Sonntag, 8. Februar 2026
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Dr. Sasse Gruppe legt 2024 weiter zu

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Die Dr. Sasse Gruppe hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2024 um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 345 Mio. Euro gesteigert – inflationsbereinigt entspricht das einem realen Wachstum von 6 Prozent. „Unser Fokus auf nachhaltiges, integriertes Facility Management und die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kunden zahlt sich aus“, sagte Dr. Laura Sasse, die im Vorstand für Finanzen und Digitales verantwortlich ist, auf der Jahrespressekonferenz am 18. Juni im Munich Urban Colab. „Wir haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht, das Spielraum für die Zukunft lässt“, ergänzte sie, ohne weitere Zahlen zu nennen.

Das vergangene Geschäftsjahr war ihren Angaben zufolge „von wirtschaftlicher Unsicherheit, gesellschaftlichem Wandel und steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit geprägt“. Laut Clara Sasse, die im Vorstand für Sales und Marketing zuständig ist, ist die Firmengruppe „dort gewachsen, wo Expertise und Spezialisierung gefragt sind“. Im Reinraum-Segment konnten neue Biotech-Kunden gewonnen und bestehende Partnerschaften ausgebaut werden. Auch im Retailgeschäft wurde das Portfolio erweitert, unter anderem durch technische Gebäudedienstleistungen für das Modeunternehmen Zalando. Zudem übernahm die Unternehmensgruppe das Gepäckwagenmanagement am Flughafen Frankfurt.

Mehr Technikkompetenz und Marktpräsenz

„Mit strategischen Zukäufen haben wir unsere technologische Kompetenz und Marktpräsenz weiter gestärkt“, ergänzte Dr. Laura Sasse mit Blick auf die Übernahme der Dieter Auth Kälte- und Klimatechnik GmbH in Offenbach sowie der Capital Maintenance Ltd. in London. Auch in England werde damit die Entwicklung vom infrastrukturellen zum integrierten Facility-Management-Anbieter weiter vorangetrieben. Der strategische Kurs der Firmengruppe fokussiert neben dem technologischen Know-how auch auf Digitalisierung und ESG-orientierte Dienstleistungen, hieß es weiter in München. Dabei setzt das Unternehmen auf datengestützte Prozesssteuerung, bedarfsorientierte Services und nachhaltige Energieeinsparmaßnahmen. Beispielhaft dafür sei das zum Jahresanfang gestartete KI-Pilotprojekt zur bedarfsgerechten Reinigung am Flughafen München: In Kooperation mit dem Gründerzentrum UnternehmerTUM München und dem Flughafenbetreiber soll erforscht werden, wie KI-basierte Echtzeitdaten die Reinigungslogistik verbessern können.

Das 2023 neu ins Serviceportfolio aufgenommene System „SassTech“ wurde um ein viertes Modul, den neuen Energieeffizienz-Baukasten, erweitert. „Unsere Kunden wollen keine abstrakten Daten, sondern nachvollziehbare Einsparungen – etwa bei Energie und CO₂“, erklärte Katja Böhmer, Vorständin für Operations und Engineering. Erste Pilotprojekte mit Kunden zeigten, dass mit Hilfe von KI-gestützter Verbrauchsanalyse, IoT-basiertem Monitoring und intelligenter Steuerung technischer Anlagen im Schnitt rund 20 Prozent der Energiekosten eingespart werden können. „Wir bleiben nicht stehen, sondern denken voraus – gemeinsam mit unseren Kunden und mit einem Team, das Wandel nicht nur mitträgt, sondern aktiv gestaltet“, lautete der gemeinsame Tenor der vier Vorständinnen Dr. Laura Sasse, Clara Sasse, Dr. Christine Sasse und Katja Böhmer.

Branchenreport der Gebäudereiniger erschienen

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Der Bundesinnungsverband des Gebäudedreiniger-Handwerks (BIV) hat den „Branchenreport 2025“ veröffentlicht. Die neue, achtseitige Broschüre bietet aktualisierte Zahlen, unter anderem zu Tariflöhnen, Umsatz, Migrationsanteil oder sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (SV), die „sich in vielen Bereichen markant weiterentwickelt haben“, teilte der Verband mit.

Das dynamische Wachstum in Deutschlands beschäftigungsstärkstem Handwerk hat sich laut BIV in den vergangenen Jahren fortgesetzt. Gerade der Trend zur SV-Beschäftigung sei auffällig: 70,9 Prozent beträgt der SV-Anteil in der Branche mittlerweile – ein Wachstum um 23,7 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Knapp 30 Prozent aller zusätzlich entstandenen SV-Arbeitsplätze im Handwerk stammen aus der Gebäudereinigung, heißt es weiter aus Berlin.

