Die Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) übernimmt ab November das technische und infrastrukturelle Facility Management für das Centraal, einem von insgesamt sechs Neubauten in dem neugeschaffenen Businessquartier MesseCity Köln.
Der Vertrag für das Objekt mit etwa 20.000 m2 Bürofläche, einer Tiefgarage mit rund 15.000 m2 sowie einem prestigeträchtigen Messebalkon wurde für drei Jahre geschlossen, teilte der Dienstleister in Frankfurt am Main mit.
Centraal wurde gemeinsam von Strabag Real Estate und ECE Work und Live entwickelt und von der Ed. Züblin AG gebaut. Hauptmieter ist eine Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, die im Spätherbst mit rund 900 Arbeitsplätzen auf 15 Geschossen in das Gebäude einziehen soll.
Klüh Catering ist ab sofort Mitglied im Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e.V. (BDV). Als Vending-Automaten bezeichnet man Automaten, die kleine Snacks, Süßigkeiten und Getränke vorhalten. Sie finden sich zum Beispiel vor Kantinen, in Hotels und auf Bahnsteigen.
Der BDV vertritt die Interessen von Herstellern, Betreibern und Zulieferern der Branche. Ihnen bietet er zugleich eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und sowie Innovationen und Qualitätsstandards zu fördern.
Klüh Catering setzt seit vielen Jahren auf Automatenlösungen. Diese bieten laut Dienstleister flexible und schnelle Verpflegungsmöglichkeiten. Ferner stellen Automaten eine ideale Ergänzung dar, um Kunden rund um die Uhr versorgen zu können
Die Oest Tantsellen GmbH, die rund 100 Avia-Tankstellen betreibt, hat jetzt ein CAFM-System eingeführt – Bild: Avia
CAFM-NEWS – Die rund 100 von Oest betriebenen Tankstellen in Süddeutschland werden jetzt mit CAFM-Software verwaltet. In einem ersten Schritt wurden die zwei Modulen Inventarverwaltung und Help-Desk eingeführt. Sie sollen mehr Übersichtlichkeit der Assets schaffen und mittels Help-Desk Störmeldeprozesse transparenter machen und verschlanken. Wenn die Anwendung bei den rund 100 Mitarbeitern etabliert ist, soll im nächsten Schritt das Modul Wartung eingeführt werden, um Fristen und Termine gleichfalls zentralisiert im Blick zu haben. Genutzt wird die Anwendung Axxerion, implementiert von Incatec Solution an der Unternehmenszentrale des Tankstellenbetreibers in Freudenstadt.
Oest wurde 1915 von Georg Oest gegründet. Sein Sohn Hugo Oest schloss das Unternehmen 1952 mit dem Verband trustfreier Benzin- und Heizölimporteure der Schweiz und den Gründern der Deutschen Avia zur Deutschen Avia Mineralöl GmbH zusammen, unter deren Logo das Geschäft fortgeführt wird.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat vorzeitig den Vertrag für technisches Facility Management des Auswärtigen Amts in Berlin mit Spie für weitere fünf Jahre verlängert. Seit knapp 20 Jahren ist der FM-Dienstleister bereits für den Kunden im Einsatz. Die Berliner verantworten das Technische Facility Management für nahezu alle gebäudetechnischen Anlagen der Immobilie. Diese hat eine Nutzfläche von etwa 186.000 Quadratmetern.
Mit einem Team von 22 Personen betreut Spie die komplexe Gebäudetechnik der Bundesbehörde. Neben dem reibungslosen Betrieb der Gebäudeleittechnik zählen dazu Wartung, Inspektion und Instandsetzung von
raumlufttechnischen Anlagen,
Kälteanlagen,
Aufzugsanlagen,
Türanlagen,
Sprinkleranlage,
Netzersatzanlagen,
Elektroanlagen,
Heizungsanlagen,
Sanitäranlagen,
Messtechnik,
Steuerungstechnik und
Regelungstechnik.
Zudem gewährleistet der Multitechnik-Dienstleister eine permanente Rufbereitschaft.
Die beiden Facility-Management-Verbände gefma und IFMA Schweiz haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart – Bild: IFMA Schweiz
CAFM-NEWS – Die beiden Facility Management-Verbände gefma Deutscher Verband für Facility Management und IFMA Schweiz haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie wollen damit die Zusammenarbeit im Bereich FM in Deutschland und der Schweiz intensivieren. Das teilten die Verbände unabhängig von einander mit.
Konkret sind folgende Ziele in der Vereinbarung genannt:
Kompetenzen bündeln,
Mitgliedergruppen vernetzen,
FM-Praxis, Bildung und Forschung in beiden Ländern fördern,
das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung des FM stärken,
die Entwicklung des Branchennachwuchses unterstützen,
der länderübergreifende Austausch von Wissen,
länderübergreifende Austausch von Publikationen,
die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen.
Als erste solche Veranstaltung ist die Konferenz „Spotlight FM“ am 30. und 31. Januar 2025 in Zürich vorgesehen.
Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für ein Jahr. Sie verlängert sich dann jeweils um ein weiteres Jahr, sofern sie nicht von einer Seite aufgekündigt wird. Sowohl gefma als auch IFMA Schweiz sind offen für die Einbindung weiterer immobilienbezogener Verbände aus dem DACH-Raum. Hiermit ließen sich zusätzliche Synergien schaffen, heißt es in einer Pressemeldung zum Zusammenschluss.
