Sonntag, 15. Februar 2026
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Schließanlagen und Zusatzbausteine im Vergleich

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Welche Schließanlagen eigenen sich für die Zutrittsorganisation? Welche Vor- und Nachteile bieten die unterschiedlichen Systeme? Das Zugangsmanagement wird im Rahmen eines Audits gerne überprüft. Die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen, unternehmensinternen Bestimmungen oder durch dritte Parteien auferlegte Regularien entscheidet dabei mit über eine erteilte Zertifizierung.

Lutz Rossa, Dipl.-Ing. (FH) Nachrichtentechniker, Sicherheitsberater der Von zur Mühlen’schen, ist Spezialist für Leitstellen, Zutrittskontrolle und Videotechnik sowie ISO 27001-Lead-Auditor. Er hat verschiedene Systeme betrachtet und erläutert nachfolgend das Vorgehen bei einer medienübergreifenden Zutrittslösung.

Mechanische Schließanlagen

Ein mechanisches System regelt, wer wohin gehen darf. Die Dokumentation über erfolgte Zutritte ist dabei lückenhaft. Auch der Zeitpunkt des Zutritts kann über reine Mechanik nicht erfasst werden.

Mechatronische Schließanlagen

Mechatronische Anlagen beziehen den Faktor Zeit ein und dokumentieren den Zutrittszeitpunkt. Mitunter werden die Protokolle vor Ort an den Zylindern bzw. den einzelnen mechatronischen Identifikationsmerkmalträgern (IMT) abgefragt. Somit ist die Auswertung wenig komfortabel und nicht zentral gelöst.

Elektronische Schließsysteme

Bei elektronischen Offline-Systemen erfolgt die Afrage der Zutrittsprotokolle oft noch am Zylinder. Über Network-on-Card bzw- Access-on-Card besteht die Möglichkeit, die Informationen in das Netzwerk zu holen. So können sie zentral erfasst und ausgewertet werden.

Elektronische Online-Systeme stellen die Zutrittsdaten ohne Zwischenschritt unmittelbar zur Verfügung. Damit sind sie der Optimalfall hinsichtlich Dokumentation. Durch Anpassung von Betriebs- und Organisationsprozessen können auch weniger intelligente Schließsysteme optimiert werden.

Zusatzbausteine für Schließsysteme

Als Ergänzung zur Schließanlage kann ein Schlüsseldepot sinnvoll sein. Dieses sollte an einem stategisch günstigen Ort liegen. Wird nun ein Schlüssel benötigt, so kann sich die berechtigte Person beispielsweise mittels einer RFID-Chipkarte authentisieren und den Schlüssel entnehmen.

Unter Berücksichtigung von u.a. Brand- und Rauchschutz sowie Dokumentation der Zutritte, können sog. Schutzzonen eingerichtet werden. Ein unternehmensweites Konzept definiert dabei die Anforderungen an die Übergänge. Anschließend zeigt sich, wer wann welche Schutzzone betreten darf und mit welchem Schließsystem dies realisiert werden kann.

Die Berechtigungsverwaltung der Zutrittsrechte wird wieder im Idealfall über Rollen organisiert. So werden Mitarbeitern und Besuchern Identitäten zugewiesen und die Zuweisung von Einzelrechten reduziert sich deutlich. Solch ein Rechte-Rolle-Konzept für physischen Zutritt kann unabhängig vom Schließsystem genutzt werden.

Entsprechend dem Schutzbedarf können einzelne Aspekte der vorgestellten Zutrittslösungen bereits ausreichen. Ein Projektplan für das große Ganze kann einzelne Pakete priorisieren und umsetzen, um schnelle Erfolge mit großer Wirkung auf dem Weg zum Gesamtziel zu erreichen. Eine Analyse des Bestands und gewünschten Schutzes ist hierbei der sinnvolle erste Schritt.

