Wohnraumlüftungsspezialist Pluggit nutzt die digitale VR-Plattform von Craftguide – Bild: Pluggit
CAFM-NEWS – Pluggit, Spezialist für Lösungen zur Wohnraum-Lüftung, nutzt jetzt die digitale Plattform von Craftguide, um SHK-Handwerkern Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Installation, Inbetriebnahme und Wartung seiner Geräte zu liefern. Installateure können so per PC oder Mobilgerät hilfreiche Tutorials abrufen. Auch Lerninhalte im VR-Format kommen zum Einsatz. Das Start-up Craftguide bündelt das Produkt- und Anwendungs-Wissen verschiedener Maschinen- und Anlagenhersteller für Fachhandwerker. Sie haben dadurch die Wahl, wann und wo sie sich weiterbilden. Dank der Download-Funktion können Anleitungen auch direkt auf der Baustelle angesehen werden, wo kein Internetempfang möglich ist, z.B. im Keller des Kunden. Derzeit stellt Pluggit über die Plattform elf 3D-Tutorials zur Verfügung, für die Zukunft sind auch Videoinhalte geplant.
Johnson Controls und der Energieversorger RheinEnergie haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, mit dem gemeinsamen Ziel, ressourcenschonende und intelligente Energielösungen für ihre Kunden bereitzustellen. Mit sektorenübergreifenden Konzepten für den Bedarf an Strom, Wärme, Kälte usw. wollen sie so bisher ungenutzte Effizienzpotentiale erschließen und Energieeinsparungen erreichen. Dabei unterstützt Johnson Controls den Energiedienstleister u.a. bei der Beratung, Planung und dem Bau neuer Energieerzeugungsanlagen.
CAFM und BIM wachsen zusammen, allerdings sehr sehr langsam – Bild: stock.adobe.com/kokliang1981
CAFM-NEWS – Dass BIM auch im Lebenszyklus einer Immobilie eine wichtige Rolle spielen kann, ist inzwischen anerkannt. Wie weit hierfür die Vernetzung zwischen CAFM und BIM gediehen ist, bleibt dagegen überwiegend nebelig. Zahlen zur tatsächlichen Anwendung bleiben oft unter Verschluss und Praxisbeispiele gibt es ebenfalls kaum – oder hat nur noch niemand darüber gesprochen?
BIM-Integration nicht trivial
Die Integration von BIM-Modellen in eine CAFM-Software ist nicht ganz trivial. das hat kürzlich erst die Sanierung der DIN-Zentrale in Berlin gezeigt (s. Der Facility Manager 01.2023). Je nach Authoring-Tool und dessen Interpretation von BIM und auch je nach Person, die mit einer solchen BIM-Software die Immobilien modelliert, ergeben sich zum Teil gravierende qualitative Unterschiede bei den Daten des BIM-Modells. Dass sie weiterhin alle formal IFC-konform sind, ist da ein schwacher Trost. Ist die Zuordnung der Daten zu den IFC-Klassen nicht einheitlich und die Tiefe der erfassten Daten nicht hoch, wird die erforderliche Nacharbeit umfangreich.
Software kann vieles
Was könnte Abhilfe schaffen? Der Blick in die Marktübersicht CAFM-Software GEFMA 940 zeigt, dass die meisten CAFM-Softwareanbieter BIM im Blick haben. Schnittstellen zu Autodesk Revit und IFC sind praktisch überall zu finden, und auch exotische Produkte wie Ares Commander oder CAD.7 BIM finden Zugang zu CAFM-Lösungen.
Die meisten CAFM-Anbieter geben an, in ihrer Software den BIM-Marktführer Autodesk Revit zu unterstützen. Damit dürften sie auch Autodesk 360 und die Autodesk Construction Cloud unterstützen und es sich nur gespart haben, die enzyklopädische Auflistung des Autodesk-Portfolios zu komplettieren.
Revit und IFC bilden eine solide Basis, auf der sich BIM-Daten in CAFM überführen und nutzen lassen. Theoretisch. Denn während die Software ihre Hausaufgaben gemacht hat, schaut das bei den Anwendern häufig noch ganz anders aus. „Zögerliche Adaptation“ umschreibt die Zurückhaltung nur unzureichend. Das Motto scheint bei vielen eher zu sein. „Warum soll man, wenn man kann, aber nicht muss?“
Die Nutzer zögern
„Weniger als fünf Prozent unserer Anwender nutzen die BIM-Fähigkeit unserer CAFM-Software!“, berichtet Claus Biedermann, Geschäftsführer von EBCsoft. Ähnlich schaut es bei Incatec Solution au: „Vier Prozent unserer Kunden arbeiten aktuell mit BIM“, sagt Markus Hilmes, zuständig für das Marketing der Münsteraner.
Das Bremer Softwarehaus HSD gibt die Zahl mit etwa zehn Prozent an. Allerdings: „Die Nachfragen und Projekte nehmen zu“, sieht Christina Grünwald, Leiterin Marketing bei HSD, eine klare Tendenz Pro-BIM.
Diese Tendenz ist bei Dalux schon angekommen. „Global nutzen 75 bis 85 Prozent unserer Anwender BIM, in Deutschland sind es sogar 90 Prozent“, berichtet Mareike Hoffmann, FM Customer Success Manager für Dalux DACH. Allerdings sind die Dänen noch recht jung im hiesigen Markt, was die statistische Aussagekraft ein bisschen mindern könnte.
Auch bei pit-cup gibt es eine große Nutzergruppe: „Aus dem Bereich der öffentlichen Hand nutzen aktuell rund die Hälfte unserer Kunden unserer BIM-Fähigkeit oder sammeln erste Erfahrungen damit“, sagt Thomas Bender, Leiter Produktmanagement beim Heidelberger Anbieter.