Auch das starke Tarifgefüge mit einem Einstiegs-Branchenmindestlohn von 15 Euro ab 2026 sowie die integrative Rolle des Gebäudereiniger-Handwerks stehen nach Verbandsangaben im Zentrum der Publikation: 47,4 Prozent der Beschäftigten haben keinen deutschen Pass – ein deutlicher Anstieg gegenüber den vergangenen Jahren (2021: 40,1 Prozent), hat der BIV ermittelt. Der Lohnkostenanteil in der Gebäudereinigung liege im Durchschnitt bei 85 Prozent. Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen beträgt dieser Anteil laut Statistischem Bundesamt lediglich 31 Prozent.

Vebego Group wächst europaweit

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Die Vebego Group hat im Geschäftsjahr 2024 ihren Umsatz in Europa um 4 Prozent auf ein Rekordniveau von 1,54 Mrd. Euro gesteigert.

Den größten Anteil am Umsatz hatten die Reinigungsdienste mit rund 944 Mio. Euro, gefolgt von Healthcare Services (256 Mio. Euro), Facility Management (192 Mio. Euro) sowie Landscaping Services (94 Mio. Euro) und andere Facility Services (57 Mio. Euro), teilte das niederländische Unternehmen mit. „Trotz eines herausfordernden Marktumfelds ist es uns gelungen, das Ergebnis zu verbessern und neue Kunden an uns zu binden“, sagte Ton Goedmakers, CEO der Vebego Gruppe. Das Nettoergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr von 4,3 auf 7,6 Mio. Euro.

Die deutsche Vebego Facility Services erzielte einen Umsatz von rund 218 Mio. Euro, wobei auch hier die Reinigungsdienste mit etwa 200 Mio. Euro den größten Teil ausmachen, gefolgt von den Security Services mit rund 16 Mio. Euro. In Deutschland wurde das technische Serviceangebot mit der Übernahme der ehemaligen Caverion-Niederlassung in Dreieich bei Frankfurt am Main erweitert.

Goldbeck betreibt Bürohochhaus in Düsseldorf

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Goldbeck Facility Services hat von dem Hamburger Investment Manager Momeni den Auftrag für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement des Bürohochhauses Lyght in Düsseldorf erhalten.

Die Immobilie mit rund 21.000 m2 Bruttogrundfläche wurde hochwertig revitalisiert und soll im Sommer 2025 fertiggestellt werden, teilte Goldbeck mit. Das LEED-Gold und WiredScore-Platin zertifizierte Objekt verfügt über eine Tiefgarage mit 121 Parkplätzen, von denen etwa die Hälfte mit E-Ladepunkten ausgestattet sind. Die Immobilie bietet zudem eine über 1.500 m2 begrünte Terrassenflächen und wurde mit einer in die Fassade integrierten Photovoltaikanlage ausgestattet.

„Diese revitalisierte Bestandsimmobilie ist nicht nur aufgrund der zahlreichen Nachhaltigkeitszertifikate etwas ganz Besonderes, sondern auch wegen der außergewöhnlichen Architektur“, sagte Christian Ziemer, Geschäftsführer der Goldbeck Facility Services, mit Blick auf den Auftrag. In Bonn-Gronau bewirtschaften der Dienstleister für die Momeni-Gruppe bereits die Büroimmobilie Bonnjour.

Prof. Dr. Thomas Beyerle spricht bei Nachhaltigkeit durch FM

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Prof. Dr. Thomas Beyerle

Am 15./16. September laden Der Facility Manager und gefma zur Tagung „Nachhaltigkeit durch FM – ESG in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung“ nach Berlin. Eröffnet wird die Tagung durch die Keynote“Das Ende naht? Nachhaltigkeit am Scheideweg – ESG-Anforderungen an Immobilien zwischen Sinnhaftigkeit, Planbarkeit und Kapitalmarkterwartung“ von Prof. Dr. Thomas Beyerle, Professor für Immobilienforschung an der Hochschule Biberach.

Thomas Beyerle ist Professor in der Fakultät BWL / Bau und Immobilien an der Hochschule Biberach. Er hat einen Lehrstuhl für Immobilienforschung inne. Der promovierte und diplomierte Geograph studierte Geografie und Betriebswirtschaft an den Universitäten Stuttgart und Mannheim. In den letzten 29 Jahren hatte er mehrere Managementpositionen in Immobilienunternehmen inne, darunter Dresdner Bank, DEGI, Aberdeen Property Investors, IVG Immobilien AG und Catella Property Valuations GmbH. Darüber hinaus ist er Referent auf renommierten Immobilienkongressen und Autor zahlreicher Artikel und Lehrbücher und Dozent an verschiedenen europäischen Hochschulen. Ehrenamtlich engagiert er sich bei gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung, deren Präsident er bis April 2022 war, sowie beim ULI Urban Land Institute und beim ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

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Flugsicherheitsbehörde setzt weiterhin auf Klüh

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Klüh hat von der Flugsicherheitsbehörde der Europäischen Union (EASA) mit Hauptsitz in Köln erneut den Auftrag für infrastrukturelle Dienstleistungen erhalten.

