Auch Sanitär- und Lüftungsanlagen sind im digitalen Zwilling des ForeSight Berlin erfasst – Bild: Keßler Solutions
CAFM-NEWS – Keßler Solutions hat im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts ForeSight einen digitalen Zwilling im Bestand aufgebaut. Hierfür wurde exemplarisch ein Gebäude des smarten Stadtquartiers Future Living Berlin ausgewählt, von dem alle Gewerke wie Strom, Heizung, Klima, Sanitär und IoT in ein BIM-Modell integriert wurden.
Das Team von Keßler Solutions baute den digitalen Zwilling auf Grundlage von CAD- und Bauplänen, Auftragsunterlagen und Bestandsdaten in Autodesk Revit als 3D-Modell nach. Die Digitalisierung der baulichen und technischen Anlagen sowie die Aufnahme aller verbauten IoT-Sensoren, Gewerke, Möbel und Außenanlagen begann nach dem Einzug der Mieter.
Das BIM-Modell dient den Forschungs-Partnern im ForeSight-Projekt als Blaupause für einen digitalen Zwilling und spielt eine Schlüsselrolle für die Erforschung von Themen wie Nachhaltigkeit, Resilienz und Digitalisierung.
Für das Stadtquartier Future Living Berlin bildet das BIM-Modell unter anderem die Grundlage für das Instandhaltungs- und Wartungsmanagement. Das smarte Stadtquartier der Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft GSW besteht aus insgesamt 90 Wohn- und 10 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von ca. 7.600 m2.
Die nächste ISH, Weltleitmesse für Wasser, Wärme, Luft, wird vom 13. bis 17. März 2023 stattfinden und erwartet aktuell 2.000 Aussteller, die ihre Lösungen für erneuerbare Energiequellen, nachhaltige Wassernutzung und saubere Luft vorstellen. Das Thema der kommenden Messe lautet „Lösungen für eine nachhaltige Zukunft“. Es geht also um Innovationen für die Erreichung der Klimaschutzziele und den verantwortungsvollen sowie effizienten Umgang mit Ressourcen. Die Aussteller verteilen sich in etwa zu gleichen Teilen auf die Bereiche ISH Water und ISH Energy. 70 Prozent der Teilnehmenden im nächsten Jahr sind internationaler Herkunft und stammen neben Deutschland aus Italien, der Türkei, Spanien, China, Polen, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Belgien, Schweden und der Schweiz. Parallel zur ISH in Präsenz wird auch eine Woche länger vom 13. bis 24. März 2023 die begleitende digitale Plattform ISH Digital Extension stattfinden. Darüber besteht die Möglichkeit, die Messe digital zu erleben und Programmpunkte als On-Demand-Video anzusehen.
Das Erfassungstool Vormula von EBCsoft hat jetzt auch Vorlagen für das Personalmanagement in der Aktentasche – Bild: EBCsoft
CAFM-NEWS – CAFM-Haus EBCsoft hat sein Erfassungstool Vormula jetzt auch auf die Bedürfnisse des Personalmanagements abgestimmt. Es bietet Vorlagen für Anwendungsfälle wie das On- und Offboarding von Personal, interne Serviceanforderungen, Einweisungen und Unterweisungen oder die Übergabe von Arbeitsmitteln oder Fahrzeugen direkt Out-of-the-Box. Außerdem können Anwender bestehende Vorlagen anpassen oder direkt eigene Vorlagen erstellen.
Incatec Solution hat jetzt das Inventarmanagement von Axxerion vorgestellt – Bild: Incatec Solution
CAFM-NEWS – Das Münsteraner Systemhaus Incatec Solution hat jetzt das Inventarmodul der CAFM-Software Axxerion vorgestellt. Mit ihm können Anwende ihr gesamtes physisches und digitales Inventar verwalten sowie dessen Nutzung und die damit verbundenen Betriebskosten überwachen und einsehen. Das Inventarmanagement unterstützt unter anderem die Verwaltung von Garantien, Wartung und Instandhaltung, Bevorratung, Transaktionen, Aufträge und Dokumente, Benutzer und für die präzise Steuerung auch Kategorien und Felder.
Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. hat ihren ersten CO2e-Ausweis für die Lebenszyklus-Bewertung von Gebäuden publiziert. Als Rahmen dient ein Leitfaden für eine transparente lebenszyklusorientierte CO2-Bilanz unterschiedlicher Gebäude. Dieser wurde von der Kompetenzgruppe Redevelopment unter der Leitung von Timm Sassen, Geschäftsführer der Greyfield Group, erarbeitet und ermöglicht es, Bestand und Neubau vergleichbar zu machen. Neben der Betriebsphase werden dabei auch die Herstellungs- und Rückbauphase berücksichtigt. Der CO2e-Ausweis bietet so der Branche die Möglichkeit, die Struktur und das Modul der Abschreibung in ihr Reporting und die Bilanzierungsstruktur zu übernehmen.
Ausgerüstet mit IR-Kamera und anderer Technologie kann Roboter Spot Wartungsgänge und Ergebnisse verbessern – Bild; Boston Dynamics
CAFM-NEWS – Mit einer Infrarot-Kamera auf dem Rücken kann Roboter Spot die Instandhaltung von Anlagen unterstützen und im Rahmen vorausschauender Wartung, der so genannten Predictive Maintenance, sich ankündigende Fehlfunktionen erkennen, schon bevor diese für Menschen offensichtlich werden. Das berichtet Hersteller Boston Dynamics. Spot kann demnach selbständig Inspektionsgänge durchführen und hierbei die Temperaturentwicklung von Anlagen und bewegten Teilen registrieren. Wartungsgänge können jederzeit mit immer derselben Route und immer gleichen Fokuspunkten durchgeführt werden. Weichen diese von Sollwerten ab, ist das ein Indikator für Fehler, denen das Inspektionsteam im Anschluss nachgehen kann.
Klüh hat den Sicherheits-Auftrag für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Stuttgart übernommen und erhielt den Zuschlag für den auf vorerst vier Jahre befristeten Vertrag im Zuge einer Neuausschreibung. Zu den Leistungen des Dienstleisters zählen der Empfangsdienst, das Besuchermanagement, Gebäude- und Geländekontrollen, die Leitung der Sicherheitszentrale mit zentraler Störmeldeanlage, Ermittlungsdienste und Brandschutzaufgaben. Um die abzusichernden Bereiche jederzeit im Blick zu behalten, nutzt Klüh Security das hauseigene Wächterkontrollsystem.
Die Frankfurter Strabag Property and Facility Services GmbH (Strabag PFS) hat zum 1.12.2022 die Adomus Facility-Management GmbH übernommen. Das bislang inhabergeführte Unternehmen hat seinen Sitz ebenfalls in Frankfurt am Main. Adomus beschäftig rund rund 60 Mitarbeitende. Der Umsatz 2021 lag nach Strabag-Angaben in „zweistelliger Millionenhöhe“. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing wurde bereits vollzogen.
Von den Standorten Hamburg, München, Hannover, Köln, Frankfurt und Düsseldorf erbringt Adomus das gesamte Spektrum an FM-Dienstleistungen. Den Kundenkreis bilden vornehmlich institutionelle Anleger sowie Immobilieneigentümer, die besonderen Wert auf qualitativ hochwertige und serviceorientierte Leistungen legen. Diese können nun in hoher Eigenleistungsquote erbracht werden.
„Mit dem Erwerb von Adomus bauen wir nicht nur unser Kundenportfolio weiter aus und wachsen in einem strategisch wichtigen Marktsegment. Gemeinsam mit dem Adomus-Management und den hoch qualifizierten Mitarbeitenden wächst auch unsere Expertise, nachhaltige, innovative und hochwertige Immobilienservices für anspruchsvolle Kunden zu erbringen“, begründet Dr. Marion Henschel, Vorsitzende der Strabag PFS-Geschäftsführung, die Akquistion.