In Dortmund ist jetzt erstmals ein BIM-basierter Bauantrag mit einer Spezialsoftware erfolgreich geprüft worden. Bild: BIM Deutschland
CAFM-NEWS – In Dortmund ist jetzt erstmalig ein BIM-basierter Bauantrag erfolgreich geprüft worden. Hierfür wurde eine webbasierte Prüfsoftware für BIM-Modelle eingesetzt, die es Behörden erlaubt, eingereichte Modelle zu empfangen und zu begutachten. Antragstellenden haben die Möglichkeit, mit ihr die Genehmigungsfähigkeit ihrer Modelle vor der Einreichung zu prüfen. Das geprüfte Objekt ist die neue Firmenzentrale der Louis Opländer Heizungs- und Klimatechnik im Dortmunder Stadtteil Phoenix West
Grundlage der automatischen Prüfung waren Modellierungsrichtlinien, die im Zuge eines Verbundforschungsprojekts zum BIM-basierten Bauantrag in Nordrhein-Westfalen entwickelt wurden. Das Vorhaben wurde bereits 2020 abgeschlossen.
Die Prüfsoftware entwickelt hat das Unternehmen VSK Software schon 2021. Gegründet hat es Andre Vontrhon, der bis 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum war.
Christian von Grone ist Interims-CIO der Südwestfalen IT – Bild: Christian von Grone
CAFM-NEWS – Bereits seit dem 12. Juni hat Christian von Grone den Posten des Chief Information Officers der Südwestfalen-IT (SIT)inne. Das berichtet das Webportal CIO. Der Manager, der bisher in der IT von Handelsunternehmen tätig war, soll als Interims-CIO den kommunalen IT-Dienstleister dabei unterstützen, die Folgen eines Cyberangriffs zu überwinden.
Der Angriff auf die Zweckverband Südwestfalen-IT hatte am 30. Oktober 2023 für erhebliches Aufsehen gesorgt. Insgesamt waren fünf Landkreise und 67 Kommunen in Nordrhein-Westfalen vom Ausfall der IT-Infrastruktur ihrer Verwaltungen betroffen. Alle in der Cloud gehosteten Fachverfahren waren nicht mehr verfügbar. Über 1,7 Millionen Einwohnern der Regionen hatten auf sämtliche Online-Bürgerdienste keinen oder nur stark eingeschränkten Zugriff.
Der erfolgreiche Ransomware-Angriff wurde möglich, weil der Zugang zum internen Netzwerk über eine softwarebasierte VPN-Lösung erfolgte. Diese hatte eine Zero-Day-Schwachstelle und forderte keine Multifaktor-Authentifizierung ein. Wie die Angreifer an die notwendigen Zugangsdaten kommen konnten, ist nicht abschließend geklärt. Vermutet wird eine Brute-Force-Attacke.
Sicherheitslücken in der Windows-Domäne intra.lan ermöglichten es den Angreifern anschließend, ihre Rechte bis zur Domain-Administration zu erhöhen. Damit ließen sich zentrale Systeme und wichtige Fachverfahren für alle Kunden der Südwestfalen-IT verwalten, wozu es allerdings nicht mehr kam, weil das IT-Personal der SIT unverzüglich alles Systeme herunterfuhr.
Die Südwestfalen-IT hatte zum Ende des ersten Quartals 2024 erste Fachverfahren wieder anbieten können, darunter Kfz-, Melde- und Sozialdienste. Den Abschluss des Wiederaufbaus erwarten die Verantwortlichen im Herbst dieses Jahres, also knapp ein Jahr nach dem Shut-down.
Mit dem Interims-Mandat für von Grone wollen die Verantwortlichen die wieder aufgebaute IT-Struktur in den Regelbetrieb überführen. Außerdem soll er übergreifend Sicherheit und Prozessabläufe verbessern sowie die Governance stärken.
Zu seiner neuen Aufgabe sagte von Grone, er könne seine Erfahrung aus der Handels-IT einbringen, die ständig bei knappen Budgets unter einem hohen Innovationsdruck stehe. Während der hohe Innovationsdruck aus dem Handel möglicherweise fehlen wird, dürften die knappen Budgets bei dem kommunalen IT-Dienstleister weiterhin eine Herausforderung bleiben.
Die Facility Management-Verbände gefma Deutscher Verband für Facility Management und IFMA Schweiz haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie wollen damit die Zusammenarbeit im Bereich FM in Deutschland und der Schweiz intensivieren. Das teilt der gefma mit.
Konkret sind folgende Ziele der Vereinbarung genannt:
Kompetenzen zu bündeln,
Mitgliedergruppen zu vernetzen,
FM-Praxis, Bildung und Forschung in beiden Ländern zu fördern,
das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung des FM zu stärken,
die Entwicklung des Branchennachwuchses zu unterstützen,
der länderübergreifende Austausch von Wissen,
länderübergreifende Austausch von Publikationen sowie
die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen.
Als erste Veranstaltung ist die Konferenz „Spotlight FM“ im Januar 2025 in Zürich vorgesehen.
Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich dann jeweils um ein weiteres Jahr. Sowohl gefma als auch IFMA Schweiz sind offen für die Einbindung weiterer immobilienbezogener Verbände aus dem DACH-Raum. Hiermit ließen sich zusätzliche Synergien schaffen.
Anette Blaser (SenStadt Berlin, rechts), Sarah Tesmer (Landesamt GeoInformation Bremen, links) und Doris Carstensen (LGV Hamburg, Mitte) bringen ihre Katasterverfahren in die Cloud. – Bild: LGV Hamburg
CAFM-NEWS – Nach Berlin werden jetzt auch Hamburg und Bremen ihre Katasterverfahren in die Cloud heben. Ab 2025 starten der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) in Hamburg und das Landesamt Geoinformation Bremen in einer Kooperation den neuen Betrieb ihrer amtlichen Geobasisdaten (3A-Verfahren) als Managed Cloud Service in der Open Telekom Cloud (OTC) von T-Systems. Das Hosting der IT-Infrastruktur, der Software, der Datenbanken und den fachlichen Support übernimmt VertiGIS als alleiniger Dienstleister.