Ausschlaggebend für die Vertragsverlängerung war ein optimiertes Konzept für eine moderne, nachhaltige Gebäudebewirtschaftung, teilte der Multiservice-Anbieter mit. Klüh übernimmt am Standort der EASA seit 2016 die Unterhalts-, Glas- und Sonderreinigung sowie den Konferenzservice und infrastrukturelles Gebäudemanagement. Seit 2021 ist das Düsseldorfer Unternehmen zudem für Empfangsservice, Postbearbeitung, Aktenvernichtung sowie Objektschutz verantwortlich.

„Mit Klüh haben wir einen Partner an unserer Seite, der unsere hohen Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Service und Nachhaltigkeit zuverlässig erfüllt“, sagte Steffen Pohl, Real Estate und Facility Manager bei der EASA. Die EU-Behörde für zivile Luftfahrt beschäftigt in Köln nach eigenen Angaben rund 800 Mitarbeitende aus insgesamt 31 Mitgliedsstaaten.

Neuer Leitfaden verbindet BIM und Verwaltungsschalen für effizientes Gebäudemanagement

Ein neuer Leitfaden von buildingSMART Deutschland und der Industrial Digital Twin Association (IDTA) soll die Grundlage für einen ganzheitlichen digitalen Gebäudezwilling schaffen. Die beiden Organisationen haben dazu den Leitfaden „BIM-Gebäudemodell zur Integration von Maschinen, gebäudetechnischen Anlagen und externen Geräten mittels Verwaltungsschale“ veröffentlicht. Als Handlungsanweisung beschreibt er detailliert, wie die Integration von Building Information Modeling (BIM) und den Verwaltungsschalen (Asset Administration Shell, AAS) gelingen kann. Ziel sei die Schaffung eines umfassenden digitalen Zwillings, der den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Planung über den Bau und Betrieb bis zum Rückbau – abbildet und optimiert. Der Leitfaden steht ab sofort beim Verlag von buildingSMART Deutschland und im Contenthub der IDTA zum kostenfreien Download zur Verfügung. Er richtet sich an Planer, Bauherren, Betreiber und alle, die an der digitalen Transformation des Bauwesens beteiligt sind.

Die Verknüpfung der etablierten BIM-Methode, die primär statische Gebäudeinformationen (oft im IFC-Format) abbildet, mit den dynamischen Echtzeitdaten technischer Komponenten aus der Verwaltungsschale soll eine entscheidende Lücke im digitalen Gebäudemanagement schließen, wie buildingSMART mitteilt. Während BIM das Gebäude strukturell beschreibt, liefert die AAS detaillierte, aktuelle Informationen zu verbauten Anlagen, Maschinen und IoT-Geräten (Internet of Things). Diese Integration soll bereits die Planungsphase verbessern. Im Betrieb und in der Wartung seien dann vor allem die Dokumentationen und Updates zur Aufrechterhaltung des sicheren digitalen Betriebs von Vorteil. Online-Daten aus intelligenten IoT-Devices dienen der Echtzeitüberwachung und ermöglichen eine prädiktive Wartung.

Vom statischen Modell zum „lebenden“ Digitalen Zwilling

Während BIM-Modelle oft nur einen bestimmten Planungs- oder Bauzustand („as-built“) repräsentieren, bilden sie dynamische Betriebsdaten oder Änderungen an technischen Komponenten nicht ab. Die Verwaltungsschale, ein Kernkonzept von Industrie 4.0 (standardisiert in DIN EN IEC 63278), überwindet diese Limitation. Sie ermöglicht die Verwaltung von Typ-Informationen (vergleichbar mit digitalen Produktkatalogen) und instanzspezifischen Daten (zum Beispiel Seriennummer, Wartungshistorie, Echtzeit-Betriebsdaten) für jede einzelne Komponente über deren gesamten Lebenszyklus. Durch die im Leitfaden beschriebene Referenzierung zwischen BIM-Elementen und den entsprechenden Assets in der AAS entsteht ein „lebendes“ digitales Abbild des Gebäudes. Die Nutzung offener Standards wie IFC (DIN EN ISO 16739) für BIM und der von der IDTA vorangetriebenen AAS-Spezifikationen gewährleistet dabei Interoperabilität und Herstellerneutralität zwischen verschiedenen Systemen und Plattformen.

Gaia-X-Leuchtturmprojekt iECO erfolgreich abgeschlossen

Im Mai wurde das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Forschungsprojekts iECO (Intelligent Empowerment of the Construction Industry) erfolgreich abgeschlossen, wie die RIB Software GmbH als Konsortialführer mitteilt. Im Rahmen des Gaia-X-Leuchtturmprojekts wurde ein sicherer, interoperabler und Gaia-X-konformer Datenraum geschaffen, der praxisnahe Anwendungen entlang des gesamten Bauwerkslebenszyklus ermöglicht.

