SAP erhöht zum zweiten Mal binnen zwei Jahren die Kosten für Wartung der Software-Lizenzen – Bild: weyo/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Bestandskunden von SAP stehen vor einer neuen Preiserhöhung: Der Konzern aus Waldorf macht die Wartung teurer. Ab 2024 sind für die Services rund um die Softwarelizenzen 5 Prozent mehr zu zahlen. Bereits vergangenes Jahr hatte SAP 3,3 Prozent auf die Wartungspreis aufgeschlagen, davor allerdings jahrelang das Niveau gehalten. Das berichtet das Handelsblatt.
Ursache für das erneute Plus in der Preisliste sei nach Konzernangaben die hohen Inflationsraten. In der Branche werde gemutmaßt, dass SAP die Preise auch zukünftig an die Inflationsratten anpassen wird, unter anderem mit dem Ziel, Kunden mittels Portemonnaie zu motivieren, von Lizenz- zu Cloud-Modellen zu wechseln.
Die SAP-Usergroup DSAG kritisiere derweil, dass die Erhöhungen nicht in Relation zum Mehrwert durch die erbrachten Leistungen stünden.
Es gibt verschiedene Datenbanken und Arbeitshilfen, die unterstützen, die Betreiberverantwortung wahrzunehmen – Bild: FotoArtist/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Theoretisch ist Betreiberverantwortung ein Dauerthema im Immobilienmanagement. Es betrifft vor allem die Geschäftsführung, umfasst hohe Anforderungen, droht mit hohen Strafen bei Unterlassung und wird trotzdem oft übersehen. Dabei lässt sich Betreiberverantwortung mit Unterstützung von CAFM-Software leicht wahrnehmen, insbesondere, wenn Datenbanken integriert sind, die Zugriff auf Normen, Gesetze und andere rechtlich relevante Inhalte bieten. Hier eine Übersicht der aktuell verfügbaren Angebote für ein Plus an Rechtssicherheit. Es sind in alphabetischer Reihenfolge:
Beuth Normen-Ticker
Der Beuth Normen-Ticker ist ein Angebot des Beuth Verlags. Der Fachverlag mit Sitz in Berlin ist auf Normen und Fachliteratur spezialisiert und gehört dem Deutschen Institut für Normung DIN. Um den Beuth Normen Ticker nutzen zu können, ist ein Abonnement abzuschließen. Dann haben Anwender Zugriff auf die ihnen wichtigen DIN-Normen und erhalten zeitnah jede Aktualisierung der abonnierten Normen. Gesetzestexte gehören dagegen nicht zum Angebot des Beuth Normen-Tickers. Ebenso fehlt eine Filterfunktion, da der Ticker ein reiner Informations-Dienst ohne Datenbank ist.
CAFM.One
Das Angebot CAFM.ONE beschreibt sich als Expertensystem und Compliance-Werkzeug für die rechtskonforme Übertragung von Betreiberpflichten und unterstützt beim Nachweis einer gerichtsfesten Organisation. Es ist nach Musteranlagen organisiert, denen die jeweils gültigen Betreiberpflichten zugeordnet sind. Aus diesen lassen sich rechtskonforme Checklisten generieren, die Mitarbeiter und Dienstleister als Webservice nutzen können, um notwendige Aufgaben und Prüfungen zu erledigen. Unterstützt werden laut Anbieter mit Organisations-, Ausführungs- und Umsetzungsverantwortung alle drei Verantwortungsebenen. Die Integration in CAFM-Systeme ist über Schnittstellen möglich. Rechtsbasis sind unter anderem allgemeine Gesetze, Vorordnungen von Bund und Ländern, Gefährdungsbeurteilungen und ferner Instandhaltungs-Vorgaben der Verbände AMEV, VDE, VDI oder VDMA.