Der Planon Innovation Campus hat jetzt eine WELL v2-Zertifizierung erhalten. – Bild: Planon
CAFM-NEWS – Der Planon Innovation Campus ist jetzt vom International WELL Building Institute (IWBI) mit der WELL-Platin-Zertifizierung ausgezeichnet wurde. Das gibt software-Anbieter Planon bekannt. Die prestigeträchtige Auszeichnung wurde im Rahmen von IWBIs WELL v2, der neuesten Version des WELL Building Standard, verliehen.
Der Planon Innovation Campus erhielt die Well-Platin-Zertifizierung auf der Grundlage von zehn Kategorien der Gebäudeleistung:
Luft
Wasser
Ernährung
Licht
Bewegung
Wärmekomfort
Akustik
Materialien
Wohlbefinden
Gemeinschaft .
Der WELL Building Standard ist der erste Gebäudestandard, der sich darauf konzentriert, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen durch die Gebäude, in denen sie leben, arbeiten und lernen, zu verbessern. Er wurde in sieben Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Kooperation mit führenden Ärzten, Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Immobilienbranche entwickelt und ist ein leistungsbasiertes Zertifizierungssystem, das bewährte Praktiken bei Planung und Bau mit evidenzbasierter wissenschaftlicher Forschung verbindet.
Planon ist das erste Unternehmen in den Niederlanden, das eine Zertifizierung nach WELL v2 erhalten hat.
Die Richtlinie VDI 4497 ist im November 2022 erschienen und bietet Lieferanten, Entwicklern und Betreibern eine Unterstützung für den Einsatz von Emulation bei automatischer Lager- und Fördertechnik. Da die Planung und Inbetriebnahme intralogistischer Anlagen immer die Aufgabe aller Beteiligten ist, werden Digitale Zwillinge eingesetzt, um diese Prozesse effizient durchführen zu können und Verzögerungen zu vermeiden. Bei dieser sogenannten Emulation handelt es sich um virtuelle Umgebungen in verschiedenen Abstufungen, die während der Realisierung von intralogistischen Anlagen Tests der Steuerungssoftware ermöglichen. Im Vorfeld muss vereinbart werden, welche Betriebssituationen sowie Ereignisse simuliert und getestet werden sollen, die eine Anlage ggf. bewältigen können muss.
Die Richtlinie VDI 4497 „Einsatz der Emulation bei der Realisierung automatisierter Logistiksysteme“ kann beim Beuth Verlag bestellt werden.
Gemeinsam mit dem Beratungshaus Drees & Sommer haben die Marktforscher von BauInfoConsult jetzt ihren BIM-Monitor 2022/23 vorgestellt. Die Umfrage unter 300 Unternehmen will den aktuellen Stand der BIM-Nutzung aufzeigen und Gründe für die zögerliche Adaptation des Managementverfahrens in der deutschen Baulandschaft benennen. Auch die Vor- und Nachteile von BIM kommen zu Sprache. Auf unserem Schwesterportal CAFM-News finden Sie eine ausführliche Darstellung des BIM-Monitors 2022/23. Die vollständige Studie ist direkt bei BauInfoConsult für 2.250 Euro netto zu bekommen.
Wenn Sie auf der Suche nach einem Beratungspartner für Ihre FM-Organisation sind, kann Ihnen die neue „Marktübersicht der FM-Beratungsunternehmen 2023“ bei der Vorauswahl möglicher Kandidaten helfen. Die Sonder-Publikation von „Der Facility Manager“ ist im Dezember 2022 in der 19. Auflage erschienen. Mit 25 detailliert abgebildeten Unternehmen bietet sie einen facettenreichen und fundierten Überblick der Consulting-Landschaft im Facility Management.