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RGM für DKB

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Zum 1. Januar 2022 wird die RGM Facility Management GmbH, eine Tochter der Gegenbauer-Gruppe, für den DKB-Konzern in einem integrierten FM-Betreibermodell Facility Services übernehmen. Damit bauen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Die Vergabe erfolgte im Rahmen einer Ausschreibung der DKB Service, die konzeptionell durch TME Associates begleitet wurde.

In 44 Gebäuden in Deutschland wird der Dienstleister Leistungen im Bereich des technischen und infrastrukturellen Gebäudemanagements für Workplace, Sicherheit, Mobilität und Officemanagement erbringen. Auf einer zu bewirtschaftenden Fläche von rund 100.000 qm Bruttogeschossfläche wird die RGM für die Arbeitswelten des Kunden den nachhaltigen und nutzerorientierten Betrieb der Gebäude verantworten.

Spie: Langzeitprojekt für die neue Finanzverwaltung NRW

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Spie hat den Auftrag für die Beratung und das Inbetriebnahme-Management während der gesamten Planungs- und Errichtungsphase des neuen Standorts der Finanzverwaltung NRW übernommen. Zudem soll der Multitechnikdienstleister nach Fertigstellung des Objekts den Betrieb aller gebäudetechnischen Anlagen verantworten. Projektentwickler und Auftraggeber ist die Landmarken AG. Neben Flächen für Büro- und Besprechungsräume, entstehen bis voraussichtlich 2026 auch ein Rechenzentrum, Lager und Werkstätten, eine Druckerei sowie eine Kantine. Das Projekt startet nun nach einem vierjährigen Ausschreibungsverfahren.

Nach Fertigstellung der Gebäude und erfolgreichem Probebetrieb aller technischen Anlagen verantwortet Spie den Regelbetrieb der gebäudetechnischen Anlagen inklusive Instandhaltung und Ersatzinvestitionen. Die Laufzeit liegt bei mindestens 20 Jahren mit zweimaliger Verlängerungsoption. Im Zuge des Vertrags wird Spie auch im gesamten Objektbetrieb der Single Point of Contact für die Finanzverwaltung NRW sein. Darüber hinaus wird der Multitechnik-Dienstleister Vermittler zwischen Mieter und Vermieter für alle weiteren das Objekt betreffenden Themen.

Über den Standort

Landmarken, Büroentwickler in Nordrhein-Westfalen, realisiert den Neubau mit 37.000 qm Bruttogeschossfläche, auf denen knapp 1.000 Mitarbeitende der Finanzverwaltung NRW tätig sein werden. Viele Prozesse der Finanzverwaltung laufen automatisiert ab. Das Inbetriebnahme-Management soll von Anfang an für einen nachhaltigen und sicheren Betrieb der technischen Anlagen sorgen.

Neue Geschäftsführung für Apleona Real Estate

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Julia Steinmetz wird zum 1. Januar 2022 die Geschäftsführung in der Apleona Real Estate GmbH übernehmen. Sie folgt damit auf Dr. Ralf Lehmann und wird Zug um Zug die Verantwortung für den Bereich Property Management von ihm übernehmen. Dr. Lehmann scheidet Mitte 2022 aus der Geschäftsführung aus und verlässt das Unternehmen. Die studierte Rechtsanwältin Steinmetz wird den Property-Bereich künftig weiterentwickeln und ihren Fokus auf den Ausbau der bestehenden Digitalisierungsinitiativen legen. Die 40-Jährige ist seit 2019 bei Apleona und war bis zuletzt als Prokuristin und Leiterin des Bereichs Retail und Center Management tätig. Insgesamt verfügt sie über zehn Jahre Führungserfahrung in der Immobilienwirtschaft.

Strabag firmiert DIW-Gesellschaften um

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Die bereits 2014 erworbenen DIW-Gesellschaften der Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) werden künftig einheitlich unter dem Namen Strabag laufen bietet somit Industrie-, Maschinen- und Anlagenservices sowie infrastrukturelle Facility Management-Leistungen unter der gemeinsamen Dachmarke an. Der handelsrechtliche Eintrag der Umfirmierungen in Strabag Building and Industrial Services GmbH, Strabag Aircraft Services GmbH, Strabag Mechanical Engineering GmbH und Strabag System Dienstleistungen GmbH ist bereits erfolgt. Mit der Umfirmierung stärkt das Unternehmen den Markenauftritt am Markt als innovationsstarke Dienstleisterin für Immobilien aller Nutzungsarten.

