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Studie: Überdurchschnittlich viele Insolvenzverfahren gegen Immobilien-Unternehmen

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Im ersten Halbjahr 2024 ist laut einer Studie gegen eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Unternehmen der Immobilienbranche ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Mit einem Anstieg um knapp 124 Prozent weist der Wirtschaftszweig das zweithöchste Negativ-Ergebnis der Erhebung auf. An erster Stelle liegen Kultur und Unterhaltung mit 147 Prozent.

Die monatlichen Insolvenzanträge zeigen diesen Aufwärtstrend:

  • 42 Fälle im Januar,
  • 76 Fälle im Februar,
  • 79 Fälle im März,
  • 68 Fälle im April,
  • 94 Fälle im Mai.

Die Studienautoren schlussfolgern, diese Zahlen zeigten die wachsenden Herausforderungen, vor denen Unternehmen in der Immobilienbranche stehen.

Im Bauwesen ist gleichfalls ein Anstieg an Insolvenzen zu beobachten. Hier sind es 24,4 Prozent mehr. Damit liegt die Branche auf Platz 7. Von Januar bis Mai meldeten insgesamt 1.157 Bauunternehmen Insolvenz an. Als Ursache vermuten die Studienmacher Nachwehen der Pandemie. Außerdem sei diese Situation wahrscheinlich noch durch die Entscheidung der Bundesbank, die Finanzierung von Neubauten einzustellen, verschärft wurde.

Durchgeführt hat die Erhebung der Werbemittel-Anbieter pens.com im August 2024. Er nutzte hierzu Daten des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum Januar bis Juni 2024.

KI im FM ist ein Werkzeug unter vielen

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Künstliche Intelligenz ist auch im FM ein mächtiges Werkzeug, wenn die Prompts genannten Befehle passend formuliert sind - Bild: Jan/Stock.adobe.com
Künstliche Intelligenz ist auch für FM ein mächtiges Werkzeug, wenn die Prompts genannten Befehle passend formuliert sind – Bild: Jan/Stock.adobe.com

CAFM-NEWS – Welchen Nutzen kann Künstliche Intelligenz (KI) im Rahmen des Facility Managements entfalten? Dr. Alexandra Merkel, CTO der Innomatik AG, ist eine langjährig erfahrene Expertin zum Thema. In unserem Interview erläutert sie den Unterschied zwischen Algorithmen und Künstlicher Intelligenz, verschiedene Ausprägungen von KI, ihre Vorteile und Grenzen und wo KI tatsächlich Nutzen entfaltet.

CAFM-NEWS: Frau Dr. Merkel, wie viele Jahre beschäftigen Sie sich bereits mit KI?

Merkel: Ich persönlich beschäftige mich seit ungefähr 5 Jahren sehr intensiv mit KI – erst im Bereich der Neurowissenschaften und jetzt seit 1,5 Jahren im IT-Umfeld. In unserem Firmengeflecht beschäftigen wir uns allerdings seit inzwischen 10 Jahren mit klassischer KI im Sinne von Computer-Vision- und Machine-Learning-Verfahren und seit mehreren Jahren natürlich auch mit großen Sprachmodellen.

KI basiert auf Algorithmen und ist im Kern ein mathematisches Verfahren. Ist damit praktisch jeder Algorithmus auch eine KI?

Merkel: Grundsätzlich sehen wir KI im klassischen Sinne als Nachahmung bzw. Automatisierung intelligenten Verhaltens in einem Computer. Dabei ist es ganz wichtig, eine Unterscheidung zwischen einfachen Algorithmen zu treffen, die klare, deterministische Aufgaben ausführen, und lernenden Systemen, die komplexe, nicht deterministische Aufgaben bewältigen. Auch wenn heute im Marketing jeder Algorithmus als KI bezeichnet wird, so sehe ich aus IT-Sicht nur lernende Systeme als echte KI an. Ein Teilbereich der KI ist das Maschinelle Lernen (ML), das sich darauf konzentriert, wie Computer aus Daten lernen können. Anstatt explizit programmiert zu werden, um bestimmte Aufgaben auszuführen, entwickeln ML-Algorithmen Modelle auf Basis von Beispieldaten, den sogenannten Trainingsdaten. Diese Modelle können dann verwendet werden, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen, ohne dass sie explizit programmiert wurden, um jede einzelne Aufgabe auszuführen. Das heute bekannteste Beispiel dafür ist natürlich ChatGPT, aber ML-Verfahren gibt es schon wesentlich länger.

Welche Anforderungen stellen Sie an eine KI?

Merkel: KI wird heute häufig im Bereich Marketing eingesetzt, um Texte oder Bilder generieren zu lassen. Diese Anwendungsfälle sind zwar mit Vorsicht zu genießen – gleichzeitig sind sie jedoch unkritisch, solange ein Mensch den generierten Text oder das generierte Bild überprüft. In der praktischen Anwendung in Unternehmen sind aber bestimmte Anforderungen absolut notwendig. Dazu gehört die Nachvollziehbarkeit bzw. die Erklärbarkeit der Ergebnisse, die Zuverlässigkeit und Robustheit des Systems, die Erfüllung der hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit sowie selbstverständlich die Gewährleistung der Gesetzeskonformität. Darüber hinaus sind eine Nutzerzentrierung und auch eine vollständige Prozessintegration wichtige Aspekte beim Einsatz von KI in professionellen Organisationen.

Für viele Menschen ist KI gleichgesetzt mit dem Large-Language-Model ChatGPT. Welche KI-Modelle spielen neben LLMs noch eine relevante Rolle?

Merkel: Der KI-Hype kam mit den großen Sprachmodellen in der breiten Masse an. Ein wichtiger Vertreter ist sicherlich ChatGPT. Es gibt aber unzählige andere Modelle und Anwendungsfälle. Ein Beispiel ist Convolutional Neural Networks (CNN), das speziell für die Verarbeitung von Bildern und Videos entwickelt wurde. Es findet Anwendung in Aufgaben wie Bildklassifizierung, Objekterkennung und Bildsegmentierung. Weitere Machine-Learning-Modelle werden für die Verarbeitung und Vorhersage kontinuierlicher Zielgrößen eingesetzt, um z. B. Zeitreihen zu überwachen und vorherzusagen oder um Anomalien zu erkennen. Zur Bestimmung von Optimalstrategien eignen sich wiederum Reinforcement-Learning-Modelle, mit welchen Roboter optimierte Arbeitsabläufe erlernen können. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Modelle.

Welche KI-Modelle sind für Facility Management überhaupt sinnvoll?

Merkel: Wenn man sich in den zuvor genannten Anwendungsfällen wiederfindet und damit ein bestehendes Problem lösen bzw. einen Prozess optimieren kann, hat jedes dieser Modelle im FM seine Daseinsberechtigung. Im Prinzip gilt aber, dass KI als Teil eines Prozesses eingesetzt werden sollte und nicht als ganzes Produkt – und schon gar nicht als Selbstzweck.

