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TÜV-Verband mahnt wegen zunehmender Sicherheitsmängel in der Gebäudetechnik

Die sicherheits- und brandschutzrelevante Gebäudetechnik in Deutschland weist zunehmend gravierende Mängel auf. Das ergab der aktuelle „TÜV Baurechtsreport 2026“. Demnach hatte im vergangenen Jahr gut jede dritte der wiederkehrend geprüften Anlagen „wesentliche Mängel“ (35,9 %), ein deutlicher Anstieg von 9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (2024: 26,9 %). Weitere 37,2 % der Anlagen wiesen geringfügige Mängel auf. Nur noch jede vierte Anlage war mängelfrei (26,9 %). Besonders hohe Mängelquoten zeigen sich bei Lüftungsanlagen, Feuerlöschanlagen und Sicherheitsstrom- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Mehrere zentrale Sicherheitssysteme erreichen inzwischen Mängelquoten von deutlich über 30 %. Gleichzeitig sinkt der Anteil mängelfreier Systeme in vielen Bereichen.

Auffällig ist zudem die Entwicklung bei den erstmaligen Prüfungen vor Inbetriebnahme. Dort erhöhte sich der Anteil wesentlicher Mängel im Jahr 2025 auf 26,3 %. „Der deutliche Anstieg zeigt, dass viele Probleme schon in der Planungs- und Errichtungsphase entstehen“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Die Ergebnisse des aktuellen Baurechtsreports verdeutlichen eine systemische Verschlechterung der technischen Gebäudesicherheit und des Brandschutzes. Besonders in Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur ist eine funktionierende Gebäudetechnik im Ernstfall entscheidend.“

Zunehmende Mängel bei Lüftungs- und Feuerlöschanlagen

Besonders kritisch ist die Entwicklung bei Lüftungsanlagen. Bei fast jeder zweiten geprüften Anlage (44,2 %) stellten die Sachverständigen wesentliche Mängel fest. Damit erreichen Lüftungsanlagen im Jahr 2025 den höchsten Anteil erheblicher Mängel unter allen geprüften Anlagentypen. „Die hohen Mängelquoten zeigen, dass Defizite bei der Wartung, Instandhaltung und Abstimmung sicherheitsrelevanter Anlagen erhebliche Auswirkungen haben können“, sagt Bühler. „Gerade zentrale Brandschutzsysteme müssen im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Fallen Lüftungs- oder Feuerlöschanlagen aus, kann sich ein Brand schneller ausbreiten und Flucht- und Rettungswege beeinträchtigen.“ Auch Feuerlöschanlagen entwickelten sich auffällig negativ. Bei 40,6 % der geprüften Anlagen stellten die Sachverständigen wesentliche Mängel fest. Damit stieg die Quote innerhalb eines Jahres um mehr als 10 Prozentpunkte (2024: 30,4 %).

Zuverlässigkeit zentraler Sicherheitssysteme sinkt

Aus Sicht des TÜV-Verbands wird die Resilienz von Gebäuden angesichts hybrider Bedrohungen immer wichtiger. „Sicherheitsrelevante Anlagen müssen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen zuverlässig funktionieren“, betont Bühler. Wie anfällig zentrale Sicherheitssysteme schon heute sind, zeigen auch die hohen Mängelquoten bei Anlagen für die Bereitstellung von Sicherheitsstrom und Sicherheitsbeleuchtung. Bei Sicherheitsstromversorgungsanlagen stieg der Anteil wesentlicher Mängel innerhalb eines Jahres von 30,0 auf 35,2 %. Gleichzeitig war nur noch knapp jede fünfte Anlage mängelfrei (18,2 %), während fast jede zweite Anlage geringfügige Mängel aufwies (46,6 %). „Wie wichtig eine verlässliche Notstromversorgung ist, hat der Stromausfall in Berlin gezeigt“, sagt Bühler. „Hier sind die Betreiber gefordert, in die Wartung und Pflege der Anlagen zu investieren.“ Besonders deutlich verschlechtert hat sich auch die Situation der Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Hier blieben gerade mal 19,9 % mängelfrei. Bühler: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die technische Resilienz vieler Gebäude nicht mit den wachsenden Anforderungen Schritt hält. Wenn zentrale Systeme im Ernstfall nicht zuverlässig arbeiten, stoßen Sicherheitskonzepte schnell an ihre Grenzen.“

Ursachensuche und Handlungsempfehlungen

Die steigenden Mängelquoten haben aus Sicht des TÜV-Verbands mehrere Ursachen. Moderne Gebäude werden technisch immer komplexer, gleichzeitig geraten Wartung und Instandhaltung vielerorts unter Kostendruck. Hinzu kommt, dass der Betrieb sicherheitstechnischer Anlagen zunehmend spezialisiertes Fachwissen erfordert. Daher leitet der TÜV-Verband aus den Ergebnissen des diesjährigen Baurechtsreports drei zentrale Handlungsempfehlungen ab:

  • Prüfung und Wartung verbindlich stärken: Sicherheitsrelevante Anlagen müssen bundesweit nach einheitlichen Standards geprüft, gewartet und dokumentiert werden.
  • Mängel konsequent beseitigen: Festgestellte erhebliche Mängel dürfen nicht folgenlos bleiben. Betreiber müssen sicherstellen, dass sie zeitnah behoben und anschließend unabhängig nachgeprüft werden.
  • Gebäude besser auf Krisen vorbereiten: Betreiber müssen die Resilienz ihrer Gebäude stärker in den Blick nehmen. Dazu gehören funktionierende Notstromsysteme, klare Zuständigkeiten für den Ernstfall und regelmäßig überprüfte Notfall- und Betriebskonzepte.