Maqsima myFM-Portal / Maqsima TMS
Software-Hersteller Maqsima aus Sulzbach hat für die Wahrnehmung von Betreiberpflichten das Maqsima myFM-Portal entwickelt. Das ist ein Nachschlagewerk für Betreiberpflichten im Facility Management und bietet eine laut Anbieter einfache und strukturierte Übersicht über die relevanten Prüfpflichten und Rechtsgrundlagen für den Betrieb von Immobilien und Liegenschaften. Maßnahmen für den Arbeitsschutz konkretisiert das Portal mit vorgefertigten Prüfplänen für jede Anlagenart. Orientiert sind diese an der Struktur der DIN 276:2017-12 Kosten im Bauwesen. Wer in der verarbeitenden Industrie tätig ist, kann ergänzend Maqsima TMS nutzen. Maqsima TMS arbeitet autark und bietet als reines Management-Unterstützungs-System (EHQS) Hilfen im Bezug zu Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).
Recht im Betrieb
Recht im Betrieb gibt es seit 1992, es ist damit das älteste Managementsystem für Rechtsfragen im Kontext der Betreiberverantwortung in Deutschland. Angeboten wird es von der Rechtsanwaltskanzlei Rack Rechtsanwälte aus Frankfurt am Main, die sich mit mehreren Juristen und Mitarbeitern um das System kümmert. Aktuell umfasst die Sammlung mehr als 15.000 Rechtsvorschriften aus EU, Bund und Ländern. Es bildet mehr als 40.000 Betreiberpflichten in 39 Musterbranchen ab und umfasst mehr als 52.000 Beiträge. Recht im Betrieb erfährt monatlich rund 450 Aktualisierungen.
Red-on-line
Die auf Betreiberpflichten abgestimmte Angebot gutwin Legal Compliance Software von Gutwinski aus Österreich ist kürzlich in Red-on-line der französischen Infopro Digital Group integriert worden. War gutwin Legal Compliance Software in Versionen für Österreich, Deutschland und die Schweiz verfügbar, wird Red-on-line in 85 Ländern bei über 2000 Unternehmen eingesetzt und ist in 17 Sprachen verfügbar. Das Angebot rund um Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz im Betrieb (HSE) enthält Gesetze und Verordnungen unter anderem aus der EU, den einzelnen Ländern, aus Bundesländern und Kantonen. Neben Rechtspflichten unterstützt Red-on-line auch bei Begehungen, Gefährdungsbeurteilung, Bewertung von Umweltrisiken, dem Management von Nachhaltigkeitskennzahlen und der Aktionsplanung.
REG-IS
Das in Deutschland prominenteste Hilfsmittel für Betreiberverantwortung im Facility Management ist sicher das Regelwerks-Informationssystem REG-IS. Angeboten von der Anwaltskanzlei Rödl & Partner aus Nürnberg umfasst die Software-Lösung inzwischen über 2000 Regelwerke. Enthalten sind Gesetze von Bund, Ländern und der EU, dazu Richtlinien, Normen sowie regionale und lokale Regelungen. Interessant ist, dass alle Texte kommentiert sind, so dass auch juristische Laien verstehen, welche Pflichten sich aus den Regelwerken für sie ergeben. Für CAFM-Systeme gibt es eine Schnittstelle, mit der sich REG-IS in die FM-Software einbinden lässt. Einige CAFM-Häuser nutzen dieses Angebot der tiefen Integration. Alternativ kann REG-IS auch autark genutzt werden.
Thürmer Legal-Compliance FM
Von den Thürmer Ingenieuren aus Niederkassel kommt Thürmer Legal-Compliance FM. Es ist eine Kombination aus Dienstleistung und Datensammlung. Dem Nutzer stellt es delegierbare digitale Arbeitskarten zur Verfügung, die angeben, welche Arbeiten wann zu erledigen sind. Da das Modul IT-gestützt arbeitet, kann es in ein CAFM-System eingebunden werden. Für notorische Haptiker lasse sich die Arbeitskarten auch ausdrucken und mit zur Anlage nehmen, um sie dort händisch auszufüllen und die erfassten Daten später in das digitale System einzugeben. Auch Thürmer aktualisiert die Arbeitskarten regelmäßig entsprechend erfolgter Novellen und Änderungen von Gesetzen, Richtlinien, Normen und sonstigen relevanten Vorgaben.