Man sollte auch nicht zwanghaft versuchen, das neuste, beliebteste Modell in jeden Prozess zu integrieren. Zum Beispiel birgt die Datenanalyse mit ChatGPT gravierende Risiken, da generative Modelle zu Halluzinationen neigen, Datensätze also gerne einfach erfinden.

Wir sind überzeugt davon, möglichst kleine und kontrollierbare Modelle anwendungsspezifisch einzusetzen, anstatt zu versuchen, riesige Foundation- und General-Purpose-Modelle für unseren Use Case zurechtzubiegen. Das hat nicht nur Vorteile bezüglich Kosten und Datensicherheit. Grundsätzlich lassen sich diese kleineren Modelle besser für den Anwendungsfall optimieren, in die Prozess-Pipeline integrieren, und in Verbindung mit zusätzlicher Prozesslogik besser kontrollieren und überprüfen.

In welchen Bereichen des FM kann KI am besten unterstützen und wo spart sie am meisten Kosten ein?

Merkel: KI kann in vielen Bereichen gute Unterstützung leisten. Bei der rasanten Entwicklung, die wir in den letzten 24 Monaten gesehen haben, kann ich gar nicht beurteilen, an welchen Stellen zukünftig ein Einsatz sinnvoll ist.

Eine einfach umsetzbare Anwendung ist zum Beispiel die Nutzerunterstützung beim Ticketing, da ein Sprachmodell die Fehler analysieren und eine richtige Zuordnung treffen kann. Hierbei wird die Nutzerinteraktion vereinfacht und eine automatisierte Zuordnung ist in der Regel verlässlicher. Somit entfällt viel Nacharbeit, die sonst aus Eingabefehlern resultiert hätte.

Eine ebenfalls einfach umsetzbare Anwendung, die großen Nutzen und hohe Kosteneinsparungen ermöglicht, ist das Wissensmanagement. Es ist erwiesen, dass Mitarbeiter ein Viertel ihrer Arbeitszeit damit beschäftigt sind, Informationen zu suchen. Mit entsprechend KI-Modellen kann man hier wirklich Arbeitszeit sparen. Dies ist natürlich nicht auf FM beschränkt, aber speziell im FM liegen viele Dokumente vor, die immer und immer wieder gesucht und analysiert werden müssen, wie Anleitungen für bestimmte Tätigkeiten oder Vertragstexte. Hier kann ein Sprachmodell die Nutzerfragen einfach beantworten und mit der entsprechenden Referenz auf das Originaldokument kann sich der Anwender sicher sein, das richtige Dokument gefunden zu haben. Spannend für den FM-Bereich ist, dass sich dieses Informationsmanagement nicht auf Textdokumente beschränkt; es eignet sich auch für die Suche in Plandokumenten und Bildmodellen. Und auch für ein schnelleres Onboarding von neuen Mitarbeitern und den richtigen Umgang des Informationsflusses mit neuen Dienstleistern kann diese Anwendung eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist natürlich Predictive Maintenance ein interessantes Thema – hier sind aber verschiedene Aspekte wie Datenqualität, Datenmenge, Ausfallzeiten oder auch falsche Vorhersagen, zu berücksichtigen, die einen Einstieg in die KI schwerer und vor allem kostenintensiver machen.

Dr. Alexandra Merkel hat umfangreiche Erfahrung mit KI im wissenschaftlichen Umfeld wie auch in der Software-Entwicklung - Bild: Innomatik AG
Dr. Alexandra Merkel hat umfangreiche Erfahrung mit KI im wissenschaftlichen Umfeld wie auch in der Software-Entwicklung – Bild: Innomatik AG

Wird KI bereits in nennenswertem Umfang im Alltag des Facility Managements eingesetzt und welche ist das?

Merkel: Nein, so richtig ist KI im Alltag des Facility Managements noch nicht angekommen. Aber das ist auch zu erwarten, da der Weg von der Forschung in die Praxis einige Jahre dauert. Es gibt selbstverständlich einige Leuchtturmprojekte und wir sehen immer mehr Umsetzungen für das Thema Wissensmanagement, da dies einen leichten und nicht zu kostenintensiven Einstieg in die KI-Welt ermöglicht. Dies ist aus meiner Sicht für alle Organisationen wichtig, denn in einigen Jahren werden wir viel mit KI machen und dürfen heute den Anschluss nicht verpassen. Man muss nicht der Erste sein, der „alles mit KI macht“, aber so ganz ignorieren sollte man diesen Trend auch nicht.

In welchem Zeitraum wird KI im FM Ihrer Ansicht nach ein normales Werkzeug unter vielen sein?

Merkel: Gerade setzt sich einiges in Bewegung. Die KI verlässt die Test- und Prototypenphase und an vielen Stellen wird sichtbar, was mit KI erreicht werden kann – und was nicht. Es dauert oft eine ganze Weile, bis sich neue Technologien durchsetzen. Bis sich zum Beispiel BIM wirklich etabliert hat, dauerte es von den ersten Anfängen im 3D-CAD ganze 30 Jahre. Ich gehe nicht davon aus, dass wir hier wieder so lange warten müssen, denn der Technologiefortschritt ist heute wesentlich rasanter, aber einige Jahre wird es mit Sicherheit noch dauern.

Aber der zweite Teil Ihrer Frage ist besonders wichtig. Man darf nicht vergessen, dass KI immer als Teil eines Gesamtprozesses gesehen werden sollte und nicht als das Allheilmittel für jeden Zweck – „ein Werkzeug unter vielen“ eben.

In wieweit sollte bei der Einführung von KI für das FM auch die IT-Abteilung eines Unternehmens mit einbezogen werden?

Merkel: Eine IT-Abteilung muss nicht zwangsläufig umfangreiche KI-Expertise mitbringen, aber sollte im Austausch mit externen Beratern bzw. Dienstleistern einbezogen werden. Sie soll die Anwendung und die Rahmenbedingungen verstehen – das schafft Sicherheit und Offenheit. Außerdem ist das Einbeziehen der IT ohnehin wichtig für die Integration in bestehende Infrastruktur unter Einhaltung der Unternehmensrichtlinien.

Wie lässt sich sicherstellen, dass Daten, die ich für die Arbeit mit KI nutze, nicht anschließend wie bei ChatGPT und anderen kostenlosen Angeboten zu Trainingsdaten werden und allgemein zugänglich sind?

Merkel: Wenn ich absolut sicher gehen will, arbeite ich mit einer in-house Lösung. So landen meine Daten nie außerhalb der eigenen Firewall. Das ist auch letztendlich der einzige Weg eine wirkliche Garantie zu haben, ansonsten kann ich nur auf die Aussagen der Hersteller vertrauen und auf das Beste hoffen.

Am Beispiel von Sprachmodellen muss man für viele Anwendungsfälle vielleicht auch einfach nicht unbedingt riesige Modelle wie ChatGPT über die Schnittstelle von OpenAI nutzen, oder sich für hohe Kosten einen eigenen Klon dieser großen Modelle anschaffen. Alternativ kann man nämlich kleine, für die entsprechende Anwendung optimierte LLMs auf relativ günstigem GPU-Servern nutzen, die oft für den relevanten Kontext ähnliche Leistung bringen und problemlos in der eigenen Infrastruktur laufen. Damit ist KI dann wieder ein Werkzeug (unter vielen) eingebettet in einen Gesamtprozess.