GEFMA: Rezertifizierung für private Bildungsträger

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Der Deutsche Verband für Facility Management – GEFMA hat fünf private Bildungseinrichtungen für weitere drei Jahre mit dem Titel „Zertifizierter Bildungsträger“ ausgezeichnet. Für ihre nach dem GEFMA-Standard anerkannten Weiterbildungen zum „Fachwirt Facility Management“ bzw. zur „Servicekraft Facility Management“ wurde Ihnen das GEFMA 604-Zertifikat erneut verliehen.

Die betroffenen Einrichtungen sind:

  • die Bayerische Akademie für Außerwirtschaft e.V. in München,
  • die Bauakademie – Beratung, Bildung und Entwicklung GmbH in Berlin,
  • die KG Protektor GmbH & Co. in Hamburg,
  • die Technische Akademie e.V. in Wuppertal,
  • die TÜV SÜD Akademie GmbH in München.

Seit 1998 haben mehr als 4.800 Fachwirte sowie Servicekräfte diese Form der meist berufsbegleitenden Qualifizierung für das Objektmanagement erfolgreich absolviert. „Facility Manager übernehmen immer komplexere Aufgaben. Der GEFMA-Zertifizierungsausschuss stellt sicher, dass die ausbildenden Einrichtungen über die geeigneten Strukturen, Dozenten und Lehrinhalte für ein hohes Qualifikationsniveau verfügen“, erklärt GEFMA-Vorstand Prof. Dr. Markus Lehmann. Dazu gehören u. a. die Themenfelder Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die coronabedingte Umstellung der Bildungsträger auf Onlinelehre wurde bei den Rezertifizierungen ebenfalls erläutert.

Die GEFMA-Zertifizierung wird im dreijährigen Rhythmus durchgeführt, wodurch die dauerhafte Qualität in der Aus- und Weiterbildung gewährleistet wird.

Aufgefrischt: „BuGG-Marktreport Gebäudegrün“

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Rund 8.000.000 qm Dachbegrünungen sind in Deutschland im Jahr 2020 zum Bestand hinzugekommen. Das hat der Bundesverband GebäudeGrün e.V. für seinen „BuGG-Marktreport Gebäudegrün 2021“ ermittelt – ein Follow-up der Publikation, die in 2020 Premiere hatte. In dem neuen Report hat der Verband die relevanten Zahlen des Gebäudebegrünungsmarktes aktualisiert; im Fokus stehen hierbei die Zuwächse bei der Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Ergebnisse der BuGG-Städteumfrage 2021 zu den kommunalen Förderinstrumenten. Zu diesem Thema gibt es eine Übersicht des Förderstatus aller deutschen Städte über 50.000 Einwohner. Darüber hinaus informiert die 116 Seiten starke Broschüre über das Positionspapier des Verbandes mit dem Titel „Gebäudebegrünung als Klimafolgenanpassungsmaßnahme“ – eine Zusammenfassung des oft zitierten „6. IPCC-Berichts 2021“. Außerdem werden Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene sowie die Ergebnisse zweier Umfragen mit verschiedenen Zielgruppen vorgestellt – eine davon ist das Dachdeckerhandwerk.

Der Report steht kostenlos zum Download bereit und kann zudem als DIN A 4-Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 19 Euro zzgl. Versandkosten über die Verbands-Website bestellt werden.