TUC Rechtskataster
Das Ingenieurbüros TUC aus Aldenhoven bietet als Unterstützung im Rahmen der Betreiberverantwortung ihr TUC Rechtskataster an. Es ist ein Excel-basiertes Werkzeug, das gängigen Management-Normen wie ISO 9001 oder ISO 27001 im Fokus hat. Die abgedeckten Themenfelder sind Energie, Umweltschutz, Informations- und Arbeitssicherheit sowie Qualität, jeweils angereichert um Vorgaben aus EU, Bund und den einzelnen Bundesländern. Filterfunktionen helfen beim Eingrenzen eines Themas, Links führen zu externe Quellen zum Download der jeweiligen Quelltexte. Ein To-Do-Check unterstützt im Arbeitsalltag.
In einer EMEA-weiten Ausschreibung hat der globale Immobiliendienstleister CBRE den Auftrag der M&G Real Estate für sich gewinnen können. Damit übernimmt der Immobiliendienstleister nun das Property Management für das Deutschlandportfolio von M&G. Zu den Leistungen zählen das kaufmännische, technische und buchhalterische Property Management. Explizite Aufgaben sind dabei das Mieter- und Mietvertragsmanagement, die Dokumentation, Datenanalyse und das Reporting inklusive Monitoring der Betriebskosten sowie die Kontrolle der Dienstleistungsverträge hinsichtlich Leistungserfüllung und Überprüfung auf Optimierungsbedarf, das Sicherstellen und Überwachen der Instandsetzungs-, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die Budgetierung und Budgetkontrolle, Objektbesichtigungen, Projektsteuerung, Miet- und Objektbuchhaltung inklusive Nebenkostenabrechnungen und -analysen sowie die Unterstützung bei der Umsetzung von ESG-Projekten. Der Auftrag umfasst 14 Büro-, Einzelhandels-, Logistik- und Hotelimmobilien sowie Kinos mit zusammen mehr als 200.000 m² vermietbarer Fläche.
Zum 1. Juli 2023 hat Sauter Deutschland das technische und infrastrukturelle Facility Management für die Büroflächen im Mark München übernommen und unterstützt den Betreiber zudem bei der Umsetzung dessen Nachhaltigkeitsstrategie. Der geschlossene Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2025. Sauter stellt im Zuge des Auftrags das Haustechnikpersonal und unterstützt die Organisation des Betriebs mit einem eigenen CAFM-System. Zudem leistet der Dienstleister Sonderservices, die die Nachhaltigkeit in der Gebäudenutzung verbessern sollen. Dazu zählen u.a. ein E-Fahrrad-Verleih, ein Shuttle-Service sowie der Betrieb der regional ausgerichteten Erlebnisgastronomie.
Weitere Unternehmenskennzahlen und ein Firmenporträt zu Sauter FM erhalten Sie in unserer Facility-Services-Datenbank unter: www.facility-manager.de/fs-anbieter
Der VDI hat die Richtlinie 2552 Blatt 6 zu BIM im Betrieb als Entwurf veröffentlicht – Bild: VDI; Montage: CAFM-News
CAFM-NEWS – Der VDI hat seine Richtlinien-Reihe zu BIM erweitert: Die neue VDI 2552 Blatt 6 trägt den Titel „Building Information Modeling – Betrieb“. Der Entwurf umreißt auf 17 Seiten, wie sich die Autoren die Nutzung von BIM in der Betriebsphase vorstellen, und ist in 12 Kapitel unterteilt:
Anwendungsbereiche
Normative Verweise
Begriffe
Informationsmodelle
Anforderungskaskade
Immobilien-Portfolio-Strategie
Nutzungsziele
Informationsmanagement
Informationslieferungen
Anwendungsfälle
Datenkataloge und Informationsanforderungen
Einbindung des Betriebs in Planung und Bau
Mitgearbeitet haben an der Richtlinie unter der Leitung von Stefanie Radek unter anderem Claus Biedermann (EBCsoft), Andreas Borgmann, Carsten Bäcker (FH Münster), Eduard Dischke, Christof Duvenbeck (RIB IMS), Ulrich Hartmann, Gunnar Jentzen (SBB CFF FFS (CH)), Sven Meyer, Matthias Pfeifer (RKW), Ulrich Pieper und Prof. Dr. Reinhard Wimmer (Hochschule Karlsruhe). Die Moderation oblag Frank Jansen.