Flughafen München nutzt Baudokumentation mit Laserscanning

Seit 2019 hat der Flughafen München die Baumaßnahmen für das Terminal-1-Pier per Laserscanning erfasst und dokumentiert. Gebäudedaten aus dem gesamten Bauprozess auf rund 100.000 Quadratmetern wurden mit der Dynamic-Laserscanning-Technologie von NavVis aufgezeichnet und verarbeitet und standen während der Bauzeit in NavVis Ivion als zentrale Informationsquelle zur Verfügung. Die Technologie kam dabei in drei Schlüsselphasen während der Erweiterungsbauarbeiten zum Einsatz: Scans vom Rohbau in den Jahren 2021 und 2022, Fortschritts-Scans im Jahr 2025 und die Abschluss-Scans im März 2026. Die Daten sollen nun darüber hinaus dem künftigen Betrieb, der Wartung und der weiteren Planung des Terminals dienen.
„Die digitale Dokumentation ist ein zentraler Baustein für die Zukunftssicherheit des Flughafens. Mit Hilfe der Gebäudedaten, die mit NavVis erfasst wurden, haben wir nicht nur ein Terminal erweitert, sondern auch unsere Fähigkeit gestärkt, die Infrastruktur langfristig effizient und transparent zu verwalten“, erklärt Jonas Lutz, Referent 3D-Laserscanning & Anwendungsadministrator beim Flughafen München.
Die Scans ermöglichten es dem Flughafen München, den Bauverlauf vom Rohbau bis zur Fertigstellung nachzuvollziehen und zu dokumentieren. Die Informationen stehen dabei als durchgängiger, navigierbarer Datensatz zur Verfügung. Damit haben technische Teams die Möglichkeit, verdeckte Installationen zu überprüfen, Bauphasen zu vergleichen und Abweichungen zwischen Planung und Ausführung direkt im System zu analysieren sowie im späteren Verlauf das fertiggestellte Terminal effizienter zu betreiben und zu warten. Der Flughafen München nutzt bereits seit 2015 die Lösungen von NavVis für die Planung, Umsetzung und Dokumentation von Gebäudeprojekten.

Bilanz der Vebego Gruppe: Integrationsmaßnahmen greifen

Das niederländische Familienunternehmen Vebego hat seinen Umsatz 2025 um 5,6 Prozent auf 1,63 Mrd. Euro gesteigert (2024: 1,54 Mrd. Euro). Das Nettoergebnis erhöhte sich auf 33,9 Mio. Euro (2024: 7,6 Mio. Euro). Ursache für die positive Entwicklung seien die in mehreren Ländern umgesetzten Integrationsmaßnahmen der vergangenen Jahre, die sich deutlich ausgezahlt hätten, teilte das Unternehmen am 8. Juni 2026 mit. Insbesondere das Kerngeschäft Reinigungsleistungen habe mit 985 Mio. Euro zu dem guten Umsatz beigetragen und mache 61 Prozent des Umsatzes der Gruppe aus. Darüber hinaus konnte Vebego nach eigenen Angaben bestehende Partnerschaften verlängern und ausbauen sowie neue Aufträge an großen und komplexen Standorten, darunter auch Flughäfen, gewinnen. Group CEO Ton Goedmakers sagt: „Das positive Ergebnis bestätigt unseren strategischen Kurs der vergangenen Jahre. Wir haben die Organisation neu aufgestellt und mehr als achtzig Einzelunternehmen zu acht Kernunternehmen zusammengeführt.“ Mit dem Abschluss der Integrationsphase hat die Vebego Gruppe die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte gelegt. Für 2026 und die kommenden Jahre soll der Fokus darauf liegen, die Position in den vier Kernmärkten Niederlande, Belgien, Schweiz und Deutschland weiter zu stärken und Leistungen gezielt auszubauen.

Deutsche Vebego Facility Services weitgehend stabil

Die deutsche Vebego Facility Services erzielte einen Umsatz von rund 217 Mio. Euro (2024: 218 Mio. Euro). „Unser Fokus lag im vergangenen Jahr auf der Weiterentwicklung und Integration der Organisation. Diese Transformationsschritte sowie ein herausforderndes Marktumfeld haben sich vorübergehend auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt, die insgesamt stabil gehalten werden konnte“, berichtet Ramon Maas, Managing Director von Vebego in Deutschland. Nun wolle Vebego Deutschland die geschaffene Basis nutzen und gemeinsam mit Kunden sowie den Teams vor Ort weiter wachsen.

Techem verkauft Contracting-Geschäft an Elevion

Die Eschborner Techem Gruppe hat mit der Elevion Group B.V., Amsterdam, einen Kaufvertrag über die Veräußerung der Techem Solutions GmbH abgeschlossen. Der Energiedienstleister war bislang als eigenständiges Tochterunternehmen innerhalb der Gruppe als Anbieter für Wärme-Contracting im deutschen Gebäudesektor tätig und betreibt rund 2.600 dezentrale Energieerzeugungsanlagen für seine Kunden.

Für Jaroslav Macek, CEO der Elevion Group, ist die Übernahmen eine Stärkung der Elevion Group in Deutschland durch „erprobte Contracting-Kompetenzen, langjährige Betriebserfahrung und umfassendes Know-how im Management von Energiesystemen in der Immobilienwirtschaft“. Damit sie die Wachstumsmöglichkeiten in einem attraktiven Umfeld voll ausschöpfen können, wollen Elevion und Techem Solutions nun „ihre Kompetenzen bündeln, um eine skalierbare europäische Plattform aufzubauen“, teilte Techem Anfang Juni 2026 mit. Eine langfristige strategische Partnerschaft soll gezielte Investitionen in Innovation, Digitalisierung sowie Expansion ermöglichen, Wachstumschancen erschließen und die Energiewende in Europa vorantreiben. Gleichzeitig will sich Techem nach Angaben von CEO Matthias Hartmann auf das Kerngeschäft im Bereich smarte Energiedatenlösung für Gebäude fokussieren. „Dadurch können wir Kapital und Ressourcen noch gezielter einsetzen und unsere langfristige Wachstumsdynamik weiter beschleunigen”, erklärt er.