Dussmann und PropOps mit gemeinsamer Schnittstelle

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Dussmann Service und das Technologieunternehmen PropOps haben ihre Systeme zur Auftragssteuerung zusammengeschlossen und über eine gemeinsam geschaffene Schnittstelle direkt angebunden. Gemeinsamer Auftraggeber der beiden Unternehmen ist die LBBW Immobilien Gruppe, die nun über ein zentrales Dashboard für ihre verschiedenen Dienstleister verfügt. Dadurch ist eine digitale Steuerung des Gebäudebetriebs an allen Standorten möglich und Anlagen-Leistungsverzeichnisse sowie Aufträge inklusive Protokollen und Dokumenten können ohne manuelle Arbeitsschritte dem Kunden in der PropOps Cloud als Leistungsnachweise zur Verfügung gestellt werden. Alle Transaktionen werden dabei durch die Technologie der Iota Foundation in Berlin abgesichert.

Dussmann erbringt …

… seit 2019 an 23 Standorten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart integrierte Facility-Management-Leistungen für die LBBW Immobilien Asset Management. Zu den Aufgaben zählen die Wartung, Inspektion und Instandhaltung technischer Anlagen, das Energiemanagement, Unterhaltsreinigung, Sicherheitsdienst, Grün- und Grauflächenpflege.

Huber SE: Abwasser für saubere Energie

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Huber SE ist seit 2019 an der Erneuerung der Energieversorgung des Toronto Western Hospital (TWH) beteiligt und arbeitet damit am weltweit größten Projekt zur Energierückgewinnung aus Abwasser mit. Die erste Ausbaustufe soll im Laufe des Jahres 2022 abgeschlossen werden. Projektentwickler ist das kanadische Unternehmen Noventa Energy Partners. Dieser einigte sich mit der Stadt Toronto auf eine Gesamtlaufzeit der Energieversorgung von 30 Jahren.

Um negative Umwelteinflüsse wie Treibhausgasemissionen zu reduzieren wird das System Huber ThermWin eingesetzt. Damit soll das TWH über die Versorgungslaufzeit seine Treibhausgasemissionen kumulativ um 169.000 t senken und über 1,8 Mrd. kWh saubere Energie gewinnen können. Gleichzeitig deckt die Rückgewinnungswärme bis zu 90 Prozent des Heiz- und Kühlbedarfs des Krankenhauses. Dafür wird aus dem Abwasser und dem Abwassersystem gewonnene Rückgewinnungswärme genutzt.

Center Parcs beauftragt Klüh

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Ab Januar 2022 wird Klüh die Reinigungs- und Logistikleistungen für den Ferienparkbetreiber Center Parcs im Allgäu übernehmen. Der Auftrag wurde über eine Laufzeit von drei Jahren geschlossen und kann optional um zwei Jahre verlängert werden. Der Dienstleister übernimmt ab diesem Zeitpunkt die Reinigung von 361 Ferienhäusern sowie die laufende Unterhaltsreinigung des Market Domes. In diesem befinden sich u. a. ein Erlebnisbad, Sportstätten, Restaurants sowie Geschäfte. Zudem wird Klüh Logistikleistungen, den Wäscheservice, die Bereitstellung von Gästebedarfsartikeln und fortlaufende Sonderreinigungsarbeiten verantworten. Der Park umfasst knapp 184 Hektar und verfügt über insgesamt 1.000 Unterkünfte.

Weitere Informationen und Daten zu Klüh Service Management finden Sie unter: www.facility-manager.de/fs-anbieter

Strabag-Auftrag in Frankfurter Hochhaus

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Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) hat den Auftrag für das technische und infrastrukturelle Facility Management im Hochhausprojekt ONE im Frankfurter Europaviertel von der CA Immo erhalten. Ein entsprechender Dienstleistungsvertrag wurde Anfang November für drei Jahre mit Verlängerungsoption geschlossen. Aktuell läuft die Implementierungsphase und die Inbetriebnahme der technischen Anlagen. Künftig wird Strabag klassische FM-Leistungen erbringen und einen 24/7-Notdienst bieten. Hinzu kommen die Betreuung des digitalen Gebäudebetriebs, ein Dashboard Reporting, Maßnahmen zur Energieoptimierung sowie die Unterstützung des Eigentümers bei der Erfüllung der DGNB-Zertifizierung, der ESG-Kriterien und dem nachhaltigen Umgang mit Wasser, Wärme und Strom.