Erhältlich ist die Richtlinie direkt beim VDI für 73,80 Euro brutto. Die Einspruchsfrist endet am 30. November 2023.
Trotz Umstellung auf Clouddienste wächst Nemetschek weiterhin – Bild: Nemetschek Group
CAFM-NEWS – Die Nemetschek-Group kann auch im 2. Quartal dieses Jahres ein solides Wachstum vorweisen: Währungsbereinigt stieg die Marge bei den Clouddiensten mit Subskriptionen und Software-as-a-Service (Saas) um 46,7% auf 68,1 Millionen Euro. Das Wachstum der jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) stieg um 24,2% auf 630,7 Millionen Euro.
Das Umsatzwachstum der Gruppe im zweiten Quartal dieses Jahres stieg in vergangenen Quartal um 3,3 Prozent oder 207,5 Millionen Euro, nach 4,2% oder 412,1 Millionen Euro in Quartal 1 dieses Jahres. Die EBITDA-Marge, also der Gewinn vor steuern, sank im vergangenen Quartal leicht auf 27% nach 28,4 % im ersten Quartal.
Nemetschek hatte die gedämpften Umsätze als Folge der Umstellung auf Clouddienste bereits angekündigt. Zudem drücke ein einmaliger gemeinsamer Messeauftritt aller Marken auf das Ergebnis, so der Konzern in einer Pressemitteilung. Den insgesamt positiven Ausblick auf das Gesamtjahr sehen die Münchner dennoch bestätigt.
Framence, ein Unternehmen, das fotorealistische digitale Zwillinge für technischen Anlagen und Industriestandorte erstellt, ist mit Néphélé Data Control eine strategische Partnerschaft eingegangen. Néphélé Data Control ist seit 20 Jahren im Bereich Data Center Information Management (DCIM) und der Implementierung von Rechenzentrums-Tools tätig. Das französische IT-Dienstleistungsunternehmen bietet Services an, die sich auf die Optimierung, den Betrieb und die Verlagerung von Rechenzentren konzentrieren. Mit der Framence-Partnerschaft erschließt das Unternehmen nun auch den Markt der Baufortschrittsdokumentation und des Betriebs von Industriegebäuden. Sowohl Framence als auch Néphélé Data Control sind langjährige Partner der Speedikon Unternehmensgruppe.
Die Neuerungen im Schweizer Datenschutzrecht betreffen auch Unternehmen, deren Aktivitäten sich auf die Schweiz auswirken, auch wenn sie dort keine Niederlassung haben – Bild: allexxandarx/stock.adobe.com
CAFM-NEWS – Wenn am 1. September 2023 das neue Datenschutzschutzgesetz (DSG) der Schweiz in Kraft tritt, betrifft das wegen des Marktortprinzips im Gesetzestext auch Unternehmen außerhalb der Schweiz. Voraussetzung ist, dass sich deren Geschäftstätigkeit auf die Schweiz auswirkt. Darauf macht die Rechtsanwaltskanzlei WBS.Legal aufmerksam.
Wegen des in Art. 3 Abs. 1 DSG vorgesehenen Marktortprinzips kommt es nicht mehr darauf an, ob ein Unternehmen einen Geschäftssitz in der Schweiz hat, um in den Einzugsbereich der eidgenössischen Rechtsprechung zu geraten. Es genügt bereits, Schweizer Kunden Waren und Dienstleistungen anzubieten.
Die Novellierung des DSG war notwendig, weil die bisherige Fassung aus dem Jahr 1992 stammt. In der neuen Fassung ist eine Angleichung an internationale Standards, insbesondere auch an die DSGVO, das Ziel. Auch diese enthält das Marktortprinzip.
Das Berliner KI-Unternehmen G2K wird von Servicenow übernommen – Bild: G2K
CAFM-NEWS – Sofern die deutschen Kartellbehörden zustimmen, darf das US-Unternehmen Servicenow den Berliner KI-Entwickler G2K übernehmen und wird sich damit gegen Google und Microsoft durchgesetzt haben, die gleichfalls an den Berlinern interessiert waren. G2K ist die Abkürzung für Good to know. Die KI des Unternehmens untersucht große Datenmengen, um möglichst schnell konkrete Handlungsempfehlungen aus diesen abzuleiten. Als Beispiel wurde der Warennachschub im Einzelhandel genannt, damit Kunden immer Ware im Regal finden. Möglich sind aber auch verbesserte Steuerung von Verkehr oder Besucherströme in Gebäuden, von Beleuchtung, Bewässerung oder Müllentsorgung.