Mitarbeitende, die dem veräußerten Geschäftsbereich Techem Solutions zugeordnet sind, wechseln im Zuge der Transaktion in die neue Eigentümerstruktur über. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

Lünendonk-Liste 2026: Rückkehr zu moderatem Wachstum

Die 25 größten Anbieter von Facility Services in Deutschland haben ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um durchschnittlich 6,3 Prozent gesteigert und erwarten auch in den nächsten Jahren nur geringfügig höhere Zuwachsraten. Mit einem Plus von 9,6 Prozent habe insbesondere das technische Gebäudemanagement eine starke Dynamik gezeigt. Dies sind erste Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie „Facility Service in Deutschland“, die im Juli 2026 erscheinen soll. Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder, sprach bei einem Pressegespräch anlässlich der Vorstellung der neuen „Lünendonk-Liste der führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ am 8. Juni 2026 deshalb von einem „ganz normalen Wachstum ohne Sondereffekte“.

Für alle 76 in der Studie berücksichtigten Unternehmen ermittelten die Marktforscher ein gewichtetes Umsatzwachstum von 5,7 Prozent. In den Vorjahren hatten beispielsweise inflationsbedingte Lohneffekte zu deutlich höheren Wachstumsraten in der Facility-Services-Branche geführt. Fast 90 Prozent der befragten Anbieter zeigen sich dennoch mit Blick auf die Zukunft positiv gestimmt und sehen sich als gut aufgestellt, um den kommenden Herausforderungen zu begegnen. Das Marktvolumen für extern erbrachte Facility Services bezifferte Hossenfelder auf rund 70 Mrd. Euro. Auffällig an den Zahlen für 2025 sei laut den Studienergebnissen, dass sich das Umsatzwachstum signifikant vom Wachstum der Mitarbeiterzahlen entkoppelt habe, die nur um 2,3 Prozent gestiegen sind. Ob sich dies zu einem Trend für die nächsten Jahre entwickle, bleibe jedoch noch abzuwarten.

Gleichzeitig sei laut Hossenfelder zu beobachten, dass Dienstleister, die vorrangig in der Industrie tätig sind, die anhaltende wirtschaftliche Schwäche in diesem Segment zu spüren bekämen. Branchenübergreifend belasten zudem die angespannte Konjunktur, die damit verbundene Investitionszurückhaltung bei Sonderprojekten sowie ein steigender Preisdruck in Vergabeverfahren die Facility-Services-Anbieter. Neue Wachstumsimpulse erwarten die Dienstleister aus der verschärften Regulatorik für kritische Infrastrukturen und dem damit verbundenen Bedarf an professionellen und auf Resilienz zielenden Facility Services.

Bezug

Die neue Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ steht zum kostenfreien Download unter www.luenendonk.de bereit. Die umfassende Lünendonk-Studie über den Markt und die führenden Unternehmen erscheint im Juli 2026 und enthält zahlreiche Langzeit- sowie Segmentauswertungen. Die detaillierte Studie basiert auf den Angaben von 76 Unternehmen und kann zum Preis von 2.500 Euro (zzgl. MwSt.) unter www.luenendonk.de vorbestellt werden.

Piepenbrock reinigt für Entega

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Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat von dem Energieversorger Entega den Auftrag zur Reinigung des Müllheizkraftwerks und des Zentralklärwerks in Darmstadt sowie weiterer kleinerer Gebäude erhalten.

„Seit dem 1. Oktober 2025 sind rund 15 Mitarbeiter der Niederlassung Dieburg für den Energieanbieter im Einsatz“, teilte Piepenbrock Anfang Juni mit. Im Zentralklärwerk werden Technikräume und Allgemeinflächen gesäubert, im Müllheizkraftwerk unter anderem auch Verwaltungsräume. Weitere Einsatzorte sind den Angaben zufolge kleinere Objekte in einem Umkreis von 50 km.

Bauakademie: Zunehmende Betriebskosten für Logistikimmobilien

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Der NEO Logistics Impact Report 2025/2026 der Bauakademie Unternehmensgruppe zeigt die wachsenden Betriebskosten von bundesweit rund 250 Logistikimmobilien sowie ihre Zusammensetzung. Darüber hinaus deckt die Analyse erhebliche Lücken in der nachhaltigen Wärme- und Stromversorgung, dem Ausbau von Photovoltaik sowie der Reduktion von Emissionen auf.

Mit dem aktuellen Report hat die Bauakademie zum zweiten Mal ihre Analyse der Kosten- und Energiekennzahlen moderner Logistikimmobilien in Deutschland vorgelegt. Dafür wurden nach eigenen Angaben 250 Logistikhallen mit insgesamt rund 9 Mio. m² Brutto-Grundfläche von 30 verschiedenen Datenlieferanten analysiert. Die Daten stammen aus dem Jahr 2024, darüber hinaus wurden indexgestützte Hochrechnungen für 2025 ermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf Investoren, die 187 Hallen (7,3 Mio. m² BGF) halten, teilte die Bauakademie im Mai mit.

Der Marktbericht zeigt eine kontinuierliche Steigerung der Betriebskosten. Bei den Hallen von Investoren sind sie von 2023 bis 2024 um 4,7 % auf durchschnittlich 11,50 Euro/m² BGF pro Jahr angestiegen. Die davon nicht umlagefähigen Betriebskosten, die zu Lasten der Rendite der Investoren gehen, liegen bei 1,80 Euro/m² BGF pro Jahr. Bei 87 % der Immobilien, die sowohl dieses als auch vergangenes Jahr Teil der Erhebung waren, sind die Kosten moderat oder stark gestiegen, bei 13 % wurden sie durch aktives Gegensteuern reduziert. Von 2024 auf 2025 kalkulieren die Autoren einen erneuten Anstieg der Betriebskosten für die Investorenhallen um 4,1 % bzw. auf jährlich 11,97 Euro/m² BGF.