Das spricht für BIM im CAFM
Der Hauptgrund für die Anwender ist praktisch überall gleich: „Ziel ist, Daten aus der Planungsphase einer Immobilie in deren Betrieb zu übernehmen“, umreißt Alexander Gerlach, Geschäftsführer der Facitliy Consultants, die Kernmotivation. Sie schließt in der Regel einen Datenimport aus BIM in die Datenbank des CAFM-Systeme mit ein.
Der Import kann mit ergänzenden Arbeiten flankiert sein, wenn Daten fehlen, die für das Facility Management wesentlich sind. „Das sind neben der grafischen/geometrischen Information insbesondere die für die Bewirtschaftung relevanten alphanumerischen Objektinformationen“, ergänzt Thomas Bender wichtige Informationen. Ebenfalls notwendig sind zum Beispiel Wartungsdaten und Handbücher oder auch Soll-/Ist-Werte für Kontrollen und Benchmarks in der Betriebsphase.
Was ebenfalls für BIM spricht: „Bereits generierte Daten aus der Planung und Bauphase sind gleich verfügbar und können im CAFM übernommen werden“, berichtet Mareike Hoffmann von Dalux. Spannend wird das besonders, wenn mit BIM-Daten der Planungsphase vor dem ersten Spatenstich FM-Prozesse durchgerechnet werden. So kann früh ermittelt werden, welcher Bodenbelag günstiger zu reinigen ist oder welche Fenster im Unterhalt langfristig teurer wären.
Neben dem üblichen Import von BIM-Daten gibt es noch einen anderen Ansatz: das BIM-Modell als Single-Source-of-Truth einzusetzen (s. Kasten). Der Vorteil hierbei ist, dass eine für Bau wie Betrieb immer identische Datenbasis gegeben ist. Aber auch hier müssen FM-relevante Daten ergänzt werden, wenn nicht schon vorab in den BIM-Richtlinien festgelegt wurde, was genau von wem und wann im Modell zu hinterlegen ist, damit auch die Anforderungen der Betriebsphase von Beginn an erfüllt sind.
Variabler Branchenschwerpunkt
Zwei Anwendergruppen sind direkt im Fokus, wenn es um die Frage geht, wer denn nun eigentlich schon BIM einsetzt: die öffentliche Hand und Konzerne. Das trifft in gewissen Rahmen zu, allerdings nicht pauschal.
Eindeutig liegt der Schwerpunkt bei EBCsoft: „Die öffentliche Hand dominiert“, bestätigt deren Geschäftsführer Claus Biedermann. Bei Incatec liegt der Schwerpunkt anders: „Es sind vor allem Industrie-Großunternehmen, die den Bau an externe Architekturbüros ausgegliedert haben“, beschreibt Markus Hilmes die BIM-Poweruser. Und bei den Facility Consultants sind es ebenfalls diese zwei Gruppen, die besonders Interesse zeigen: „Anfragen nach BIM-Modellen kommen bei Industrie und kommunalen Einrichtungen. Allerdings nur als Anfrage“, berichtet Alexander Gerlach.
Bei Loy & Hutz kommen die bim-affinen Kunden wiederum aus einem anderen Marktsegment: „Der Schwerpunkt liegt aus unserer Sicht bisher im Krankenhausbereich. Wir stellen aber fest, dass Bürogebäude und Labore zunehmend eine größere Rolle spielen“, berichtet Jörg Wilharm, Produktmanager BIM & CAD bei den Freiburgern.
Bunt gemischt ist es bei Dalux, wobei es auch hier eine verbindende Klammer gibt. „Unsere Zielgruppe sind die Eigentümer“, erhellt Mareike Hoffmann die Hintergründe. Bei HSD ist dagegen kaum eine Tendenz auszumachen: „BIM ist branchenübergreifend ein Thema, mit leichtem Hang zum öffentlichen Sektor“, sagt Christina Grünwald.
Favorit-Format
Bei der Frage, welche Datenformate aus den BIM-Modellen für den Import zur Verfügung stehen, lautet die Antwort bei vielen Unternehmen: IFC. Die Datenklassen, die auch die Basis von CAFM-Connect bilden, sind der Quasi-Standard für BIM-Daten. Daneben gibt es einige Anwender, die mit Revit-Dateien arbeiten, wobei auch hier teilweise ein Export als IFC durchgeführt wird, um Flächen, Räume, Einbauten und TGA in das CAFM-System zu bekommen. Das COBie-Format spielt wie auch Excel im DACH-Markt dagegen kaum eine Rolle, lediglich Dalux vermerkt sie als nutzbare Datenformat an, Loy & Hutz arbeitet derzeit an einer Schnittstelle, um die Metadaten aus XML-Formaten auslesen zu können.
Vielfältige Gründe
Die häufige Annahme, das vor allem die Flächenmaße aus dem BIM-Modell für das CAFM interessant sind, greift indes zu kurz.
„BIM-Modelle liefern Daten in strukturierter Form. Diese lassen sich für Aufbau oder Ergänzung von CAFM-Daten verwenden“, erläutert Jörg Wilharm von Loy & Hutz. Detailliert umreißt es Markus Hilmes von Incatec Solution: „BIM-Modelle liefern unseren Kunden eine detaillierte Aufnahme der Gebäude und ihrer technischen Systeme, einschließlich der Lage und des Zustands von Elementen wie Wänden, Fenstern, Türen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.“ Daher lässt sich der Datentransfer auch für andere Zwecke nutzen. „Das BIM-Modell hilft in Kombination mit der Open-BIM Schnittstelle CAFM-Connect auch bei der Ablösung einer alten CAFM-Software“, beschreibt Claus Biedermann von EBCsoft einen weiteren Einsatzzweck. Es lassen sich dank Modell also Inkompatibilitäten zwischen CAFM-Anwendungen umschiffen, ohne dass eine komplette Neuaufnahme aller Immobilien nötig wird. Daneben gibt es natürlich die klassische Anforderung verbesserter Zusammenarbeit: „Unsere Kunden schätzen die gemeinsame Nutzung von BIM-Modellen zwischen internen und externen Architekten, Bauunternehmen und den CAFM-Teams“, ergänzt Incatec-Marketer Hilmes.