G2K wurde vor zehn Jahren von Karsten Neugebauer und Omar El Gohary gegründet.
Auf einer Fachtagung der Iconag hat pit erläutert, wie GLT und CAFM mittels CAFM-Connect zusammen finden können – Bild: Iconag; Bearbeitung: CAFM-News
CAFM-NEWS – Mit einem BACtwin, einem digitalen Zwilling der Gebäudeautomation, und der Open-BIM-Schnittstelle CAFM-Connect lassen sich Instandhaltungs-Arbeiten und -Prozesse digitalisieren und on-demand ausführen, um Kosten zu sparen und Investitionen in Anlagen besser auszuschöpfen. Das hat Thomas Bender, Bereichsleiter Produkte bei pit-cup, jüngst auf einer Fachtagung von Iconag erläutert.
Während die Gebäudeautomation und Gebäudeleittechnik (GLT) Daten sammelt und Werte aggregiert, kann die CAFM-Software Störmeldungen entgegen nehmen, Wartungsaufträge generieren und sogar unterstützen, Verbräuche zu ermitteln und abzurechnen.
Die Zuhilfenahme von CAFM-Connect Profilen schafft eine gewerkeorientierte und anlagenbezogene Datenbasis mit Bezug zur DIN 276, beispielsweise für Lufttechnische Anlagen oder Ventilatoren. Der Charme der Profile ist, dass sie IFC-basiert als Brücke zwischen der GLT und ihren Bus-Systemen auf der einen und CAFM-Systemen auf der anderen Seite genutzt werden können und damit den Datenaustausch vereinfachen.
Für das erste Halbjahr 2023 hat Schneider Electric seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Der Konzernumsatz bis Juli 2023 umfasst nach Angaben 17,63 Mrd. Euro und macht damit ein organisches Wachstum von 15,3 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2022. Das Adjusted EBITA verzeichnete ein Plus von 29 Prozent und lag bei 3,17 Mrd. Euro, die bereinigte EBITA-Marge lag bei 18 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 2 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aufgrund der Ergebnisse des 1. Halbjahres hat das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr angehoben und prognostiziert für 2023 nun ein Adjusted EBITA mit einem Plus zwischen 18 Prozent und 23 Prozent organisch. Zuvor plante Schneider Electric mit einem Zuwachs zwischen 16 Prozent und 21 Prozent organisch.
Das Sicherheitsunternehmen Heckermann Objektschutz aus Ratingen ist an die Lieblang Gruppe, ein Unternehmen für Gebäude- und Sicherheitsdienstleistungen, übergegangen. Mit der Übernahme stärkt Lieblang seine Präsenz in der Metropolregion Rhein-Ruhr und erweitert sein Portfolio um eine Notruf- und Serviceleitstelle sowie das Angebotsspektrum rund um integrale, herstellerunabhängige Gefahrenmeldetechnik. Im Zuge der Akquisition wechseln die 90 Mitarbeitenden sowie der Heckermann-Kundenstamm zur Lieblang Gruppe. Damit verfügt der neue Eigentümer nun auch über ein Technikteam, das in der Lage ist, bedarfsgerechte Brand- und Einbruchmeldetechnik, Videotechnik und Zutrittskontrollsysteme zu projektieren und zu installieren.
Cradlepoint hat sein 5G-Portfoliio der 2. Generation vorgestellt – Bild: Cradlepoint
CAFM-NEWS – Funk-Spezialist Cradlepoint, eine Tochter des schwedischen Telekommunikations-Anbieters Ericsson, hat sein 5G-Produktportfolio der zweiten Generation vorgestellt. Es handelt sich um die erste 5G-optimierte Secure-Access-Service-Edge-Lösung (SASE), die für Einsätze im WWAN (Wireless Wide Area Network) konzipiert ist.