Wo sind Ihrer Meinung nach die Grenzen von KI erreicht?

Merkel: KI hat enormes Potenzial, aber nur wenn man weiß, wo und wie man sie einsetzt. Außerdem sehen wir den größten Mehrwert von KI immer nur in Zusammenarbeit und unter Kontrolle eines menschlichen Anwenders. KI, vor allem generative KI, sollte nie vollständig selbstständig kritische Entscheidungen treffen.

Ein gutes Beispiel für die derzeitigen Grenzen ist das Auswerten von Daten mit generativer KI: es wird damit geworben, dass ChatGPT in Zukunft alle im FM-System vorhandenen Daten auswertet und ich als Anwender somit nur noch Fragen stellen muss und die Antworten schön aufbereitet präsentiert bekomme. Das ist heute leider nur nettes Marketing. Theoretisch ist es möglich, mit ChatGPT Tabellen zu analysieren und ein richtiges Datamining zu betreiben. Aber, und das ist ganz wichtig, so richtig gut funktioniert das in der Praxis nur in 90% der Fälle, ab und an leidet die Datenanalyse unter Halluzinationen und erfindet Daten oder lässt welche weg. Und es ist nicht nachvollziehbar, auch nicht für die Entwickler dieser Systeme, wie das jeweilige Ergebnis zustande kam.

Bisweilen halluziniert KI, sie macht also Fehler. Gibt es belastbare prozentuale Werte, wie häufig das der Fall ist? 

Merkel: Bei KI-Modellen wie LLMs werden sich aufgrund ihrer Funktionsweise als Wahrscheinlichkeitsmodelle Halluzinationen nie ganz ausschließen lassen, denn das ist schlichtweg deren Arbeitsweise. Sie wurden nicht entwickelt, um „die Wahrheit“ zu sagen, sondern um Texte mit der höchsten Wahrscheinlichkeit zu ergänzen. Man kann hier mit Verbesserung der Datenqualität, RLHF (reinforcement learning from human feedback), durch gezieltes Prompting und zusätzliche Leitplanken gegensteuern, aber in einigen Fällen werden die Halluzinationen bleiben. Es gibt auch keinerlei belastbare Werte, wie häufig das passiert. In der Regel hängt dies vom Anwendungskontext ab und lässt sich nicht verallgemeinern. Problematisch ist darüber hinaus, dass die Halluzination nicht reproduzierbar sein muss: dieselbe Eingabe kann eine für mich richtige Antwort oder eben eine falsche Antwort ergeben.

Wie kann der Anwender KI-Fehler erkennen und wie kann man sich dagegen wappnen?

Merkel: Zunächst mal sollte KI in kritischen Entscheidungsprozessen immer unter der Kontrolle eines Experten agieren. Diese Kontrolle sollte so leicht und effektiv wie möglich gemacht werden – zum Beispiel dadurch, dass KI-Systeme immer auf die genutzten Informationsquellen referenzieren können, am besten mit Aktualitätsbezug. Die KI muss also darstellen auf welcher Datengrundlage eine Antwort erzeugt wurde.

Grundsätzlich kann man bei „klassischer“ KI, aber auch im generativen Bereich, immer zusätzliche Kontrolllogik nachlagern. Diese prüft mit einem absolut verlässlichen deterministischen Faktor, ob die Ergebnisse Sinn machen, also in einem bestimmten Bereich liegen oder bspw. auf bestimmte Felder oder Bedingungen gemappt werden können. So kann man die Antwortmöglichkeiten der KI einschränken.

Trendbegriffe werden oft falsch verwendet, um Profite zu generieren – auch und gerade bei Beratern. Gibt es einen Lackmustest, um selbsterklärte Experten von den tatsächlichen Kennern der Materie zu unterscheiden?

Merkel: Ein guter Hinweis ist es, auf ihre Herangehensweise zu achten. Wie eben schon beschrieben, versuchen viele Anbieter den Hype zu nutzen, um ihre KI-Lösungen als Produkte zu verkaufen. KI-Lösungen sollten jedoch immer vollintegrierte Features in einem Teilprozess sein. Ein Berater sollte immer zuerst den aktuellen Prozess, den Workflow und eventuelle Bottlenecks verstehen und anschließend über die Potentiale von KI in diesem Kontext nachdenken.

Wichtig ist, dass die jeweiligen Anbieter realistische Antworten auf kritische Fragen haben, wie zum Beispiel wo befinden sich meine Daten, was passiert mit diesen genau und wie verhindere ich in meinem Prozess schadhafte Fehler. Wenn mir jemand seine KI-Lösung von der Stange als eierlegende Wollmilchsau verkaufen und damit womöglich noch meinen gesamten Prozessablauf umwerfen will, sollte ich auf jeden Fall skeptisch werden.

Wie immer bei neuen Trends wird sich das jedoch erst in der Zukunft zeigen. Die Projekte, die über den Hype verkauft wurden, werden an der Diskrepanz zwischen den geschürten Erwartungen und den tatsächlichen Ergebnissen scheitern. Die Projekte, die mit ehrlichen Zielsetzungen verkauft wurden, werden auch tatsächlich erfolgreich abgeschlossen und den Anwendern einen praktischen Mehrwert bieten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Abbildungen: Innomatik AG; Jan/stock.adobe.com

Auf dem Weg zur Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb

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Die Facility-Management-Branche sieht sich bereits seit längerer Zeit einem hohen Fachkräftebedarf im Bereich koordinierender Aufgaben gegenüber. Abhilfe schaffen soll die Einführung des neuen Ausbildungsberufs „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat auf Initiative der Sozialpartner bereits 2023 eine Voruntersuchung zur Fragestellung gestartet, ob ein entsprechendes Qualifikationsprofil für die Branche als Ausbildungsberuf im dualen System in Deutschland etabliert werden kann.

Wie die gefma auf einer Infoveranstaltung am 27. August bekannt gab, werden im Zuge dieser Voruntersuchung die Rahmenbedingungen für das mögliche Berufsbild durchleuchtet. Ab September dieses Jahres wird eine Online-Umfrage durchgeführt, so dass die erarbeiteten Potentiale in der Breite evaluiert werden können, kündigte Dr. Hannelore Mottweiler, Mitarbeiterin in der Abteilung Struktur und Ordnung der Berufsbildung am BIBB, an. Ziel der Voruntersuchung gemäß der Weisung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ist zudem, den Bedarf für den neuen Ausbildungsberuf im Bereich des Facility Managements festzustellen.

Geplant ist, die Voruntersuchung im ersten Quartal 2025 abzuschließen. Erst auf dieser Basis soll entschieden werden, ob das Hauptverfahren mit Sachverständigen von Bund und Ländern aufgenommen wird, um den neue Ausbildungsberuf auszugestalten und bundesweit aufzubauen.