Ziel des Projekts war es, die Potenziale der europäischen Dateninfrastruktur innerhalb des Gaia-X-Ökosystems für die deutsche Bauindustrie nutzbar zu machen. Gemeinsam mit neun Partnern aus den Bereichen Bauindustrie, Softwareentwicklung, Wissenschaft und Lehre sowie öffentlicher Hand entwickelte die RIB Software GmbH insgesamt sechs sogenannte smarte Anwendungen, die konkrete Mehrwerte für Planung, Genehmigung, Bauausführung und Betrieb schaffen. Dazu gehören etwa ein Tool zur Unterstützung bei der Umweltplanung (ENPLAS), automatisierte Modellprüfungen (Conformity Checker), KI-gestützte Baufortschrittsdokumentation und Rechnungsprüfung (WInspector), Echtzeit-Tracking von Geräten und Materialien (Asset Insight), intelligente Verbrauchsüberwachung (Energy Watchdog) sowie smarte Steuerung im Gebäudebetrieb (Building Monitoring).

Die technische Umsetzung des iECO-Datenraums, in dem die Anwendungen angebunden wurden, erfolgte auf Basis der Gaia-X-Federation-Services und wurde durch von der Software AG neu entwickelte, projektspezifische Komponenten ergänzt. Unternehmen können mit iECO über ein zentrales Portal sicher eingebunden werden und ihre Services innerhalb des Gaia-X-Ökosystems anbieten. Die erfolgreiche Live-Demonstration des Onboardings und der Konformitätsprüfung von RIB bei der Abschlussveranstaltung in Dresden bestätigte die praktische Umsetzbarkeit und Regelkonformität des Gesamtsystems. „Mit iECO haben wir gezeigt, wie Technologien wie KI, Internet of Things (IoT) und föderierte Datenräume in der Bauwirtschaft wertschöpfend eingesetzt werden können“, erklärt Mamadou Ly, Konsortialleiter bei RIB Software GmbH. „Die entwickelten Services sind keine reinen Demonstratoren – sie bilden die Basis für zukünftige neue Serviceangebote und Folgeprojekte“, ergänzt Michael Brenner, Projektleiter beim 5D Institut.

Weitere Informationen zu RIB IMS finden Sie in unserer Datenbank der CAFM-Software-Anbieter oder in unserer Marktübersicht CAFM-Software 2025.

Energieverbrauch steigt wetterbedingt

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Der Energieverbrauch in Deutschland verzeichnete in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen unerwartet kräftigen Zuwachs. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhte sich der inländische Primärenergieverbrauch im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 5,5 Prozent auf 3.151 Petajoule (PJ), gab die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen bekannt.

Der Erdgasverbrauch verzeichnete im ersten Quartal des laufenden Jahres einen Zuwachs um 11,6 Prozent. Der Verbrauch an Steinkohle lag rund 5 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, der Einsatz von Braunkohle legte um 6,7 Prozent zu. Diese Entwicklung spiegelt vor allem den gestiegenen Einsatz in Kraftwerken der allgemeinen Versorgung wider, betont die AG Energiebilanzen. Hauptursache für den Anstieg sei die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Erzeugung von Strom aus Wind und Wasser infolge ungünstiger Wetterverhältnisse gewesen, die durch den vermehrten Einsatz konventioneller Energieträger kompensiert werden musste, heißt es weiter aus Berlin. Die Steigerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe in der Stromerzeugung und in der Wärmeversorgung führte nach überschlägigen Berechnungen der AG Energiebilanzen zu einer Erhöhung der energiebedingten CO₂-Emissionen um etwa 7 Prozent oder rund 11 Mio. t.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch lag im ersten Quartal 2025 insgesamt 3,2 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die windarme und trockene Witterung habe die Stromerzeugung aus Wind um 30 Prozent und die aus Wasser um 23 Prozent vermindert. Eine hohe Zahl von Sonnenstunden brachte der Photovoltaik einen Zuwachs um 24 Prozent. Witterungsbedingt nahm der Einsatz erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung leicht zu.

Die AG Energiebilanzen weist darauf hin, dass die Entwicklung im ersten Quartal 2025 vor allem durch außergewöhnliche Wetterverhältnisse geprägt wurde und keine belastbaren Rückschlüsse auf den gesamten Jahresverlauf erlaubt. Um den Witterungseffekt bereinigt, wäre der Primärenergieverbrauch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nur um 3,5 Prozent gestiegen.

H&M setzt in Südeuropa auf Honeywell

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Honeywell hat von dem Modeunternehmen H&M den Auftrag erhalten den Energieverbrauch sowie die CO₂-Emissionen von über 90 Filialen in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien und Portugal zu senken.

Im Rahmen der Verpflichtung von H&M, den Stromverbrauch in den Geschäften zu senken und bis 2040 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen, wird Honeywell digitale Gebäudemanagementlösungen und -dienstleistungen bereitstellen, gab der US-amerikanische Konzern in London bekannt. „Mit der Integration unserer fortschrittlichen Remote-Gebäudemanagement-Lösungen und Managed Services versetzen wir H&M in die Lage, den Energieverbrauch zu optimieren und die Wartungskosten zu senken, während wir gleichzeitig daran arbeiten, das Einkaufserlebnis in den Geschäften zu verbessern“, sagte Sudhakar Janakiraman, President, Building Solutions bei Honeywell Building Automation. Die zentrale Steuerung und vorausschauende Wartung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Beleuchtungs- und Energiesystemen soll die cloudbasierte Plattform Honeywell Forge ermöglichen.

Engie: Energiespar-Contracting für den Unstrut-Hainich-Kreis

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Der Unstrut-Hainich-Kreis hat mit Engie Deutschland ein Energiespar-Contracting für zwölf kommunale Liegenschaften abgeschlossen. Während der Vertragslaufzeit von zwölf Jahren soll der Landkreis im Nordwesten von Thüringen jährlich 440.000 Euro an Energiekosten und 1.596 Tonnen Kohlendioxid einsparen, teilte Engie Deutschland mit.

„Durch das Energiespar-Contracting erhält der Unstrut-Hainich-Kreis eine umfangreiche energetische Sanierung und somit eine zukunftssichere Infrastruktur in zentralen Gebäuden des Landkreises – und das komplett ohne Risiko, denn die Finanzierung und die Umsetzung verantworten wir“, sagte Michael Lange, der als Teamleiter Energieeffizienz in der Engie-Niederlassung Leipzig für das Projekt verantwortlich ist.

Engie Deutschland hat nach eigenen Angaben bereits die Feinanalyse im Unstrut-Hainich-Kreis abgeschlossen und befindet sich aktuell in der Umbauphase, die voraussichtlich bis Ende 2025 andauern soll. Der Contractor investiert rund 4,1 Mio. Euro in die energetische Sanierung von insgesamt 35 kommunalen Gebäuden, darunter 25 Schulen, neun Sporthallen sowie ein Kinderheim. Das Energiespar-Contracting ist Teil von „CO2ntracting: build the future!“, einem bundesweiten Modellvorhaben der Deutschen Energie-Agentur (dena), das die Energieeffizienz in öffentlichen Nichtwohngebäuden verbessern soll.

Wisag: ESG-Regularien als Hemmschuh

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Die Wisag Facility Service Holding hat die Ergebnisse ihres 13. Nachhaltigkeitsradars veröffentlicht, für den die Einschätzung von 326 Immobilienexperten eingeholt wurden. Die „wenig überraschende Quintessenz“ der diesjährigen Online-Studie ist laut Wisag: „ESG-Regularien können im Tagesgeschäft ein Hemmschuh sein“. Für 74 Prozent der Teilnehmenden ist die Nachhaltigkeitsregulatorik im Alltag spürbar beziehungsweise sehr stark spürbar, heißt es aus Frankfurt. Insgesamt 74 Prozent der Umfrageteilnehmenden stimmten eher beziehungsweise voll zu, dass FM-Dienstleister daher künftig stärker als Berater gefragt sind.

Für 83 Prozent der Teilnehmenden spielen digitale Technologien zunehmend eine Rolle, um ESG-Anforderungen zu bewältigen. Neben der Integration und Investition in digitale Tools gelten Fachkräfte, die intelligente Gebäude steuern können, als die Top-3-Herausforderungen, mit denen Facility-Service-Dienstleister bzw. ihre Auftraggeber beim Umsetzen der Nachhaltigkeitsanforderungen konfrontiert sind.

Die EU ist inzwischen bei der geplanten Nachhaltigkeitsregulierung zurückgerudert: Die im Omnibus-Paket vorgesehenen Berichtspflichten (CSRD) wurden verschoben und das geplante europäische Lieferkettengesetz (CSDDD) abgeschwächt. „Die kurze Atempause sollte dazu genutzt werden, Nachhaltigkeit eigenverantwortlich und gezielter voranzubringen und Innovationen zu fördern. Denn der Handlungsdruck, Verantwortung gegenüber der Umwelt und nachfolgenden Generationen zu übernehmen, bleibt unverändert hoch“, erklärte Jens Schmidt, Leiter Nachhaltigkeit bei der Wisag.

Gerolsteiner baut Biomasse-HKW mit E.ON

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Die Gerolsteiner Brunnen GmbH errichtet gemeinsam mit E.ON ein Biomasse-Heizkraftwerk am Standort Vulkanring in Gerolstein. E.ON Energy Infrastructure Solutions übernimmt Planung und Bau der Holzhackschnitzel-Feuerung mit 1,2 MW elektrischer und 5,5 MW thermischer Leistung, die Anfang 2027 in Betrieb gehen soll, teilten die Unternehmen mit. Damit will Gerolsteiner künftig bis zu 95 Prozent des Gesamtwärmebedarfs und 20 Prozent des Strombedarfs am Standort selbst erzeugen und den Ausstoß von rund 7.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

„Unser Energiemanagement ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und setzt gleichermaßen auf Reduzierung und auf den Einsatz erneuerbarer Energien“, sagte Ulrich Rust, Geschäftsführer Technik und Logistik bei Gerolsteiner. Das Unternehmen hat sein Ziel, die Emissionen am Standort bis 2030 im Vergleich zu 2016 um 59 Prozent zu senken, nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Jahr erreicht. Zu den bisher umgesetzten Projekten gehören der Bezug von Ökostrom, Photovoltaik zur Eigenstromerzeugung sowie Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.

