist übrigens auch, dass es nicht, wie bei CAFM üblich, ausschließlich in der Kategorie Raum arbeitet und auch nicht, wie bei BIM üblich, in der Kategorie Ebene, also etagenbasiert. Das Werkzeug arbeitet tatsächlich vollständig dreidimensional, so dass zum Beispiel eine Aufzugsanlage nicht in eine Etage eingebunden sein muss, sondern als System organisiert sein kann, dessen Antrieb auf der Kabine sitzen kann, dessen Türen über diverse Etagen verteilt sind und dessen Schienensystem und Schacht das gesamte Gebäude durchziehen.

Sind solche Informationen nicht im BIM-Modell vorhanden, können sie vor der Übernahme ins SAP direkt mit der Korasoft-Lösung und ohne die Autorensoftware des Modells mittels grafischer Zeigeoperationen ergänzt werden. Es ist daher auch für Sonderfälle gewappnet, die in einem klassischen CAFM-System nicht wirklichkeitsgetreu berücksichtigt werden können.



Abbildungen: Korasoft



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