EU-Taxonomie als Motivator
War bisher vor allem das alltägliche Facility Management mit seinen Aufgaben der Grund, Daten aus BIM-Modellen in CAFM-Software zu integrieren, gibt es inzwischen einen neuen Motivator, zudem einen, der mit Nachdruck Zahlen fordert. „Das Thema Nachhaltigkeit kann in diesem Kontext ebenfalls als Beschleuniger gesehen werden“, berichtet Thomas Bender von pit-cup. Konkret beschreibt das Johannes Sulzenbacher vom österreichischen Systemhaus Rieder Technlogoy: „Wir beobachten insbesondere bei Wohnbauträgern, dass sie verstärkt Immobilienbestände in BIM erfassen lassen wollen, um ihren CO2-Fußbadruck nachweisen zu können. Das ist von der EU-Taxonomie getrieben,“, berichtet der Projektleiter BIM+CAFM. Denn mit den BIM-Daten lassen sich unter anderem auch Massen ermitteln, zum Beispiel von Baustoffen wie Beton, Ziegeln und Stahl. Unter dem Begriff graue Energie zusammen gefasst stehen sie für die graue CO2-Emission, die wesentlich zum Klimawandel beiträgt. Auf Basis der BIM-Daten kann sie berechnet und damit ausgewiesen werden.
Praxiserfahrung nebulös
Wer allerdings konkret nach Erfahrungen fragt, stößt fast überall auf eine Mauer des Schweigens. Marktsondierung, Pilotphase, Testprojekte – die Namen der Versuchskaninchen sind buntgescheckt, der Informationsgehalt zu den Projekten dagegen identisch: kein Kommentar. Damit wissen wir zwar, dass vielerorts etwas gemacht wird. Aber wie gut es klappt? Das sehen wir dann später…
Tabellarische Übersicht
Die vollständige Übersicht zur BIM-Fähigkeit von CAFM-Software, die in der CAFM-Marktübersicht GEFMA 940 gelistet sind, finden Sie hier. Die Tabelle lässt sich horizontal scrollen.
Das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) hat einen neuen Beirat für die Next Gen gebildet. Im Zuge der öffentlichen Ausschreibung und Nominierungen durch Immobilienverbände und -organisationen, bewarben sich auf die zehn Positionen 33 Personen. Die Mandatslaufzeit umfasst zwei Jahre, das Höchstalter für eine Bewerbung betrug 35 Jahre. Mithilfe eines Scoring‐Modells wurden die Bewerbungen durch die ICG-Vorstandsmitglieder nach unterschiedlichen Kategorien, wie beispielsweise Qualifikation und funktionale Kompetenzen, aber auch Persönlichkeit, Werte und Motivation, bewertet und ausgewählt. Der Next Gen-Beirat soll als Sprachrohr der jüngeren Immobilienprofessionals dienen und als Gremium Impulse und an den ICG-Vorstand geben und mit diesem im ständigen Austausch zu Themen wie ESG stehen.
Die zehn Mitglieder des Next Gen‐Beirats in alphabetischer Reihenfolge sind: Mark Andresen, Lisa Bek, Nico Kramp, Philipp Luckas, Rica Pröpper, Tim Säuberlich, Franziska Schreyer, Romy Schwenkert, Sunniva Stüven und Marie‐Alice Wätjen.
Der Digitale Zwilling ist weit mehr als ein BIM-Modell in 3D-Ansicht und soll normiert werden – MangKangMangMee/stock.adobe.com
CAFM-NEWS– Oft wird das BIM-Modell auch als Digitaler Zwilling bezeichnet. Dabei ist der Digitale Zwilling weit mehr als das 3D-Abbild eines Gebäudes. Was genau er leistet und wie das verbindlich in Normen gefasst werden soll, beantwortet Nikita Kretschmar, Project Manager Strategic Development BIM beim DIN, in unserem Interview.
CAFM-NEWS: Für viele ist der Digitale Zwilling ein anderes Wort für BIM-Modells. Dem widersprechen Sie. Was ist Ihrer Ansicht nach der Unterschied zwischen BIM-Modell und Digitalem Zwilling?
Nikita Kretschmar: BIM ist vielleicht ein gut aussprechbares Akronym, aber die Gebäudeinformationsmodellierung als solche ist nicht besonders griffig. Digitaler Zwilling klingt wiederum sowohl einfach wie fortschrittlich. Es kann also schnell passieren, dass beide Begriffe vermischt oder synonym verwendet werden, wenn ein Konzept zum Beispiel aus Marketingperspektive attraktiver beschrieben werden soll.
Ein Digitaler Zwilling ist jedoch sowohl außerhalb der Domäne des digitalen Planen und Bauens gebräuchlich und geht auch über ein BIM Modell hinaus. Ähnlich wie auch ein BIM Modell in seinem Umfang über ein digitales geometrisches Modell hinausgeht und historisch gesehen auch nicht immer scharf von diesem getrennt wurde.
Bei einem vollständigen Digitalen Zwilling eines realen Objekts erhalte ich in meinem Modell dessen Zustandsinformationen in Echtzeit und habe gleichzeitig die Möglichkeit das reale Objekt über das Modell zu manipulieren oder zu steuern. Diese Wechselwirkung kennen die meisten bereits aus dem Internet of Things Bereich, wie beispielsweise bei intelligenten Haushaltgeräten, deren Status ich per Smartphone abrufen und steuern kann.
Um es simpel ausdrücken:
geometrisches Modell + Bauteilinformation = BIM
BIM + IoT = Digitaler Zwilling
Aber so simpel ist es gegenwärtig nicht.
CAFM-NEWS: Wenn wir vom Digitalen Zwilling sprechen, meint er dann das einzelne Gebäude oder kann es auch die Maschine im Gebäude oder anders herum ein Quartier oder ein ganzes Stadtviertel sein, das hier quasi belebt betrachtet werden soll?
Kretschmar: Bei dem Digitalen Zwilling handelt es sich um ein Konzept, welches sich nicht nur auf einzelne Objekte sondern auch Systeme anwenden lässt. Gerade für den Betrieb von Systemen wie zusammenhängenden Anlagen sind die Möglichkeiten der Echtzeitüberwachung und des bedarfsweisen direkten Eingriffs starke Argumente die Nutzung eines Digitalen Zwillings.
Ein solches System könnte aber auch ein ganzer Stadtteil oder eine Kommune sein. Tatsächlich gibt es für diese Dimensionen bereits national Projekte wie den Connected Urban Twin (CUT). Dieses Projekt startete 2021 mit drei Partnerstädten und dem Ziel digitale Werkzeuge für eine integrierte Stadtentwicklung zu schaffen.
Aktuell geht es hier vor allem um die Simulation von verschiedenen planerischen Maßnahmen in einem detaillierten Abbild der Stadt, auch bereits auf Basis von Echtzeitdaten. Im Rahmen dieses Projekt entsteht auch bei uns mit der DIN SPEC 91607 „Digitaler Zwilling für Städte und Kommunen“ ein Leitfaden, der die gewonnen Erkenntnisse für zukünftige Anwender wie interessierte Kommunen festhalten soll.
CAFM-NEWS: Sie sind beim DIN tätig und im Austausch mit anderen Normungsgremien zur Normierung des Digitalen Zwillings. Wer ist denn aktuell alles im Gespräch miteinander?
Kretschmar: Der drängende Klärungs- und Standardisierungsbedarf wurde auf europäischer Ebene bereits erkannt und führte erst kürzlich zur Gründung des neuen nationalen Arbeitsausschusses „Digitale Zwillinge in der bebauten Umwelt“ bei DIN – als Reaktion auf die Konstituierung des entsprechenden europäischen Gremiums.
Der Aufruf zur Mitarbeit wurde zuvor breit gestreut, da sich hier eine stark themenübergreifende Ausrichtung abzeichnet. Im Bereich Bauwesen sind bereits erfolgte und noch laufende Arbeiten im Bereich Normung und Standardisierung aus den Bereichen TGA und auch Gebäudeautomation besonders interessant.
Auch Bereiche wie die Geoinformation im Kontext der baulichen Umwelt spielen eine buchstäblich tragende Rolle. Darüber hinaus beschäftigen sich zurzeit viele Akteure aus Themenkomplexen wie Industrie 4.0 und Smart Cities mit dem Konzept des Digitalen Zwillings. An der Normung mitwirken kann jeder und gerade bei einem solchen Querschnittsdisziplin ist das mehr als förderlich.
CAFM-NEWS: Ist das die übereinstimmende Meinung der aktuell an der Diskussion beteiligten?
Kretschmar: Eine einheitliche Sicht oder Herangehensweise für den Digitalen Zwilling gibt es derzeit noch nicht. Im Gegenteil, die Vorstellungen gehen sogar sehr weit auseinander. Erst kürzlich wurde mir von einem Hersteller von Bauprodukten das eigene Konzept des Digitalen Zwillings vorgestellt, bei dem es sich um das Abbild eines Produkts in Form eines digitalen Datenblatts handelte.
Je nach der vorgesehenen Anwendung ist auch nicht immer der volle Funktionsumfang eines Digitalen Zwillings notwendig, gerade wenn es z.B. um Simulationen und Abschätzungen geht oder das betrachtete System über Sensorik aber keine Aktorik verfügt. Aktuell wird immer häufiger über Abstufungen diskutiert. Hierbei wäre zum Beispiel die zuletzt erwähnte Variante dann eher ein Digitaler Schatten. Hier geht es nicht nur um Wortklauberei, sondern um die Bildung einer einheitlichen Sprache, die einheitliche Technologien erst möglich macht.
CAFM-NEWS: Was genau soll im Kontext des Digitalen Zwillings normiert werden? Lediglich die Datenformate oder auch Aspekte wie ein mögliches Vorgehen beim Austausch von Daten, die Darstellung von Simulationen oder die Einbindung von Services?
Kretschmar: Im Bereich BIM und Digitaler Zwilling stehen wir, was die Standardisierung betrifft, noch am Anfang. Die terminologische Vereinheitlichung ist die Basis auf der dann Anforderungen für die jeweils sich ergebenden Anwendungsfälle definiert werden müssen. Je umfangreicher die Einbindung von Bauwerksdaten und je größer das betrachtete System ausfällt, desto mehr Schnittstellen treten auf den Plan, über die einwandfrei miteinander kommuniziert werden muss. Auch gebäudenahe Dienstleistungen werden hierbei sicherlich eine Rolle spielen. Ein weiterer Aspekt, der heutzutage nicht mehr wegzudenken ist, ist die Betrachtung der Nachhaltigkeit und der Einbindung relevanter Daten und Konzepte.
CAFM-NEWS: Welche Vorteile böte die Normierung?
Kretschmar: Es ist kein Geheimnis, dass der größte Teil aller für ein Gebäude aufzuwendenden Kosten (ca. 85%) im Betrieb entstehen. Diesen mithilfe digitaler Werkzeuge zu optimieren bietet also nicht nur einen großen wirtschaftlichen Vorteil, auch im Sinne der Nachhaltigkeit kann gerade an diesem Punkt im Gebäudelebenszyklus einiges durch intelligenten Betrieb gespart werden.
Der Digitale Zwilling in seinem vollen Umfang bietet sich bei dieser Anwendung natürlich besonders gut an. Um jedoch den Zugang zu solch einem Werkzeug für eine breite Zahl an Interessenten zu ermöglichen, ist es wenig zuträglich, wenn jeder seine eigenen Strukturen schafft und das gerade im Hinblick auf den Übergang von Errichtung in Betrieb. Auch abweichende Vorstellungen betreffend des Informationsgehalts und dessen Bereitstellung haben großes Konfliktpotential und können durch ein einheitliches Verständnis vermieden werden.