Weitere Informationen und Kennzahlen zu Strabag PFS finden Sie unter: www.facility-manager.de/fs-anbieter

Glasfaserunternehmen gehen Partnerschaft ein

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Deutsche Glasfaser, Glasfaserversorger für den ländlichen Raum in Deutschland, hat mit Geodesia eine strategische Partnerschaft über die Planung, Verlegung und Aktivierung von mindestens einer Mio. Glasfaseranschlüssen bis zum Jahr 2025 geschlossen. Damit sichert sich Deutsche Glasfaser signifikante Baukapazitäten, um das angestrebte Wachstum des Unternehmens voranzutreiben und den ländlichen und suburbanen Raum Deutschlands schnell und effizient mit Glasfaser zu versorgen. Insgesamt plant Deutsche Glasfaser sechs Mio. Glasfaseranschlüsse, davon vier Mio. bis Ende 2025.

Siemens Real Estate setzt auf Barrierefreiheit in Neubau und Bestand

Aus Anlass des „Purple Light Up Day“, der weltweit ein Zeichen für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen setzen soll, beleuchtet Siemens am 3. Dezember insgesamt 47 Standorte weltweit lila. Dazu gehören die Konzernzentrale in München, die Landeszentralen in Moskau, Mumbai, Sao Paulo, Peking, Mexiko City, Wien und Prag sowie etliche Werksstandorte.

Mit Blick auf den Immobilienbestand des Siemens-Konzerns strebt Siemens Real Estate (SRE) sowohl im Neubau als auch in bestehenden Gebäuden Barrierefreiheit, teilweise über das gesetzliche Maß hinaus, an. In den vergangenen zwei Geschäftsjahren wurden nach Unternehmensangaben allein in Deutschland mehr als 5 Mio. Euro für die barrierefreie Ertüchtigung von Bestandsliegenschaften aufgewendet. Neubauten plant und entwickelt SRE grundsätzlich barrierefrei und investiert dafür rund ein bis zwei Prozent der Baukosten.

„Die gebaute Umwelt stellt Menschen mit Behinderungen regelmäßig vor teils unüberwindbare Herausforderungen – nicht zuletzt auch am Arbeitsplatz“, sagt Dr. Zsolt Sluitner, CEO bei Siemens Real Estate. „Barrierefreiheit ist vor diesem Hintergrund Grundvoraussetzung für die Inklusion aller Beschäftigten. Wir forcieren sie daher sowohl für unsere bestehenden Liegenschaften als auch bei unseren Neubauprojekten.“

Systematische Ertüchtigung im Bestand

Eine besondere Herausforderung für die bauliche Unterstützung der Inklusionsbestrebungen stellen dabei die Bestandsliegenschaften dar. Sie bilden den größten Teil des Portfolios der SRE und wurden in früheren Jahren teils ohne Berücksichtigung von Barrierefreiheit errichtet. Die Bestandsgebäude werden von SRE seit mehreren Jahren und im Austausch mit den örtlichen Schwerbehindertenvertretungen ertüchtigt. Aktuell verfügen von 220 Liegenschaften in Deutschland rund 80 Prozent über behindertengerechte Parkplätze, 72 Prozent über barrierefreie Zugänge und knapp 60 Prozent über geeignete Toiletten für Menschen mit Behinderung. „Inklusion am Arbeitsplatz beginnt bei der Barrierefreiheit, insofern spielt das Immobilienmanagement eine entscheidende Rolle“, sagt Marina Zdravkovic, Vorsitzende der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Siemens AG. „Ziel muss eine komplett barrierefreie Arbeitsumgebung sein.“

Barrierefreie Neubauten planen und bauen

In Neubauprojekten berücksichtig SRE die Barrierefreiheit nach eigenen Angaben generell. Sie ist integraler Bestandteil der Planungs- und Genehmigungsprozesse sowie Vertragsbestand der Generalunternehmer-Beauftragung. Dabei bindet SRE ebenfalls die Schwerbehindertenvertretungen ein und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben (DIN 18041). So werden Neubauten etwa standardmäßig mit Vorrüstungen für automatische Türöffnungen, geeigneten Aufzügen, barrierefreien Toiletten-Räumen und taktilen Elementen für Menschen mit Sehbehinderungen ausgerüstet.