Steigende Kosten für Instandsetzung

Innerhalb der Betriebskosten entfällt der größte Anstieg auf die Ausgaben für die Instandsetzung, die von 2023 auf 2024 um rund 9 % gewachsen sind. Mögliche Ursachen dafür sind unter anderem die mit der Inflation steigenden Material- und Lohnkosten. die Ausgaben für Versicherungen haben um etwa 8 % zugenommen.

Hinsichtlich nachhaltiger Wärme- und Stromversorgung sehen die Autoren erhebliche Ausbaupotenziale:
– 94 % der Datenlieferanten erzeugen ihre Wärme mit fossilen Brennstoffen
– Im Investorensegment setzen 60 % auf den konventionellen deutschen Strommix, 15 % beziehen Ökostrom
– Im Investorensegment nutzen nur 13 % selbsterzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen
– 60 % der Investorenhallen sind nicht mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. 39 % der Objekte in diesem Anteil sind jünger als fünf Jahre

Die CO2-Emissionen der betrachteten Immobilien betragen durchschnittlich 14 kg/m² BGF pro Jahr. Ein Fazit des Reports laut daher: Sowohl dieser Mittelwert als auch 48 % der einzelnen Hallen liegen über den Zielwerten des CRREM-Pfads (Carbon Risk Real Estate Monitor), der beschreibt, welche maximalen Emissionswerte Gebäude einhalten sollten, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen. „Der Bestand ist damit ein zentraler Schauplatz der Energiewende in der Logistik“, sagte Andreas Kühne, Sprecher der Geschäftsführung der Bauakademie Unternehmensgruppe.

Conet ist neuer Planon-Partner

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Der auf Organisationen und Behörden spezialisierte IT-Dienstleister Conet hat eine Partnerschaft mit Planon vereinbart, um den Softwareanbieter bei der Vermarktung und Implementierung der Integrated Workplace Management Solution (IWMS) im SAP-Ökosystem zu begleiten.

„SAP hat jüngst angekündigt, man werde die eigenen FM-Bordmittel mittelfristig nicht mehr unterstützen und Planon IWMS aktiv als zukunftssichere und leistungsfähige Nachfolgelösung positioniert“, begründete Christian Beine, Vice President SAP Lines of Business bei Conet, die Entscheidung. Das Bonner Unternehmen mit rund 2.000 Mitarbeitern an über 20 Standorten ist zertifizierter SAP-Dienstleister mit Gold-Partner-Status.

„Mit conet gewinnen wir einen Partner mit tiefem SAP-Know-how und einem exzellenten Zugang zum Public Sector, der die regulatorischen Rahmenbedingungen genau kennt und die Projekte souverän steuern kann. Gemeinsam sind wir hervorragend aufgestellt, um Behörden und öffentliche Einrichtungen ganzheitlich bei der Umsetzung moderner IWMS-Strategien zu unterstützen“, sagte Bernd Auer, Senior Partner Manager Central Europe bei Planon, Ende Mai.

Caverion erwirbt Kees Klima und Kältetechnik

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Caverion Deutschland übernimmt zum 31. Mai die Kees Klima- und Kältetechnik GmbH im niedersächsischen Ronnenberg.

„Unser Wachstumsfokus liegt unter anderem im Bereich Kälte- und Klimatechnik. Die Firma Kees stellt eine strategische Ergänzung unseres Leistungsportfolios in diesem Bereich dar“, begründete Manfred Simmet, Geschäftsführer von Caverion Deutschland, die Akquisition. Das Unternehmen mit knapp 40 Beschäftigten erwirtschaftete eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 6,1 Mio. Euro mit Klima-, Kälte, Prozess-, Mess- und Regeltechnik für den Industriesektor.

Kees Klima- und Kältetechnik soll als Marke fortgeführt und als eigenständige Niederlassung der Caverion Region Nord-West zugewiesen werden. Die bisherigen Eigentümer Ulf Nickel und Jörg Ruhländer bleiben Geschäftsführer, teilte der Dienstleister für Gebäude und Industrieanlagen weiter mit.

Caverion Deutschland hatte erst im März die S&A Schaltanlagenbau GmbH mit Sitz im niedersächsischen Garbsen zugekauft, um sein Portfolio im Bereich Gebäudeautomation zu ergänzen.

Technik im FM 2026

Die beste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Mit unserem neuen Sonderheft „Technik im FM“ wollen wir Ihnen genau für diesen Ansatz Strategien, Konzepte und konkrete Lösungen ans Herz legen – fundiert, anschaulich und praxisorientiert. Ausgehend von den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen Energieeffizienztechnologien für Immobilienbetreiber im Mittelpunkt der Ausgabe: Von Energieerzeugung und -speicherung über Sonnenschutz und Gebäudeautomation bis hin zu Heizung, Lüftung und Klimatechnik.

Klüh reinigt Kreiskrankenhaus Grünstadt

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Klüh Clinic Service übernimmt in den kommenden fünf Jahren die Reinigungsleistungen im Kreiskrankenhaus Grünstadt in Rheinland-Pfalz.

Zum Leistungsumfang gehören umfassende Hygienedienstleistungen wie Unterhalts-, Intensiv- und OP-Reinigung, Rufbereitschaft, Bettenaufbereitung sowie ein Hol- und Bringdienst, teilte die Tochtergesellschaft der Klüh-Unternehmensgruppe Ende Mai mit. „Mit unseren hohen Hygienestandards und effizienten Prozessen bieten wir eine verlässliche Grundlage für den sensiblen Klinikbetrieb“, erklärte Daniel Carnol, Geschäftsführer von Klüh Clinic Service.