Hottgenroth und Plan4 kooperieren bei Digitalisierung kommunaler Gebäude

Die Hottgenroth Gruppe und die Plan4 Software GmbH wollen künftig in Kooperation Kommunen eine durchgängige und wirtschaftliche Lösung für die Digitalisierung und Modernisierung öffentlicher Gebäude an die Hand geben. So ermöglicht das Gebäudemodellierungswerkzeug der Hottgenroth Gruppe die digitale Erfassung und Darstellung von Bestandsgebäuden. Unterstützt durch KI und 3D-Scan-Technologie entsteht ein digitaler Zwilling, der die Grundlage für alle weiteren Planungs- und Sanierungsschritte bildet. Ergänzt wird das System durch den GebäudeCheck von Plan4. Die Software-Lösung ist speziell auf die Kosten- und Sanierungsschätzung kommunaler Liegenschaften ausgelegt. Dadurch lassen sich Budgets planen, Fördermöglichkeiten gezielt nutzen und Maßnahmen strategisch priorisieren.

Die kombinierten Lösungen sollen Kommunen und deren Dienstleistern neue Möglichkeiten eröffnen, ihre Gebäude wirtschaftlich, strukturiert und zukunftssicher zu verwalten. Auf der Basis einer durchgängigen Digitalisierung von der Grundrisserfassung bis hin zum vollständigen 3D-Gebäudemodell lassen sich Sanierungsmaßnahmen nicht nur gezielt planen, sondern auch transparent kalkulieren und priorisieren. Automatisierte Abläufe und die nahtlose Integration beider Systeme sollen zudem zu einer erheblichen Zeitersparnis in den Prozessen führen.

E-Ladeinfrastruktur für die BImA

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Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat auf knapp 300 Grundstücken etwa 1.900 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge von Techem installieren lassen.

Der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur ist Teil eines Klimaprogramms, das konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen vorsieht, damit die Bundesverwaltung bis 2030 klimaneutral wird, teilte die BImA mit. Dieser erfolgt in drei Abschnitten und die erste Tranche mit rund 1.900 Ladepunkten und 20.548 kW Gesamtleistung ist den Angaben zufolge nahezu abgeschlossen. „Damit bieten wir bundesweit den Beschäftigten unserer Kunden sowie Gästen die Möglichkeit, Dienst-, Flotten- und Privatfahrzeuge kostengünstig und umweltfreundlich zu laden“, sagte Brigitte Bourscheidt, Leiterin des Geschäftsbereichs Facility Management der BImA.

Zukünftig sollen neben Normalladesäulen und Wallboxen auch Schnellladesäulen mit höheren Leistungen aufgebaut werden. Die Installation der Ladeinfrastruktur erfolgte durch Techem. Der Energiedienstleiter übernimmt den technischen Betrieb und das Monitoring, führt regelmäßige Wartungen durch und stellt einen Kundenservice bereit.

Mit einem weiteren Rahmenvertrag mit E.ON sollen bis 2027 zusätzliche 7.000 Ladepunkte auf den Liegenschaften der BImA errichtet werden, heißt es aus Bonn. Langfristig wird angestrebt, alle Liegenschaften mit Ladeeinrichtungen auszustatten. Mehr über die Ziele und Ausbaupläne der BImA im Bereich der Elektromobilität – auch in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger E.ON – können Sie im Interview mit Brigitte Bourscheidt in der Mai-Ausgabe von „Der Facility Manager“ nachlesen.

Lünendonk-Liste: Moderates Wachstum

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Nach zwei überdurchschnittlich starken Jahren wächst der deutsche Markt für Facility Services moderat. „Im Geschäftsjahr 2024 sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden Dienstleister im Mittel um 7,8 Prozent gewachsen. Im Vorjahr 2023 stand noch ein Plus von 11,8 Prozent in den Büchern“, sagte Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer von Lünendonk & Hossenfelder und Autor der Studie „Facility Service in Deutschland“. Das Ranking steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenlosen Download bereit.

Als Hauptgrund für das moderate Wachstum gilt die konjunkturelle Lage: Kunden reagieren preissensibler und lukrative Sonderleistungen wurden punktuell verschoben oder nicht abgerufen, so Hossenfelder. Herausfordernd sehen die Facility-Service-Anbieter den Fachkräftemangel sowie die steigenden Digitalisierungsaufwände. „Kunden erwarten verlässliche Leistungserbringung. Daher spielt gerade in Zeiten des Fachkräftemangels das Personalkonzept eine wichtige Rolle“, ergänzte Hossenfelder In Summe erzielen die 25 führenden Dienstleister einen Inlandsumsatz von 18,7 Mrd. Euro. Sie decken damit mehr als 30 Prozent des Markts ab.