Praxisbeispiel „The Move“

Ein aktuelles Beispiel ist das Büroensemble „The Move“ im Frankfurter Stadtquartier Gateway Gardens, das SRE derzeit errichtet. Es wurde von Beginn an unter dem Leitgedanken der Barrierefreiheit geplant und in ständigem Austausch mit der örtlichen Schwerbehindertenvertretung entwickelt. In den Prozess einbezogen wurden auch Mitarbeitende mit Behinderung der Siemens-Niederlassung Frankfurt, die in The Move einmal ihren Arbeitsplatz haben werden. So konnten bereits bei der Planung neuralgische Punkte identifiziert und potenzielle Hürden verhindert werden. Die Liste der Maßnahmen umfasst Behindertenparkplätze, rollstuhlgerechte Verkehrs- und Bewegungsflächen, taktile Wegesysteme und behindertengerechte Duschen. „Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket gehen wir weit über das hinaus, was gesetzlich vorgeschrieben und am Markt üblich ist“, sagt Sluitner.

Auch weitere aktuelle Neubauprojekte von SRE wie der Siemens Campus Erlangen oder die entstehende Siemensstadt Square in Berlin werden unter dem Leitgedanken der Barrierefreiheit geplant und übertreffen den gesetzlichen Rahmen. Gleiches gilt für in jüngerer Vergangenheit fertiggestellte Projekte wie etwa die Konzernzentrale in München, die neue Siemens-Niederlassung in Warschau oder das Besucherzentrum „The Impulse“ des Siemens-Werks in Amberg. Dieser Neubau wird in Kürze mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales ausgezeichnet.

Globale Inklusions-Guideline

Für die barrierefreie Projektentwicklung hat SRE bereits vor mehreren Jahren eine eigene Inklusions-Guideline entwickelt. Sie kommt bisher bei den Neubauten des Konzerns in Deutschland zur Anwendung und soll 2022 internationalisiert werden.

Geiger FM bündelt Grünservice-Bereich

Unter dem Namen Geiger FM Home of Green führt Geiger FM die beiden 100-prozentigen Tochtergesellschaften Schumacher Dienstleistungsgruppe und die Lengeling Service GmbH zum 1. Januar 2022 unter der neuen Dachmarke des Geschäftsbereichs Grünservice zusammen. Dies soll die Fachkompetenz und Erfahrung innerhalb der Firmengruppe bündeln und dem Grünservice mehr Gewicht verleihen

Neben dem Ausbau des Standortnetzes soll die Zusammenführung den Vorteil bringen, dass sich die Fachkompetenz dank des deutschlandweiten Austauschs erhöht und weitere, ergänzende Dienstleistungen der Firmengruppe über die Service Points einfacher abrufbar werden.

Die Grünpflege wird nach Angaben von Geiger FM zukünftig einen maßgeblichen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten und soll in der Immobilienwirtschaft zum unverzichtbaren Bestandteil heranwachsen. Geiger Facility Management Home of Green beschäftigt im Bereich Grünservice rund 450 Mitarbeiter in ganz Deutschland. Mit 29 Standorten und Servicepoints ist der Geschäftsbereich Grünservice bundesweit tätig und setzt jährlich 44 Mio. Euro um.

Ausführliche Informationen zu den Kennzahlen und Tätigkeitsbereichen von Geiger FM finden Sie in unserer Marktübersicht der Facility Services Anbieter 2021.