Marktentwicklung FM-Consulting
Im Vergleich zur Facility Services Branche, für die gefma eine Bruttowertschöpfung von 152 Mrd. Euro nennt, ist der Beratungsmarkt im FM geradezu verschwindend klein, wie die übergreifenden Auswertungen des Datenmaterials zeigen. Nach einem Umsatzrückgang um 1,3 Prozent in 2020 gegenüber 2019 waren die FM-Berater mit einem Plus von 7,7 Prozent bereits 2021 wieder in der Wachstumsspur. Die 18 Beratungsunternehmen, die in der aktuellen Marktübersicht Angaben zu ihrer Geschäftsentwicklung machten, erzielten demnach im Jahr 2021 einen Umsatz von 75,85 Mio. Euro (2020: 70,45 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen die FM-Consultants mit einem weiteren, wenn auch etwas geringeren Umsatzplus von 6,4 Prozent gegenüber 2021 auf dann 80,7 Mio. Euro.
Marktvolumen FM-Beratung
Expertenwissen für Auftraggeber: Die Marktübersicht der FM-Beratungsunternehmen.
Eine Einschätzung des Marktvolumens ist auf Basis der Relation von Umsatz in der FM-Beratung und Zahl der festangestellten FM-Berater nur als vorsichtige Annäherung möglich: So stehen die abgebildeten FM-Berater für ein ungefähres Volumen von rund 87 bis 90 Mio. Euro. Nachdem die Marktübersicht den überwiegenden Teil der großen und mittelgroßen, bundesweit bekannten und aktiven FM-Berater abbildet, es daneben aber noch eine Vielzahl von kleineren und kleinen Beratungsanbietern bis hin zu Einzelunternehmen im FM- und Immobilienbereich gibt, ist eine Hochrechnung auf das Gesamtvolumen für FM-Beratung in Deutschland nur als Schätzung möglich: 120 bis 150 Mio. Euro dürften dabei ein realistischer Korridor sein. Ähnlich der Facility Services Branche sind auch im FM-Beratungsmarkt erste Konsolidierungsanzeichen zu vermerken. Nachdem Drees & Sommer in den letzten Jahren einige Zukäufe vermeldet hatte, setzten 2022 beispielsweise Westbridge oder Canzler auf Wachstum durch Beteiligungen und Übernahmen.
Auszüge der Marktübersicht der FM-Beratungsunternehmen stehen auch als Datenbankversion für den Online-Zugriff bereit. Schauen Sie mal rein unter: www.facility-manager.de/datenbank-fm-berater
Im Zuge einer deutschlandweiten Ausschreibung hat Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) den Auftrag für das technische Facility Management in der E.ON Hauptverwaltung in Essen für sich entschieden. Der Vertag wurde für vier Jahre geschlossen mit Verlängerungsoption. Neben dem Hauptverwaltungskomplex gehören weitere Gebäude, wie das Restaurant für E.ON-Mitarbeitende am Baldeneysee zum Vertragsumfang. Strabag betreut bereits mehrere Standorte in Hannover, ein Rechenzentren sowie rund 60 Standorte der Bayernwerk, einer Tochtergesellschaft von E.ON.
Die E.ON Hauptverwaltung verfügt über 15 Stockwerke mit einer Nettogeschossfläche von 120.000 qm. Eine Besonderheit ist die hauseigene Energieversorgung mit digitalisierter Gebäudeleittechnik, drei Blockheizkraftwerken sowie Photovoltaikanlagen.
Die BIM-Methode ist zögerlich im Kommen, zeigt der BIM Monitor 2022/23 von BauInfoConsult und Drees & Sommer – Bild: ME Image/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Vom Bund für öffentliche Bauprojekte schon länger verbindlich, nutzt ein Großteil der Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen und Installationsfirmen die digitale Planungsmethode BIM noch nicht. Warum das so ist, das untersucht die Studie BIM-Monitor 2022/23: Trends und Entwicklung der Marktforscher von BauInfoConsult und des Beratungshauses Dress & Sommer. Für sie befragten die Marktforscher über 300 Firmen telefonisch zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen zum Thema BIM.