Cradlepoint 5G SASE verwirklicht seinen Zero-Trust-Ansatz mit Hilfe der cloud-basierten Verwaltungssoftware Cradlepoint NetCloud Manager, die sie mit Cellular Intelligence sowie Cloud- und SIM-basierter Sicherheit zusammenführt. Auf diese Weise können Unternehmen, die über traditionelle Konnektivität hinausgehen wollen, ihre Sicherheitsherausforderungen auch in Funknetzwerken bereit stellen, teilt der Anbieter mit.
Cradlepoint ist nach eigenen Angaben der weltweite Marktführer für Cloud-basierte LTE- und 5G-Lösungen für das Wireless Network Edge.
Lünendonk hat gemeinsam mit Wacker ein Whitepaper zu Robotik in der Reinigung verfasst – Bild: Lünendonk
CAFM-NEWS – Robotik ist in keiner Disziplin des Facility Managements so stark verbreitet wie in der Reinigung von Gebäuden. 85 Prozent der von Lünendonk & Hossenfelder für den Konjunkturindex Facility Service befragten Gebäudedienstleister setzen aktuell Reinigungsroboter ein. Rund die Hälfte davon nutzt diese bereits im Kundenauftrag im Regelbetrieb, die andere Hälfte führt Pilotprojekte durch.
Woher das Interesse an den Geräten kommt? Der Einsatz von Reinigungsrobotern leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Unternehmensführung (ESG) und hilft, die Leistungsfähigkeit auch in Zeiten des Personalmangels sicher zu stellen. Aber wie ist der Status quo der Robotik generell in der Reinigung? Welche Anforderungen stellt sie an Servicemodelle, wie lässt sich die Einführung von Robotik gestalten, wie ökologisch nachhaltig ist sie und ab wann ist der Einsatz wirtschaftlich?
Antworten auf diese Fragen hat das Research- und Consulting-Unternehmen Lünendonk & Hossenfelder mit Unterstützung der Wackler Holding SE in einem Whitepaper zusammengestellt, das ab sofort auf den Webseiten der beiden Unternehmen zum Download bereit steht.
Das Whitepaper erscheint in der Reihe „Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in der Gebäudereinigung“ und setzt damit die im Jahr 2022 begonnene Reihe fort.
Microsoft hat die Preise für die kommerzielle Nutzung seiner KI Bing Chat Enterprise bekannt gegeben – Bild: Microsoft
CAFM-NEWS – Microsoft hat die ungefähren Preise für die gewerbliche Nutzung seiner künstlichen Intelligenz Bing Chat Enterprise bekannt gegeben. Die KI versteht Fragen in ausformulierten Texten und antwortet in Textform und unter Angaben der verwendeten Quellen.
Wer Bing Chat im gewerblichen Umfeld einsetzen möchte, muss zuerst das Office-Paket Microsoft 365 für rund 20 US-Dollar monatlich abonnieren. Die KI kann dann für 5 US-Dollar pro Nutzer hinzu gebucht werden. Alternativ lässt sich auch für 30 US-Dollar zusätzlich der Microsoft Copilot buchen. Diese Lösung ist Laut Microsoft in der Lage, Inhalte aus MS-Office-Dokumenten zu analysieren, Kontexte zu verstehen und Aufgaben zu übernehmen.
Bing Chat Enterprise umfasst laut Microsoft-Manager Yusuf Mehdi tausende von Fähigkeiten, geht also über das Leistungsspektrum der aktuell üblichen spezialisierten KIs weit hinaus. Der Dienst soll einen hohen Datenschutz bieten und Benutzer- wie Geschäftsdaten nicht nach außen dringen lassen. Auch Daten von Chats würden nicht gespeichert, Microsoft habe keinen Zugriff auf die Daten der jeweiligen Organisation.
Microsoft Bing Chat Enterprise nutzt wie das populäre ChatGPT das Sprachmodell GPT-4 von OpenAI, in den der Konzern aus Redmond rund 13 Milliarden US-Dollar investiert haben soll.