FraSec und Sasse schließen Partnerschaft

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Um die Luftsicherheit zu verbessern, sind die FraSec Luftsicherheit GmbH und die Dr. Sasse Gruppe eine strategische Partnerschaft eingegangen. Dafür veräußert die FraSec Fraport Security Services GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Fraport AG und zuständig für Passagierkontrollen, in einem ersten Schritt 26 Prozent seiner Geschäftsanteile an Sasse. Gemeinsames Ziel ist es, das Qualitätsniveau im Luftsicherheitsbereich aufrecht zu erhalten und bestehende Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständige Kartellbehörde und Gremien beider Parteien erfolgt die Transaktion zum 1. Januar 2022. In einem zweiten Schritt werden ab dem 1. Januar 2023 weitere 25 Prozent der Geschäftsanteile übertragen.

Die FraSec Luftsicherheit …

… wurde zum 1. Juli 2021 im Zuge einer Unternehmensumstrukturierung der FraSec ausgegründet und bündelt seither alle Kontrollleistungen nach § 5 Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) für die Flughäfen Frankfurt und Stuttgart für Sicherheit im Luftverkehr. Ab dem 1. Januar 2023 übernimmt die Flughafenbetreiberin die Steuerung im Bereich der Passagierkontrollen und damit u. a. die Auswahl und Beauftragung der Sicherheitsdienstleister.

Neuer Auftrag für Gegenbauer-Tochter RGM in München

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Die RGM Facility Management GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Gegenbauer, hat den Zuschlag für die technische und infrastrukturelle Bewirtschaftung des Innovationscampus in München-Neuried erhalten. Dabei handelt es sich um drei Objekte der Toni Neuried KG mit rund 37.500 qm Bruttogrundfläche. Auftragsbeginn ist 1. Januar 2022. Im Zuge dessen soll die RGM das Objektmanagement, die technische Betriebsführung, die Instandhaltung, das Gewährleistungsmanagement sowie sämtliche infrastrukturellen Dienstleistungen übernehmen.

Weitere Informationen und Daten zur Gegenbauer Holding erhalten Sie in unserer Facility-Services Datenbank unter www.facility-manager.de/datenbank.

ULI-Projekt zur Dekarbonisierung

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Das Urban Land Institute (ULI) hat in Partnerschaft mit mehreren Immobilienunternehmen – darunter Allianz Real Estate, Catella, Hines, Redevco und Schroders Capital – das neue Projekt „Fast-track to Decarbonisation“ ins Leben gerufen. Dieses soll die Immobilienwelt dabei unterstützen, schneller klimaneutral zu werden. Dafür wird der Ansatz der Immobilienbranche in Bezug auf Netto-Null-Emissionen analysiert und konsolidiert, der Fortschritt und die Auswirkungen der Rahmenbedingungen bewertet und Lücken sowie Hindernisse identifiziert. Daraus soll ein Fahrplan entstehen, der in Zusammenarbeit mit Mietern, der Versicherungsbranche, der Energiewirtschaft und Anbietern von Infrastruktur sowie Mobilität zur Dekarbonisierung beiträgt. Dieser Fahrplan wird offiziell auf einem Hybrid-Gipfel im Sommer 2022 vorgestellt, dem mindestens zwei Beratungspanels folgen werden.

Zum Programm

Der Forschungsteil des einjährigen Projekts umfasst eine Überprüfung bestehender Literatur und Branchenleitfäden anderer Organisationen, eine Umfrage unter ULI-Mitgliedern, um Beiträge zu Hindernissen, Problemen und angewandten Lösungen zu erhalten, sowie Interviews mit Dekarbonisierungsexperten aus der Immobilienbranche. Zudem wird es ein Programm mit lokalen und internationalen, multidisziplinären Workshops, runden Tischen und Webinaren geben, um das Bewusstsein zu schärfen und Beiträge von ULI-Mitgliedern und der gesamten Branche zu sammeln.

Zu den weiteren Initiativen gehört das 2009 gegründete ULI Greenprint Center, ein weltweites Bündnis von mehr als 50 führenden Immobilieneigentümern und Finanzinstituten mit einem verwalteten Vermögen von 1,3 Bio. US-Dollar, das sich der Verbesserung der Umweltleistung von Gebäuden durch den Austausch von Best Practices und Leistungsdaten verschrieben hat. Als dritte Initiative fungiert ULI Net Zero Imperative, die die globale Dekarbonisierung auf Stadtebene beschleunigen will.