Die Ergebnisse der Erhebung zeigen deutlich: BIM hat einen guten Ruf in der Branche, wird aber oft noch nicht ausschöpfend angewendet. Das meint Alexander Faust, Marktanalyst bei BauInfoConsult, mit Blick auf die Daten der diesjährigen Erhebung.
Erfahrungen mit BIM hat nur ein Fünftel der 300 Befragten – aktuell nutzen also nur 20 Prozent BIM. Dabei liegen die Vorteile der Methode klar auf der Hand: BIM bündelt alle relevanten Daten in einem digitalen Modell, dem digitalen Zwilling des Bauwerks. Da alle wesentlichen Bauakteure in Modellen arbeiten, stehen die dort verarbeiteten Informationen wiederum allen zur Verfügung. Ändert ein Planer beispielsweise den Gebäudegrundriss ab, können die anderen Projektbeteiligten ihre Fachplanung unmittelbar darauf anpassen. Und passen die Entwürfe nicht mehr zusammen, werden diese Kollisionen nicht erst während des Bauprozesses bemerkt, wo sie zu Verzögerungen und gesteigerten Kosten führen.
Warum so zögerlich?
Blickt man über die Landesgrenze, fällt auf: In den Niederlanden, in Skandinavien, Großbritannien und den USA ist BIM beispielsweise schon viel weiter. Das führt zu zwei zentralen Fragen: Warum sind die Akteure auf dem deutsche Markt trotz der BIM-Pflicht für öffentliche Bauaufträge weiter so zögerlich? Und was könnte kann helfen, damit BIM auch hierzulande Fahrt aufnimmt?
Die Zahlen des BIM-Monitors 2022/23 verweisen auf Gründe, warum Nutzer derzeit BIM bereits einsetzen. Die drei häufigsten sind:
weil es Kunden fordern (36 Prozent)
um wettbewerbsfähig zu sein (30 Prozent)
um interne Prozesse zu optimieren (30 Prozent).
André Friedel, BIM-Experte bei Drees & Sommer, sieht in den Ergebnissen ein klares Zusammenspiel von Push- und Pullfaktoren: „Die Markterfordernis und die Notwendigkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben, lösen den Wandel aus. Optimierung der internen Prozesse und der Bauabläufe sind dann die konsequente Folge und fast schon ein Mitnahmeeffekt.“
Kunden müssen BIM einfordern
„Aktuell scheint die Nachfrage- und Kapazitätskrise in der Bauwirtschaft die BIM-Verbreitung noch zu hemmen“, sekundiert Alexander Faust von BauInfoConsult. Erstarkte die Marktnachfrage, werde auch BIM in der Arbeitspraxis umfassender genutzt. Auch das belegen die Zahlen: Wenn BIM als Methode vom Auftraggeber gewünscht ist, sagen
32 Prozent der jetzigen BIM-Nicht-Nutzer, sie würden die Methode einführen,
21 Prozent würden BIM zur Optimierung der Bauabläufe nutzen wollen,
20 Prozent würden BIM einführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben,
20Prozent würden wegen Druck des Marktes BIM einführen.
Pros & Cons
Als Vorteile von BIM gelten für die Teilnehmer der Umfrage vor allem das Plus an Effizienz, Kooperation und im Resultat Qualität der Projekte und ihrer Ergebnisse.
Als Hemmnisse sehen die Befragten neben dem Investitionsaufwand die Komplexität des Themas, die für erhöhten Schulungsaufwand sorgt. Die größten Hürden für den Einstieg in BIM liegen mittlerweile vor allem in den notwendigen Veränderungen der Betriebsabläufe und der Mitarbeiteraufgaben.
Schreckt der BIM-Schulungsaufwand ab?