Drees & Sommer expandiert in Polen

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Drees & Sommer hat Anfang Mai das polnische Projektmanagement- und Bauplanungsunternehmen ADC mit rund 70 Mitarbeitern übernommen.

„Durch den Zusammenschluss mit ADC stärkt Drees & Sommer seine interdisziplinäre Aufstellung in Polen deutlich und erweitert sein lokales Portfolio um umfassende Planungs- und Umsetzungskompetenzen“, teilte das Stuttgarter Beratungsunternehmen mit. „Polen ist einer der dynamischsten Bau- und Immobilienmärkte in Mittel- und Osteuropa“, begründete Steffen Szeidl, Vorstandsvorsitzender und Partner von Drees & Sommer, die Akquisition. Ziel sei, in Polen und der gesamten CEE-Region ganzheitliche Lösungen anzubieten, indem Consulting-, Planungs-, Management- und Bauüberwachungsleistungen gebündelt werden.

ADC wurde 2018 gegründet und konzentriert sich auf integrierte Leistungen in den Bereichen Architektur und Design, Consulting und technische Beratung sowie Projektmanagement und Bauüberwachung. In den vergangenen acht Jahren wurden den Angaben zufolge mehr als 300 Projekte in ganz Polen realisiert – von großvolumigen Logistik-, Industrie- und Büroentwicklungen bis hin zu komplexen Stadterneuerungs- und Wohnbauprojekten. Zu den Referenzen zählt unter anderem ein Logistikzentrum in Opoczno mit etwa 50.000 qm Fläche, das gemeinsam mit Drees & Sommer realisiert wurde. Das Stuttgarter Beratungsunternehmen beschäftigte bislang etwa 20 Mitarbeiter an vier polnischen Standorten. Die neue Tochtergesellschaft soll künftig unter dem Logo „ADC – Part of Drees & Sommer“ auftreten und weiterhin von dem bestehenden Managementteam geführt werden.

Goldbeck betreut Toni Campus Neuried

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Die Goldbeck Facility Services haben Anfang Mai das Facility Management für den Toni Campus Neuried bei München übernommen.

Der Auftrag umfasst das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement für die 2021 errichtete Liegenschaft, die auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 qm Büroflächen, Laborinfrastruktur, Fitness- und Gastronomieangebote sowie eine Tiefgarage mit etwa 9.000 qm vereint, teilte der Dienstleister im Mai mit.

Für den Auftraggeber Toni Immobilien, eine auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Eigentümer- und Entwicklungsgesellschaft, bewirtschaftet Goldbeck seit 2023 den Toni Park in Augsburg. „Besonders die Kombination aus Laborbetrieb, Büroflächen und gemeinschaftlichen Nutzungen erfordert ein hohes Maß an technischer Kompetenz und Organisationsstärke, genau hier überzeugt die Zusammenarbeit, um eine sehr hohe Mieterzufriedenheit zu gewährleisten“, sagte Thomas Krafft, Geschäftsführer der Toni Immobilien GmbH.

Socotec bleibt TGA-Planer für Bildungsbau Hamburg

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Der für den Bau und die Bewirtschaftung der Hamburger Bildungsimmobilien zuständige Verbund Bildungsbau Hamburg hat Socotec Building Solutions erneut als Rahmenvertragspartner mit TGA-Planungsleistungen betraut.

„Die dritte Beauftragung in Folge bestätigt unsere verlässliche und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulbau Hamburg und Gebäudemanagement Hamburg“, sagte Eike Riggert, Leiter des Hamburger Büros von Socotec Building Solutions, mit Blick auf die landeseigenen Unternehmen SBH und GMH. Der Rahmenvertrag umfasst laut Riggert die TGA-Planung für Neubauten und Sanierungen für Kindertagesstätten, Schulen sowie Sporthallen. Die Leistungen sind in separate Lose für Heizung/Lüftung/Sanitär und Elektro gegliedert.

Socotec hat nach eigenen Angaben seit 2019 in Hamburg unterschiedliche Planungs- sowie Objektüberwachungsleistungen erbracht und dabei über 20 TGA-Projekte umgesetzt.

Telekom verlängert mit ISS

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Der dänische Dienstleistungskonzern ISS hat seine vertraglichen Differenzen mit der Deutschen Telekom AG beigelegt und den seit 2019 bestehenden Vertrag für integrierte Facility-Services bis Ende 2035 verlängert.

„Diese Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt für unsere Zusammenarbeit. Die Deutsche Telekom ist ein Schlüsselkunde und strategischer Partner für ISS. Die Einigung und die Verlängerung unserer Partnerschaft unterstreichen unser anhaltendes Engagement, die Beziehung weiter zu festigen und auszubauen“, sagte Kasper Fangel, Group-CEO von ISS im Mai. Laut Rainer Hoff, Senior Vice President Group Real Estate der Deutschen Telekom AG, schafft die Vergleichsvereinbarung „eine erneuerte Basis, um unsere Partnerschaft weiter zu stärken und künftige Chancen zu verfolgen, die beiden Parteien zugutekommen“.

Der ursprünglich im Juli 2019 auf 10,5 Jahre angelegte Vertrag umfasst den Angaben zufolge Facility-Services für mehr als 8.000 Telekom-Standorte in ganz Deutschland. „In der Anfangsphase des Vertrags wurde die finanzielle Performance durch eine komplizierte IT-Migration und operative Herausforderungen beeinträchtigt, was zu einer erheblichen Kostenüberschreitung führte“, teilte ISS im Geschäftsbericht 2025 mit. Im Dezember 2022 hatte ISS daher die Einrichtung eines Schiedsgerichts beim Deutschen Institut für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) initiiert, um über „gewisse vertragliche Meinungsverschiedenheiten“ zu entscheiden. Die abschließende mündliche Verhandlung im Schiedsverfahren fand Mitte Juli 2025 statt und mündete in einer Vergleichsvereinbarung.