Apleona-Auftrag im F.A.Z.-Tower

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Apleona R&M Ausbau hat vom Immobilienentwickler UBM Development und der Paulus Immobilien Gruppe den Auftrag für den Innenausbau im F.A.Z.-Tower erhalten. Seit März erbringt das Unternehmen die vereinbarten Leistungen sämtlicher Ausbau-Gewerke. Zu den speziellen Anforderungen des Projekts, insbesondere hinsichtlich Schallschutz und Geräuschisolierung, gehören die Realisierung eines Foto- und TV-Studios, eines Interview-Raums sowie eines Audio-Studios mit Regieraum. Die Arbeiten werden voraussichtlich im dritten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Hoch hinaus

Der F.A.Z.-Tower ist ein ca. 60 m hohes Bürogebäude, das sich seit 2019 in Bau befindet. Nach seiner Fertigstellung sollen dort der Verlag und die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sitzen. Auf 18 Etagen stehen künftig 23.800 qm Bürofläche zur Verfügung. Die Bruttogeschossfläche des Neubaus beträgt rund 35.000 qm. Für die Tiefgarage des Objekts wurden außerdem noch drei Untergeschosse in den Boden eingelassen.

LIP Invest Fonds werden als Green Stars ausgezeichnet

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LIP Invest hat seine ESG-Performance im Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) Rating 2021 verbessert und seinen LIP Logistik Fonds I zum Vorjahr um 21 Punkte gesteigert. Damit liegt das Unternehmen mit dem erzielten Ergebnis von 71 Punkten über dem Durchschnitt der Peer Group (bestehend aus Germany, Industrial: Distribution Warehouse, Non-listed, Core, Tenant Controlled). Der LIP Logistik Fonds II erreicht mit 65 Punkten ein sehr gutes Ergebnis bei der Erstbewertung. Die Fonds wurden als sogenannte Green Stars ausgezeichnet und schneiden insbesondere bei der Verbrauchsdatenabdeckung gut ab. So liegt die Datenabdeckung für den Energieverbrauch des Fonds I bei 93 Prozent. Unter den Core Logistik-Fonds in Deutschland belegten die LIP Fonds mit ihrer ESG-Performance den zweiten und dritten Platz in ihrer Vergleichsgruppe.

GRESB …

… ist ein international anerkanntes Bewertungssystem zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance von Immobilienunternehmen und -fonds. An der diesjährigen Bewertung nahmen 1.520 Fonds mit rund 117.000 Assets teil.

Treffen gegen illegalen Kältemittel-Handel

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Am 23. November haben sich politische Entscheidungsträger aus den Institutionen der Europäischen Union (EU) und den Mitgliedstaaten sowie führende Vertreter der Industrie unter dem Titel „Illegaler Kältemittel-Handel: Best Practices aus EU-Mitgliedsstaaten“ zusammengefunden und darüber gesprochen, wie der illegale Handel mit teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) unterbunden werden kann. Die Veranstaltung wurde von Christian-Silviu Busoi, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE), moderiert und vom Europäischen Technischen Ausschuss für Fluorkohlenwasserstoffe (EFCTC) organisiert.

Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung für den Austausch über Erfahrungen und wirksame Maßnahmen, die den Schwarzmarkt stoppen können. Zu den diskutierten Maßnahmen gehörten u. a. die Ausstattung der Zollbehörden mit den richtigen Instrumenten, um die Einfuhr von Kältemitteln kontrollieren zu können, sowie der Informationsaustausch zwischen den Behörden der Mitgliedstaaten. Dadurch können Informationen künftig in einem Pool gebündelt und Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt, um den illegalen Handel mit HFKW in der EU besser zu durchschauen und zu bekämpfen.

Cristian-Silviu Bușoi rief die Mitglieder des Parlaments in seinen Schlussworten dazu auf, in ihren jeweiligen Ländern ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen.