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Lichtimmissionen und Lichtverschmutzung vermeiden

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten hat die Anzahl und Intensität von Außenbeleuchtungsanlagen in Deutschland und weltweit stark zugenommen. Straßen- und Fassadenbeleuchtungen, Sportstättenbeleuchtung und Lichtwerbung prägen zunehmend das nächtliche Erscheinungsbild vieler Städte und Gemeinden und erhellen Nächte immer stärker. Durch den boomenden Online-Handel entstehen zudem immer mehr große Logistikzentren mit ausgedehnten beleuchteten Wirtschaftsflächen. Diese Entwicklung bringt zwar Vorteile für Sicherheit und Ästhetik, hat aber auch negative Folgen für Mensch und Umwelt. Bei der Planung von genehmigungspflichtigen Außenbeleuchtungsanlagen ist es ratsam, Experten zur Beurteilung möglicher Lichtimmissionen bereits in der frühen Planungsphase hinzuzuziehen. Dadurch können kostspielige Verzögerungen im Baugenehmigungsprozess und unvorhergesehene Folgekosten vermeiden werden.

Formen der Außenbeleuchtung

Außenbeleuchtungsanlagen umfassen ein breites Spektrum von Anwendungen, die einen funktionalen oder gestalterischen Zweck erfüllen:

  • Fassadenbeleuchtung: Architektonische Akzentuierung von Gebäuden
  • Sportstättenbeleuchtung: Flutlichtanlagen für Stadien und Sportplätze
  • Baustellenbeleuchtung: Temporäre Beleuchtung von Arbeitsbereichen
  • Lichtwerbeanlagen: Leuchtreklamen und beleuchtete Werbetafeln
  • Beleuchtung von Logistikflächen: Großflächige Ausleuchtung von Lager- und Umschlagplätzen

Im Rahmen von Bauanträgen werden deshalb behördlicherseits für solche genehmigungspflichtigen Anlagen Lichtimmissionsgutachten gefordert, um die Auswirkungen auf die Umgebung und Anwohnerschaft zu bewerten. Nicht zuletzt können hier auch Minderungsmaßnahmen angeordnet oder sogar der Betrieb dieser Anlagen untersagt werden.

Auswirkungen auf den Menschen

Zu viel künstliches Licht in der Nacht kann den menschlichen Biorhythmus stören, die Aufhellung von Wohn- und Schlafräumen die Produktion des Schlafhormons Melatonin unterdrücken. Die möglichen Folgen sind Schlafstörungen und eine Beeinträchtigung der Erholung in der Nacht. Auch die Blendwirkung durch helle Lichtquellen kann als belästigend empfunden werden und je nach Intensität zu Konzentrationsstörungen und Sehbeeinträchtigungen führen.

Auswirkungen auf die Umwelt

Lichtimmissionen können zudem vielfältige negative Folgen für Tiere und Pflanzen haben. Hierzu hat das Bundesamt für Naturschutz BfN im Jahr 2019 eine umfangreiche Studie* vorgelegt, und stellt zusammenfassend fest, dass ganze Ökosysteme durch Lichtimmissionen aus dem Gleichgewicht geraten können, was sich durch die Reduzierung der Artenvielfalt bemerkbar macht. Einige Auswirkungen seien hier nur exemplarisch genannt:

  • Störung nachtaktiver Tiere wie Insekten, Fledermäuse und Vögel
  • Veränderung von Jagd- und Fortpflanzungsverhalten
  • Beeinträchtigung von Wanderrouten und Orientierung
  • Veränderter Vegetationsrhythmus, verzögerter Laubabwurf, Frostschäden durch frühzeitiges Keimen

Gesetzliche Grundlagen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Lichtimmissionen sind in Deutschland in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt:

1. Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG): Schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne dieses Gesetzes sind Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen. Immissionen im Sinne des BImSchG sind auch auf Menschen, Tiere und Pflanzen einwirkende Lichtimmissionen.

2. Baugesetzbuch BauGB: Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere auch die Belange des Umweltschutzes einschließlich des Naturschutzes und die Auswirkungen auf Menschen Tiere und Pflanzen zu berücksichtigen. Das betrifft auch die Vermeidung von Immissionen, zu denen Licht im Sinne des BImSchG zählt

3. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2022 das Änderungsgesetz des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchGuaÄndG) – Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt in Deutschland und zur Änderung weiterer Vorschriften beschlossen. Es ergänzt das BNatSchG um den § 41a – „Schutz von Tieren und Pflanzen vor nachteiligen Auswirkungen von Beleuchtungen“. [JO1.1]Darin heißt es: „Neu zu errichtende Beleuchtungen an Straßen und Wegen, Außenbeleuchtungen baulicher Anlagen und Grundstücke sowie beleuchtete oder lichtemittierende Werbeanlangen sind technisch und konstruktiv so anzubringen, mit Leuchtmitteln zu versehen und so zu betreiben, dass Tiere und Pflanzen wild lebender Arten vor nachteiligen Auswirkungen durch Lichtimmissionen geschützt sind.“ Zudem fordert das Gesetz auch die Um- und Nachrüstung bestehender Anlagen.

Darüber hinaus sieht der ebenfalls neue § 54 Absatz 4d des BNatSchG vor, Richt- und Grenzwerte für die Beurteilung von Lichtimmissionen auf Fauna und Flora zu entwickeln. Das Bundesumweltministerium ist dazu aufgefordert, diese in einer Rechtsverordnung festzulegen. Solche Richtwerte liegen bisher nur zur Beurteilung von Lichtimmissionen auf den Menschen vor. Wegen der Komplexität der jeweiligen Ökosysteme und der Auswirkungen von Lichtimmissionen auf diese, besteht hier noch Forschungsbedarf. Deshalb ist mit solchen Richtwerten in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Entsprechend treten die Vorschriften aus dem geänderten BNatSchG erst nach Erlass der Rechtsverordnung in Kraft, die wesentlichen Inhalte des Gesetzes sollten aber bereits bei aktuellen Planungen berücksichtigt werden.

Immissionsmessungen und Bewertung

In Vollzug des BImSchG hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) im Jahr 2012 die „Licht-Richtlinie“ erarbeitet. Darin werden neben Hinweisen zur einheitlichen Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen auch Richtwerte vorgegeben. Bei Anwohnerbeschwerden oder zur Überprüfung von Bestandsanlagen können danach Immissionsmessungen durchgeführt werden. Dabei werden zwei Hauptaspekte untersucht:

1. Raumaufhellung: Hier wird die Beleuchtungsstärke E (Einheit: Lux [lx]) in der Fensterebene des jeweiligen Anwohners (Immissionsort) gemessen. Dies lässt Rückschlüsse zu, ob ein Wohn- oder Schlafraum durch die Beleuchtungsanlage unzulässig aufgehellt wird.

2. Blendung durch die Lichtquellen: Diese wird durch die Messung der Leuchtdichte L (Einheit: Candela pro Quadratmeter [cd/m²]) ermittelt und gibt Aufschluss über die potenzielle Blendwirkung der Lichtquelle.

Minderungsmaßnahmen und Handlungsempfehlungen

Zur Reduzierung von Lichtimmissionen stehen verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen zur Verfügung:

  • Zielgerichtete Bedarfsermittlung von Beleuchtungen
  • Optimierte Lichtlenkung: Einsatz von abgeschirmten Leuchten mit präziser Lichtlenkung
  • Anpassung der Lichtfarbe: Verwendung warmweißer Lichtquellen mit geringem spektralen Blauanteil, was die Blendungserscheinungen und die negative Einwirkung auf Insekten, Fledermäuse, Vögel u.a. reduziert
  • Reduzierung der Beleuchtungsstärke: Anpassung der Beleuchtungsstärke und -dauer an den tatsächlichen Bedarf
  • Bedarfsgerechte Steuerung und zeitliche Begrenzung der Beleuchtung: Installation von Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren, Abschaltung oder Dimmung in den Nachtstunden

Um negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt zu minimieren, empfiehlt sich folgendes Vorgehen in der Planung und im Betrieb von Außenbeleuchtungsanlagen:

  1. Frühzeitige Einbindung von Lichtplanungsexperten in den Planungsprozess
  2. Erstellung von Lichtimmissionsprognosen für Bauanträge
  3. Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Richtwerte bereits in der Planung
  4. Implementierung von Minderungsmaßnahmen bereits in der Planungsphase
  5. Überprüfung und Optimierung bestehender Anlagen

Durch eine verantwortungsvolle Lichtplanung können die Vorteile der Außenbeleuchtung genutzt und gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf ein Minimum reduziert werden. Dies trägt nicht nur zum Schutz von Menschen und Umwelt bei, sondern kann auch Energiekosten einsparen und Konflikte mit Anwohnern vermeiden. Die zunehmende Sensibilisierung für das Thema Lichtverschmutzung und die Verschärfung gesetzlicher Vorgaben unterstreichen die Notwendigkeit, Lichtimmissionen als integralen Bestandteil der Planung zu betrachten.

Ingenieure und Planer sind gefordert, innovative Lösungen zu entwickeln, die eine ausgewogene Balance zwischen den Beleuchtungsbedürfnissen und dem Schutz der nächtlichen Umwelt schaffen. Durch den Einsatz moderner Technologien wie adaptive Beleuchtungssysteme und intelligentes Lichtmanagement können Außenbeleuchtungsanlagen flexibel an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Beleuchtung, die sowohl Sicherheitsaspekte als auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Abschließend ist zu betonen, dass die Reduzierung von Lichtimmissionen nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Eine breite Aufklärung über die Auswirkungen übermäßiger Beleuchtung und die Förderung eines bewussten Umgangs mit Licht sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Beleuchtungskultur.

Jens Oehme

Der Autor:
Dipl.-Ing. (FH) Jens Oehme ist Geschäftsinhaber des ibeno-Ingenieurbüro für Licht- und Beleuchtungstechnik, Sachverständiger für Lichtimmission und Lichttechnik bei der Deutschen Gesellschaft für LichtTechnik und LichtGestaltung e.V. LiTG und Beratender Ingenieur an der Baukammer Berlin.

*BfN-Skripten 543: Leitfaden zur Neugestaltung und Umrüstung von Außenbeleuchtungsanlagen Anforderungen an eine nachhaltige Außenbeleuchtung.

Außenbeleuchtung: Licht lenken statt streuen

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Ob auf Wegen, Höfen oder Parkflächen – gute Beleuchtung sorgt nicht nur für Orientierung, sondern schützt auch vor Unfällen. Gerade nachts sind Beschäftigte auf den Außenflächen von Gewerbe- und Industriebauten besonderen Risiken ausgesetzt. Müdigkeit und Blendung erhöhen die Unfallgefahr. Mit der passenden Beleuchtung werden Parkplätze, Ein- und Ausfahrten oder Außentreppen sicherer. Für Treppen, Rampen und Wege eignen sich Leuchten, die ihr Licht gezielt auf den Boden lenken. „So werden Mitarbeiter und Besucher nicht geblendet und störendes Streulicht wird vermieden“, erklärt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Brancheninitiative licht.de. Mastleuchten und Lichtstelen beleuchten Zufahrten, Höfe und Parkplätze; Pollerleuchten trennen Parkbereiche für Autos und Fahrräder und kennzeichnen angrenzende Fußwege. „Je robuster eine Leuchte konstruiert ist, desto besser ist sie vor Umwelteinflüssen gefeit“, betont Waldorf. Lichtpunkte und Außenleuchten sollten mindestens Schutzart IP 44 haben – so trotzen sie Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Schmutz.

Beleuchtungsstärke nach Verkehrsfrequenz

Lichtmanagementsysteme steuern die Beleuchtung besonders effizient. Sie schalten gezielt einzelne Leuchten oder Leuchtengruppen ab, wenn Flächen ungenutzt bleiben, und binden Bewegungsmelder und Lichtsensoren ein, um die technische Ausstattung dem Bedarf und verfügbaren Tageslicht anzupassen. „Weniger Schaltungen sparen nicht nur Energie und senken die Betriebskosten, sie verlängern darüber hinaus die Lebensdauer der Außenleuchten“, führt Waldorf aus. Auf Parkplätzen begegnen sich Fußgänger, Autos, Motor- und Fahrräder – sie sind Verkehrszonen und damit besonders sensible Bereiche. Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen wächst die Kollisionsgefahr. Deshalb definiert die Straßenbeleuchtungsnorm DIN EN 13201 in Teil 1 und 2 die Anforderungen an Parkplätze. Handelt es sich darüber hinaus auch um Arbeitsplätze im Freien, muss zusätzlich DIN EN 12464-2 beachtet werden. Sie staffelt die nötige Beleuchtungsstärke nach Verkehrsfrequenz: mindestens 20 Lux bei hoher Verkehrsdichte, zehn Lux bei mittlerem und fünf Lux bei geringem Aufkommen. Lichtmanagement und Sensorik erledigen auch diese Aufgaben und passen die Beleuchtung dem jeweiligen Personen- und Fahrzeugverkehr an. Jede Leuchte lässt sich einzeln oder in Gruppen adressieren. Waldorfs rät: „Nicht vergessen, auch die Randbereiche in das Beleuchtungskonzept einzubeziehen.“

Ein- und Ausfahrten bergen ein erhöhtes Unfallrisiko. Bewegt sich etwa ein Staplerfahrer von einer gut beleuchteten Halle nach draußen in einen dunklen Hof, kann er Personen oder Gegenstände nicht erkennen und mit ihnen kollidieren. Denn es können Minuten vergehen, bis sich die Augen an die neuen Lichtverhältnisse anpassen. Deshalb sind hier korrekte Beleuchtungsstärken besonders wichtig. Auf beleuchteten Außentreppen können Nutzer Trittstufen richtig einschätzen und geraten nicht ins Stolpern. Ein ausgewogenes Verhältnis von Licht und Schatten lässt die Stufen plastisch hervortreten. Harte und lange Schatten steigern dagegen die Unfallgefahr.

Bewertungskriterien für Außenanlagen und Wege

Über das Auswahlverfahren von DIN 13201-1 und anhand der besonderen Entscheidungskriterien für Verkehrswege und -flächen können die jeweiligen Anforderungen an die Beleuchtung ermittelt werden.

  • Für Parks und Grünanlagen gelten die Anforderungen an die horizontale Beleuchtungsstärke.
  • Lichttechnisches Bewertungskriterium für den reinen Fußgängerverkehr ist die mittlere horizontale Beleuchtungsstärke. Der Wartungswert sollte 2 Lux bis 15 Lux betragen. Im Bewertungsfeld müssen es mindestens 0,4 Lux bis 3 Lux sein.
  • Eine gute Wahrnehmung von Personen und ihren Gesichtern kann durch eine angemessene, minimale halbzylindrische Beleuchtungsstärke von 0,4 Lux bis 3 Lux erreicht werden.
  • Hinweise zur Beleuchtung von Treppen gibt DIN EN 12464-2. Bei gelegentlich benutzten Treppen genügen 5 Lux, bei stark frequentierten hingegen sind bis zu 100 Lux vorgeschrieben. Die Gleichmäßigkeit muss mindestens 0,25 bis 0,40 betragen.
  • Für Radwege gilt die Auswahl nach DIN 13201-1. Je nach Umgebungshelligkeit und Verkehrsaufkommen beträgt der Wartungswert der mittleren horizontalen Beleuchtungsstärke 2 bis 15 Lux. Im Bewertungsfeld muss die minimale Beleuchtungsstärke zwischen 0,6 und 3 Lux liegen.
  • Für Parkplatzflächen gilt DIN EN 12464-2. Bei geringem Verkehr genügt ein Wartungswert der Beleuchtung von mindestens 5 Lux.
  • Sofern auch Be- und Entladungen stattfinden, muss DIN EN 12464-2 beachtet werden.

Worauf es bei der Sanierung der Außenbeleuchtung ankommt, erklärt die Brancheninitiative licht.de in ihrer Publikation licht.wissen 09 „Nachhaltig und zukunftssicher sanieren“. Kostenfreier Download: www.licht.de/lichtwissen09

Stölting kauft weiter zu

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Die Stölting Service Group hat in Deutschland und Österreich weitere Wettbewerber aus den Bereichen Gebäudereinigung und Sicherheitstechnik erworben, um ihr Angebot im gesamten infrastrukturellen und technischen Facility Management zu erweitern.

Im Rahmen eines Asset-Deals wurde der Gebäudereinigungsbetrieb Putzteufel mit Sitz in Augsburg übernommen, teilte die Stölting Service Group im Februar mit. Im Zuge der Akquisition soll eine neue Stölting-Niederlassung in der Fuggerstadt entstehen. Die bisherigen Eigentümer Günther und Angelika Ninger bleiben den Angaben zufolge weiterhin in dem 1989 gegründeten Unternehmen und übernehmen die Leitung der neuen Filiale. „Mit dem neuen Standort in Augsburg stärken wir unsere Position im süddeutschen Markt gezielt. Die Integration eines seit Jahrzehnten erfolgreichen Betriebs unterstreicht unseren Anspruch, regional zu wachsen und gleichzeitig Kontinuität für Kunden sicherzustellen“, sagte Dr. Boris Westerfeld, COO der Stölting Service Group.

Im Januar gab das Unternehmen eine Beteiligung an der Unternehmensgruppe Neue Raumpflege, einem überregional tätigen Gebäudereinigungsunternehmen mit Sitz in Salzburg, bekannt. Die Firma mit weiteren Standorten in Linz, Graz, Wien und Klagenfurt soll auch künftig von den Geschäftsführern Sabine Weinhäupl und Kai Steffen geleitet werden. „So schaffen wir die ideale Basis, um unser Leistungsportfolios in Österreich auszubauen und unsere Marktpräsenz deutlich zu erweitern“, begründete Sebastian Mosbacher, CEO der Stölting Service Group, den Zusammenschluss.

Der Expansionskurs der Stölting Gruppe umfasst nicht nur Reinigungsdienstleister, sondern auch Unternehmen aus dem Bereich Sicherheitstechnik. Bereits zum Jahreswechsel hatte die Firmengruppe das insolvente Sicherheitstechnikunternehmen DeichTec mit Sitz in Emden übernommen. Darüber hinaus wurde 2025 die österreichische Sicherheitsfirma AT-Ost zugekauft und damit der Grundstein für die Gründung der Stölting Austria GmbH gelegt.

All Service Sicherheitsdienste wachsen

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Die All Service Sicherheitsdienste GmbH hat ihren Umsatz von 76 Mio. Euro im Vorjahr auf 87 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025 gesteigert.

Die Dachgesellschaft, die All Service Unternehmensgruppe für Gebäudemanagement, setzte 2025 mit insgesamt etwa 5.000 Beschäftigten mehr als 155 Mio. Euro um, nach einem Jahresumsatz von 125 Mio. Euro im Jahr zuvor, teilte die All Service Sicherheitsdienste GmbH auf Anfrage mit.

Nach Angaben des Sicherheitsdienstleisters legte die Anzahl der verarbeiteten Meldungen in der Notruf- und Serviceleitstelle gegenüber 2024 um rund 5 Prozent zu. Insgesamt seien 321.475 Alarme professionell bearbeitet worden, im Durchschnitt rund 881 Alarme pro Tag. 854 Alarmmeldungen führten zu einer direkten Alarmierung von Polizei oder Feuerwehr. Darüber hinaus seien 17.949 Interventionsdiensteinsätze und 758 Revierkontrollaufträge koordiniert und durchgeführt worden. Die Zahl der betreuten Videoobjekte nahm um rund 10 Prozent im Vorjahresvergleich zu, heißt es weiter aus Frankfurt am Main.

„Die Zahlen bestätigen unseren konsequenten Fokus auf moderne Sicherheitstechnik, effiziente Prozesse und hervorragend ausgebildete Mitarbeitende“, erklärt Peter Haller, geschäftsführender Gesellschafter der All Service Sicherheitsdienste GmbH.

Bad Homburg beauftragt Piepenbrock

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Die Stadt Bad Homburg hat erneut ein Los für verschiedene Reinigungsleistungen an die Piepenbrock Unternehmensgruppe vergeben.

Seit Juli 2025 übernimmt die Niederlassung Wiesbaden die Unterhalts- und Glasreinigung sowie Grund- und Sonderreinigungen, teilte Piepenbrock im Februar mit. Zu den Sonderleistungen zählt unter anderem die Reinigungen und Neubeschichtungen von Fußböden.

Der Dienstleister betreut nun das Rathaus, Standesamt und Jugendbüros, einige Kindergärten sowie der Stadtbibliothek, Feuerwehr, Veranstaltungsräume und öffentlichen Toiletten. Zuvor war das Unternehmen den Angaben zufolge bereits in anderen Gebäuden der Kommune im Einsatz.

Partnerschaft für „Robotik-ready“-Gebäude

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Um Gebäude „Robotik-ready“ zu gestalten, haben Neura Robotics und Drees & Sommer eine strategische Partnerschaft geschlossen. Der Tech-Spezialist liefert die kognitive Robotik, KI-Grundlagen und Schnittstellenkompetenz, das Beratungsunternehmen bringt die Expertise in Planung, Sensorik, digitalen Zwillingen sowie IT/OT-Netzwerken ein. Gemeinsam wollen sie Immobilien nicht nur planen und betreiben, sondern als lernende, interaktive Systeme gestalten. Damit entstehen Umgebungen, die in Echtzeit mit Menschen und Robotern zusammenarbeiten. Einen ersten Schwerpunkt setzen die Unternehmen bei Lösungen für Sanitäreinrichtungen, wo Automatisierung, Hygiene und Verfügbarkeit besonders dringend gebraucht werden.

Verbesserte Interaktion

Die Kooperation steht für ein neues Verständnis von Architektur und Technik: Gebäude werden adaptiv, Prozesse werden automatisierter, sicherer und effizienter; Robotik wird von Anfang an mitgedacht. „Wir verbinden zwei Welten, die physische und die digitale, und schaffen damit die Voraussetzungen dafür, dass Roboter künftig besser mit ihrer Umgebung und mit Menschen interagieren können“, sagt Dierk Mutschler, Vorstand bei Drees & Sommer. „Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen, Produktion, Bürogebäuden oder Flughäfen.“

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht das Konzept des Sensorized Environment: Licht, Bewegung, Temperatur, Geräusche und weitere Signale werden in Echtzeit erfasst, analysiert und für die Interaktion zwischen Mensch, Raum und Robotik nutzbar gemacht. So entsteht ein digitales Nervensystem des Gebäudes, als Grundlage dafür, dass Robotik nicht nur im Gebäude arbeitet, sondern mit dem Gebäude agiert.

Das Thema Robotik im Gebäudemanagement wird ausführlich in Der Facility Manager, Heft 4 behandelt. Sichern Sie sich jetzt ein kostenloses Probe-Abo.

eFM expandiert weiter

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Die italienische eFM, Muttergesellschaft der Saarbrückener Archibus Solution Centers Germany GmbH, hat im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie drei Firmen in Nordamerika und Europa übernommen.

Die Investitionen umfassen die vollständige Übernahme von Applied Data Systems Inc. in den USA sowie Mehrheitsbeteiligungen an Horizant Solutions, aktiv in den USA und Kanada, und an der Procos Group in Belgien, den Niederlanden und Portugal, teilte die Archibus Solution Centers Germany GmbH im Januar mit. „Diese Übernahmen sind ein entscheidender Schritt beim Aufbau einer globalen Plattform, die in der Lage ist, die Komplexität moderner Immobilien zu managen und die Führungsrolle in der digitalen Governance von Orten als Erlebnisse auszubauen“, sagte Daniele Di Fausto, CEO von eFM.

Applied Data Systems ist laut eFM langjähriger Akteur im nordamerikanischen IWMS- und CAFM-Markt und unterstützt komplexe Organisationen in den Bereichen Unternehmen, Gesundheitswesen, Bildung und öffentliche Verwaltung. Horizant Solutions verfügt den Angaben zufolge über Fachwissen in der digitalen Arbeitsplatztransformation sowie umfassende Erfahrung in der Umsetzung komplexer Programme für Regierungsbehörden und große Organisationen. Die Procos Group konzentriert sich auf strategische Raumplanung, Facility Management und Arbeitsplatztransformation.

In den vergangenen Jahren hat eFM seine Präsenz in Europa durch strategische Übernahmen in Deutschland und Spanien sowie in Lateinamerika und den USA ausgebaut. Mit einem plattformbasierten Geschäftsmodell verwaltet die Gruppe nach eigenen Angaben derzeit mehr als 200 Mio. qm Fläche sowie Dienstleistungen im Wert von rund 7 Mrd. Euro in den Bereichen Facility-, Property- und Construction-Management für öffentliche und private Gebäude sowie Infrastrukturen.

Prologis: Neuer Logistikstandort in Berlin

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Auf einem revitalisierten Industrieareal in Berlin-Lichtenberg hat Prologis an der Plauener Straße ein neues Logistikzentrum mit 19.391 m2 Fläche fertiggestellt. Alliance Healthcare Deutschland, Picnic und Elis nutzen die Anlage für die Versorgung mit Arzneien, Lebensmitteln sowie Berufs- und Schutztextilien mit kurzen Wegen in mehrere Berliner Bezirke und in das Umland.

Prologis setzt am neuen Standort ein durchgängiges Nachhaltigkeitskonzept um: Das „All-electric“-Gebäude kommt ohne fossile Brennstoffe aus und wird über eine Luft-Wärmepumpe betrieben; eine Photovoltaikanlage mit 1,2 MWp unterstützt die Energieversorgung. Die Immobilie ist zudem auf E-Mobilität vorbereitet, sodass Ladepunkte auf bis zu 140 Stellplätzen realisiert werden können. Das erhöhte Parkdeck ermöglicht die gleichzeitige Beladung mehrerer Kleintransporter und Vans mit kurzen Wegen von der Lagerfläche zum Fahrzeug, geringen Standzeiten und stabilen Abfahrtsfenstern.

WELL-Core und Parklife

Für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wurden Innenräume mit hoher Luftqualität und Tageslichtnutzung nach WELL-Core-Kriterien sowie ein Parklife-Konzept umgesetzt – mit begrünten Aufenthaltsflächen, Pavillon, Tischtennisplatte und Fahrrad-Werkstatt. Ökologisch aufgewertet wird das Areal durch eine begrünte Schallschutzwand zur Wohnbebauung hin, begrünte Fassaden, Vogelhäuschen und rund 45 neu gepflanzte Bäume. Für den Standort wird eine DGNB-Zertifizierung in Platin angestrebt.

VDI: Raumluftqualität bewerten und verbessern

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Im Dezember wurde die Richtlinie VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 veröffentlicht, die eine einheitliche fachliche Grundlage für die Beurteilung der Raumluftqualität festlegt.

Eine gesundheitlich unbedenkliche Raumluftqualität liegt im Sinne der Richtlinie dann vor, wenn von Raumluft und Raumklima keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgehen, die Luft mehrheitlich als angenehm und behaglich empfunden wird und keine störenden Gerüche auftreten, teilte der VDI im Januar mit. Voraussetzung dafür sei, dass relevante physikalische, chemische und biologische Messgrößen innerhalb der definierten Bereiche liegen.

Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität – Beurteilung der Raumluftqualität“ stellt den Angaben zufolge eine Erweiterung der Systemgrenze von VDI 6022 Blatt 1 auf den Aufenthaltsbereich in Übereinstimmung mit DIN EN 16798-1 dar. Die neue Richtlinie führt ein Bewertungsverfahren zur Kategorisierung der Raumluftqualität ein und ordnet bestehende Grenz- und Richtwerte nach dem Stand der Technik ein. Ziel ist laut VDI, Gebäudebetreiber bei der Einordnung der Raumluftqualität, bei der vertraglichen Festlegung von Zielwerten sowie beim Nachweis der Zielerreichung zu unterstützen.

Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 kann ab 104 Euro bei DIN Media erworben werden.

adesso erweitert Planon Partner-Netzwerk

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Der IT-Dienstleister adesso business consulting AG hat eine Partnerschaft mit Planon vereinbart, um den Softwareanbieter künftig als Systemintegrator bei der Vermarktung und Implementierung der Integrated Workplace Management Solution (IWMS) zu unterstützen.

Mit seinem tiefen Verständnis für Prozesse und Technologien sei adesso hervorragend positioniert, um das IWMS nahtlos in bestehende SAP-Landschaften einzubinden und Kunden bei der Digitalisierung ihrer Betriebs-, Immobilien- und Arbeitsplatzprozesse zu unterstützen, teilte Planon Ende Januar mit.

„Gemeinsam können wir Kunden jeder Größe und jeder Branche bei der technischen Umsetzung komplexer Integrationsszenarien unterstützen und so die digitale Transformation ihrer Immobilienprozesse weiter vorantreiben“, sagt Bernd Auer, Senior Partner Manager Central Europe bei Planon. „Gemeinsam schlagen wir die Brücke zwischen operativer Gebäudeverwaltung und strategischen Geschäftsprozessen und sorgen so für mehr Effizienz, mehr Transparenz und mehr Nachhaltigkeit im Facility Management“, ergänzt Thomas Mohrbacher, Team Lead Manager bei der adesso business consulting AG. Planon und adesso planen den Angaben zufolge, in den kommenden Monaten erste gemeinsame Projekte im deutschsprachigen Raum umzusetzen.

Wepa übernimmt französischen Wettbewerber

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Die Wepa Gruppe will die Mehrheit an dem französischen Hersteller MPH1865 erwerben, der auf Hygienepapier und Seife im Away-from-Home-Sektor spezialisiert ist.

Ziel ist, die Präsenz von Wepa in Europa im Away-from-Home-Markt weiter zu stärken, teilte der Hersteller von Hygienepapieren Ende Januar mit. „Wir können dadurch die lokale Produktion stärken, industrielle Kapazitäten sichern und den Away-from-Home-Markt in Frankreich weiterentwickeln, während wir gleichzeitig von der Erfahrung und dem europäischen Netzwerk der Wepa Gruppe profitieren“, sagte Marc Miribel, Präsident und CEO von MPH1865.

Das Unternehmen mit Sitz in Ardèche und Drôme beschäftigt rund 260 Mitarbeiter und produziert jährlich bis zu 60.000 t Papier. Die Wepa Gruppe mit insgesamt etwa 4.300 Beschäftigten ist nach eigenen Angaben einer der drei größten Hygienepapier-Produzenten in Europa. Der Abschluss der geplanten Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen, einschließlich der Fusionskontrolle.

Engie: FM für das Zoofenster

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Engie Deutschland hat zum Jahresanfang den Auftrag für das Facility Management für das sogenannte Zoofenster, ein Hochhaus im Berliner Stadtteil Charlottenburg, erhalten.

Mit 118 m Höhe zählt das Zoofenster zu den fünf höchsten Gebäuden der Hauptstadt und beherbergt auf rund 36.000 qm Fläche ein Fünf-Sterne-Hotel, exklusive Büroflächen und Einzelhandelsbereiche. Der Auftrag umfasst die komplette Betriebsführung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie das infrastrukturelle Gebäudemanagement, teilte Engie Deutschland im Januar mit.

Das Leistungsspektrum umfasst den Angaben zufolge alle TGA-Gewerke, von Schwimmbadtechnik über Inergen-Löschanlagen für Serverräume bis hin zu Notstrom- und Hifog-Systemen. Zusätzlich koordiniert Engie externe Dienstleister, übernimmt das Gewährleistungsmanagement und unterstützt bei Mieterausbauten sowie Events, heißt es weiter aus Köln. Ein weiterer Fokus liegt auf der energieoptimierten Anlagensteuerung und der Integration eines modernen Energiemanagementsystems.

„Das Zoofenster Berlin ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern gleichermaßen technisch hochkomplex“, sagt Claudia Kuhn, Regionalleiterin Facility Services bei Engie Deutschland.

Klüh bleibt in Bochum am Ball

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Der VfL Bochum 1848 hat die seit 2015 bestehende Zusammenarbeit mit Klüh Security erneut verlängert.

Die Leistungen bei sämtlichen Heimspielen sowie Veranstaltungen im Vonovia Ruhrstadion umfassen unter anderem Einlass- und Taschenkontrollen, die Sicherung von Flucht- und Rettungswegen, Aufsichtsdienste in den Fanbereichen sowie Service- und Ordnungsdienste in den VIP-Zonen, teilte der Multiservice-Dienstleister Klüh im Januar mit. Je nach Spieltag seien dafür bis zu 600 Mitarbeitende im Einsatz.

Seit 2024 sorgt Klüh außerdem für die Sicherheit an Heimspieltagen des Frauen-Teams, seit vergangenem Jahr auch bei Sportevents der VfL SparkassenStars Bochum, dem Basketball-Profiteam des Vereins.

Piepenbrock erreicht Umsatzmilliarde

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Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten.

Bereits vor fünf Jahren hatte Piepenbrock dieses Ziel definiert. „Im zurückliegenden Jahr wuchs die Gruppe trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf dem Markt erneut deutlich – diesmal um rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, gab das Unternehmen im Januar bekannt. Dabei hätten insbesondere technischen Dienstleistungen an Bedeutung gewonnen. Sie stehen mittlerweile für rund ein Viertel des Gesamtumsatzes.

„Dieser Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wachsen gemeinsam mit unseren Kunden und mit einem klaren Qualitätsanspruch“, sagt Arnulf Piepenbrock als geschäftsführender Gesellschafter. Die Unternehmensgruppe verfügt nach eigenen Angaben über etwa 800 Standorte sowie 70 Niederlassungen und beschäftigt rund 26.800 Mitarbeiter.

Partnerschaft für CO2-freie Energie

Google und Engie haben ihre Partnerschaft für CO₂-freie Energie (Carbon-Free Energy – CFE) bis 2030 verlängert und erweitert. Durch die Integration von Batteriespeichern und zusätzlichen PPAs aus erneuerbaren Energien wollen sie einen Beitrag zu den deutschen Dekarbonisierungszielen leisten. Googles deutsche Standorte sollen so bis 2026 einen Anteil von 85 Prozent CO₂-freier Energie erreichen. Dies teilten die beiden Unternehmen Mitte Januar mit.

Engie ist seit 2021 als deutscher CFE-Manager für Google tätig. Ziel der Partnerschaft ist es, stündlich grüne Energie aus neuen Onshore-Wind- und Solarprojekten bereitzustellen, ergänzt durch Speicherlösungen. Zusätzlich zur fluktuierenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien wird Engie dafür Batteriespeichersysteme (BESS) und Pumpspeicher in Deutschland nutzen. Dieser Ansatz soll die notwendige Flexibilität schaffen, um Angebot und Nachfrage präzise auszugleichen. Die Erweiterung der Partnerschaft stehe im Zusammenhang mit Googles Ankündigung, zwischen 2026 und 2029 rund 5,5 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur und in Bürostandorte in Deutschland zu investieren, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Planon wird SAP Solution Extension

Seit dem 13. Januar ist SAP Real Estate and Facilities Management by Planon als SAP Solution Extension verfügbar. Damit erweitern SAP und Planon ihre bestehende Partnerschaft. Auf dem Weg von der SAP Endorsed App zur Solution Extension habe die Lösung von Planon ein anspruchsvolles Qualifizierungsverfahren durchlaufen und wird künftig durch SAP Support Services unterstützt, teilt das niederländische Softwarehaus mit. Die Lösung verbindet Prozesse aus Immobilien-, Facility- und Arbeitsplatzmanagement mit SAP-Systemen und soll Unternehmen dabei unterstützen, Kostenkontrolle, Compliance, Flächennutzung und Nachhaltigkeitsperformance zu optimieren.

„Mit dieser SAP Solution Extension bringen wir die fachliche Expertise von Planon in das Business- und Support-Framework von SAP ein und ermöglichen es Unternehmen, die Planung und den Betrieb ihrer Gebäude zu modernisieren. Dadurch entsteht ein einheitliches operatives Gesamtbild über Finanzen, Flächen, Services und Nachhaltigkeit hinweg – auf Basis konsistenter Daten, die weltweit skalierbare Verbesserungen ermöglichen“, sagt Peter Ankerstjerne, CEO von Planon. „Die Einstufung als SAP Solution Extension ist ein klarer nächster Schritt in unserer Zusammenarbeit und unterstreicht das Vertrauen von SAP in den Mehrwert, den Planon unseren Cloud-ERP-Kunden bietet“, erklärt Darryl Gray, Global Senior Vice President, ISV Success Management bei SAP. „Durch die direkte Verfügbarkeit über SAP vereinfachen wir den Einkauf, die Implementierung und die Skalierung von Real Estate und Facility Management innerhalb der SAP-Landschaft unserer Kunden.“

Neue GEFMA 140 für Integriertes Facility Management

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Der Deutsche Verband für Facility Management (gefma) hat Mitte Januar die neue Richtlinie 140 „Integrated Facility Management“ herausgegeben.