Sicherheit als kontinuierlicher Prozess

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Als erster Flughafen in Deutschland hat der Köln Bonn Airport die Zertifizierung nach VdS 3406 erhalten – für ein ganzheitliches Sicherheitsmanagementsystem für bauliche Objekte.

„Als internationaler Verkehrsflughafen tragen wir eine besondere Verantwortung gegenüber Passagieren, Mitarbeitenden, Partnern und Behörden. Die ganzheitliche Zertifizierung bestätigt daher unseren Anspruch, Sicherheit als integrierte Managementaufgabe zu verstehen“, betont Maximilian Pietrek, Leiter Flughafensicherheit bei der Flughafen Köln Bonn GmbH, mit Blick auf die neue Zertifizierung. Am Köln Bonn Airport gibt es zahlreiche Gebäude wie zwei Passagierterminals, rund zehn Frachthallen, Wartungshangars sowie Verwaltungs-, Sicherheits- und Technikgebäude mit unterschiedlichen Nutzungen. Insgesamt umfasst das Flughafengelände über 100 Gebäude auf einer Fläche von etwa 1.000 ha. Am Airport arbeiten rund 15.000 Menschen in 130 Unternehmen und Behörden.

Als Einrichtung der kritischen Infrastruktur äußert sich der Flughafenbetreiber nach eigenen Angaben grundsätzlich nicht zu Sicherheitsaspekten sowie zur Ausgestaltung des Sicherheitsmanagements. Die VdS Schadenverhütung GmbH nimmt jedoch die erfolgreiche Zertifizierung des Airports zum Anlass, die Anwendung der Richtlinie VdS 3406 am konkreten Beispiel aufzuzeigen. So basiert die VdS-Anerkennung auf einem umfassenden Auditverfahren aller Objekte am Flughafen Köln-Bonn, das organisatorische, technische und prozessuale Sicherheitsaspekte in ihrer Gesamtheit betrachtet. „Die Richtlinien VdS 3406 bilden eine systematische Klammer über alle sicherheitsrelevanten Einzelmaßnahmen und integrieren diese in ein übergeordnetes Managementsystem“, erläutert Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS in Köln.

Systematisch aufgebautes Managementsystem

Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Identifikation und Bewertung objektspezifischer Risiken, die Ableitung von Schutzzielen, die strukturierte Planung, Umsetzung und Steuerung von Sicherheitsmaßnahmen sowie die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. „Sicherheit wird durch diese Richtlinien ausdrücklich nicht als Einzelmaßnahme, sondern als dauerhafter, steuerbarer Managementprozess auf strategischer und operativer Ebene betrachtet“, stellt Brose klar. Die Zertifizierung nach VdS 3406 bestätigt seinen Angaben zufolge, dass ein wirksames, systematisch aufgebautes Sicherheitsmanagementsystem vorhanden ist; Risiken methodisch erfasst, bewertet und gesteuert werden; organisatorische, technische und prozessuale Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind und Sicherheit zudem aktiv betrieben, überwacht und weiterentwickelt wird.

Das wesentliche Grundprinzip ist dabei laut Brose: „Sicherheit ist kein Zustand, der einmal erreicht wird und dann fortbesteht, sondern ein kontinuierlicher Prozess“. Zertifiziert wird demnach auch nicht einzelne Technik, sondern die Wirksamkeit des Managementsystems als Ganzes. Damit soll ein objektiver, unabhängiger Nachweis für gelebte Sicherheitsverantwortung entstehen.
Sicherheitsaspekte der VdS 3406

Die Auditierung nach VdS 3406 umfasst unter anderem folgende Sicherheitsaspekte:
Organisatorische
• Sicherheitsleitlinie und Governance
• Verantwortlichkeiten, Rollen und Strukturen
• Risikomanagement und Dokumentation
• Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen
Technische
• Bauliche und infrastrukturelle Sicherungsmaßnahmen
• Zutrittssteuerungen, Überwachungs- und Detektionssysteme
• Schnittstellen zu bestehenden Sicherheits- und Gefahrenmeldesystemen
Prozessuale
• Regelmäßige Risikoanalysen
• Incident- und Notfallprozesse
• Überwachung, Wirksamkeitskontrolle und Verbesserungsmaßnahmen

„Damit gehen die Richtlinien VdS 3406 deutlich über einen Check einzelner Sicherheitslösungen hinaus und bewerten viel mehr die Belastbarkeit der Gesamtarchitektur“, erläutert Brose. Die beiden Dokumente VdS 3406-1 Bauliche Objekte Teil 1 Verfahren und 3406-2 Bauliche Objekte Teil 2 Anforderungen sind beim VdS kostenlos im Online-Shop erhältlich.

Mehrstufiges Zertifizierungsverfahren

Das Zertifizierungsverfahren folgt einem mehrstufigen, strukturierten Ablauf, der in VdS 3406-1 festgelegt ist. Es umfasst Auftrag und Dokumentenprüfung, Reifegradprüfung und Auditplanung, Vor-Ort-Audit durch unabhängige VdS-Auditoren, Bewertung von Abweichungen und Verbesserungsmaßnahmen sowie die Entscheidung über die Zertifizierung. „Die Auditoren prüfen also nicht nur Nachweise, sondern die tatsächliche Wirksamkeit der Prozesse im Betrieb“, sagt Brose. Für den Flughafen Köln-Bonn handelte es sich um ein strukturiertes Verfahren das laut VdS „mit intensiver Vorbereitung, innerhalb von etwa drei Monaten abgeschlossen werden konnte“.