CAFM-NEWS: Wer würde primär und wer sekundär von der Normierung profitieren? Und in welcher Weise?
Kretschmar: Primär profitieren wohl vor allem die am Bau Beteiligten. Durch die Nutzung von Digitalen Zwillingen können Kosten bereits in der Planung gespart werden, indem ein effizienter Betrieb simuliert und ein solcher sukzessive ermöglicht werden kann. In der Betriebsphase verfügt man wiederum über ein umfassendes Werkzeug um Veränderungen in Bedarf und Nutzen zu erkennen und wenn notwendig zu reagieren.
Sekundär, allerdings nicht weniger wichtig, sehe ich die Entwicklung unserer Städte und Kommunen im Hinblick auf die Anpassungen, die in Zukunft notwendig sein werden um diese Infrastrukturen nicht nur effizient und nachhaltig, sondern auch lebenswert gestalten zu können.
CAFM-NEWS: Gibt es schon Beispiele, die Ihrer Vorstellung eines genormten Digitalen Zwillings repräsentieren?
Kretschmar: Ein guter Schritt in diese Richtung wäre das zu Beginn des Jahres eröffnete Weiterbildungszentrum „Viega World“ des Herstellers von Sanitär- und Heizungstechnik. Das Bauwerk wurde ganzheitlich und fachübergreifend mit besonderem Augenmerk auf die TGA und mithilfe eines Digitalen Zwillings geplant und konstruiert. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit konnten bereits frühzeitig über den gesamten Lebenszyklus vom Bau über den Betriebsprozess bis hin zur Entsorgung vorausgeplant werden. Daraus ergibt sich eine sehr gute Ökobilanz, die mit herkömmlichen Methoden wahrscheinlich nicht umsetzbar wäre.
CAFM-NEWS: Vielen Dank für das informative Gespräch.
Für das Quartier Greeen des Projektentwicklers Kondor Wessels NRW im nordrhein-westfälischem Solingen hat Engie Deutschland die Planung, den Bau und den Betrieb der Wärmeerzeugungs- und -versorgungsanlagen übernommen. Das Konzept des Anbieters ist BEW-gefördert und basiert auf einer Kombination aus Wärmepumpen, Geothermie und Photovoltaik. Hinzu kommt ein Contracting-Wärmeliefervertrag für die künftigen Mieter und Eigentümer, der für 20 Jahre geschlossen wurde. Das Quartier mit sieben Gebäuden entsteht auf dem ehemaligen Produktionsstandort der Maschinenfabrik Breuer & Schmitz und soll 167 Miet- und Eigentumswohnungen auf einer Bruttogeschossfläche von 13.500 m² bieten.
Das Engie-Energiekonzept zusammengefasst
Ursprünglich war für das Quartier eine klassische Versorgungslösung mit Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) und Brennwert-Spitzenlastkessel geplant. Aufgrund der Energiekrise erstellte Engie dann innerhalb von acht Monaten ein neues technisches Konzept mit angepassten Schnittstellen zur TGA. So wird künftig der Großteil der benötigten Wärme von jährlich circa 800 MWh über fünf Sole-Wasser-Wärmepumpen mit einer Leistung von insgesamt 435 kW erzeugt. Als Wärmequelle dient ein Erdsondenfeld mit 54 Bohrungen auf je 160 m Tiefe. Eine Kaskade von sieben weiteren Luft-Wasser-Wärmepumpen (Gesamtleistung 104 kW) dient für die Regeneration des Erdreichs. Rund 30 Prozent des für den Betrieb der Wärmepumpen erforderlichen Stroms wird über eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 217 kW Peak abgedeckt, während der restliche Anteil aus dem Netz zugekauft wird.
Weitere Kennzahlen und Informationen zu Engie Deutschland finden Sie in unserer Facility-Services-Datenbank hier.
PCS stellt auf der kommenden SicherheitsExpo erstmals seine neue Software Dexios der Öffentlichkeit vor – Bild: PCS
CAFM-NEWS – Auf der kommenden Fachmesse SicherheitsExpo am 18. und 19. Juni stellt PCS die neue Software Dexios vor. Die webbasierte Lösung dient der unternehmensweiten Gebäudesicherheit und integriert Zeiterfassung und Besucherverwaltung. Sie basiert auf einer modernen Softwarearchitektur und lässt sich über offene Schnittstellen als Teil einer Gesamtlösung in die Unternehmensorganisation integrieren. Eine intuitive Oberfläche mit Launchpad, eine effiziente Unterstützung über Workflows und vielfach automatisierte Abläufe und Reports sorgen für eine einfache Bedienbarkeit. Aktuell durchläuft die Software ihre Pilotphase.
Klüh Catering hat die Mitarbeiterverpflegung für den Energiedienstleister ESWE Versorgungs AG (ESWE) aus Wiesbaden übernommen. Den Zuschlag erhielt der Dienstleister im Zuge einer Neuausschreibung. Zum Leistungsumfang zählen Frühstücks-, Mittags- und Zwischenverpflegung sowie die Bewirtung von Konferenzen und Sonderveranstaltungen. Das Speisenangebot inklusive vegetarischer und veganer Optionen wird hauptsächlich im Front-Cooking-Verfahren zubereitet. Außerdem wird über eine KI-gestützte Lösung das Tablett eines Gastes einschließlich seiner Speisen und Getränke gescannt und für den Bezahlvorgang automatisch zusammengefasst.
Weiterführende Informationen zu Klüh Service Management erhalten Sie unserer Facility-Services-Datenbank hier.