Die Branche benötigt eine passgenaue berufliche Qualifikation für das Betreiben von Immobilien und Gebäudeinfrastruktur im Sinne der Nachhaltigkeit und des Lebenszyklus, hieß es bei der Onlineveranstaltung der gefma. Inhaltlich sollen gewerkeübergreifende technische sowie kaufmännische Kenntnisse und Fertigkeiten im Fokus der Ausbildung stehen. Darüber hinaus soll Know-how zur digitalen Steuerung im Gebäudebetrieb vermittelt werden. Als zentrale Aufgaben der „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“ werden die Koordination von Gewerkespezialisten, das Durchführen von Sofortmaßnahmen zum Schutz und zur Sicherung bei Störungen oder Schäden sowie die Wahrnehmung der Betreiberpflichten, Dokumentation und Rechnungstellung genannt.

An der Online-Umfrage zur „Fachkraft Gebäudeinfrastrukturbetrieb“ können Sie hier teilnehmen.

DIN startet Online-Veranstaltung für Start-ups

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Das DIN plant online eine Info-Veranstaltung speziell für Start-ups - Bild: Tierney/stock.adobe.com
Das DIN plant online eine Info-Veranstaltung speziell für Start-ups – Bild: Tierney/stock.adobe.com

CAFM-NEWS – Eine kostenlose Online-Veranstaltung speziell für Start-ups aus der IT hat das DIN für den 3. September geplant. Zwischen 13 und 15 Uhr geht es laut Ankündigung um zwei Fragen:

  • Was kann das DIN Start-ups bieten?
  • Was brauchen Start-ups vom DIN?

Nun könnte man munkeln, das sei ja im Grunde dieselbe Frage, doch lässt das Programm auf anderes hoffen. Unter anderem geht es um die DIN SPEC als schnellen Weg zum Standard, um Erfahrungen eines erfolgreichen Gründers, um Smart Standards und wie sich Start-ups hier andocken können, um das Förderprogramm DIN Connect, um Verbandsnetzwerke im DIN, an denen auch Start-ups partizipieren können, sowie um die Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und wie Start-ups von ihr profitieren.

Wer Interesse hat, an der Veranstaltung teilzunehmen, kann sich jetzt online anmelden. Der Registrierungscode ist startup2024.


Abbildungen: Tierney/stock.adobe.com

Klüh erneut „Begehrtester Arbeitgeber“ im Facility Management

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Der Multiservice-Anbieter Klüh zählt auch in diesem Jahr wieder zu den gefragtesten Arbeitgebern. In der Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber 2024“ belegt das Düsseldorfer Familienunternehmen Platz 1 in der deutschen Facility Management-Branche. Die Auszeichnung ‚begehrtester Arbeitgeber‘ hat Klüh zum fünften Mal in Folge erhalten.

Besonders punkten kann der FM-Dienstleister nach eigenen Angaben mit beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der unternehmenseigenen TÜV-zertifizierten Klüh Akademie. Ferner ermöglicht das Unternehmen Meister-Ausbildungen und Fernstudien-Lehrgänge, von denen viele über ein eigenes E-Learning-Tool vermittelt werden, das schon mehrfach mit dem Comenius-EduMedia-Award ausgezeichnet wurde.

Zu einem attraktiven Gehalt und einem sicheren Arbeitsplatz mit flexiblen Arbeitszeitmodellen kommen Benefits wie JobRad, mobiles Arbeiten und ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt fördert Klüh zudem eine Unternehmenskultur, in der Vielfalt, Respekt und Wertschätzung gelebt werden.

Für die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber“ des F.A.Z.-Instituts und des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung wurden umfangreiche Analysen von etwa 13.300 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Die Untersuchung erfolgte im Wege eines zweistufigen Social Listenings sowie einer Online-Befragung. Dabei wurden verschiedene Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Produkte & Services, Familienfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Management berücksichtigt. Weitere wichtige Aspekte, die in der Studie untersucht wurden, umfassten Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitszeiten, Gehaltsstruktur, Entwicklungs- & Weiterbildungsmöglichkeiten, Kommunikation sowie Zusatzleistungen im Bereich der Arbeitgeberqualitäten.

PMRE und HTW: Umfrage zu neuem Real Estate Management-Ansatz

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„Frugal Real Estate: Mit weniger mehr!“ – Unter diesem Motto startet das Competence Center Process Management Real Estate (CC PMRE) gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), der cctm real estate & infrastructure AG in Basel und der Tongji Universität Shanghai eine neue Studie zur Zukunft des Immobilien-Managements. In der Marktanalyse werden Experten der deutschsprachigen Immobilienwirtschaft (DACH-Region) befragt. Zudem liegt ein Fokus auf der Immobilienbranche in China.

Das Ergebnis der Studie soll ein Leitfaden sein, der ein frugales, also schlichtes, karges, reduziertes Vorgehen greifbar machen soll und der folgende Fragen beantwortet:

  • Wie erzeugt ein Weniger in Immobilien mehr Attraktivität, Ertrag und Wertstabilität?
  • Wie ermöglicht ein Weniger in Immobilienunternehmen mehr Effizienz, Arbeitszufriedenheit und finanziellen Erfolg?

Mit dem „PMRE Marktanalyse 2025 Frugal Real Estate: Mit weniger mehr!“ wollen die Studienmacher Chancen aufzeigen, die sich aus einer Vereinfachung von Immobilien einer Reduktion von Komplexität in Immobilienunternehmen ergibt. In einem sechsseitigen Dokument zum Download ist das Forschungskonzept beschrieben.

Die Umfrage zur Erhebung startet heute und erfolgt über ein Online-Formular. Es sind knapp 60 Fragen zu beantworten, wobei das in der weit überwiegenden Zahl durch schlichte Auswahl eines Zustimmungsgrades erfolgt („stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll und ganz zu“). Die Umfrage endet am 8. Oktober 2024, die Ergebnisse werden im Frühjahr 2025 zur Verfügung stehen.

Als Autoren der Studie zeichnen Prof. Regina Zeitner (HTW Berlin) sowie Prof. Marion Peyinghaus und Ann-Kathrin Kempter (beide CC PMRE) verantwortlich.

BSI arbeitet an Maßnahmen gegen Systemausfälle nach Software-Updates

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Nach dem weltweiten Ausfall von Computer-Systemen nach einem Update einer Sicherheits-Software arbeitet das BIS mit Microsoft, Crowdstrike und weiteren Anbietern an einer resilienteren System-Architektur. - Bild: 4AXY/stock.adobe.com
Das BIS arbeitet mit Microsoft, Crowdstrike und weiteren Anbietern an einer resilienteren IT-System-Architektur. – Bild: 4AXY/stock.adobe.com

CAFM-NEWS – Das Update einer Sicherheitssoftware legte vor rund einem Monat zahlreiche Computer und Server-Systeme lahm. Jetzt hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Maßnahmen für eine höhere Betriebsstabilität der IT angeregt. 