Mit 47 Prozent plant fast die Hälfte der Befragten in nächster Zeit in eine umfassende BIM-Weiterbildung für ihre Mitarbeitenden zu investieren. Hier liegt tatsächlich das größte Invest. Dazu hat Drees & sommer festgestellt, dass bei der strategischen Implementierung digitaler BIM-Prozesse neben der intensiven Schulung der Mitarbeitenden vor Projektstart auch eine fachlich-technische Begleitung über mindestens das erste Pilotprojekt hinweg sehr sinnvoll ist.
Weitere Haupt-Ergebnisse des BIM-Monitors:
Jeder fünfte Betrieb arbeitet in seinen Projekten mit BIM – im Schnitt mit einem Anteil der BIM-Projekte am eigenen Unternehmensumsatz von durchschnittlich 31,8 Prozent.
41,5 Prozent der BIM-Projekte der Bauprozess wird mit einem „digitalen Zwilling“ begleitet.
32 Prozent der Bauakteure haben Bedarf an Schulungen von Herstellern zur BIM-Nutzung. Bei den konkreten Nutzer von BIM ist der Schulungsbedarf nochmals höher.
Im Vergleich zu 2017 und 2019 ist die Bedeutung der Hersteller-Webseiten für die Suche nach herstellerspezifischen BIM-Objekten erkennbar gestiegen.
Open BIM wird im Schnitt in 59 Prozent der Projekte der BIM-Nutzer standardmäßig erwartet – Hersteller sollten bei der Bereitstellung ihrer Modelle darauf vorbereitet sein
Vorteile sind bekannt
Die Zahlen des BIM Monitors 2022/23 zeigen: Die Vorteile von BIM sind bekannt und in der Branche anerkannt, die unsichere Marktsituation scheint aktuell eine flächendeckende Anwendung zu hemmen. Multiplikatoren von BIM sind vor allem Architekt sowie die Hersteller von BIM-fähiger Software. Auf Auftraggeberseite sind vor allem die öffentlichen Bauherren vertraut mit BIM, gefolgt von gewerblichen Bauherren. BIM wartet also in den Startlöchern – und die Baubranche auf günstigere Zukunftsaussichten, um mit BIM loszulaufen.
Über die Studie
Die Studie BIM-Monitor 2022/23: Trends und Entwicklung zeigt den Stand und das Potenzial der BIM-Marktdurchdringung in Deutschland auf. Für den BIM-Monitor 2022/23 kooperierten das Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer und das Düsseldorfer Marktforschungsunternehmen BauInfoConsult, um für die Leser zwei Sichten zur Verfügung zu stellen. Zur Einordnung der jüngsten Ergebnisse werden zudem die Daten der letzten Erhebungen (2017-2019) zum Vergleich herangezogen und die Entwicklung aufgezeigt. Weiter untersucht die Studie, welche Anforderungen insbesondere an Hersteller von Baumaterialien und (Software-)Dienstleister in Bezug auf BIM gestellt werden. Schließlich wird ausgewertet, wie häufig das Potenzial von BIM in der Praxis ausgeschöpft wird, zum Beispiel in Bezug auf
integrale Planung/digitaler Zwilling,
3D-Visualisierungen zur Kollisionsprüfung,
BIM-Monitoring über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Die Studie ist im Volltext bei BauInfoConsult zum Preis von 2.250 Euro zzgl. Mwst. erhältlich.
Nach der fulminanten Premiere der CAFM-MESSE & KONGRESS als Live-Event im Juni 2022 (siehe Bildergalerie 2022, legen wir nun nach: Die CAFM-MESSE & KONGRESS 2023 findet am 19./20. Juni 2023 erneut im Esperanto Kongress & Kulturzentrum in Fulda statt, das sich als Location für dieses Top-Event bestens bewährt hat.