„Nach zwei White Papers freuen wir uns sehr, das Thema Integriertes Facility Management nun mit dieser Richtlinie weiterzuentwickeln. Dies hilft dem deutschen Markt, IFM-Modelle besser zu verstehen sowie Chancen und Risiken einzuordnen – eine wichtige Voraussetzung, um globale IFM-Ansätze hier erfolgreich und im Sinne aller Beteiligten umzusetzen“, sagt Alexandra Pabst, Leiterin der Arbeitsgruppe Integriertes Facility Management (IFM) im gefma Arbeitskreis International, von dem die Richtlinie erarbeitet wurde.
Die Publikation richtet sich an alle relevanten Stakeholder des Facility Managements, wie Auftraggeber, Auftragnehmer und Berater. Sie unterstützt lokale Marktteilnehmer dabei, IFM-Modelle besser zu verstehen, deren Chancen und Risiken realistisch zu bewerten und sie vor dem Hintergrund internationaler Implementierungen richtig einzuordnen. Dies ist insbesondere deshalb von hoher Relevanz, da Deutschland integraler Bestandteil zahlreicher globaler IFM-Ansätze ist und der erfolgreiche Umgang mit diesen Modellen im Interesse aller Beteiligten liegt, heißt es weiter aus Bonn.

Verständnis für IFM stärken

Inhaltlich bietet die Richtlinie laut gefma eine strukturierte und praxisnahe Auseinandersetzung mit integriertem Facility Management. Dazu gehören unter anderem eine klare Definition von IFM, ein Überblick über die zentralen Treiber und Motive für dessen Einführung sowie eine Einordnung unterschiedlicher Geschäfts- und Finanzierungsmodelle inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile. Darüber hinaus beleuchtet GEFMA 140 die Bedeutung von Partnerschaft, Mindset und Unternehmenskultur als entscheidende Erfolgsfaktoren für IFM-Modelle. Eine praxisorientierte IFM-Checkliste soll Anwender zusätzlich bei der Einordnung und Umsetzung unterstützen. Ergänzend dazu betrachtet die Richtlinie den Einfluss aktueller Entwicklungen wie Environmental, Social und Governance (ESG) sowie den zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz auf integrierte FM-Modelle.

Die neue GEFMA 140 „Integrated Facility Management“ steht hier kostenfrei zum Download für gefma-Mitglieder bereit, Nicht-Mitglieder können sie dort für 38 EUR (zzgl. USt) erwerben.

Piepenbrock säubert Schulen im Ruhrgebiet

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Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat vom Bistum Essen erstmals den Auftrag erhalten, drei Schulen in kirchlicher Trägerschaft zu reinigen.

Mit der Unterhalts- und Glasreinigung sowie Grundreinigungen und Sonderleistungen am St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg, am Mariengymnasium Essen-Werden sowie an der Jordan-Mai-Schule in Gladbeck wurde mit rund 15 Mitarbeitern im Juli 2025 begonnen, teilte Piepenbrock im Januar mit. In den Schulen in Duisburg und Gladbeck säubert das Team zudem die Oberflächen und Böden der zugehörigen Schwimmbäder.

Klüh reinigt weiter das Burj Khalifa

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Die Klüh-Tochtergesellschaft Berkeley Services hat eine Vertragsverlängerung mit dem Immobilienentwickler Emaar vereinbart und übernimmt damit weiterhin die Unterhaltsreinigung des Burj Khalifa in Dubai.

Berkeley Services ist seit Eröffnung des Burj Khalifa im Jahr 2010 für die tägliche Reinigung des mit 828 m höchsten Gebäudes der Welt verantwortlich – von der Lobby über Büro- und Wohnbereiche bis hin zu den hochfrequentierten Besucherzonen, teilte der Multiservice-Dienstleister Klüh im Januar mit.

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf integrierte Facility-Management-Dienstleistungen spezialisierte Auslandsgesellschaft beschäftigt den Angaben zufolge inzwischen rund 9.000 Mitarbeiter.

Apleona kauft erneut in Irland zu

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Apleona hat Ende Dezember 2025 eine strategische Partnerschaft mit der Tim Kelly Group mit Sitz im irischen County Mayo vereinbart.

„Dies ist nach den Unternehmen Acacia und Neylons bereits die dritte größere Investition von Apleona in Irland seit 2022“, teilte der Immobiliendienstleister im Januar mit. Die Tim Kelly Group ist auf mechanische und elektrische Gewerke, darunter HKL- und Gebäudemanagementsysteme spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 190 Mitarbeiter an den Standorten Ballinrobe (Hauptsitz), Galway und Letterkenny sowie einer Vorfertigungswerkstatt in Castlebar im Westen Irlands. „Die starke Präsenz in der Fertigungs- und Pharmaindustrie ergänzt unser Geschäft perfekt und eröffnet vielversprechende Möglichkeiten für Cross-Selling“, sagte Darragh Spain, Geschäftsführer von Apleona Ireland. „Durch diese Partnerschaft werden die bereits hervorragenden technischen Dienstleistungen von Apleona um Installationsdienstleistungen ergänzt“, fügte Ray Casey, verantwortlich für Nordeuropa bei Apleona, hinzu.

Die irische Landesgesellschaft von Apleona beschäftigt den Angaben zufolge inzwischen knapp 3.000 Mitarbeiter, die für Industriekunden in den Bereichen Pharma, Fertigung und Handel tätig sind. Mit den Übernahmen will Apleona seine Marktposition und die hohe Eigenleistungstiefe über das gesamte Leistungsspektrum in Irland weiterentwickeln.