Das Ranking im Detail

Apleona ist mit 2,99 Mrd. Euro Inlandsumsatz weiterhin Marktführer. Die neu firmierte Spie Germany Switzerland Austria belegt mit geschätzten 2,65 Mrd. Euro in Deutschland den zweiten Rang. Wisag Facility Service wächst um 6,9 Prozent auf und hält mit knapp 1,73 Mrd. Euro weiterhin Rang drei der Lünendonk-Liste. Engie ist das vierte Unternehmen mit einem vierstelligen Millionenumsatz in Höhe von 1,13 Mrd. Euro. Piepenbrock ist weiterhin der fünftgrößte Anbieter und steht kurz davor, die Milliarden-Hürde zu überwinden. Die Strabag Property and Facility Services ist mit 935 Mio. Euro von Rang acht auf sechs gesprungen. Dussmann rangiert mit 911,0 Mio. Euro auf dem siebten Platz (+3,4 %). Die Compass Group legte mit 862,7 Mio. Euro Umsatz von Platz elf auf acht zu. Die ISS Facility Services belegt mit 772,7 Mio. Euro Position neun, danach komplettiert Kötter mit 722,0 Mio. Euro die Top 10 der Lünendonk-Liste.

Die detaillierte Marktstudie soll nach Lünendonk-Angaben Ende Juli erscheinen. Sie basiert auf einer Analyse von 73 Unternehmen und kann zum Preis von 2.500 Euro (zzgl. MwSt.) vorbestellt werden.

fm.benchmarking Bericht 2025 liegt vor

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Im Mai haben rotermund.ingenieure den neuen „fm.benchmarking Bericht 2025“ herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe stellt auf insgesamt 324 Seiten Kennzahlen, Fakten und Analysen rund um das Facility- und Immobilienmanagement zur Verfügung. Der Bericht bietet Kennzahlen zu 16 Gebäudetypen: Bürogebäude, Industriegebäude, Laborgebäude, Unterrichtsgebäude, Kindertagesstätten, Sport- und Mehrzweckhallen, Krankenhäuser, Feuerwehrgebäude, Handelsimmobilien, Wohnimmobilien, Logistikgebäude, Bäder, Verpflegungseinrichtungen, Gemeindezentren, Rechenzentren und Veranstaltungsgebäude.

Je nach Gebäudetypen sind die Kennzahlen mit Blick auf fm.benchmarking, DIN 18960 und ÖNORM 1801-2 strukturiert. Damit sollen die Gebäudenutzungskosten und -verbräuche mit mittlerweile über 123 Mio. m² betrachteter BGF in Deutschlands größtem Datenpool für Nutzungskosten auf Vollkostenbasis vergleichbar werden. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist: „IT-Systeme im Gebäudemanagement: CAFM als Schlüssel zur Effizienz?“

Kooperationspartner beim fm.benchmarking Bericht 2025 sind die Verbände DGNB, gefma, RealFM, IG Lebenszyklus Bau, IFMA Austria, FMA, SVIT FM und ZIA. Deren Mitglieder können den Bericht zum Vorteilspreis von 430 Euro (inkl. MwSt. und Versand innerhalb Deutschland) beziehen, regulär liegt der Preis bei 500 Euro. Die Bestellung ist direkt bei rotermund.ingenieure möglich.

Socotoc-Gesellschaften firmieren unter einer Marke

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Um die Stärken der einzelnen Einheiten weiter zu bündeln und unternehmensübergreifend auf dem Markt Präsenz zu zeigen, wurden drei zum deutschen Unternehmensverbund gehörende Unternehmen umfirmiert, gab Socotec Deutschland bekannt.

Die ZPP Ingenieure AG, die sich auf Planung, Prüfung und Beratung in den Geschäftsbereichen Infrastruktur, Energie und Industrie und Hochbau konzentriert, wurde zur Socotec Ingenieure AG. Die Canzler GmbH mit Kompetenzen in den Bereichen Architektur, Technische Gebäudeausrüstung, Generalplanung, Facility Management Consulting, Immobilienberatung und Projektsteuerung trägt nun den Namen Socotec Building Solutions GmbH.

Mit der Umfirmierung der Socotec Testing GmbH in die Socotec Kampfmittelbergung GmbH wurden gleichzeitig die Gesellschaften der Schollenberger Kampfmittelbergung in Deutschland und Österreich gebündelt, heißt es weiter aus Hamburg. Seit April sind Tanja Lange und Sven Bartholomäus neue Geschäftsführer der Schollenberger Kampfmittelbergung Deutschland GmbH.