Die CAFM-MESSE & KONGRESS hat ihren klaren Fokus auf Computer Aided Facility Management Systeme, ihre Funktionalitäten und technischen Möglichkeiten. In Ergänzung zu unserer Marktübersicht CAFM-Software bietet sie den Messebesuchern – CAFM-Anwender und Neu-Interessenten – einen Marktüberblick und eine direkte Vergleichsmöglichkeit der angebotenen Systeme und erleichtert somit die Produktauswahl bzw. den Systemwechsel.
Eingerahmt von einem informativen Kongressprogramm präsentieren namhafte CAFM-Anbieter auf ihren Messeständen ihre Lösungen. In diesem Jahr ergänzen wir das Ausstellerspektrum um (CA)FM-Berater, Implementierungspartner, Datenerfasser, IT-affine FM-Dienstleister sowie um Anbieter spezieller App-Lösungen. Sie alle stehen für individuelle Vier-Augen-Gespräche zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten und auf Ihre Aufgabenstellungen einzugehen.
Das Programm, Informationen für Aussteller und Besucher sowie eine Bildergalerie der letztjährigen CAFM-Messe finden Sie unter: www.cafm-messe.de
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am 24. und 25. April 2023 findet im Esperanto Kongress- & Kulturzentrum in Fulda mit der Bundesfachtagung Betreiberverantwortung eine der wichtigsten FM-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum statt.
Die Programmgestaltung liegt erneut in den Händen der Initiatoren Ulrich Glauche und Jörg Schielein von Rödl & Partner. Ulrich Glauche, Leiter des Richtlinienwesens des deutschen Verbands für Facility Management gefma, und Jörg Schielein, Leiter des gefma-Arbeitskreises Recht, zählen zu den renommiertesten Experten auf diesem Gebiet
Wenn Sie am kompletten Programm inklusive der beliebten Abendveranstaltung (für die die Plätze limitiert sind), teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich rechtzeitig Ihren Platz zu sichern.
Geiger Facility Management ist dem ESG-Circle of Real Estate (Ecore) beigetreten und wird sich besonders im Fachausschuss Projektentwicklung für die Schwerpunktbranchen Handel, Wohnen, Gewerbe und Industrie einsetzen. Damit will das Unternehmen bei der Entwicklung von ESG-Standards im Facility Management unterstützen, wie Thomas Braun, Geschäftsführender Gesellschafter von Geiger FM erklärt.
Der Ecore-Circle und seine Ziele
Ecore entstand im Februar 2020 und umfasst inzwischen über 150 Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich Fonds- und Assetmanagement, Projektentwicklung sowie dem Bankenbereich. Sie wollen gemeinsam einen Branchenstandard zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance von Immobilienportfolios entwickeln und als Dialog- und Best Practice-Plattform dienen. Das Ecore-Scoring schafft einen Standard, der alle Regularien, Gesetze, Verordnungen und die ESG-Kriterien vereint. Somit kann der ESG-Zustand von Objekten erfasst und verglichen werden. Der Score-Wert wird anhand einer Punkteskala von null bis 100 abgebildet.
Pfeil dran und fertig: Fast so einfach lässt sich das KNX-Gateway von Meltem in die Lüftungsanlagen des Herstellers integrieren – Bild: Meltem
CAFM-NEWS – Meltem, hat ein neues Gateway für seine Lüftungsanlagen vorgestellt, das als Schnittstelle zum KNX-Bus dient. Das Gateway ist vorkonfiguriert und lässt sich über die Einrichtungs-Software von Meltem (ETS) in das System einbinden. Mit dem Gateway ist die Ansteuerung der Lüftungsanlagen über die zentrale Haustechnik möglich, wobei jedes Lüftungsgerät sein eigenes Gateway benötigt. Sämtliche Funktionen werden über die ETS parametriert und programmiert.