In einem ersten Schritt hat die Behörde mit Microsoft und Crowdstrike, dem Hersteller des fehlerhaften Updates, erste Maßnahmen entwickelt. Jetzt sollen schrittweise Gespräche mit weiteren Software-Anbietern geführt werden. 

Neben mehr Einblick in die jeweiligen Updates und der Möglichkeit, Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, zielt das BSI auch darauf, dass das jeweilige Betriebssystem auch bei schwerwiegenden Fehlern immer mindestens in einem abgesicherten Modus gestartet werden kann. Damit soll eine etwaige Fehlerbehebung für die Betroffenen künftig erleichtert werden.

Das langfristige Ziel des BSI ist, neue und resiliente Komponenten konzipieren und umsetzen zu lassen, die die gleiche Funktionalität und Schutzwirkung entfalten wie bisher. Sie sollen allerdings weniger tiefgreifende Eingriffsrechte in die Betriebssysteme benötigen. Damit sollen die Auswirkungen etwaiger Softwarefehler minimiert werden.


Abbildungen: 4AXY/stock.adobe.com

Allianz Arena bekommt 1.500 neue WiFi-6-Access-Points

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Cisco stattet die Allianz Arena des FC Bayern München zum Saisonstart mit 1.500 neuen WiFi-6-Access-Points aus - Bild: Cisco
Cisco stattet die Allianz Arena des FC Bayern München zum Saisonstart mit 1.500 neuen WiFi-6-Access-Points aus – Bild: Cisco

CAFM-NEWS – Die Allianz Arena, das Stadion des FC Bayern München, hat zum Saisonstart 2024/2025 insgesamt 1.500 neue WLAN-6-Accesspoints bekommen. Ihr maximales Datenvolumen beträgt aktuell 4,5 Gbit/s. Mit ihnen haben bis zu 15.000 Besucher der Arena gleichzeitig Zugang zum Funknetzwerk. Das Stadion fasst insgesamt bis zu 75.000 Personen.

Das WLAN wird allerdings auch von Sensoren und anderer Technik im Stadion verwendet. Beispielsweise kommunizieren Sensoren an den Zufahrten zu den Parkflächen mit der Steuerungszentrale, um den Verkehrsfluss besser zu kanalisieren. Auch Kamerabilder werden per Funk in die Leitstelle übertragen. Über Sensoren in den Drehkreuzen wird der Personenfluss überwacht. Die 400 Kassen der Shops für Essen, Getränke und Fanartikel sind ebenfalls über Funk angebunden.

WiFi 6 ist seit 2020 der Standard für schnelles und leistungsfähiges WLAN. Allerdings steht der Nachfolger WiFi 7 bereits in den Startlöchern, ein Upgrade könne in die jetzt verbauten Router eingespielt werden, versichert Hersteller Cisco. 

 

Abbildungen: Cisco

Redevco und Goldbeck Services erweitern Zusammenarbeit

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Die Goldbeck Services GmbH hat im Auftrag der niederländischen Immobilien-Investment-Gesellschaft Redevco das Property Management für mehrere Einzelhandelsobjekte in ganz Deutschland übernommen.

Stufenweise wird Goldbeck Services insgesamt 30 Objekte mit einer Gesamtmietfläche von rund 300.000 m2 bewirtschaften, gab der Dienstleister am 22. August bekannt. Zu den Immobilien gehören 13 C&A-Filialen sowie weitere Einzelhandelsimmobilien mit insgesamt 133 Mietparteien. Im Rahmen der vertraglich vereinbarten Bewirtschaftung wurden zu Beginn der Zusammenarbeit fünf Objekte in Berlin, Stuttgart und München übertragen. Eine Übertragung weiterer Liegenschaften ist geplant, heißt es aus Bielefeld. Bis Ende September soll Goldbeck Services für Redevco zudem für über 30 Objekte ESG-Bestandsanalysen durchführen. Die daraus resultierenden ESG-Maßnahmen soll der Dienstleister im laufenden Betrieb umsetzen.

Goldbeck Services hat nach eigenen Angaben für die auf Einzelhandel spezialisierte Investment-Gesellschaft Redevco in den vergangen 15 Jahren neben dem kaufmännischen und technischen Property Management auch die Nachhaltigkeitsberatung, das Facility Management sowie Sanierungs-, Um- und Ausbaumaßnahmen übernommen.

Cybersecurity: Vinci Energies übernimmt Fernao Group

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Vinci Energies hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Fernao Group GmbH, einem führenden Anbieter von Cybersecurity-Dienstleistungen in Deutschland und der Schweiz, unterzeichnet.

Fernao hat den Hauptsitz in Köln und weitere 26 Standorte in Deutschland und der Schweiz. Die Gruppe ist seit über 35 Jahren als Anbieter von IT-Sicherheitsdienstleistungen und IT-Lösungen aktiv. Als solcher identifiziert sie Risiken und Bedrohungen für ihre Kunden, um deren Unternehmen und Daten zu schützen.

Zusätzlich bietet das Unternehmen Dienstleistungen und Managed Services im Bereich der Überwachung von IT- und OT-Infrastrukturen sowie Application-Management an. Schließlich ist Fernao qualifiziert, die europäische Netz- und Informationssicherheitsrichtlinie zum Schutz von Industrieanlagen und kritischen Infrastrukturen umzusetzen (NIS2-Anforderungen).

Mit der Übernahme stärkt Vinci Energies die Kapazitäten der eigenen ICT-Marke Axians in beiden Ländern in den Bereichen Cybersecurity, IT- und Cloud-Services. Die Übernahme bedarf noch der Genehmigung durch die Wettbewerbshüter.

Was ist wichtig bei einem BIM-Aufmaß im Bestand?

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Mit dem BIM-Modell eines Bestandsgebäudes ist vieles möglich, zum Beispiel ein Soll-Ist-Vergleich von Einbauten - Bild: bim-Plat
Mit dem BIM-Modell eines Bestandsgebäudes ist vieles möglich, zum Beispiel ein Soll-Ist-Vergleich von Einbauten – Bild: bim-Plat

CAFM-NEWS – Mit dem langsam wachsenden Wissen um die Möglichkeiten von BIM wird die Methode auch für erste Bauherren interessant, die im Bestand Veränderungen vornehmen möchten und dafür ein BIM-Modell benötigen. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist die Aufnahme des Gebäudes als 3D-Modell. Im Interview erläutert BIM-Experte Michael Plat, worauf bei der Datenaufnahme für BIM zu achten ist.

CAFM-NEWS: Herr Plat, was versteht man unter BIM-Datenaufnahme im Bestand?

Michael Plat: Unter BIM-Datenaufnahme im Bestand versteht man das Sammeln von unterschiedlichen Gebäudedaten wie Gebäudegeometrie, Materialien, Rauminformationen usw., um daraus eine geometrische Datenbank zu erstellen. Die Quelle dafür können alte Zeichnungen, Berechnungen, Dokumente und moderne 3D-Laserscans, so genannte Punktwolken, sein.