Die IVF Hartmann AG, ein Schweizer Unternehmen für medizinische Verbrauchsgüter, hat die Apleona Schweiz AG mit dem Facility Management für seinen Hauptstandort in Neuhausen am Rheinfall beauftragt. Insgesamt betreut Apleona damit 30 Gebäude, deren Nutzungsarten sowohl Büro als auch Logistik, Produktion und Werkstätten umfassen. Zu den künftigen Dienstleistungen zählen u.a. die Wartung, Inspektion und Instandhaltung der technischen Anlagen sowie Teilleistungen im Energiemanagement. Außerdem stellt Apleona die standorteigene Trinkwasserversorgung durch einen Wasserwart sicher. Apleona strebt eine Eigenleistungsquote für alle technischen Gewerke von über 90 Prozent an.
Planon hat eine Zusammenarbeit mit SAP angekündigt – Bild: Planon
CAFM-NEWS – Planon hat eine strategische Partnerschaft mit SAP angekündigt. Zielsetzung sei, Unternehmen eine integrierte Lösung für das Immobilien- und Facility Management anzubieten, schreibt Planon in einer Pressemeldung. Die Verbindung von Planons Lösung für Immobilienmanagement mit den ERP-Funktionalitäten von SAP ermögliche eine umfassendere Integration von Prozessen und Technologien, erklären die Niederländer.
Für Kunde, schreibt Planon, „entsteht dadurch ein Mehrwert im gesamten Unternehmen, einschließlich verbesserter Compliance und IoT-gestützter Geschäftseinblicke und Automatisierung. Darüber hinaus profitieren sie von einer straffen Lösungsintegration, die einen besseren Betrieb in Abteilungen bietet, die an der Verwaltung, Wartung und Unterstützung von Immobilieneinrichtungen wie Finanzen, Einkauf, Rechnungswesen, HR und geschäftsspezifische Funktionen wie Immobilien- und Facility Management beteiligt sind. Die SAP Business Technology Platform wird als zentrale Integrationsplattform für die neuen kombinierten Lösungen dienen.“
Die Zusammenarbeit mit SAP erweitert das FM-Spektrum der ERP-Lösung aus Walldorf um eine weitere Facette. SAP selber bietet grundlegende CAFM-Funktionalitäten an, Unternehmen wie Finserv, Begis, Reply und Korasoft erweitern die CAFM-Fähigkeiten von SAP teilweise massiv und vollständig systemintern.
Die BIM-Tage Deutschland finden dieses Jahr vom 9. bis 12. Oktober statt – Bild: BIM-Events GmbH
CAFM-NEWS – Die BIM-Tage Deutschland finden dieses Jahr vom 9. bis 12. Oktober als hybrider Event statt. Was das bedeutet, ist, dass ein Teil des Programms im Kontext der Intergeo präsentiert wird, ein anderer Teil im Axica am Brandenburger Tor, ein dritter Teil ist nur online zu sehen und ein vierter Teil wird nach Nordrhein Westfalen verlegt.
Konkret ist das Programm wie folgt geplant:
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Ein erstes Programm zu den dieses Jahr etwas verstreuten BIM-Tagen gibt es bereits auf der Veranstaltungs-Website.
Bereits seit dem 1. Januar dieses Jahres gehört die SMB AG aus München mit ihrer CAFM-Lösung Morada zur eTask Immobilien Software GmbH. Das gab der CAFM-Anbieter aus Köln jetzt bekannt. eTask will mit dem Zukauf seine eigene Software-Plattform in Sachen CAD-Integration nach vorne bringen, erklärt das Unternehmen in einer Pressemeldung. Mit der Übernahme aller Mitarbeiter aus der Softwareentwicklung werde die Zukunft von Morada-Installationen gesichert. Zugleich will eTask seine Kompetenz bei öffentlichen Auftraggebern stärken. Zu den Anwendern von Morada gehören Vermögensverwaltungen von drei Bundesländern sowie Kliniken und Hochschulen in Mittel- und Süddeutschland. Die Übernahme von SMB erfolgte, weil deren Gründer Hartmut Potreck (rechts im Bild) in den Ruhestand gehen wollte und eine Nachfolgelösung für sein Unternehmen suchte. Diese hat er in Klaus Aengenvoort (links im Bild), dem Gründer und Geschäftsführer der eTask, gefunden. SMB besteht wie auch eTask seit dem Jahr 2000.
Für mehr Orientierung beim nachhaltigen Gebäudebetrieb hat der Deutsche Verband für Facility Management gefma den aktuellen Richtlinienentwurf GEFMA 163-1 „ESG im Facility Management“ veröffentlicht. Damit wird erstmals ganzheitlich die Bedeutung der ESG-Vorgaben der Europäischen Union sowie der nationalen Gesetzgebung zur Nachhaltigkeit und bestehender Regelwerke definiert. Der Richtlinienentwurf soll eine eindeutige Grundlage für verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln im nachhaltigen Immobilienbetrieb darstellen und dessen Auswirkungen auf die Betreiberverantwortung und die Beschaffung aufzeigen. Das neue Regelwerk will neben der Definition eindeutiger Spielregeln, vor allem die Vertragsgestaltung auf Grundlage der ESG-Kriterien erleichtern sowie Orientierungspunkte für Nachhaltigkeitsauditierungen und -zertifizierungen sowie das gesetzlich vorgeschriebene ESG-Reporting geben.
In der Ausgabe 7-8/2023 von „Der Facility Manager“ werden Prof. Dr. Andrea Pelzeter, Leiterin des gefma-Arbeitskreises Nachhaltigkeit, und Ulrich Glauch, Leiter des gefma-Richtlinienwesens den Richtlinienentwurf in einem Fachbeitrag vorstellen. Die Ausgabe erscheint am 30. Juni 2023. Sichern Sie sich hier ihr Exemplar mit dem kostenlosen Probeabonnement!