Anfang Dezember 2022 hat im Rahmen der gefma Lounge Bayern-Nürnberg im Headquarter der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) in Nürnberg die Veranstaltung „Betreiberverantwortung in der betrieblichen Praxis“ stattgefunden. Organisiert wurde der Tag von Rödl & Partner, fachlich geleitet von Ulrich Glauche, der durch den theoretischen Input in Form von Vorträgen leitete. Nach der Begrüßung durch Ulrich Glauche und dem Leiter der gefma Junior Lounge Nürnberg, Ferdinand Karnoll, erläuterte Isabella Queißner, Head of Procurement & Facilities der GfK, den Wandel vom klassisch konzipierten Headquarter aus 2020 zum Multi-Tenant Building 2022.
Weitere Themen und Vorträge auf der gefma-Veranstaltung waren:
– Henning Wündisch und Ludovica Erhardt, Rechtsanwälte bei Rödl & Partner, informierten über neue und geänderte Regelwerke aus den Bereichen Energie, Trinkwasser, EU-Taxonomie und Arbeitsschutz und gaben u.a. Einblicke in die Novelle des GEG.
– Marcel Steffen, Head of Branch bei Tattersall Lorenz Immobilienmanagement, zeichnet mit seinem Unternehmen für das Property Management des Orange Campus verantwortlich und zeigte die Organisation der Beauftragungsverhältnisse für das Gelände auf.
– Edwin Dittrich, Bereichsleiter bei der RGM Facility Management GmbH, ist mit seinem Unternehmen für das technische und integrierte Gebäudemanagement auf dem Campus verantwortlich und ging in seiner Präsentation auf die Folgen der als Single-Tenant geplanten Gesamtfläche hin zu einem Multi-Tenant Objekt ein.
– Wolfgang Götzendörfer, Leiter Technischer Vertrieb der Südwärme AG, und Anke Klein, Geschäftsführerin der SK+ TGM, erläuterten dann nacheinander das Contracting-Modell für Wärme, Kälte und Energie für den Orange Campus aus Sicht des Lieferanten bzw. Pächters sowie der technischen Betreuung und des Monitorings der TGA.
Die GfK ermöglichte den 40 Teilnehmenden zudem die Begehung des Campus vom Dach mit Bienenstöcken, über Arbeits- und Meetingräume, diverse Etagen-Cafés und den Fitness- und Eltern-Kind-Raum hin zu den technischen Anlagen im Untergeschoss.
Patrick Horlamus, Absolvent des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Facility Management an der Ohm Professional School der Technischen Hochschule Nürnberg und Leiter HKLS bei N-Ergie Immobilien stellte die Ergebnisse seiner Masterarbeit „Technical Real Estate Risk Management“ vor. Sie war erst kürzlich mit dem gefma-Förderpreis ausgezeichnet worden.
Mit einem abschließenden Plädoyer, appellierte Glauche für mehr konkretes Handeln bei der Erreichung der Klimaziele und gab einen Einblick in den Stand der Arbeit an der Neufassung der Richtlinie gefma 190 (E) „Betreiberverantwortung 2.0: Klimaschutz und Nachhaltigkeit“.
Die nächste Gelegenheit, sich zum Thema Betreiberverantwortung auf den neuesten Stand zu bringen, ist die Bundesfachtagung Betreiberverantwortung am 24. und 25. April 2023 in Fulda unter der Leitung von Ulrich Glauche und Jörg Schielein von Rödl & Partner.
SAP hat den UT Integrator 10 von Vertigis für S/4 Hana zertifiziert – Bild: stock.adobe.com/Grigory Bruev
CAFM-NEWS – Software-Riese SAP hat den Vertigis UT Integrator 10 für sein cloudbasiertes ERP-System S/4 Hana zertifiziert. Der UT Integrator 10 dient dem automatisierten Austausch von semantisch identischen Daten in GIS-Systemen und SAP ERP. Er wird vor allem in der Versorgungswirtschaft eingesetzt, also bei Unternehmen, die Strom-, Gas- und Wassernetze betreiben. Der Integrator hilft diesen Unternehmen, doppelte Dateneingaben zu vermeiden und trägt dazu bei, eine hohe Datenqualität und -integrität sicherzustellen.