Ist die Aufnahme von BIM-Daten Bestand nur wichtig, wenn ein Umbau oder eine Sanierung geplant sind?

Plat: Der Hauptanwendungsfall für den Aufbau eines BIM-Bestandsmodells ist die Notwendigkeit, weitere Planungen für Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen anzugehen. Aber eine Anwendung im Gebäudebetrieb und Facility Management ist auch denkbar. Ich bin mir sicher, dass die Nutzung eines BIM-Bestandmodells im Gebäudebetrieb immer wichtiger werden wird.

Welche Technologien empfehlen sich für die Aufnahme von BIM-Daten im Bestand?

Plat: Die richtige Vorgehenswese beim Aufbau eines BIM-Bestandsmodells wäre, mehrere Informationsquellen einzubeziehen wie 3D-Laserscans sowie verschiedene Bestandunterlagen. Alte Zeichnungen repräsentieren oft nicht den tatsächlich gebauten Zustand. Hier würde eine Punktwolke helfen, eine Aussage über die aktuelle Gebäudegeometrie zu treffen. Aber eine Punktwolke gibt auch nur das wieder, was ein menschliches Auge wahrnehmen kann. Mit der Punktwolke alleine kann man also  nicht in die Bauteile hinein oder hinter Verkleidungen schauen. Es ist folglich nicht möglich, Aussagen über z.B. Wand- und Bodenaufbau oder Brand- und Schallschutzeigenschaften zu treffen. Die Antworten auf solche Fragen kann man in alten Dokumenten und Zeichnungen finden.

Welche weiteren Dokumente und Datenquellen wären unter diesem Aspekt sinnvoll mit einzubeziehen?

Plat: Grundsätzlich gilt die Aussage: Je mehr Informationen zum Bestandobjekt vorliegen, desto genauer kann ein BIM-Bestandsmodell aufgebaut werden. Aus alten Unterlagen kann man ersehen, welche Bauteile tragend und nicht tragend sind, wo welche Materialien wie z.B. Stahlbeton oder Mauerwerk damals angedacht waren. Aus einem alten Brandschutzkonzept kann man die Brandschutzanforderungen und aus einem Tragwerksnachweis Betonqualitäten und Stahlgüten entnehmen, usw. Solche Teilinformationen ergeben ein Gesamtbild über das Bauwerk, lassen sich gut miteinander vergleichen und in ein BIM-Modell ergänzend einpflegen.

Lohnt sich eine Datenaufnahme auch mit Blick auf den Betrieb und das Facility Management und was wäre hier besonders zu bedenken?

Plat: Ich bin der Meinung, dass genau beim Gebäudebetrieb und Facility Management die BIM-Vorgehensweise immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Der Grund ist, dass die BIM-Methode den Aufbau einer geometrischen Datenbank beschreibt, in der alle Informationen zum Gebäude in einer einzigen Quelle gebündelt werden und somit eine so genannte Single source of truth bilden.

Besonders zu bedenken wäre hier Folgendes: Ein Gebäude lebt weiter, seine Nutzung und somit Raumaufteilung kann sich ändern, bei neuen technischen Anforderungen kann auch Gebäudetechnik angepasst werden. All diese Anpassungen müssen natürlich immer wieder in das BIM-Bestandmodell eingepflegt werden. Hierzu braucht man eine klare Strategie, die die Umsetzung und Pflege von BIM-Modellen eindeutig beschreibt.

Die Daten einer Punktwolke lassen sich von Grundrissen über Gebäudemodelle bis zu Aufmaßen für vielfältige Zwecke einsetzen. - Bild: bim-Plat
Die Daten einer Punktwolke lassen sich von Grundrissen über Gebäudemodelle bis zu Aufmaßen für vielfältige Zwecke einsetzen. – Bild: bim-Plat

Gibt es ein spezifisches Vorgehen, wenn im Bestand Daten aufgenommen werden sollen?

Plat: Jedes Projekt ist individuell zu betrachten. Wir analysieren bei solchen Aufträgen zuerst die Aufgabenstellung und die Datenlage. Erst danach geben wir unsere Empfehlung zu der weiteren Vorgehensweise ab. Es gibt z.B. Projekte, in denen das Gebäude komplett umgebaut und entkernt wird. In solchen Fällen empfehlen wir unserem Auftraggeber, ein BIM-Modell zuerst nach den Bestandszeichnungen aufzubauen und die 3D-Laserscans erst nach der Entkernung durchzuführen. Wir weisen unsere Auftraggeber auch darauf hin, dass sich aus dem 3D-Laserscan neue Erkenntnisse ergeben können, die in die Planung einfließen müssen und in solchen Fällen die Zeitplanung entsprechend angepasst werden muss.

An welchen Kriterien orientiert sich die notwendige Auflösung der Aufnahme und wie hoch ist sie in den jeweiligen Fällen?

Plat: Die notwendige Auflösung einer 3D-Laserscanaufnahme orientiert sich hauptsächlich an der Genauigkeit und Detailtreue, die für das jeweilige Anwendungsgebiet erforderlich ist. Wir versuchen hier eine Balance zwischen ausreichender Qualität und zeitlichem Aufwand zu finden. Bei kleineren Raumtiefen reicht uns die niedrigste Auflösung vollkommen. Bei größeren Abständen wie z.B. bei einer Fabrik oder bei einer Außenaufnahme setzen wir auf die mittlere Auflösungsstufe. Bis jetzt sahen wir keine Notwendigkeit, mit der höchsten Auflösung unsere Objekte aufzunehmen. Man muss bedenken, dass bei solchen hochauflösenden 3D-Laserscans sehr große Datenmengen entstehen, die spezielle technische Infrastruktur und entsprechende Aufnahme- und Bearbeitungszeit benötigen. 

Woran erkenne ich ein seriöses Angebot für die Datenaufnahme für BIM?

Plat: Ein seriöses Angebot für die BIM-Datenaufnahme erkennt man, wenn der Auftragnehmer:

  • seine Referenzen, Projekte und Auftraggeber vorweisen bzw. benennen kann,
  • fachlich aufklärt, und offen auf Risiken und Möglichkeiten hinweist,
  • ausreichend Personal mit entsprechenden Qualifikationen vorhält,
  • notwendige Zertifizierungen besitzt,
  • einen Vertrag mit ausreichendem Versicherungsschutz vorlegen kann 
  • und dann können natürlich Hinweise aus Netzwerken die Seriosität des Auftragnehmers bestätigen

Gibt es branchenübliche Quadratmeter-Preise oder andere Orientierungsgrößen?

Plat: Durch viele umgesetzte Projekte haben wir gewisse Erfahrungswerte für unsere Kalkulationsbasis gesammelt. Trotzdem variieren Projekte oft ziemlich stark, so dass wir unseren Arbeitsaufwand individuell einschätzen müssen. Zum Beispiel ist ein leerstehendes Großraumbüro viel einfacher aufzunehmen, als ein medizinisches Objekt im Vollbetrieb. Trotzdem kann ich für ein mittelschweres Projekt ein paar Richtwerte von uns nennen:

  • 3D-Laserscan mit Leica RTC360 Scanner – zwischen 1.000 und 1.500 m² pro Arbeitstag.
  • Aufbau eines BIM-Modells mit Autodesk-Revit – 1 Stunde für 10 m² BGF.

Diese Angaben beziehen sich nur auf die Kostengruppe 300 aus der DIN 276.

Herr Plat, vielen Dank für das informative Gespräch.

Michael Plat ist studierter Architekt und hat als Geschäftsführer von bim-Plat langjährige Erfahrung in der Erfassung von Gebäuden für BIM-Projekte.

Abbildungen: bim-plat

CBRE verwaltet deutschlandweites Metro-Portfolio

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Der internationale Immobiliendienstleister CBRE hat ein Mandat für das kaufmännische und technische Property- und Asset-Management für ein Immobilienportfolio der Metro Properties GmbH gewonnen. Im Rahmen der Vereinbarung erbringt CBRE zudem Vermietungsleistungen.

Bei dem deutschlandweiten Portfolio handelt es sich um 21 gemischt genutzte Objekte mit einer Gesamtfläche von rund 200.000 m2. Mehr als 50 Prozent entfallen auf Retail-Immobilien, teilte das Unternehmen mit.

Hintergrund der Vereinbarung ist die mittelfristige Veräußerung der Immobilien, bei der CBRE ebenfalls unterstützend tätig werden soll, heißt es weiter aus Düsseldorf. Die Zusammenarbeit soll am 1. Oktober 2024 beginnen, vereinbart wurde eine Festlaufzeit von drei Jahren.

Vergabeplattform iTWO Tender feiert 10-jähriges Bestehen

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Die Vergabeplattform iTWO Tender von RIB feiert ihr 10-jähriges Bestehen - Bild: RIB
Die Vergabeplattform iTWO Tender von RIB feiert ihr 10-jähriges Bestehen – Bild: RIB

CAFM-NEWS – Die Vergabeplattform iTWO Tender der RIB SE feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Marktbestehen. Über 160.000 Bieterfirmen aus den unterschiedlichsten Gewerken haben sich in dieser Zeitspanne online registriert.

Das Spektrum der Nutzer reicht von mittelständischen und großen bauausführenden Unternehmen bis  zu kleineren Handwerksbetrieben. Zusätzlich sind auch Planungs-, Architektur- und Ingenieursgesellschaften vertreten.

Außerhalb des Baubereichs sind viele Lieferfirmen und Dienstleistungs-Anbieter auf der Plattform zu finden. Mit diesem breiten Portfolio an registrierten Firmen wird der gesamte Bereich des deutschen Vergabewesens abgedeckt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die RIB-Plattform mehr als neun Milliarden vergebene Aufträge. Insbesondere die Bundesländer Bayern, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind auf iTWO Tender stark vertreten.

Abbildungen: RIB SE

specter automation ist jetzt auch in Japan aktiv

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Der japanische Baukonzern Kajima Corperation hat sich für die Bausoftware von specter automation entschieden - Bild: Kajima Corperation
Der japanische Baukonzern Kajima Corperation hat sich für die Bausoftware von specter automation entschieden – Bild: Kajima Corperation

CAFM-NEWS – Das Start-up Specter Automation hat seine intuitiv zu bedienende Baustellensoftware jetzt auch im japanischen Markt eingeführt. Mit der Kajima Corperation haben die Kölner dabei einen weiteren international tätigen Baukonzern für ihre Lösung gewinnen können. Mit der Implementierung seiner Software zur Baustellensteuerung in 3D bei dem renommierten Unternehmen unterstreiche Specter seine internationale Wachstumsstrategie und seine Position als weltweiter Anbieter innovativer Lösungen für die Bauindustrie, schreibt das IT-Haus ein einer begleitenden Pressemeldung. 

Das Tokyoter Unternehmen organisierte seine Projektinformationen bisher mit einer standardisierten Kombination aus Excel-Tabellen, handschriftlichen Notizen und bearbeiteten 2D-Zeichnungen. Mit der neuen Software erfolgen Tätigkeiten wie Wochenplanung, Kommunikation und Fortschrittsdokumentation auf Basis von 3D-Modellen.

Auf Specter Automation aufmerksam geworden ist Kajima übrigens 2022 im Silicon Valley bei einer Veranstaltung des Wagniskapitalgebers Plug and Play. Der japanische Konzern unterhält in Kalifornien ein Büro, dass die neuesten technologischen Trends verfolgt und schaut, welche hiervon sich positiv für das Geschäft von Kajima einsetzen lassen.


Abbildungen: Kajima Corperatio

Dekarbonisierungsberatung: Verdantix-Bericht lobt Schneider Electric

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Schneider Electric wurde in einem aktuellen Bericht des Forschungs- und Beratungsunternehmens Verdantix mit einer Führungsposition ausgezeichnet. Schneider Electric wird darin mit seinem ganzheitlichen Beratungsansatz zur Dekarbonisierung hervorgehoben. Insbesondere die Expertise des Tech-Konzerns bei der Optimierung von Gebäudesystemen, der Modellierung des Energieverbrauchs sowie die Beratungsleistung hinsichtlich der Beschaffung und des Einsatzes erneuerbarer Energien wurde dabei gelobt, teilte das Unternehmen am 15. August mit.

„Um die Energieeffizienz und den CO2-Fußabdruck von Gebäuden zu verbessern, ist es wichtig, den gesamten Lebenszyklus zu betrachten – vom Bau bis zur Stilllegung“, sagte Connor Taylor, Senior Analyst bei Verdantix. „Schneider Electric bietet für diesen Bereich ein breites Portfolio an Lösungen und Dienstleistungen an. Zudem hat das Unternehmen in den letzten Jahren viel in die eigenen Beratungskompetenzen und spezifische digitale Dienstleistungen investiert, um sein Angebot zu erweitern“, ergänzte Taylor.

Der Verdantix-Bericht bewertet Beratungsdienstleistungen von Unternehmen, mit denen sich das Energiemanagement in Bestandsgebäuden verbessern sowie die Dekarbonisierung des Sektors vorantreiben lässt.

BIMcollab Twin als zentrale Datenplattform nutzbar

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BIMcollab Twin will Nutzer als zentrale Datenplattform bei Asset- und Dokumenten-Management unterstützen - Bild: BIMcollab
BIMcollab Twin will Nutzer als zentrale Datenplattform bei Asset- und Dokumenten-Management unterstützen – Bild: BIMcollab

CAFM-NEWS – Mit BIMcollab Twin bietet das Softwarehaus BIMcollab eine zentrale Datenplattform an, um Gebäude- und Infrastrukturdaten in einem modellbasiertes Dokumenten- und Asset-Management speichern, verwalten und nutzen zu können.

Die Anwendung umfasst hierbei auch Kommunikations-Kanäle, so dass neben den regulären Gebäudedaten auch im Projekt geführte Diskussionen und gefällte Entscheidungen direkt mit den Objekten verbunden dokumentiert sind.