Die VdS-3406-Zertifizierung ist auf drei Jahre befristet und an die kontinuierliche Aufrechterhaltung des Sicherheitsmanagementsystems geknüpft. Jährlich finden Überwachungsaudits durch VdS statt. Das soll laut Brose gewährleisten, „dass Sicherheit kein einmaliger Projektstatus, sondern ein dauerhaft gelebter Prozess bleibt“. Zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung sieht VdS regelmäßige, teilweise kurzfristig angekündigte Überwachungsaudits mit Fokus auf Wirksamkeit, Veränderungen und Verbesserungen vor. Dabei werden insbesondere geänderte Rahmenbedingungen, neue Risiken sowie umgesetzte Maßnahmen überprüft. Das soll die Aktualität und Belastbarkeit des Sicherheitsmanagements stärken.

Die VdS-3406-Zertifizierung bietet unter anderem eine(n):
• unabhängigen, anerkannten Sicherheitsnachweis
• hohe Aussagekraft gegenüber Behörden, Versicherern und Partnern
• objektive Grundlage für KRITIS-Nachweise
• Verbesserung von Transparenz und Steuerbarkeit
• Stärkung der organisatorischen Resilienz
• strukturierte Weiterentwicklung des Sicherheitsniveaus

Geiger FM reinigt Deutsches Museum in München

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Geiger Facility Management hat Anfang April die infrastrukturellen Gebäudemanagementleistungen für das gesamte Deutsche Museum München übernommen.

Neben der klassischen Unterhaltsreinigung umfasst das Leistungsspektrum auch Sonder- und Veranstaltungsreinigungen, Sanitär- und Hygieneservice, Schmutzfangmatten-Service, Wäscheservice sowie die Bereitstellung von Verbrauchsmaterialien und Hygieneartikeln, gab die Dienstleistungsgruppe mit Hauptsitz im Allgäu im Mai bekannt. Die Reinigungsflächen mit über 100.000 qm befinden sich an fünf Standorten, darunter der Sammlungsbau auf der Museumsinsel, das Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe, die Flugwerft Oberschleißheim, der Bibliotheksbau sowie das Depot Kirchheim. Geiger FM war bereits in Teilbereichen des Museums tätig, das rund 28.000 Objekte aus Naturwissenschaft und Technik beherbergt.

In München nutzt der Dienstleister nach eigenen Angaben Daten aus einem CAFM-System, einem Ticketsystem sowie einer entsprechenden App als Grundlage für kontinuierliche Prozessoptimierungen. Die Digitalisierung soll Transparenz für den Auftraggeber schaffen, eine flexible Einsatzplanung nach Besucheraufkommen ermöglichen und gleichbleibende Qualität trotz schwankender Anforderungen sichern. Über 6.600 qm in dem Technikmuseum werden laut Geiger FM bereits mit Reinigungsrobotern bearbeitet.

Aus G.I.P. wird Kötter Cyber Security

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Die Kötter Security-Gruppe hat die auf IT-Sicherheit und Compliance spezialisierte G.I.P. in Kötter Cyber Security umbenannt.

„Die Umfirmierung erfolgt im Zuge der konsequenten Markenintegration innerhalb der Unternehmensgruppe und stärkt den einheitlichen Marktauftritt“, teilte die Kötter Security-Gruppe im Mai mit. Der Essener Sicherheitsdienstleister hatte im September 2024 eine Mehrheitsbeteiligung an dem IT-Unternehmen mit Sitz in Luxemburg erworben. Ansprechpartner, Leistungen und bestehende Strukturen sollen unverändert bestehen bleiben.

„Mit Kötter Cyber Security machen wir sichtbar, was bereits gelebte Realität ist: eine integrierte Sicherheitsstrategie, die Unternehmen ganzheitlich schützt – gegen physische wie digitale Risiken gleichermaßen“, sagte Dirk H. Bürhaus, geschäftsführender Direktor der Kötter Security-Gruppe und zugleich Geschäftsführer der luxemburgischen Gesellschaft. Das Leistungsspektrum, das unter der Marke „Kötter Security 360“ angeboten wird, umfasst den Angaben zufolge unter anderem Security Consulting, Cloud Security, Incident Response, Compliance-Beratung, Schwachstellenanalysen sowie Managed Detection & Response.

Dr. Sasse Gruppe legt zweistellig zu

Im herausfordernden Umfeld in Deutschland und der anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation hat die Dr. Sasse Gruppe im Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz (ohne Beteiligungsgesellschaften) von 391 Mio. Euro ein Wachstum von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt (2024: 345 Mio. Euro). Inflationsbereinigt entspreche dies einem Plus von 10 bis 11 Prozent, resümierte Dr. Laura Sasse, Vorstand Finanzen und AI, im Bilanzpressegespräch am 12. Mai 2026 in München. Die Mitarbeiterzahl blieb 2025 stabil bei rund 7.500. „Dieses Ergebnis zeigt, dass unsere Leistungen gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten gefragt sind. Als Partner der deutschen Wirtschaft sehen wir es als unsere Aufgabe, aktiv zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden beizutragen“, ergänzte Katja Böhmer, Vorstand Operations & Engineering. So sieht sich das Unternehmen laut Clara Sasse, Vorstand Sales, auch für das laufende Jahr 2026 gut aufgestellt, in dem auch das 50-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert wird.