Der Managed-Service-Betrieb beinhaltet auch hier das Hosting der IT-Infrastruktur sowie der gesamten Software inklusive der Datenbanken und dem fachlichen Support. Für die vier Teilfachverfahren AFIS, ALKIS und ATKIS und die Geobasisdaten online (APK) kommt die 3A-Software zum Einsatz.
Schon seit August 2021 nutzt die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadt) das AFIS-ALKIS-ATKIS-Verfahren (AAA-Verfahren) der VertiGIS.
Die 19. gefma-Biker-Tour mit insgesamt 13 Motorradbegeisterten fand vom 23. bis 25. August im Mittleren Schwarzwald statt.
Ausgangspunkt der Ausfahrt bei hochsommerlichen Temperaturen war Gengenbach im Ortenaukreis. Von dort aus führte die Tagestour in einem kurvigen Rundkurs über 337 Kilometer zum Junghans Terrassenbau des Stuttgarter Industriearchitekten Philipp Jakob Manz in Schramberg sowie zum Titisee. Zurück im Basislager in Gengenbach blieb Zeit für übergreifende Facility-Management-Fachgespräche.
Im kommenden Jahr feiert die gefma-Biker-Tour mit ihrer insgesamt 20. Auflage ein Jubiläum. Die langjährigsten Biker haben sich darauf verständigt, die allererste Tour zu wiederholen. Ziel wird deshalb die Fränkische Schweiz sein, als Termin wurde 11. bis 14. September 2025 festgelegt. Interessenten können sich bei Wolfgang Inderwies (mail@indeconsult.de) melden.
Im ersten Halbjahr 2024 ist laut einer Studie gegen eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Unternehmen der Immobilienbranche ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Mit einem Anstieg um knapp 124 Prozent weist der Wirtschaftszweig das zweithöchste Negativ-Ergebnis der Erhebung auf. An erster Stelle liegen Kultur und Unterhaltung mit 147 Prozent.
Die monatlichen Insolvenzanträge zeigen diesen Aufwärtstrend:
42 Fälle im Januar,
76 Fälle im Februar,
79 Fälle im März,
68 Fälle im April,
94 Fälle im Mai.
Die Studienautoren schlussfolgern, diese Zahlen zeigten die wachsenden Herausforderungen, vor denen Unternehmen in der Immobilienbranche stehen.
Im Bauwesen ist gleichfalls ein Anstieg an Insolvenzen zu beobachten. Hier sind es 24,4 Prozent mehr. Damit liegt die Branche auf Platz 7. Von Januar bis Mai meldeten insgesamt 1.157 Bauunternehmen Insolvenz an. Als Ursache vermuten die Studienmacher Nachwehen der Pandemie. Außerdem sei diese Situation wahrscheinlich noch durch die Entscheidung der Bundesbank, die Finanzierung von Neubauten einzustellen, verschärft wurde.
Durchgeführt hat die Erhebung der Werbemittel-Anbieter pens.com im August 2024. Er nutzte hierzu Daten des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum Januar bis Juni 2024.
Künstliche Intelligenz ist auch für FM ein mächtiges Werkzeug, wenn die Prompts genannten Befehle passend formuliert sind – Bild: Jan/Stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Welchen Nutzen kann Künstliche Intelligenz (KI) im Rahmen des Facility Managements entfalten? Dr. Alexandra Merkel, CTO der Innomatik AG, ist eine langjährig erfahrene Expertin zum Thema. In unserem Interview erläutert sie den Unterschied zwischen Algorithmen und Künstlicher Intelligenz, verschiedene Ausprägungen von KI, ihre Vorteile und Grenzen und wo KI tatsächlich Nutzen entfaltet.
CAFM-NEWS: Frau Dr. Merkel, wie viele Jahre beschäftigen Sie sich bereits mit KI?
Merkel: Ich persönlich beschäftige mich seit ungefähr 5 Jahren sehr intensiv mit KI – erst im Bereich der Neurowissenschaften und jetzt seit 1,5 Jahren im IT-Umfeld. In unserem Firmengeflecht beschäftigen wir uns allerdings seit inzwischen 10 Jahren mit klassischer KI im Sinne von Computer-Vision- und Machine-Learning-Verfahren und seit mehreren Jahren natürlich auch mit großen Sprachmodellen.
KI basiert auf Algorithmen und ist im Kern ein mathematisches Verfahren. Ist damit praktisch jeder Algorithmus auch eine KI?
Merkel: Grundsätzlich sehen wir KI im klassischen Sinne als Nachahmung bzw. Automatisierung intelligenten Verhaltens in einem Computer. Dabei ist es ganz wichtig, eine Unterscheidung zwischen einfachen Algorithmen zu treffen, die klare, deterministische Aufgaben ausführen, und lernenden Systemen, die komplexe, nicht deterministische Aufgaben bewältigen. Auch wenn heute im Marketing jeder Algorithmus als KI bezeichnet wird, so sehe ich aus IT-Sicht nur lernende Systeme als echte KI an. Ein Teilbereich der KI ist das Maschinelle Lernen (ML), das sich darauf konzentriert, wie Computer aus Daten lernen können. Anstatt explizit programmiert zu werden, um bestimmte Aufgaben auszuführen, entwickeln ML-Algorithmen Modelle auf Basis von Beispieldaten, den sogenannten Trainingsdaten. Diese Modelle können dann verwendet werden, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen, ohne dass sie explizit programmiert wurden, um jede einzelne Aufgabe auszuführen. Das heute bekannteste Beispiel dafür ist natürlich ChatGPT, aber ML-Verfahren gibt es schon wesentlich länger.
Welche Anforderungen stellen Sie an eine KI?
Merkel: KI wird heute häufig im Bereich Marketing eingesetzt, um Texte oder Bilder generieren zu lassen. Diese Anwendungsfälle sind zwar mit Vorsicht zu genießen – gleichzeitig sind sie jedoch unkritisch, solange ein Mensch den generierten Text oder das generierte Bild überprüft. In der praktischen Anwendung in Unternehmen sind aber bestimmte Anforderungen absolut notwendig. Dazu gehört die Nachvollziehbarkeit bzw. die Erklärbarkeit der Ergebnisse, die Zuverlässigkeit und Robustheit des Systems, die Erfüllung der hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit sowie selbstverständlich die Gewährleistung der Gesetzeskonformität. Darüber hinaus sind eine Nutzerzentrierung und auch eine vollständige Prozessintegration wichtige Aspekte beim Einsatz von KI in professionellen Organisationen.
Für viele Menschen ist KI gleichgesetzt mit dem Large-Language-Model ChatGPT. Welche KI-Modelle spielen neben LLMs noch eine relevante Rolle?
Merkel: Der KI-Hype kam mit den großen Sprachmodellen in der breiten Masse an. Ein wichtiger Vertreter ist sicherlich ChatGPT. Es gibt aber unzählige andere Modelle und Anwendungsfälle. Ein Beispiel ist Convolutional Neural Networks (CNN), das speziell für die Verarbeitung von Bildern und Videos entwickelt wurde. Es findet Anwendung in Aufgaben wie Bildklassifizierung, Objekterkennung und Bildsegmentierung. Weitere Machine-Learning-Modelle werden für die Verarbeitung und Vorhersage kontinuierlicher Zielgrößen eingesetzt, um z. B. Zeitreihen zu überwachen und vorherzusagen oder um Anomalien zu erkennen. Zur Bestimmung von Optimalstrategien eignen sich wiederum Reinforcement-Learning-Modelle, mit welchen Roboter optimierte Arbeitsabläufe erlernen können. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Modelle.
Welche KI-Modelle sind für Facility Management überhaupt sinnvoll?
Merkel: Wenn man sich in den zuvor genannten Anwendungsfällen wiederfindet und damit ein bestehendes Problem lösen bzw. einen Prozess optimieren kann, hat jedes dieser Modelle im FM seine Daseinsberechtigung. Im Prinzip gilt aber, dass KI als Teil eines Prozesses eingesetzt werden sollte und nicht als ganzes Produkt – und schon gar nicht als Selbstzweck.
Man sollte auch nicht zwanghaft versuchen, das neuste, beliebteste Modell in jeden Prozess zu integrieren. Zum Beispiel birgt die Datenanalyse mit ChatGPT gravierende Risiken, da generative Modelle zu Halluzinationen neigen, Datensätze also gerne einfach erfinden.
Wir sind überzeugt davon, möglichst kleine und kontrollierbare Modelle anwendungsspezifisch einzusetzen, anstatt zu versuchen, riesige Foundation- und General-Purpose-Modelle für unseren Use Case zurechtzubiegen. Das hat nicht nur Vorteile bezüglich Kosten und Datensicherheit. Grundsätzlich lassen sich diese kleineren Modelle besser für den Anwendungsfall optimieren, in die Prozess-Pipeline integrieren, und in Verbindung mit zusätzlicher Prozesslogik besser kontrollieren und überprüfen.
In welchen Bereichen des FM kann KI am besten unterstützen und wo spart sie am meisten Kosten ein?
Merkel: KI kann in vielen Bereichen gute Unterstützung leisten. Bei der rasanten Entwicklung, die wir in den letzten 24 Monaten gesehen haben, kann ich gar nicht beurteilen, an welchen Stellen zukünftig ein Einsatz sinnvoll ist.
Eine einfach umsetzbare Anwendung ist zum Beispiel die Nutzerunterstützung beim Ticketing, da ein Sprachmodell die Fehler analysieren und eine richtige Zuordnung treffen kann. Hierbei wird die Nutzerinteraktion vereinfacht und eine automatisierte Zuordnung ist in der Regel verlässlicher. Somit entfällt viel Nacharbeit, die sonst aus Eingabefehlern resultiert hätte.
Eine ebenfalls einfach umsetzbare Anwendung, die großen Nutzen und hohe Kosteneinsparungen ermöglicht, ist das Wissensmanagement. Es ist erwiesen, dass Mitarbeiter ein Viertel ihrer Arbeitszeit damit beschäftigt sind, Informationen zu suchen. Mit entsprechend KI-Modellen kann man hier wirklich Arbeitszeit sparen. Dies ist natürlich nicht auf FM beschränkt, aber speziell im FM liegen viele Dokumente vor, die immer und immer wieder gesucht und analysiert werden müssen, wie Anleitungen für bestimmte Tätigkeiten oder Vertragstexte. Hier kann ein Sprachmodell die Nutzerfragen einfach beantworten und mit der entsprechenden Referenz auf das Originaldokument kann sich der Anwender sicher sein, das richtige Dokument gefunden zu haben. Spannend für den FM-Bereich ist, dass sich dieses Informationsmanagement nicht auf Textdokumente beschränkt; es eignet sich auch für die Suche in Plandokumenten und Bildmodellen. Und auch für ein schnelleres Onboarding von neuen Mitarbeitern und den richtigen Umgang des Informationsflusses mit neuen Dienstleistern kann diese Anwendung eingesetzt werden.