Beliebige Dokumenten-Typen können direkt mit Objekten verknüpft werden. Die Anwendung verwaltet automatisch den Versionsverlauf und kann auch zeigen, wer wann welche Unterlagen eingesehen oder bearbeitet hat.

Die Datensammlung ist rollenbasiert organisiert und bietet Teammitgliedern abgestufte Zugriffsrecht. Der Zugriff ist am Desktop und unterwegs auch auf mobilen Endgeräten möglich, was beispielsweise auf der Baustelle den Blick in aktuelle Daten ermöglicht.

 

Abbildungen: BIMcollab

KfW: Heizungsförderung nun auch für Unternehmen und Contractoren

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Ab dem 27. August können auch für gewerblich genutzte Wohnungen und Nichtwohngebäude Förderanträge im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ (BEG EM) für Heizung und Sanierung gestellt werden.

Die neue Richtlinie BEG EM für Heizung und Sanierung gilt seit dem 1. Januar 2024. Ab dem 27. August sind nun auch Unternehmen und Contractoren erstmals förderfähige Antragsteller.

Werden Investitionsmaßnahmen in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden in Deutschland durchgeführt, erhalten Unternehmen, Contractoren und andere Investoren einen Zuschuss bis maximal 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Gefördert wird der Kauf und Einbau von effizienten Heizungsanlagen und Anlagen der Heizungsunterstützung sowie der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz. Förderfähig sind bestehende Gebäude, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Voraussetzungen für die Förderung ist zudem, dass die Maßnahme die Energieeffizienz bzw. den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch des Gebäudes erhöht.

Weiterführende Informationen der KfW zur Heizungsförderung für Unternehmen in den Bereichen Wohngebäude und Nichtwohngebäude finden Sie hier und hier.

net+ Entremont setzt für Netzausbau auf VertiGIS

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Der Netzbetreiber net+ Entremont wird sein FTTx-Netz künftig mit VertiGIS betreiben - Bild: VertiGIS
Der Netzbetreiber net+ Entremont wird sein FTTx-Netz künftig mit VertiGIS betreiben – Bild: VertiGIS

CAFM-NEWS – Nicht jeder CAFM-Anbieter hat bloß CAFM im Portfolio: VertiGIS hat jetzt den Schweizer Netzbetreiber net+ Entremont als Kunden gewinnen können, der Software für die Verwaltung und den Ausbau seiner FTTx-Netzes suchte. Eingesetzt werden wird noch in diesem Jahr die Lösung ConnectMaster. Mit ihr wird das Netz geplant, gemanagt und dokumentiert.

net+ Entremont betreibt ein lokales FTTx-Netz in der Schweiz und möchte dieses in naher Zukunft ausbauen. Um den
zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, benötigt das Unternehmen ein professionell geplantes und dokumentiertes Netzinventar. In diesem Projekt soll auch eine Schnittstelle zwischen dem GIS-System und der Netzverwaltung geschaffen werden.

 
Abbildungen: VertiGIS

KI, BIM und digitale Ökosysteme Themen beim SAP Immobilien-Forum

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Das Programm des 26. Kongresses Immobilien- und Facility Management mit SAP steht - Bild: TAC Insights; best stock/stock.adobe.com
Das Programm des 26. Kongresses Immobilien- und Facility Management mit SAP steht – Bild: TAC Insights; best stock/stock.adobe.com

CAFM-NEWS – Langsam nähern wir uns dem Start des SAP Immobilien-Forums, offiziell 26. Kongress Immobilien- und Facility Management mit  SAP von TAC Insights. Aufgeteilt in Keynotes, drei Foren und mit Workshops zum Start ist das Programm wie gewohnt vielfältig und umfassend.  Es geht unter anderem um KI, BIM, digitale Ökosysteme, Neuheiten bei SAP und den Partner, dem Stand der Partnerschaft von SAP und Planon und weitere Themen.

 

Tag 1, 19. September

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Tag 2, 20. September

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Statt findet das SAP Immobilien-Forum am 19. und 20. September geht es im Pullmann Berlin Schweizerhof. Das detaillierte Programm gibt es auf der Veranstaltungs-Website. Dort ist auch die Anmeldung möglich.

 

Abbildungen: TAC Insights; best stock/stock.adobe.com

CAFM und Software nur marginal auf der Expo Real

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Auch dieses Jahr hebt die Expo Real nicht das Potenzial, das Asset-Manager durch CAFM-Software nutzen können - Bild: Expo Real
Auch dieses Jahr hebt die Expo Real nicht das Potenzial, das Asset-Manager durch CAFM-Software nutzen können – Bild: Expo Real

CAFM-NEWS – Sie sei eine der wichtigsten Immobilienmessen Europas und biete „einen vollumfänglichen Überblick über Entwicklungen, Themen, Innovationen und Lösungen in der Immobilienwirtschaft“, wirbt die Expo Real für sich auf ihrer aktuellen Website. Doch vom 7. bis 9. Oktober wird ein Bereich – man möchte fast sagen: traditionell – unterrepräsentiert sein: Software. 

Unter den rund 1.620 Aussteller finden sich unter dem Suchbegriff

  • Software – 1 Aussteller
  • Softwarelösungen für die Bauwirtschaft und Immobilienprojekte – 7 Aussteller
  • Kaufmännische Immobilienverwaltungssoftware – 9 Aussteller
  • Standardsoftware für Portfolio- und Assetmanagement – 14 Aussteller

CAFM und BIM bleiben ohne Ergebnis. Natürlich lässt sich einwenden, dass die Expo Real eine Messe für Immobilien als Assets und Wirtschaftsgut ist und nicht für den profanen Alltagsbetrieb. Und das ist auch nicht falsch. Interessant wird es aber, wenn sich in der Ausstellerliste Arcadis findet und ebenso Planon. 

Auch in anderen Bereichen sind IT und Betrieb durchaus gesetzt, beispielsweise durch aedifion und die Aufzughelden, Hexagon und Planradar. Es wird offenbar Bedarf  für digitale Unterstützung erwartet. Und mit Blick auf ESG und das zunehmende Interesse von Finanzierern und Inverstoren an nachhaltigen Assets könnte es schon irritieren, dass der Bereich, der maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit einer Immobilie beitragen und diese auch belegen kann, konsequent vor der Tür bleibt. 

Es gab auch schon Zeiten, da war das anders und es fanden sich namhafte CAFM-Häuser auf dem Münchner Messegelände ein. Gut möglich, dass sie eines Tages wieder auf dem Messeparkett einen Stand buchen – wohl spätestens dann, wenn das Wissen, was CAFM im Verbund mit BIM an Einsparpotenzialen und Transparenz bietet, und zwar von der Planung über Prognosen, den Betrieb bis zum Rückbau. Wenn also die Besucher erkannt haben, welches Potenzial im Wissen um ihre Immobilien steckt, und sie diesen Schatz heben wollen. Oder müssen.


Abbildungen: Expo Real