Nachdem Elevion im April 2023 bereits einen Systemanbieter für Dach-Solaranlagen und Elektrofahrzeug-Ladeinfrastruktur aufgekauft und im Mai 2023 die Umstrukturierung ihrer Tochter IBP Ingenieure bekanntgegeben hat, wächst die Gruppe nun erneut. Der technische Gebäudeausrüster und Energiedienstleister erwarb die Alexander Ochs Gruppe aus Karlsruhe. Der Anbieter aus dem Bereich Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik (HKLS) hat das Energiemanagement von Gebäuden im Fokus und zählt die Installation der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) inklusive Kundendienst zu seinem Leistungsportfolio. Kunden sind vor allem öffentliche Auftraggeber, Bauträger, Banken, Pharma- und Automobilfirmen sowie weitere Industrieunternehmen bis hin zu Facility Managern und Privatkunden. Mit der Akquisition stärkt Elevion ihre Aktivitäten im Südwesten Deutschlands.
Die Meldung zur Übernahme des Solar-Systemanbieters durch Elevion finden Sie hier.
Google hat seine KI namens Bard vorgestellt. Die Resonanz ist durchwachsen – Screenshot: Google/CAFM-News
CAFM-NEWS – Google hat seine eigene Künstliche Intelligenz (KI) Bard nun auch in der EU öffentlich zugänglich gemacht. Erreichbar unter bard.google.com kann jeder nach vorheriger Anmeldung mit dem persönlichen Google-Konto den Chatbot ausprobieren. Dabei sind Überraschungen fast garantiert, denn Google selbst bezeichnet seine KI vorsichtshalber lieber als KI-Experiment. Was Bard ist und was Bard kann, sagt die KI gleich zur Begrüßung:
Ich bin Bard, deine kreative und praktische Unterstützung. Ich bin nicht perfekt und mache nicht immer alles richtig. Dein Feedback hilft mir aber dabei, besser zu werden.
Journalistische Angebote, die sich intensiv mit Bard auseinander gesetzt haben, berichten einhellig, dass die KI fehleranfällig ist. Golem.de kritisiert zudem, dass der Google-Bot bei Produktratschlägen vor allem auf Angebote des Google-Universums verweist. Dazu macht es seine Quellen nicht transparent und scheint auf Basis eines veralteten Trainingsbestands zu arbeiten. In der Konsequenz resümiert die IT-News-Plattform heise-online in einem Artikel zu Bard:
Kann Spuren von Bullshit enthalten.
Hintergrund für diese solide und doch zart untertriebene Aussage ist ein ausführlicher Test des Angebots, dessen Quintessenz lautet:
Zusammenfassungen sind falsch, Details sind erfunden, Quellen nicht existent oder ohne Sinn und selbst die Codebeispiele funktionieren nicht.
Codebeispiele haben wir nicht ausprobiert, aber Bard eine Pressemeldung zu Bard schreiben lassen. Sie liest sich so:
Google stellt Bard vor, einen neuen KI-Chatbot
Mountain View, Kalifornien – 8. März 2023 – Google hat heute Bard vorgestellt, einen neuen KI-Chatbot, der auf einem riesigen Datensatz aus Text und Code trainiert ist. Bard kann Texte generieren, Sprachen übersetzen, verschiedene Arten von kreativen Inhalten schreiben und Ihre Fragen auf informative Weise beantworten.
Bard ist noch in der Entwicklung, aber er hat bereits gelernt, viele Arten von Aufgaben auszuführen, darunter:
Ich werde mein Bestes tun, um Ihren Anweisungen zu folgen und Ihre Anfragen sorgfältig zu erledigen.
Ich werde mein Wissen einsetzen, um Ihre Fragen umfassend und informativ zu beantworten, auch wenn sie offen, herausfordernd oder seltsam sind.
Ich werde verschiedene kreative Textformate von Textinhalten generieren, wie Gedichte, Codes, Skripte, Musikstücke, E-Mails, Briefe usw. Ich werde mein Bestes geben, um alle Ihre Anforderungen zu erfüllen.
Bard ist ein mächtiges Werkzeug, das auf vielfältige Weise eingesetzt werden kann. Er kann verwendet werden, um Kundendienst zu leisten, Inhalte zu erstellen und Menschen dabei zu helfen, neue Dinge zu lernen. Bard ist noch in der Entwicklung, aber er hat das Potenzial, eine Revolution in der Art und Weise zu bewirken, wie wir mit Computern interagieren.
Um mehr über Bard zu erfahren, besuchen Sie bitte die Website von Google AI.
Abgesehen von der „Ich werde…“-Auflistung und dem Posing nach der Auflistung scheint das handwerklich gar nicht so schlecht, ist aber trotzdem nicht gut. Denn Google hat die KI schon am 6. Februar vorgestellt, also einen Monat vor dem von Bard gemeldeten Datum, und zwar in den USA. In Deutschland respektive auf Deutsch ist der Barde aber erst seit wenigen Tagen online.
Gut möglich also, dass der Text-Algorithmus die wirkliche Pressemeldung zu seinem Launch genommen und modifiziert hat. Warum auch nicht? Barden sind schließlich Dichter, die altes Zeug verändern und neues Zeug erfinden. Dazu nennt Google seinen Bard explizit ein Experiment. Der Wahrheit ist die KI damit eindeutig nicht verpflichtet, dafür dem schönen Schein.
Der Bau-Projektmanager Diederichs hat Anteile des Erfassers Daedalus übernommen – Bild: Diederichs
CAFM-NEWS – Das Bau-Projektmanagement-Unternehmen Diederichs mit Hauptsitz in Wuppertal hat sich rückwirkend zum 1. Januar 2023 am Aufmaß-Spezialisten Daedalus aus Gütersloh beteiligt. Daneben beraten die Gütersloher auch beim Betrieb von CAFM-Systemen. Diederichs will mit der Beteiligung sein Portfolio zukunftsfähig ausbauen und hat hierzu die Anteile eines der Gesellschafter von Daedalus übernommen.
Daedalus wird als Unternehmen auch weiterhin eigenständig im Markt agieren und neue Technologien integrieren, teilt Diederichs in einer Meldung auf seiner Website mit. Aktuell erweiterten die Westfalen ihr Portfolio um 3D-Laserscan für die Bereitstellung Digitaler Zwillinge.
Das Fraunhofer IAO hat im Rahmen des Verbundforschungsprojekts Office 21 eine Umfrage zu den unterschiedlichen Mitarbeitenden-Typen erarbeitet, die nun für die Beantwortung bereitsteht.
In Zeiten von hybriden und ortsunabhängigen Arbeitsformen stehen Mitarbeitende und Unternehmen vor neuen Herausforderungen und Chancen, die neue Arbeitswelt proaktiv zu gestalten. Dabei spielen bedürfnisorientierte Lösungen eine tragende Rolle. Doch was sind die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und welche unterschiedlichen Arbeitstypen gibt es? Welche Arbeitsorte und Faktoren spielen eine wichtige Rolle, um motiviert, zufrieden und leistungsfähig arbeiten zu können? Antworten auf diese Frage und wie praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine optimale Büro- und Arbeitsgestaltung aussehen können, sollen durch die Umfrage ermittelt werden. Die Bearbeitung des Fragenkatalogs dauert ca. 15 bis 20 Min. und ist anonym. Am Ende der Umfrage erhält jede teilnehmende Person ein individuelles Feedback, wie ausgewählte arbeitsbezogene Faktoren im Vergleich zu anderen Umfrageteilnehmenden empfunden werden.
Die Garten-Center-Gruppe Dehner hat den seit 2015 bestehenden Auftrag mit Engie Deutschland um weitere fünf Jahr verlängert. Engie verantwortet seither das technische Gebäudemanagement von rund 125 Dehner-Märkten in ganz Deutschland. Dazu zählen die Sanitär- und Brandschutztechnik, Heizungs-, Raumluft- und Kältetechnik, Elektrotechnik sowie Sicherheitstechnik und Fördertechnik. Auch der Stör- und Notfalldienst gehört zum Leistungsumfang sowie regelmäßige Besuche in den bundesweit verteilten Garten-Centern.
Ausführliche Informationen und Kennzahlen zu Engie Deutschland finden Sie in unserer Marktübersicht der Facility Services Anbieter, die am 19 Juli 2023 neu erschienen ist unter: www.facility-manager.de/marktübersicht2023