Darüber hinaus ist natürlich Predictive Maintenance ein interessantes Thema – hier sind aber verschiedene Aspekte wie Datenqualität, Datenmenge, Ausfallzeiten oder auch falsche Vorhersagen, zu berücksichtigen, die einen Einstieg in die KI schwerer und vor allem kostenintensiver machen.
Dr. Alexandra Merkel hat umfangreiche Erfahrung mit KI im wissenschaftlichen Umfeld wie auch in der Software-Entwicklung – Bild: Innomatik AG
Wird KI bereits in nennenswertem Umfang im Alltag des Facility Managements eingesetzt und welche ist das?
Merkel: Nein, so richtig ist KI im Alltag des Facility Managements noch nicht angekommen. Aber das ist auch zu erwarten, da der Weg von der Forschung in die Praxis einige Jahre dauert. Es gibt selbstverständlich einige Leuchtturmprojekte und wir sehen immer mehr Umsetzungen für das Thema Wissensmanagement, da dies einen leichten und nicht zu kostenintensiven Einstieg in die KI-Welt ermöglicht. Dies ist aus meiner Sicht für alle Organisationen wichtig, denn in einigen Jahren werden wir viel mit KI machen und dürfen heute den Anschluss nicht verpassen. Man muss nicht der Erste sein, der „alles mit KI macht“, aber so ganz ignorieren sollte man diesen Trend auch nicht.
In welchem Zeitraum wird KI im FM Ihrer Ansicht nach ein normales Werkzeug unter vielen sein?
Merkel: Gerade setzt sich einiges in Bewegung. Die KI verlässt die Test- und Prototypenphase und an vielen Stellen wird sichtbar, was mit KI erreicht werden kann – und was nicht. Es dauert oft eine ganze Weile, bis sich neue Technologien durchsetzen. Bis sich zum Beispiel BIM wirklich etabliert hat, dauerte es von den ersten Anfängen im 3D-CAD ganze 30 Jahre. Ich gehe nicht davon aus, dass wir hier wieder so lange warten müssen, denn der Technologiefortschritt ist heute wesentlich rasanter, aber einige Jahre wird es mit Sicherheit noch dauern.
Aber der zweite Teil Ihrer Frage ist besonders wichtig. Man darf nicht vergessen, dass KI immer als Teil eines Gesamtprozesses gesehen werden sollte und nicht als das Allheilmittel für jeden Zweck – „ein Werkzeug unter vielen“ eben.
In wieweit sollte bei der Einführung von KI für das FM auch die IT-Abteilung eines Unternehmens mit einbezogen werden?
Merkel: Eine IT-Abteilung muss nicht zwangsläufig umfangreiche KI-Expertise mitbringen, aber sollte im Austausch mit externen Beratern bzw. Dienstleistern einbezogen werden. Sie soll die Anwendung und die Rahmenbedingungen verstehen – das schafft Sicherheit und Offenheit. Außerdem ist das Einbeziehen der IT ohnehin wichtig für die Integration in bestehende Infrastruktur unter Einhaltung der Unternehmensrichtlinien.
Wie lässt sich sicherstellen, dass Daten, die ich für die Arbeit mit KI nutze, nicht anschließend wie bei ChatGPT und anderen kostenlosen Angeboten zu Trainingsdaten werden und allgemein zugänglich sind?
Merkel: Wenn ich absolut sicher gehen will, arbeite ich mit einer in-house Lösung. So landen meine Daten nie außerhalb der eigenen Firewall. Das ist auch letztendlich der einzige Weg eine wirkliche Garantie zu haben, ansonsten kann ich nur auf die Aussagen der Hersteller vertrauen und auf das Beste hoffen.
Am Beispiel von Sprachmodellen muss man für viele Anwendungsfälle vielleicht auch einfach nicht unbedingt riesige Modelle wie ChatGPT über die Schnittstelle von OpenAI nutzen, oder sich für hohe Kosten einen eigenen Klon dieser großen Modelle anschaffen. Alternativ kann man nämlich kleine, für die entsprechende Anwendung optimierte LLMs auf relativ günstigem GPU-Servern nutzen, die oft für den relevanten Kontext ähnliche Leistung bringen und problemlos in der eigenen Infrastruktur laufen. Damit ist KI dann wieder ein Werkzeug (unter vielen) eingebettet in einen Gesamtprozess.
Wo sind Ihrer Meinung nach die Grenzen von KI erreicht?
Merkel: KI hat enormes Potenzial, aber nur wenn man weiß, wo und wie man sie einsetzt. Außerdem sehen wir den größten Mehrwert von KI immer nur in Zusammenarbeit und unter Kontrolle eines menschlichen Anwenders. KI, vor allem generative KI, sollte nie vollständig selbstständig kritische Entscheidungen treffen.
Ein gutes Beispiel für die derzeitigen Grenzen ist das Auswerten von Daten mit generativer KI: es wird damit geworben, dass ChatGPT in Zukunft alle im FM-System vorhandenen Daten auswertet und ich als Anwender somit nur noch Fragen stellen muss und die Antworten schön aufbereitet präsentiert bekomme. Das ist heute leider nur nettes Marketing. Theoretisch ist es möglich, mit ChatGPT Tabellen zu analysieren und ein richtiges Datamining zu betreiben. Aber, und das ist ganz wichtig, so richtig gut funktioniert das in der Praxis nur in 90% der Fälle, ab und an leidet die Datenanalyse unter Halluzinationen und erfindet Daten oder lässt welche weg. Und es ist nicht nachvollziehbar, auch nicht für die Entwickler dieser Systeme, wie das jeweilige Ergebnis zustande kam.
Bisweilen halluziniert KI, sie macht also Fehler. Gibt es belastbare prozentuale Werte, wie häufig das der Fall ist?
Merkel: Bei KI-Modellen wie LLMs werden sich aufgrund ihrer Funktionsweise als Wahrscheinlichkeitsmodelle Halluzinationen nie ganz ausschließen lassen, denn das ist schlichtweg deren Arbeitsweise. Sie wurden nicht entwickelt, um „die Wahrheit“ zu sagen, sondern um Texte mit der höchsten Wahrscheinlichkeit zu ergänzen. Man kann hier mit Verbesserung der Datenqualität, RLHF (reinforcement learning from human feedback), durch gezieltes Prompting und zusätzliche Leitplanken gegensteuern, aber in einigen Fällen werden die Halluzinationen bleiben. Es gibt auch keinerlei belastbare Werte, wie häufig das passiert. In der Regel hängt dies vom Anwendungskontext ab und lässt sich nicht verallgemeinern. Problematisch ist darüber hinaus, dass die Halluzination nicht reproduzierbar sein muss: dieselbe Eingabe kann eine für mich richtige Antwort oder eben eine falsche Antwort ergeben.
Wie kann der Anwender KI-Fehler erkennen und wie kann man sich dagegen wappnen?
Merkel: Zunächst mal sollte KI in kritischen Entscheidungsprozessen immer unter der Kontrolle eines Experten agieren. Diese Kontrolle sollte so leicht und effektiv wie möglich gemacht werden – zum Beispiel dadurch, dass KI-Systeme immer auf die genutzten Informationsquellen referenzieren können, am besten mit Aktualitätsbezug. Die KI muss also darstellen auf welcher Datengrundlage eine Antwort erzeugt wurde.
Grundsätzlich kann man bei „klassischer“ KI, aber auch im generativen Bereich, immer zusätzliche Kontrolllogik nachlagern. Diese prüft mit einem absolut verlässlichen deterministischen Faktor, ob die Ergebnisse Sinn machen, also in einem bestimmten Bereich liegen oder bspw. auf bestimmte Felder oder Bedingungen gemappt werden können. So kann man die Antwortmöglichkeiten der KI einschränken.
Trendbegriffe werden oft falsch verwendet, um Profite zu generieren – auch und gerade bei Beratern. Gibt es einen Lackmustest, um selbsterklärte Experten von den tatsächlichen Kennern der Materie zu unterscheiden?
Merkel: Ein guter Hinweis ist es, auf ihre Herangehensweise zu achten. Wie eben schon beschrieben, versuchen viele Anbieter den Hype zu nutzen, um ihre KI-Lösungen als Produkte zu verkaufen. KI-Lösungen sollten jedoch immer vollintegrierte Features in einem Teilprozess sein. Ein Berater sollte immer zuerst den aktuellen Prozess, den Workflow und eventuelle Bottlenecks verstehen und anschließend über die Potentiale von KI in diesem Kontext nachdenken.
Wichtig ist, dass die jeweiligen Anbieter realistische Antworten auf kritische Fragen haben, wie zum Beispiel wo befinden sich meine Daten, was passiert mit diesen genau und wie verhindere ich in meinem Prozess schadhafte Fehler. Wenn mir jemand seine KI-Lösung von der Stange als eierlegende Wollmilchsau verkaufen und damit womöglich noch meinen gesamten Prozessablauf umwerfen will, sollte ich auf jeden Fall skeptisch werden.
Wie immer bei neuen Trends wird sich das jedoch erst in der Zukunft zeigen. Die Projekte, die über den Hype verkauft wurden, werden an der Diskrepanz zwischen den geschürten Erwartungen und den tatsächlichen Ergebnissen scheitern. Die Projekte, die mit ehrlichen Zielsetzungen verkauft wurden, werden auch tatsächlich erfolgreich abgeschlossen und den Anwendern einen praktischen Mehrwert bieten.
Die Facility-Management-Branche sieht sich bereits seit längerer Zeit einem hohen Fachkräftebedarf im Bereich koordinierender Aufgaben gegenüber. Abhilfe schaffen soll die Einführung des neuen Ausbildungsberufs „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat auf Initiative der Sozialpartner bereits 2023 eine Voruntersuchung zur Fragestellung gestartet, ob ein entsprechendes Qualifikationsprofil für die Branche als Ausbildungsberuf im dualen System in Deutschland etabliert werden kann.
Wie die gefma auf einer Infoveranstaltung am 27. August bekannt gab, werden im Zuge dieser Voruntersuchung die Rahmenbedingungen für das mögliche Berufsbild durchleuchtet. Ab September dieses Jahres wird eine Online-Umfrage durchgeführt, so dass die erarbeiteten Potentiale in der Breite evaluiert werden können, kündigte Dr. Hannelore Mottweiler, Mitarbeiterin in der Abteilung Struktur und Ordnung der Berufsbildung am BIBB, an. Ziel der Voruntersuchung gemäß der Weisung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ist zudem, den Bedarf für den neuen Ausbildungsberuf im Bereich des Facility Managements festzustellen.
Geplant ist, die Voruntersuchung im ersten Quartal 2025 abzuschließen. Erst auf dieser Basis soll entschieden werden, ob das Hauptverfahren mit Sachverständigen von Bund und Ländern aufgenommen wird, um den neue Ausbildungsberuf auszugestalten und bundesweit aufzubauen.
Die Branche benötigt eine passgenaue berufliche Qualifikation für das Betreiben von Immobilien und Gebäudeinfrastruktur im Sinne der Nachhaltigkeit und des Lebenszyklus, hieß es bei der Onlineveranstaltung der gefma. Inhaltlich sollen gewerkeübergreifende technische sowie kaufmännische Kenntnisse und Fertigkeiten im Fokus der Ausbildung stehen. Darüber hinaus soll Know-how zur digitalen Steuerung im Gebäudebetrieb vermittelt werden. Als zentrale Aufgaben der „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“ werden die Koordination von Gewerkespezialisten, das Durchführen von Sofortmaßnahmen zum Schutz und zur Sicherung bei Störungen oder Schäden sowie die Wahrnehmung der Betreiberpflichten, Dokumentation und Rechnungstellung genannt.
An der Online-Umfrage zur „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“ können Sie hier teilnehmen.
Das DIN plant online eine Info-Veranstaltung speziell für Start-ups – Bild: Tierney/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Eine kostenlose Online-Veranstaltung speziell für Start-ups aus der IT hat das DIN für den 3. September geplant. Zwischen 13 und 15 Uhr geht es laut Ankündigung um zwei Fragen:
Was kann das DIN Start-ups bieten?
Was brauchen Start-ups vom DIN?
Nun könnte man munkeln, das sei ja im Grunde dieselbe Frage, doch lässt das Programm auf anderes hoffen. Unter anderem geht es um die DIN SPEC als schnellen Weg zum Standard, um Erfahrungen eines erfolgreichen Gründers, um Smart Standards und wie sich Start-ups hier andocken können, um das Förderprogramm DIN Connect, um Verbandsnetzwerke im DIN, an denen auch Start-ups partizipieren können, sowie um die Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und wie Start-ups von ihr profitieren.
Wer Interesse hat, an der Veranstaltung teilzunehmen, kann sich jetzt online anmelden. Der Registrierungscode ist startup2024.
Der Multiservice-Anbieter Klüh zählt auch in diesem Jahr wieder zu den gefragtesten Arbeitgebern. In der Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber 2024“ belegt das Düsseldorfer Familienunternehmen Platz 1 in der deutschen Facility Management-Branche. Die Auszeichnung ‚begehrtester Arbeitgeber‘ hat Klüh zum fünften Mal in Folge erhalten.
Besonders punkten kann der FM-Dienstleister nach eigenen Angaben mit beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der unternehmenseigenen TÜV-zertifizierten Klüh Akademie. Ferner ermöglicht das Unternehmen Meister-Ausbildungen und Fernstudien-Lehrgänge, von denen viele über ein eigenes E-Learning-Tool vermittelt werden, das schon mehrfach mit dem Comenius-EduMedia-Award ausgezeichnet wurde.
Zu einem attraktiven Gehalt und einem sicheren Arbeitsplatz mit flexiblen Arbeitszeitmodellen kommen Benefits wie JobRad, mobiles Arbeiten und ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt fördert Klüh zudem eine Unternehmenskultur, in der Vielfalt, Respekt und Wertschätzung gelebt werden.
Für die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber“ des F.A.Z.-Instituts und des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung wurden umfangreiche Analysen von etwa 13.300 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Die Untersuchung erfolgte im Wege eines zweistufigen Social Listenings sowie einer Online-Befragung. Dabei wurden verschiedene Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Produkte & Services, Familienfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Management berücksichtigt. Weitere wichtige Aspekte, die in der Studie untersucht wurden, umfassten Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitszeiten, Gehaltsstruktur, Entwicklungs- & Weiterbildungsmöglichkeiten, Kommunikation sowie Zusatzleistungen im Bereich der Arbeitgeberqualitäten.
„Frugal Real Estate: Mit weniger mehr!“ – Unter diesem Motto startet das Competence Center Process Management Real Estate (CC PMRE) gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), der cctm real estate & infrastructure AG in Basel und der Tongji Universität Shanghai eine neue Studie zur Zukunft des Immobilien-Managements. In der Marktanalyse werden Experten der deutschsprachigen Immobilienwirtschaft (DACH-Region) befragt. Zudem liegt ein Fokus auf der Immobilienbranche in China.
Das Ergebnis der Studie soll ein Leitfaden sein, der ein frugales, also schlichtes, karges, reduziertes Vorgehen greifbar machen soll und der folgende Fragen beantwortet:
Wie erzeugt ein Weniger in Immobilien mehr Attraktivität, Ertrag und Wertstabilität?
Wie ermöglicht ein Weniger in Immobilienunternehmen mehr Effizienz, Arbeitszufriedenheit und finanziellen Erfolg?
Mit dem „PMRE Marktanalyse 2025 Frugal Real Estate: Mit weniger mehr!“ wollen die Studienmacher Chancen aufzeigen, die sich aus einer Vereinfachung von Immobilien einer Reduktion von Komplexität in Immobilienunternehmen ergibt. In einem sechsseitigen Dokument zum Download ist das Forschungskonzept beschrieben.
Die Umfrage zur Erhebung startet heute und erfolgt über ein Online-Formular. Es sind knapp 60 Fragen zu beantworten, wobei das in der weit überwiegenden Zahl durch schlichte Auswahl eines Zustimmungsgrades erfolgt („stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll und ganz zu“). Die Umfrage endet am 8. Oktober 2024, die Ergebnisse werden im Frühjahr 2025 zur Verfügung stehen.
Als Autoren der Studie zeichnen Prof. Regina Zeitner (HTW Berlin) sowie Prof. Marion Peyinghaus und Ann-Kathrin Kempter (beide CC PMRE) verantwortlich.
Das BIS arbeitet mit Microsoft, Crowdstrike und weiteren Anbietern an einer resilienteren IT-System-Architektur. – Bild: 4AXY/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Das Update einer Sicherheitssoftware legte vor rund einem Monat zahlreiche Computer und Server-Systeme lahm. Jetzt hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Maßnahmen für eine höhere Betriebsstabilität der IT angeregt.
In einem ersten Schritt hat die Behörde mit Microsoft und Crowdstrike, dem Hersteller des fehlerhaften Updates, erste Maßnahmen entwickelt. Jetzt sollen schrittweise Gespräche mit weiteren Software-Anbietern geführt werden.
Neben mehr Einblick in die jeweiligen Updates und der Möglichkeit, Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, zielt das BSI auch darauf, dass das jeweilige Betriebssystem auch bei schwerwiegenden Fehlern immer mindestens in einem abgesicherten Modus gestartet werden kann. Damit soll eine etwaige Fehlerbehebung für die Betroffenen künftig erleichtert werden.
Das langfristige Ziel des BSI ist, neue und resiliente Komponenten konzipieren und umsetzen zu lassen, die die gleiche Funktionalität und Schutzwirkung entfalten wie bisher. Sie sollen allerdings weniger tiefgreifende Eingriffsrechte in die Betriebssysteme benötigen. Damit sollen die Auswirkungen etwaiger Softwarefehler minimiert werden.
Cisco stattet die Allianz Arena des FC Bayern München zum Saisonstart mit 1.500 neuen WiFi-6-Access-Points aus – Bild: Cisco
CAFM-NEWS – Die Allianz Arena, das Stadion des FC Bayern München, hat zum Saisonstart 2024/2025 insgesamt 1.500 neue WLAN-6-Accesspoints bekommen. Ihr maximales Datenvolumen beträgt aktuell 4,5 Gbit/s. Mit ihnen haben bis zu 15.000 Besucher der Arena gleichzeitig Zugang zum Funknetzwerk. Das Stadion fasst insgesamt bis zu 75.000 Personen.
Das WLAN wird allerdings auch von Sensoren und anderer Technik im Stadion verwendet. Beispielsweise kommunizieren Sensoren an den Zufahrten zu den Parkflächen mit der Steuerungszentrale, um den Verkehrsfluss besser zu kanalisieren. Auch Kamerabilder werden per Funk in die Leitstelle übertragen. Über Sensoren in den Drehkreuzen wird der Personenfluss überwacht. Die 400 Kassen der Shops für Essen, Getränke und Fanartikel sind ebenfalls über Funk angebunden.
WiFi 6 ist seit 2020 der Standard für schnelles und leistungsfähiges WLAN. Allerdings steht der Nachfolger WiFi 7 bereits in den Startlöchern, ein Upgrade könne in die jetzt verbauten Router eingespielt werden, versichert Hersteller Cisco.
Die Goldbeck Services GmbH hat im Auftrag der niederländischen Immobilien-Investment-Gesellschaft Redevco das Property Management für mehrere Einzelhandelsobjekte in ganz Deutschland übernommen.
Stufenweise wird Goldbeck Services insgesamt 30 Objekte mit einer Gesamtmietfläche von rund 300.000 m2 bewirtschaften, gab der Dienstleister am 22. August bekannt. Zu den Immobilien gehören 13 C&A-Filialen sowie weitere Einzelhandelsimmobilien mit insgesamt 133 Mietparteien. Im Rahmen der vertraglich vereinbarten Bewirtschaftung wurden zu Beginn der Zusammenarbeit fünf Objekte in Berlin, Stuttgart und München übertragen. Eine Übertragung weiterer Liegenschaften ist geplant, heißt es aus Bielefeld. Bis Ende September soll Goldbeck Services für Redevco zudem für über 30 Objekte ESG-Bestandsanalysen durchführen. Die daraus resultierenden ESG-Maßnahmen soll der Dienstleister im laufenden Betrieb umsetzen.
Goldbeck Services hat nach eigenen Angaben für die auf Einzelhandel spezialisierte Investment-Gesellschaft Redevco in den vergangen 15 Jahren neben dem kaufmännischen und technischen Property Management auch die Nachhaltigkeitsberatung, das Facility Management sowie Sanierungs-, Um- und Ausbaumaßnahmen übernommen.
Vinci Energies hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Fernao Group GmbH, einem führenden Anbieter von Cybersecurity-Dienstleistungen in Deutschland und der Schweiz, unterzeichnet.
Fernao hat den Hauptsitz in Köln und weitere 26 Standorte in Deutschland und der Schweiz. Die Gruppe ist seit über 35 Jahren als Anbieter von IT-Sicherheitsdienstleistungen und IT-Lösungen aktiv. Als solcher identifiziert sie Risiken und Bedrohungen für ihre Kunden, um deren Unternehmen und Daten zu schützen.
Zusätzlich bietet das Unternehmen Dienstleistungen und Managed Services im Bereich der Überwachung von IT- und OT-Infrastrukturen sowie Application-Management an. Schließlich ist Fernao qualifiziert, die europäische Netz- und Informationssicherheitsrichtlinie zum Schutz von Industrieanlagen und kritischen Infrastrukturen umzusetzen (NIS2-Anforderungen).
Mit der Übernahme stärkt Vinci Energies die Kapazitäten der eigenen ICT-Marke Axians in beiden Ländern in den Bereichen Cybersecurity, IT- und Cloud-Services. Die Übernahme bedarf noch der Genehmigung durch die Wettbewerbshüter.