Die Richtlinie GEFMA 163-1 als Entwurf gibt es ab sofort für gefma-Mitglieder kostenfrei oder im Shop unter: www.gefma.de/shop
Communal FM hat die Stadt Garching als neuen Kunden gewinnen können – Bild: Communal FM
CAFM-NEWS – Der CAFM-Software Anbietet Communal FM hat die Stadt Garching als neuen Kunden gewinnen können. Die Kommune mit rund 17.000 Einwohnern liegt im Landkreis München und möchte mit dem CAFM-System ihre Gebäude effizienter verwalten und Instandhaltungsprozesse optimieren. Das FM-Team der Stadt ist übrigens recht fix: Schon wenige Tage nach Projektstart waren alle städtischen Liegenschaften grundlegend erfasst und in die Software aus Karlsruhe eingelesen. Communal FM ist eine CAFM-Lösung, die in der Cloud arbeitet, so dass Installationen vor Ort entfallen.
Für die besten Ideen zur Senkung von Treibhausgasemissionen ist erneut der Energy Efficiency Award (EEA) ausgeschrieben, der auf dem diesjährigen dena Energiewende-Kongress am 13. und 14. November in Berlin verliehen wird. Die Anmeldung ist noch bis zum 12. Juni 2023 möglich. Unternehmen können sich dafür bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) melden, um am Wettbewerb teilzunehmen. Beim EEA haben Firmen in vier Wettbewerbskategorien die Chance, ihre Energiespar-Ideen und Maßnahmen für einen Beitrag zur Energiewende zu zeigen.
Die Themen sollen Antworten auf Fragen liefern wie:
– Wie steigern sie die Energieeffizienz, auch mit modernen digitalen Lösungen?
– Wie sieht die eigene Klimaschutzstrategie aus und werden neue klimaschonende Produkte entwickelt?
Die Teilnahme am EEA ist kostenfrei und richtet sich an Unternehmen jeder Größe. Neben einer Jury, bestimmt auch das Publikum mit über die Gewinner. Mit einem Sonderpreis werden zudem kleine und mittlere Unternehmen für ihr Klimaschutz-Engagement prämiert. Die Auszeichnung ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert und enthält ein EEA-Siegel zur Nutzung in der Öffentlichkeitsarbeit. Der Award steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck.
Per Handschlag: Klaus Aengenvoort und Hartmut Potreck besiegeln die Übernahme von Potrecks SMB AG durch eTask – Bild: eTask Immobilien Softwaee
CAFM-NEWS – Bereits seit dem 1. Januar diesen Jahres gehört die SMB AG aus München zur eTask Immobilien Software GmbH. Das gab der CAFM- Anbieter aus Köln jetzt bekannt. eTask habe SMB erworben, um damit seine eigene Software-Plattform in Sachen CAD-Integration nach vorne zu bringen, teilt das Unternehmen mit. SMB bietet die CAFM-Lösung Morada an.
Zu den Anwendern von Morada gehören Vermögensverwaltungen von drei Bundesländern sowie Kliniken und Hochschulen in Mittel- und Süddeutschland. Mit der Übernahme aller Mitarbeiter aus der Softwareentwicklung wird die Zukunft von Morada-Installationen gesichert, versichert eTask in einer Pressemeldung. Zugleich werde die Kompetenz von eTASK bei öffentlichen Auftraggebern gestärkt.
Die Übernahme von SMB erfolgte, weil deren Gründer Hartmut Potreck in den Ruhestand gehen wollte und eine Nachfolgelösung für sein Unternehmen suchte. Diese hat er in Klaus Aengenvoort, dem Gründer und Geschäftsführer der eTask, gefunden. SMB besteht wie auch eTask seit dem Jahr 2000.
Auf der Jahrespressekonferenz in Berlin hat die Dussmann Group ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2022 vorgestellt. Außerdem feiert das Unternehmen dieses Jahr 60-jähriges Bestehen. Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 ein Plus von 20,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro (2021: 2,3 Mrd. Euro) erzielt. Die EBITDA-Marge lag bei 6,1 Prozent (2021: 6,4 %). Das Wachstum sei hauptsächlich auf die organische Entwicklung der Gruppe zurückzuführen, teilte Wolf-Dieter-Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, mit. Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeitenden stieg zum Jahresende 2022 von 64.600 auf 66.000.
Weiterwachsen
Der Geschäftsbereich Dussmann, der integriertes Facility Management, Food Services und Technical Solutions vereint, steigerte seinen Umsatz um 25,8 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro und machte 80,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus (2021: 1,8 Mrd. Euro). Vor allem in den technischen Gewerken verzeichnete das Unternehmen großes Wachstum. „Mittlerweile macht das Technik-Geschäft 21 Prozent unseres Konzernumsatzes aus“, berichtete Adlhoch. Auf den 2019 gegründeten Bereich Dussmann Technical Solutions entfielen 393 Mio. Euro Umsatz (2021: 208 Mio. Euro). Dazu zählen auch einige jahresübergreifende und nun abgeschlossene elektrotechnische Großprojekte aus der Life-Science-Industrie und mit Rechenzentren. Die Bereiche Dussmann Facility Management und Food Services erreichten insgesamt 1,9 Mrd. Euro Umsatz (+ 17,5 %). Zugleich trieb das Italien-Geschäft, das seit 1969 besteht, das Wachstum im Geschäftsjahr 2022 voran, vor allem durch Neukundengeschäft im Gesundheitswesen.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 tätigte die Gruppe zwei Zukäufe: Im Bereich der technischen Dienstleistungen und Technical Solutions übernahm Dussmann alle Mitarbeitenden sowie ausgewählte Vermögensgegenstände und Projekte der Speidel GmbH. Im März 2023 folgte dann automatic Klein, ein Anbieter von industrieller Prozessautomatisierung. Dafür wurde die Dussmann Industrial Automation als Business Unit von Dussmann Technical Solutions gegründet.
Herausforderungen und Hürden
Das Dussmann KulturKaufhaus erzielte 38 Mio. Euro Umsatz und ein Plus von 26,7 Prozent (2021: 30 Mio. Euro). Das Unternehmen führt das auf das Wachstum des Online-Shops sowie den wieder anwachsenden Touristenstrom nach Berlin zurück. Der Geschäftsbereich Care & Kids (469 Mio. Euro Umsatz wie 2021) hatte mit den Corona-Nachwirkungen zu kämpfen, aber auch Kostensteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sowie höhere Lohnkosten durch Tariferhöhungen trafen das Unternehmen. Die Dussmann Group erwartet für 2023, dass diese Probleme bleiben und die konjunkturellen und regulatorischen Rahmenbedingungen das Unternehmen und ihre Kunden weiterhin beschäftigen werden. Auch die regulatorischen Bedingungen in der Pflege werden sich in diesem Jahr verschärfen.
60 Jahre Dussmann
Zum 60. Geburtstag hat die Dussmann Group mehrere Mitmachaktionen angestoßen und ruft weltweit u.a. Mitarbeitende zu ehrenamtlichen Tätigkeiten auf. Die Dussmann Group wandelt dann alle ehrenamtlich geleisteten Stunden in Bäume um, die im Herbst bei Mitarbeiterevents gemeinsam gepflanzt werden. Mit Blick auf das 60. Jubiläum hat die Dussmann Group auch den Auftritt ihrer Marken modernisiert.
Weitere Informationen und mehr zu den Unternehmenskennzahlen von Dussmann erhalten Sie in unserer Facility-Services-Datenbank unter: www.facility-manager.de/fs-datenbank
ChatGPT, die KI von OpenAI, kann auch Gedichte über CAFM schreiben – Bild: Open AI
CAFM-NEWS – Wer sagt eigentlich, dass künstliche Intelligenz (KI) immer nur eine bierernste und bedrohliche Angelegenheit sei? Der jüngst frei geschaltete Sprachroboter ChatGPT kann nämlich auch unterhaltsam sein. Die KI nutzt zum Beispiel die im Web verfügbaren Informationen über CAFM, um lustige Gedichte zu schreiben (soweit das Verständnis von „lustig“ halt reicht bei einer KI). Das Resultat?
CAFM, oh CAFM, Ein Programm voller Charme, Es organisiert, plant und führt, Bis alles glatt und rund läuft.
Doch manchmal zeigt es seine Macken, Kann keine Kaffeepause packen, Oder vergisst den Raum zu heizen, Das kann schon mal Nerven reizen.
Doch im Großen und Ganzen, Macht CAFM das Leben leichter, ganz ohne Flanzen, Es hilft uns bei der Arbeit jeden Tag, Und sorgt dafür, dass jeder seinen Platz hat.
Also lasst uns alle feiern, Das CAFM, wir werden es verehren, Und wenn es mal wieder zickt und zankt, Dann denken wir uns: Ach, es ist nur ein bisschen krank.
Eingefleischte Poeten werden vermutlich die mangelhafte Qualität der Reime beklagen, die zum Teil arg holprige Rhythmik bemängeln und an Tante Heidruns Hochzeitsgedicht erinnern, das für schweres Seufzen beim Brautpaar sorgte. Gut gewollt ist ja nicht immer gut gemacht.
Das gilt auch für ChatGPT, das mit jeder neuen Aufforderung, ein Poem zu erzeugen, neue Zeilen reiht und zu stets anderen Texten gelangt, die häufig zum Schmunzeln anregen – übrigens auch beim ersten Teil des jüngsten CAFM-Lehrgangs. Dort schloss der KI-Dichter sein Werk mit den gewiss bald legendären Zeilen:
So bleibt uns nur zu sagen, es ist wahr, das CAFM-System spart viel Zeit, das ist klar. Mit Dokumentenfindung und Ordnung im Gepäck, läuft alles wie geschmiert, ohne jeden Zweck
Klüh Security ist dem Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastruktur (BSKI) als neues Mitglied beigetreten. Der Verein gilt als zentrale Anlaufstelle für Entscheider aus kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Ziel des BSKI ist es, Sicherheitsrisiken für KRITIS-Einrichtungen und deren Zulieferer frühzeitig zu erkennen und durch gezielte Schutzkonzepte zu reduzieren.
Klüh Security kann so künftig aktiv an der Entwicklung von Strategien und Konzepten für den Schutz von kritischen Infrastrukturen mitwirken und sein Know-how im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen einbringen. Der Dienstleister betreut bereits seit vielen Jahren zahlreiche Einrichtungen und Organisationen aus dem KRITIS-Bereich.
Möchten Sie mehr über das Mutter-Unternehmen Klüh Service Management erfahren? Dann informieren Sie sich gerne in unserer Datenbank der Facility-Services-Anbieter unter www.facility-manager.de/fs-anbieter
Ohne Schranken und digital unterstützt ist jetzt das Parken auf einem der 1800 Stellplätze am Unterbacher See bei Düsseldorf einfacher – Bild: Peter Park
CAFM-NEWS – Wer am Unterbacher See bei Düsseldorf parken möchte, muss jetzt nicht länger an Schranken auf Einlass warten. Mit dem Parksystem Peter Park aus München können die 1800 Stellplätze auf drei Parkplätzen rund um den See schrankenlos erreicht und digital bezahlt werden. Hierzu können die führenden Parking-Apps verwendet werden, erklärt der Systemanbieter. Identifiziert werden die Fahrzeuge über eine Kennzeichen-Erkennung, der Betreiber kann über ein Dashboard die Parkflächen zentral verwalten.
Laut Betreiber, dem Zweckverband Unterbacher See und der Verkehrswacht Düsseldorf, habe das System auch jenseits des reinen Parkens positive Effekte. Indem die Fahrzeuge direkt auf die Parkplätze fahren können, werden Staus vermieden und damit unnötige Umweltbelastungen durch zusätzliche Abgase. Der Wegfall mechanischer Schranken minimiere Wartungs- und Instandhaltungskosten, der Wegfall von Parkscheinen reduziere den Papierverbrauch. Die eingesparten Gelder sollen nun für weitere Investitionen in das Naherholungsgebiet genutzt werden.