„Mit der Einführung einer einheitlichen Marke innerhalb von Socotec Deutschland haben wir einen bedeutenden Schritt innerhalb unserer internationalen Gruppenstrategie vollzogen. Damit stärken wir die Sichtbarkeit, Effizienz und Anschlussfähigkeit einer unserer wichtigsten Länderplattformen sowohl in Bezug auf die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe als auch im internationalen Marktumfeld“, sagte Hervé Montjotin, CEO der Socotec Gruppe, die in 27 Ländern rund 14.000 Mitarbeitende beschäftigt, davon 1.400 in Deutschland.

Weitere Informationen und Unternehmenskennzahlen zur Socotec Building Solutions GmbH finden Sie in unserer Datenbank der FM-Beratungsunternehmen oder in der gedruckten Ausgabe unserer Marktübersicht der FM-Beratungsunternehmen 2025. Dort jedoch jeweils noch unter dem alten Namen Canzler.

Wisag übernimmt Stampfli AG in der Schweiz

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Die Wisag Schweiz, eine Tochtergesellschaft der Wisag Gruppe, hat alle Anteile der auf Facility Services spezialisierten Stampfli AG von der Besitzerfamilie erworben. „Ziel der Akquisition ist, gemeinsam ein breites Leistungsportfolio rund um das integrierte Facility Management, also dem Gebäudeunterhalt, der Technik bis hin zur Bewirtschaftung aufzubauen, um sich zukünftig als führender FM-Dienstleister in der Schweiz zu etablieren“, teilte die Wisag Gruppe mit.

Stampfli mit Sitz in Subingen unweit von Solothurn ist nach eigenen Angaben ein Full-Service-Unternehmen für Immobiliendienste und Gebäudemanagement und beschäftigt aktuell mehr als 2.500 Mitarbeitende. In der Lünendonk-Liste 2023 der führenden Facility Management Provider in der Schweiz wurde das familiengeführte Unternehmen mit einem geschätzten Umsatz von umgerechnet knapp 75 Mio. Euro auf Platz neun eingeordnet.

„Stampfli bereichert unser Portfolio einerseits durch einen beeindruckenden Kundenstamm sowie qualitativ hochwertige Servicedienstleistungen. Zudem können wir mit Stampfli unsere Präsenz in der Schweiz deutlich ausbauen und unser gemeinsames Netzwerk stärken“, sagte Klaus-Rolf Vogt, Geschäftsführer der Wisag Schweiz. Die Gesellschaft, die dort unter Wisser Service Holding Schweiz firmiert, hatte 2022 Mehrheitsanteile an der Schweizer Reasco AG aus Neuhausen am Rheinfall übernommen, die mit rund 60 Mitarbeitenden in den Bereichen Facility Services, Safety und Immobilientreuhand aktiv ist.

Der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer der Stampfli AG, Simon Stampfli, soll im Mai 2025 aus dem Unternehmen austreten und die operative Leitung an die Geschäftsführung der Wisag Schweiz übergeben.

Neue gefma-Leitfäden erschienen

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Der Deutsche Verband für Facility Management (gefma) hat die neuen Leitfäden GEFMA 969 „Generals“ und GEFMA 970 „Financial Schedule“ für international agierende Unternehmen herausgegeben.
Nach den ersten vier Veröffentlichungen der internationalen Leitfadenreihe – GEFMA 965 „International Service Agreement“, GEFMA 966 „Facility Management Business Models“, GEFMA 967 „Performance Measurement“ und GEFMA 968 „Specifications“ – wird die Reihe nun durch zwei weitere Publikationen vervollständigt, teilte der Verband mit.

Der Leitfaden GEFMA 969 „Generals“ widmet sich den allgemeinen Bedingungen, die in internationalen Verträgen über Facility Services berücksichtigt werden müssen. Die Publikation behandelt unter anderem rechtliche Anforderungen, ESG-Vorgaben, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards sowie Aspekte zu Vielfalt und Inklusion. „Unser White Paper hilft dabei, diese Anforderungen systematisch in Verträgen zu verankern“, erklärte Beatriz Soria León, Leiterin des gefma-Arbeitskreises International.

Mit dem Whitepaper GEFMA 970 „Financial Schedule“ steht darüber hinaus ein praxisnaher Leitfaden zur finanziellen Struktur internationaler FM-Verträge zur Verfügung. Neben einem Überblick über die zentralen Elemente eines Finanzplans stellt die Publikation gängige Preismodelle vor – darunter Pauschal- oder Festpreise, Open-Book-Konzepte und das Modell des garantierten Höchstpreises (GMP). Die Publikation soll dabei als Entscheidungshilfe für eine wirtschaftlich und strategisch passende Vertragsgestaltung im internationalen Umfeld dienen, heißt es aus Bonn.

Beide Richtlinien sind für gefma-Mitglieder kostenlos im gefma-Online-Shop erhältlich. Nicht-Mitglieder können die Whitepapers für 38 bzw. 29 Euro zzgl. MwSt. erwerben.