Als Treiber des Umsatzwachstums identifizierte Laura Sasse das langjährige Vertrauen, das Kunden in das Unternehmen setzen und das auf der auf Partnerschaftlichkeit ausgerichteten DNA des Familienunternehmens basiere, sowie die konsequente Effizienzsteigerung in den eigenen Prozessen durch Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Hinzu komme Wachstum in spezialisierten, komplexen Bereichen wie zum Beispiel bei Reinräumen oder im Rechenzentrumsmarkt, ergänzte Clara Sasse. Auch sei das Unternehmen in der Lage, Kunden zu begleiten, die Standorte verlagern wollen. Entsprechende Aktivitäten gibt es beispielsweise bereits in Bulgarien, in Polen und Ungarn sollen perspektivisch weitere Auslandsengagements folgen. Von Singapur aus gebe es zudem Bestrebungen in Richtung Malaysia als aufstrebendem Produktionsstandort für zahlreiche weltweit tätige Industrieunternehmen.

Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und KI

Vor dem Hintergrund steigender Kosten, des Fachkräftemangels und wachsender Komplexität setzt die Dr. Sasse Gruppe nach Angaben von Laura Sasse konsequent auf Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz. „Im letzten Jahr haben wir unseren KI-Nordstern definiert – als strategische Leitlinie für den unternehmensweiten Einsatz von künstlicher Intelligenz. In Zusammenarbeit mit der UnternehmerTUM wurden flächendeckend KI-Scouts ausgebildet, die entsprechende Themen bereits heute aktiv in die Organisation tragen und weiterentwickeln“, berichtete sie. Datenbasierte Prozesssteuerung, automatisierte Abläufe und KI-gestützte Analysen sollen dabei helfen, Ressourcen gezielter einzusetzen und gleichzeitig die Servicequalität weiter zu erhöhen. Parallel investiert das Unternehmen intensiv in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden, um die Transformation aktiv zu gestalten.

Ein Beispiel im Kontext der Digitalisierung sei der Robotereinsatz in der Reinigung. 800 Geräte umfasst die Sasse-Flotte mittlerweile, bis Jahresende sollen es 1.000 werden. So entstehen laut Laura Sasse Skalierungseffekte, die für den Kunden zu Kosteneinsparungen führen und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards gewährleisten. Zudem sei die Akzeptanz der Roboter bei den eigenen Mitarbeitern sehr hoch.

Dussmann wächst profitabel

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„Dussmann rocks — because we are resilient.“ Mit diesen Worten leitete Catherine von Fürstenberg-Dussmann als Vorsitzende des Dussmann-Stiftungsrats das Bilanz-Pressegespräch zum Geschäftsjahr 2025 am 12. Mai in Berlin ein.

Der Konzernumsatz der Dussmann Group stieg um 3,8 % auf 3,4 Mrd. Euro. Die EBITDA-Marge auf den Konzernumsatz betrug 5 % und lag knapp über dem Vorjahresniveau (4,6 %). „Dass wir inmitten der längsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte profitabel gewachsen sind und einen Rekordumsatz erwirtschaftet haben, ist ein Resultat unseres diversifizierten und damit resilienten Geschäftsmodells“, sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group. Die Zahl der zum Jahresende weltweit tätigen Mitarbeiter in 23 Ländern legte von rund 70.000 auf 72.000 zu. Mit etwa 25.000 Beschäftigen in Deutschland blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Das Wachstum bei Umsatz und Ergebnis geht den Angaben zufolge vor allem auf die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Facility-Management- und Food-Services-Geschäft sowie im technischen Anlagenbau zurück. Der Geschäftsbereich Dussmann, der Integriertes Facility Management, Food Services und Technical Solutions umfasst, erhöhte seinen Umsatz um 3,8 % auf 2,8 Mrd. Euro (2024: 2,7 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 82,4 % bezogen auf den Gesamtumsatz. Auf die beiden Bereiche Facility Management und Food Services entfielen dabei zusammen 2,4 Mrd. Euro – eine Umsatzsteigerung von 6,9 % (2024: 2,3 Mrd. Euro).

Umsatzplus in Italien

Der italienischen Tochter gelang dabei ein Umsatzplus von 11 % und damit der Sprung über die Marke von einer Mrd. Euro Umsatz, teilte das Familienunternehmen weiter mit. Dussmann Italy reinigt unter anderem für die Unicredit Bank und Modehäuser wie Armani, Prada und Versace. Die größten neuen Food Services-Aufträge stammen von den Carabinieri, dem Verteidigungsministerium und der staatlichen Nationalpolizei. In Italien habe man 2025 zudem das Portfolio um den Bau und die Wartung von Rechenzentren erweitert.

Der Bereich technischer Anlagenbau erwirtschaftete 2025 mit 388 Mio. Euro (2024: 441 Mio. Euro) einen Anteil von 11,4 % am Konzernumsatz der Dussmann Group. Ein aus der Konzernstrategie Road to 2030 abgeleitetes Projekt war der Zukauf des irischen Anlagenbauers Lynskey Engineering im Juli 2025. „Besonders wichtig ist für uns die Verbundwirkung von Dussmann STS und Lynskey, die uns ermöglicht, als technischer Generalunternehmer aufzutreten. Hier haben wir unmittelbar nach der Akquisition erste Aufträge gewonnen“, erklärte Adlhoch mit Blick auf Industriekunden.

Weitere Neukunden

Als Neukunden konnte zudem ein europaweit agierendes Einzelhandelsunternehmen, das Logistikunternehmen Maersk sowie ein führender deutscher Mobilitätsanbieter gewonnen werden. Für das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wurde das Leistungspaket an den Standorten Biberach und Ochsenhausen um Unterhalts- und Sonderreinigung über Reinraumreinigung bis hin zu Reinigungs- und Desinfektionsleistungen für Labore in hochsensiblen Produktionsumgebungen erweitert. „Die Dussmann Group blickt angesichts der volatilen geopolitischen Lage und der weltwirtschaftlichen Situation verhalten optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2026“, lautete das Fazit von Catherine von Fürstenberg-Dussmann.